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Registrierkasse für Betragseinführung und Summenabnahme mit einem
Kartenlochwerk Die Erfindung bezieht sich auf eine Registrierkasse für Betragseinführung
und Summenabnahme mit einem Lochwerk, dem aus einem Behälter bei jedem Maschinengang
eine Lochkarte selbsttätig zugeführt wird. Da der Antrieb für die Kartenentnahmeeinrichtung
von der Hauptwelle abgeleitet ist, wird sie bei jeder Hauptwellenumdrehung einmal
wirksam. Bei Maschinen, die während verschiedener Gangarten eine verschiedene Anzahl
von Hauptwellenumdrehungen ausführen, würden daher während eines Maschinenganges
aus dem Behälter unter Umständen nacheinander mehrere Rohkarten entnommen werden.
Um dies zu verhindern und bei jedem Maschinengang unabhängig von der Anzahl seiner
Hauptwellenumdrehungen nur eine Karte gelocht zu erhalten, findet gemäß der Erfindung
eine derartig vorübergehende Unterbrechung der Kartenzufuhr bei gewissen Gangarten
statt, daß die Kartenzufuhr bei diesen Gangarten nur einmal, die übrigen Teile des
hartenlochwerkes (Kartenfördervorrichtung, Lochrahmenantrieb) jedoch bei jeder Hauptwellenumdrehung
eines Maschinenganges dieser Gangarten arbeiten. Die Erfindung verineidet eine Abschaltung:
sämtlicher Teile des Kartenlochwerkes von ihrem Antrieb und damit eine wesentliche
Entlastung des Antriebsmotors, die sich in ihrer höheren Drehzahl würde auswirken
wollen und durch besondere Drehzahlregeleinrichtungen wieder verhindert werden müßte.
Die Einrichtung gemäß der Erfindung macht ferner auch bei Ableitung des Antriebes
für die Kartenentnahmevorrichtung, die Kartenfördereinrichtung und den Lochrahmen
von verschiedenen Getriebeteilen der Maschine nur eine einzige Kupplungsvorrichtung
erforderlich.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Es bedeuten Fig. i eine Seitenansicht der Steuerungseinrichtung für die Hauptwellenumdrehungen,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Betragstastenreihe und des mit ihr zusammenarbeitenden
Schaltwerkes, Fig.3 eine Seitenansicht des Gangarthehels und der Einrichtung zur
Auswahl eines der Stellung des Gangarthebels entsprechenden Lochstempels, Fig. q.
eine Seitenansicht des Lochwerkes, Fig.5 eine Seitenansicht des Antriebes für die
Fördereinrichtung, Fig. 6 eine Seitenansicht der Einrichtung zur Durchführung der
Lochung, Fig.7 eine Einzelheit der Befestigung der
Lochstempel,
Fig.8 eine Vorderansicht des Lochwerkes, Fig.9 eine Draufsicht auf die Einstellvorrichtung
des Lochwerkes, Fig. ro eine während- eines Additionsvorganges und' Fig. ii eine
während eines Summenziehv'oi#ganges gelochte Karte. Steuerung der Hauptwellenumdrehüngen
Bei Additionsvorgängen führt die Hauptwelle 33 (Fig: i) nur eine, bei Sümmenziehvorgängen
dagegen zwei volle Umdrehungen aus. Die Einrichtung, die bei Summenziehvorgängen
am Ende der ersten Hauptwellenumdrehung eine Stillsetzung der Maschine verhindert,
ist zwar an sich bekannt, ,soll aber noch einmal kurz erläutert werden.
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Auf der Freigabewelle 34 (Fig. i) ist ein Arm 42 befestigt, dessen
Stift 43 in einem Längsschlitz einer Kupplungsstange 44 geführt ist. Das untere
Ende der Kupplungsstange 44 ist mit einem Gabelschlitz versehen, in den ein Stift
4.5 eines mit. einem Längsschlitz auf einem festen Stift 4o geführten Schiebers
46 greift. Das linke Ende des Schiebers 46 ist an denn einen Arm eines auf einem
festen Stift 48 drehbaren Hebels 47 angelenkt, dessen anderer Arm durch eine Lasche
49 mit einem auf einer Welle 5 r befestigten Arm 50 verbunden ist.
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Die Kupplungsstange 44 weist ferner eine mit Absätzen versehene Aussparung
52 auf, in die ein Stift 53 eines auf dem festen Stift .18 drehbaren Armes 54 hineingreift.
Der Arm 54 trägt ferner eine Rolle 55, die in einer Kurvennut 56 eines Zahnrades
38 gleitet. Die Kurvennut 56 weist an zwei einander diametral gegenüberliegenden
Stellen Hubflachen auf, die gegen Ende einer jeden Hauptwellenumdrehung mit der
Rolle 55 zusammenarbeiten und den Aren 54 zuerst im Uhrzeigersinne ausschwenken
und ihn dann in die Normallage zurückbringen. In der Fig. i nimmt die Steuerungseinrichtung
die einem Additionsvorgang entsprechende Stellung ein. Wird die Maschine durch Drücken
der Motortaste in Gang gesetzt, so kann in an sich bekannter Weise eine Feder 35
wirk-Sam werden und die Freigabewelle 34 im Uhrzeigersinne drehen, bis ein Förtsatz
des Armes 42 auf einen festen Anschlagstift 57 trifft. Durch diese Drehung der Freigabewelle
34 wird in an sich bekannter Weise die nicht dargestellte Motorkupplung freigegeben
und der Motorstromkreis geschlossen.
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Einer vollen Umdrehung des auf der Hauptwelle 33 befestigten Zahnrades
41 entspricht eine halbe Umdrehung des Zahnrades 38. Nähert sich also das Zahnrad
38 bei einem Additionsvorgang dem Ende einer halben Umdrehung, so schwenkt die eine
Hubfläche der Kurvennut 56 den Arm 54 im Uhrzeigersinne aus. Da der Stift 53 in
eine Rast der Aus-",.epärung 5Z hineingreift, wird durch die Uhr-.J#e,erschwenkung
des Armes 54 die Kuppj@zl'sstange 44 abwärts. bewegt und die Freit: welle 34 im
Gegenzeigersinne gedreht.
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;;,:J>ädurch wird der getriebene Teil der Motorkupplung angehalten
und der Motorstromkreis geöffnet. Ist dies geschehen, wird der Arm 54 durch die
Hubfläche der Kurvennut 56 in die Normallage nach Fig. i zurückgeführt.
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Zur Einleitung eines Summenziehvorganges muß der Summenziehhebel 58
im Uhr- oder im Gegenzeigersinne aus seiner in Fig. 3 gezeichneten Additionsstellung
entfernt werden. Dabei dreht ein Kurvenschlitz 59 des Suminenziehhebels im Zusammenwirken
mit einem Stift einen Hebel 6o im Gegenzeigersinne um einen festen Zapfen 61. Auf
diesem Zapfen 6 1 sitzt noch ein Arm 6o i, der mit dein Hebel 6o durch eine
Feder verbunden ist und mit diesem zusammen einen Kurvenschlitz 62 bildet. In diesem
Kurvenschlitz 62 ist ein Stift 63 eines auf der Welle 51 befestigten Armes 64 geführt.
Bei einer Gegenzeigerschwenkung des Hebels 6o werden also der Arm 64 und die Welle
51 um einen kleinen Betrag im Uhrzeigersinne gedreht. Diese Uhrzeigerdrehung der
Welle 5 1 wird über die Lasche 49 (Fig. i) und den Hebel 47 auf den Schieber
46 übertragen, dessen Stift 45 die Kupplungsstange 44 im Uhrzeigersinne ausschwenkt
und die Rast der Aussparung 52 von dem Stift 53 entfernt.
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Der Schieber 46 trägt ferner eine Rolle 66, die normalerweise in einer
Rast der Kurvennut 67 einer Hubscheibe 39 ruht und bei Additionsvorgängen eine Drehung
der Hub-Scheibe 39 verhindert. Bei der durch die Ver- t stellung des Summenziehhebels
58 bewirkten Linksbewegung :des Schiebers 46 verläßt die Rolle 66 die Rast
und gelangt in die Gleitbahn der Kurvennut 67. Gleichzeitig wird durch die Linksbewegung
des Schiebers 46 in an sich bekannter Weise die Hubscheibe 39 mit dem Zahnrad 38
gekuppelt.
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Wird: nun die Maschine in Gang gesetzt; so nimmt die Hubscheibe
39 an der Drehung des Zahnrades 38 teil, wobei die Kurvennut 67 im Zusammenwirken
mit der Rolle 66 den Schieber 46 weiter nach links bewegt. Dadurch wird der längste
Teil der Aussparung 5a in die Bahn des Stiftes 52 gebracht. Schwingt jetzt gegen
Ende der ersten Hauptwellenumdrehung eine Hubfläche der Kurvennut 56 den Arm 54
aus, so führt der Stift 53 in der Aussparung 52 einen Leerhub aus; ahne an der Stellung
der Welle 34 etwas zu ändern. Infolgedessen bleibt der Motorstromkreis geschlossen,
so daß die Hauptwelle 33 noch eine zweite Umdrehung ausführen kann.
Betrags
schal twerke Die Maschine besitzt mehrere Reihen von Betragstasten 69 (Fig. 2).
Mit jeder von ihnen arbeitet ein an sich bekanntes Stellriegelschaltw erk zusammen,
das ein bei jedem Maschinengang um einen gleichbleibenden Betrag ausgeschwungenes
Antriebsglied 83 und ein durch die Nullanschlagklinke 72 oder die gedrückte Taste
69 angehaltenes Einstellglied 75 umfaßt. Das Einstellglied 75 ist mittels eines
ausrückbaren Kupplungsgliedes 82 mit dem Antriebsglied 83 verbunden.
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An dem Einstellglied 75 sitzt drehbar ein Gabelarm 99, der einen Stift
ioo einer Stange ioi umfaßt, deren oberes Ende an ein Einstellsegment 102 für die
Anzeigevorrichtung und deren unteres Ende an einem mit einem Rohr 1o5 verbundenen
Arm 104 angelenkt ist. Für die verschiedenen Stellenwerte sind eine Anzahl von Rohren
105 über eine Welle 1o6 geschoben. Jeder Arm 104 ist durch ein Rohr 1o5 mit einem
Segmenthebel (Fig.2 und 6) verbunden, dessen oberer Zahnbogen 107 zur Einstellung
eines Typenrades und dessen unterer Zahnbogen 1o8 mit einer Zahnstange 1o9 (Fig.
6) in Eingriff steht. Diese Stange log wird also mittels der beschriebenen Einrichtung
in an sich bekannter Weise entsprechend dem Einstellglied 75 des zugehörigen Schaltwerkes
eingestellt. Das Kartenlochwerk Die von den Betragsschaltwerken eingestellten Zahnstangen
1o9 (Fig. 6; 8 und 9) sind zwischen zwei Seitenwänden 114 und 115 untergebracht
und mit Längsschlitzen auf einer festen Welle 124 und in Einschnitten einer Querstange
125 (Fig. g) geführt.
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Mit der an der unteren Kante einer jeden Zahnstange 1o9 befindlichen
Verzahnung steht ein auf einer Welle 128 befestigtes Ritzel 127 in Eingriff. Auf
der Welle 128 ist noch ein zweites Ritzel 127 befestigt (Fig. 9), das mit einer
Hilfszahnstange 126 kämmt. Jede Zahnstange 126 (Fig. 6) weist einen Vorsprung 129
auf, der oberhalb eines Lochstempels 123 gebracht werden kann. Die Lochstempel 123
sind in drei Führungsplatten 130,
131 und 132 untergebracht, -von denen die
mittlere Platte 131 und die untere Platte 132 finit einer Lochplatte 133 verbunden
sind. Die Platten 131 -bis 133 (Fig. 6 und 8) befinden sich in einem in senkrechter
Richtung verschiebbaren Schlitten 13q., dessen Seitenteile 135 durch Querstücke
136 und 137 zu einem festen Rahmen verbunden sind. Die QuerstÜcke 136 und 137 sind
mit Leisten 138 versehen, die in senkrechten Nuten von an den Seitenwänden 114 und.
115 befestigten Führungsplatten 139 gleiten. Die Platte 130 wird von den
oberen Kanten der Führungsplatten 139 getragen (Fig. 8).
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Die Lochstempel i23 werden durch Drähte 140 in den Platten 130 und
131 gehalten, die sich in Aussparungen der Lochstempel 123 ,legen (s. bes. Fig.
7). Je zwei Lochstempelreihen sind zwei Drähte 140 gemeinsam, die mittels Klemmbügel
141 und 142 (Fig. 6) auf den oberen Flächen der Platten 130 und 131 gehalten werden.
Die Klemmbügel 141 sind an der Platte 130 selbst, die Klemmbügel 142 dagegen
an zwischen die Platten 131 und 13@. gelegten Leisten 143 befestigt. Die Drähte
14o der Platte 13o haben die Aufgabe, die wirksam gewesenen Löchstempel aus der
gelochten Karte zu entfernen und alle übrigen in der Ruhelage anzuhalten, während
die D r ähte der Platte 131 bei der Rückbewegung des Schlittens 134 in die Ruhelage
ein Hängenbleiben der Lochstempel 123 verhindern sollen.
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Zwischen den Platten 132 und 133 befindet sich ein schmaler Spalt,
der zur Aufnahme der zu lochenden Karte dient. Ist diese durch eine noch näher zu
beschreibende Einrichtung in den Spalt gebracht, so wird der Schlitten 134 angehoben,
um die Lochung durchzuführen. Zu diesem Zwecke trägt jedes der Querstücke 136 und
137 eine Rolle 144, die von auf einer Welle 147 befestigten Gabelarmen 145 und 146
umfaßt werden. Der Arm 145 besitzt einen rückwärtigen Y-förmigen Fortsatz, dessen
Rollen 148 mit einem auf einer Welle 151 befestigten Hubscheibenpaar 149, 15o zusammenarbeiten.
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Auf der Welle 151 ist ferner ein Zahnrad 152 (Fig.4) befestigt, das
über Zwischenräder 153 und 154 mit einem auf der Hauptwelle 33 befestigten Zahnrad
155 in Eingriff steht. Das Zwischenrad 153 ist auf einer Welle 156 und das Zwischenrad
154 auf einer Welle 157 befestigt.
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Die Zwischenräder 153 und 154 haben den gleichen Durchmesser, ebenso
die Zahnräder 152 und 155. Daraus ergibt sich, daß bei übersetzung des Zahnradvorgeleges
von i-: i die Welle 151 bei jedem Maschinengang eine volle Umdrehung im Gegenzeigersinne
ausführt. Bei dieser Gegenzeigerdrehung der Welle 151 schwenken die Hubscheiben
149 und 150 (Fig: 6) den Gabelarm 145 und die Welle 147 zuerst im Uhrzeigersinne
aus, um den Schlitten 134 anzuheben, und bringen dann alle Teile in die in Fig.
6 dargestellte Ruhelage zurück.
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Bei der Aufwärtsbewegung des Schlittens 134 trifft die in dem Spalt
zwischen den Platten 132 und 133 befindliche Karte von unten her auf die Lochstempel
123 und nimmt sie mit. Diejenigen Lochstempel 123, die durch Vorsprünge 129 an einer
vollen Aufwärtsbewegung gehindert werden, dringen bei der
weiteren
Aufwärtsbewegung des Schlittens 134 durch die Karten hindurch und erzeugen dadurch
auf der Karte eine dem Betrag, auf den das zugehörige Schaltwerk eingestellt ist,
entsprechende Lochung. Damit die Zahnstangen 126 durch die Aufwärtsbewegung des
Schlittens 134 nicht angehoben werden, sind Teile ihrer oberen Kanten an der unteren
Fläche einer festen Platte iig geführt.
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Die den Sonderschaltwerken, die mit einer Geschäftsart- und einer
Verkäufertastenreihe zusammenarbeiten, zugeordneten Lochstempel werden in der gleichen
Weise ausgewählt wie die den Betragsschaltwerken zugeordneten.
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Um auch die jeweilige Gangart der Maschine (Addition, End- oder Zwischensumme)
auf der Karte festhalten zu können, ist der Summenziehhebel 58 durch eine Stange
161 (Fig.3) mit einem auf der Welle 105 bcbestigten Arm 162 verbunden. Auf
der Welle io5 ist ferner ein Segmenthebel 163 (s. auch Fig.8) befestigt, dessen
unterer Zahnbogen mit einer auf der Welle 124 und der Querstange 125 geführten Zahnstange
164 in Eingriff steht. Mit der an der unteren Kante der Stange 164 befindlichen
Verzahnung steht ein Ritzel 165 (Fig. g) in Eingriff, das durch ein Rohr 167 mit
einem zweiten Ritzel 166 verbünden ist. Das Rohr 167 mit den Ritzeln 165 und 166
sitzt drehbar auf einer Welle 168. Das Ritzel 166 kämmt mit einer Hilfszahnstange
169, deren Vorsprung 170 (Fig. 3) oberhalb eines Lochstempels der dem Summenziehhebel
zugeordneten Lochstempelreihe 171 gebracht werden kann.
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Neben dieser Lochstempelreihe 171 befindet sich noch eine Blindstempelreihe
172 (Fig. 8). Diese ist lediglich deshalb vorhanden, damit die aus Fig. 7 ersichtliche
Anordnung der Drähte 14o möglich wird.. Aus dem gleichen Grunde ist den von den
Betragsschaltwerken eingestellten Zahnstangen 126 eine um eins höhere Anzahl von
Lochstempelreihen zugeordnet. Die überzählige Stempelreihe 173 ist daher ebenso
eine Blindstempelreihe wie die Stempelreihe 174, die sich neben den drei das Datum
vermerkenden Lochstempelreihen 187 (Fig. 8) befindet.
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In der Fig. 3 nimmt der Summenziehhebel ,58 die Additionsstellung
ein, in der sich der Vorsprung 17o der Zahnstange 169 oberhalb des mittelsten Lochstempels
der Reihe 171 befindet. Rechts von dem mittleren befinden sich drei Lochstempel
für Zwischensummen und links von dem mittleren drei Lochstempel für Endsummen, da
in. an sich bekannter Weise jeder der drei vorhandenen Addierwerksreihen
95, 96 und 97 (Fig.2) je eine besondere Stellung des Summenziehhebels für
End- und für Zwischensumme zugeordnet ist. Eine Kante 176 der Zahnstange 169 ist
an der unteren Fläche einer Platte 117 geführt, um ein Anheben der Zahnstange 169
beim Aufwärtsbewegen des Schlittens 134 zu verhindern.
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Aus den zum Vermerk der Kontonummer und des Datums dienenden Lochstempelreihen
werden die gewünschten Lochstempel unmittelbar von Hand, also nicht über ein Schaltwerk,
ausgewählt. Eine der Monatsangabe entsprechende Zahnstange 177 und zwei Tageszahnstangen
178 (Fig. 6, 8 und g) sind auf der Welle i24 und der Querstange i25 verschiebbar
angeordnet und mit nach oben gerichteten Fortsätzen 179 versehen, die durch
Schlitze einer Abdeckplatte 158 (Fig. g) hindurchragen: Die Zahnstangen
177 und 178
stehen in Eingriff mit je einem von drei gleichen Ritzeln
i8o, die durch Buchsen 181 mit Ritzeln 182 verbunden sind. Je eines dieser Ritzel
kämmt mit einer Hilfszahnstange 183 für die Monatsangabe und den beiden Hilfszahnstangen
184 für die Tagesangabe. Die Buchsen 181 mit den Ritzeln i8o und 182 sitzen drehbar
auf den Wellen 168, 185 und 128.
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Die Datumzahnstangen 183 und 184 sind mit Vorsprüngen 186 (Fig.8)
versehen, die oberhalb eines Lochstempels der Reihe 187 gebracht werden können.
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Auf einer Stange 194 (Fig.6) sind eine Anzahl von Halteklinken 195
angeordnet, deren abgerundete Vorsprünge 196 unter der Wirkung von Federn 197 in
Aussparungen der Zahnstangen 177 und 178 eingreifen, um diese in ihrer jeweils
eingestellten Lage kraftschlüssig festzuhalten.
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An der rechten Seite des Lochwerkes (Fig. g) befinden sich mehrere
von Hand verschiebbare Zahnstangen igo zur Einstellung der Kontonummer, die ähnlich'
wie die Datumstangen 177 und 178 mit Hilfszahnstangen igi verbunden sind. Die Hilfszähnstangen
igi weisen Vorsprünge 192 (Fig. 8) auf, die oberhalb eines Lochstempels der Reihe
193 gebracht werden können. Kärtenfördervorrichtung Die zu lochenden Rohkarten befinden
sich in einem Vorratsbehälter 198 (Fig. 4 und g). Der in diesem Behälter eingelegte
Rohkartenstapel 159 ist durch ein Gewicht igg belastet, um jeweils die unterste
Karte in dem Bereich eines Förderrahmens 203 - (Fig. 4) zu erhalten. Die Öffnung,
durch die eine Rohkarte aus dem Behälter entfernt werden kann, wird gebildet durch
eine an einer Platte toi befestigte Querleiste Zoo und durch einen einstellbaren
Blechstreifen 2o2. Die öffnung muß der Stärke der jeweils verwendetenRohkärten entsprechen.
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Der Förderrahmen 203 ist auf der Platte toi geführt, durch
deren Schlitz ein an der
Unterseite des Förderrahmens 203 befestigtes
Winkelstück 204 hindurchragt. Das Winkelstück 204 trägt einen Stift 2o5, der von
einem auf einer Welle 207 befestigten Gabelarm 2o6 umfaßt wird. Auf der Welle
207 ist ferner ein Arm 2o8 befestigt, an dem eine Kupplungsstange Zog angreift.
Das rechte Ende der Kupplungsstange Zog ist in einem Schlitz eines an der Seitenwand
114 befestigten Bockes 21o geführt.
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An ihrem rechten Ende weist die Kupplungsstange Zog einen T-förmigen
Schlitz a1 z auf, in den ein Stift 2r2 des einen Armes eines auf einem festen Stift
214 drehbaren Bügels 213 hineinragt. Der andere Arm 215 des Bügels 213 trägt zwei
Rollen 2z6 und 217, die mit zwei auf der Welle 151 befestigten Hubscheiben218und2ig
zusammenarbeiten. Die Kupplungsstange Zog ist durch eine Stange 22o mit einem Arm
eines auf einem festen Stift 222 drehbaren Winkelhebels 221 verbunden (s.
auch Fig. i), dessen anderer Arm mit einem Gabelschlitz einen Stift 223 einer Stange
224 umfaßt. Die Stange 224 ist mit ihrem rechten Ende an einem auf der Schubkastenauslösewelle
226 befestigten Arm 2.2e5 angelenkt, während ihr linkes Ende an dem einen Arm eines
auf einer Welle 228 befestigten Winkelhebels 227 angreift. Der Winkelhebel 227 ist
durch eine Stange 22g mit einem auf der Welle 51 befestigten Arm 230 verbunden
(Fig. i).
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Ist der Summenziehhebel 58 auf Addition eingestellt, so nimmt die
Welle 51 die Stellung nach Fig. i und damit die Kupplungsstange Zog die Stellung
nach Fig. 4 ein, in der die obere Rast des Schlitzes 211 über den Stift 2i2 greift.
Während eines Additionsvorganges wird also die Kupplungsstange Zog, wenn die Hubscheiben
a18 und 21g den Bügel 213 zuerst im Gegenzeigersinne ausschwenken, entsprechend
Fig. 4 nach links bewegt, um bei der dann folgenden Uhrzeigerschwenkung des Bügels
213 nach rechts zurückgeholt zu werden.
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Durch die Kupplungsstange Zog wird der Förderrahmen 203 im
gleichen Sinne bewegt, dessen etwas überstehender Längsstreifen 2o i bei der Rechtsbewegung
der Kupplungsstange Zog die unterste Rohkarte 159 mitnimmt und durch die
von der Leiste 220 und dem Blechstreifen 202, gebildete Öffnung hindurch in den
Bereich zweier Förderrollen 232 und 233 bringt.
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Wie bereits beschrieben; führt die Hauptwelle 33 und damit auch die
Welle 151 bei End- oder bei Zwischensummenziehvorgängen zwei volle Umdrehungen aus.
Damit nun der Förderrahmen 203 während eines Stimmenziehvarganges -nicht
zweimal hin und her bewegt wird und dabei nacheinander zwei Rohkarten aus dem Behälter
198 entnimmt, wird er während der ersten Hauptwellenumdrehung eines Summenziehvorganges
von der Antriebswelle 151 abgekuppelt. Dies geschieht in folgender Weise: Wie bereits
erwähnt, wird durch eine Entfernung des Summenziehhebels 58 aus der Additionsstellung
die Welle 51 (Fig. i und 3)
um ein kleines Stück im Uhrzeigersinne gedreht.
Durch diese Drehung der Welle wird über das Gestänge a30, 229, 227, 224,
22,3,
221 und 22o die Kupplungsstange Zog angehoben, so daß der Stift 212 in die Bahn
des ungefähr waagerechten Teiles des Schlitzes Z11 gelangt. Wird jetzt der Bügel
213
ausgeschwungen, so bewegt sich der Stift 21Z in dem waagerechten Teil
des Kurvenschlitzes 211 unwirksam hin und her.
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Während der zweiten Hauptwellenumdrehung eines Summenziehvorganges
wird, wie bereits näher ausgeführt, die Welle 51 um einen zusätzlichen Betrag durch
die Hubscheibe 3g (Fig. 1) im Uhrzeigersinne gedreht und damit über das genannte
Gestänge die Kupplungsstange Zog weiter angehoben. Dabei greift die untere Rast
des Schlitzes 211 über den Stift 212, so daß für die zweite Hauptwellenumdrehung
die Kupplungsstange Zog wieder mit dem Bügel 213 verbunden ist und der Förderrahmen
203 eine wirksame Bewegung ausführt.
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Die Kupplungsstange Zog trägt einen Stift 285, der durch eine der
Aussparungen 286 des Bockes 21o hindurchgeht, wenn sich die Kupplungsstange Zog
in einer ihrer wirksamen Stellungen befindet. Ist dagegen die Kupplungsstange Zog
in die unwirksame Zwischenstellung gebracht, so verhindert der Bock 21o eine Arbeitsbewegung
der Kupplungsstange äog für den Fall, daß die eine oder die andere Rast des Schlitzes
211 nicht völlig aus dem Bereich des Stiftes 212 entfernt sein sollte.
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Außer dem Förderrollenpaar 232, 233 sind noch zwei Förderrollenpaare
234, 235 und 236, 237 sowie ein Paar von Auswerfrollen 238, 239 vorhanden
(Fig.4 und 8). Die Förderrollen 234 und 236 sind auf Wellen 240 und 241 befestigt,
während die zugehörigen Gegendruckrollen 235 und 237 an Armen 242 und 243 drehbar
angeordnet sind. Die Arme 242 und 243 sitzen drehbar an auf der Platte 132 befestigten
Böcken 244 und 245. Die Förderrollen 234 bis 237 ragen durch Aussparungen der Platten
132 und 133 hindurch.
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Die Förderrollen 2j2 und 233 sind auf Wellen 246 und 247 und die Auswerfrollen
238 und 239 auf Wellen 248 und 249 befestigt. Die Wellen 246 und 248 sind
drehbar in den Seitenwänden 114. und. 115 gelagert,
während die
Enden der Wellen 249 in senkrechten Schlitzen der Seitenwände 114 und 115 und die
Enden der Welle 247 in senkrechten Schlitzen von an den Seitenwänden 114 und 115
befestigten Platten 268 (Fig. 6) geführt sind.
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Zum Antrieb der Förder- und Auswerfrollen ist auf der Welle 156 (Fig.4)
ein Zahnrad 25o befestigt, das über ein Vorgelege 251, 252, 253, 254 und
255 mit einem auf der Welle 248 befestigten Ritzel 256 in Eingriff steht. Auf dem
anderen Ende der Welle 248 ist ein Ritzel 257 (Fig. 5) befestigt, das über ein Zwischenrad
258 zeit einem auf der Welle 24i befestigten Zahnrad 259 kämmt:- Das Zahnrad 259
steht wiederum über ein Zwischenrad 26o mit einem auf der Welle a4o befestigten
Zahnrad 261 und dieses über ein Zwischenrad 26.2 mit einem auf der Welle
246 befestigten Zahnrad 263 in Eingriff. Die Zwischenräder 258, 26o und a62 sitzen
auf festen Stiften 264, 265 und 266. Durch das genannte Vörgelege werden also die
Wellen 248, 241; 24o und 246 im Uhrzeigersinne und die Welle ä47 im Gegen-:eigersinne
gedreht.
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Die Gegendruckrollen 233 werden durch Druckfedern 269 (Fig. 6) mit
den zugehörigen Förderrollen 232 in Berührung gehalten. Der Druck dieser Federn
269 kann mittels Einstellschrauben 27o reguliert werden. Zur Belastung der Gegendruckrollen
235 und 237; dienen an den Tragarmen 242 und 243 angreifende Federn 29o. Die Berührung
zwi.-sehen den Auswerfrollen 238 und 239 schließlich wird durch über die Welle 249
gehängte und durch Federn 272 belastete Haken 271 (Fig. 4 und 6) aufrechterhalten.
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Hat der Förderrahmen 203 (Fig. 4 und 6) die unterste Karte
aus denn Behälter 198 entnommen und zwischen die Förderrollen 232 und 233 gebracht,
so lassen diese die Karte in den Spalt zwischen den Platten 132 und 133 und zwischen
die Förderrollen 234 und 235 gelangen, welche die Karte in den Bereich der Förderrollen
236 und 237 bringen, so daß beide Förderrollenpaare zusammen die Karte nach rechts
bewegen; bis diese durch zwei vorher in die wirksame Lage gebrachte Anschläge 273
angehalten wird: Jett befinden sich die einzelnen Spalten der Karte (Fig. io und
i i) genau unterhalb der zugehörigen Lochreihen. Unmittelbar darauf wird der Schlitten
134 aufwärts bewegt; wodurch die Gegendruckrollen 235 und 237 von den zugehörigen
Förderrollen 234 und 236 entfernt werden. Während der Bewegung des Schlittens 134
halten die Gegendruckrollen ''35 und 237 die Karte auf der Platte 133 fest. Ist
der Schlitten 134 in seine Ruhelage zurückgekehrt, so werden die Förderrollenpaare
23q., 235 und 236, 237 wieder wirksam und befördern, nachdem die Anschläge
173
aus der Bahn der gelochten Karte entfernt sind, diese zu den Auswerfrollen
238 und 239, die die Karte in einen Behälter 287 ablegen. Durch eingebogenes Führungsblech
288 wird das Ablegen der Karte in den Behälter 287 erleichtert.
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Die Anschläge 273 werden durch eine auf der Welle 151 befestigte Hubscheibe
274 (Fig. 4) auf und ab bewegt, die mit der Rolle 275 eines Schiebers z76 zusammenarbeitet.
Das rechte Ende des Schiebers 276 ist mittels eines Schlitzes auf der Nabe
277 der Hubscheibe 274 geführt, während sein linkes Ende an den Arm 278 eines
auf der Welle 147 drehbaren Bügels 279 angelenkt ist. Die Anschläge 273 greifen
an Armen 28o und 281 (Fig. 8) des Bügels 279 an und sind in Aussparungen der Platte
133 geführt. Zwischen dem Bügel 279 und dem Schieber 276 ist eine Feder 282 gespannt,
die die Anschläge 273 in der unwirksamen Lage und die Rolle z75 mit der Hubscheibe
274 in Berührung zü.1 halten sucht.
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Bald nach Beginn des Maschinenganges zieht die Hubscheibe 274 den
Schieber a76 nach rechts, dreht den Bügel 279 im Uhrzeigersinne und bringt die Anschläge
z73 in die wirksame Lage, in der sie in Aussparungen der Platte 132 eintreten. Unmittelbar
darauf wird die Karte gelocht. Vor dem Auswerfen der gelochten Karte läßt die Hubscheibe
z74 den Schieber 276 unter Wirkung der Feder 282 in seine Ruhelage nach Fig. 4 zurückkehren,
um die Anschläge 273 aus der Bahn der Karte zu entfernen.
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Unterhalb der Lochplatte 133 befindet sich ein Behälter 289 (Fig.
6) zur Aufnahme der ausgestanzten Papierstücke.