DE669342C - Onkometer zur Bestimmung des kolloidosmotischen Drucks in Fluessigkeiten - Google Patents
Onkometer zur Bestimmung des kolloidosmotischen Drucks in FluessigkeitenInfo
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Description
- Onkometer zur Bestimmung des kolloidosmotischen Drucks in Flüssigkeiten Die Erfindung bezieht sich auf einen Apparat zur Messung des onkotischen .oder kolloidosmotischen Druckes einer Lösung; hierunter versteht man die Kraft, mit der die suspendierten Kolloide der Flüssigkeit bestrebt sind, Wasser anzuziehen. Bei einer bekannten Einrichtung wird die zu messende Flüssigkeit gegen eine dialytische Membran gepreßt durch den an einem Wassermanometer abzulesenden veränderlichen Druck eines Druckilaschensystems, dessen Höhe so lange geändert wird, bis seine Ultrafiltrat abpressende Kraft der Wasser anziehenden Kraft der Kolloide gerade das Gleichgewicht hält. Hierbei wird die über den Serumraum gespannte dialytische Membran ohne Zwischenschaltung einer Gegenlösung von Quecksilber unmittelbar überdeckt und die Meßlapillare direkt an die Druckkammer angeschlossen, wodurch die Meßkapillare vom Serum verschmiert wird.
- Bei dem Onkometer nach der Erfindung ist dieser Übelstand dadurch beseitigt, daß die Meßkapillare auf der Seite des Ultrafiltrates angeordnet und so weit in die als Unterlage der Membran dienende geschliffene Glasplatte eingelassen ist, daß die Mündung der Kapillare in der Ebene der Auflagefläche der Glasplatte liegt. Die dialytische Membran ist vorteilhaft auf Seide .oder einer dieser an Glätte und Porosität entsprechenden Zwischenlage gegen eine völlig ebene Fläche gelagert. Der Meßraum ist z4veckmäßig voll einem den Ansatzstutzen des Schlauches zum Druckflaschensystem tragenden Deckel abgeschlossen, der durch eine besondere seitlich dichtende Gummidichtung abgedichtet und festgehalten wird. Endlich kann die M-eßkapsel um i8o° gedreht werden, so daß sie von oben und von unten leicht zugänglich ist.
- Die Vorteile dieser Anordnung bestehen darin, daß jetzt eine kolloidfreie Salzlösung in der Kapillare enthalten ist, welch :e die Kapillare nicht so verschmiert wie z. B. das Serum bei den bestehenden Meßmethoden, wodurch die Meßgenauigkeit erhöht wird. Ferner ergibt sich die Möglichkeit, Serienmessungen mit der gleichen Membran und dem gleichen Ultrafiltrat zu machen, ohne die Membran aus dem Apparat entfernen zu müssen. Für praktische Messungen, bei denen der Einfluß des Ultrafiltrates auf die Höhe des onkotischen Druckes fast stets vernachlässigt werden darf, bedeutet das einen sehr wesentlichen Zeitgewinn. Dadurch, daß die Meßkapillare direkt in die die Membran tragende Platte eingeschliffen ist, #wird eine Erhöhung der Meßgenauigkeit .erzielt, da jetzt eine zusätzliche Strömung in der Meßkapillare durch die elastische Beanspruchung der. Membran zu der Bewegung des Ultrafiltrates in 'der Membran fast ganz fortfällt. Außerdem kann man, da dem Ultrafiltrat nur der hapillarraum der Poren der Seide und die Kapillare selbst zur Verfügung steht, schon mit sehr geringen Mengen von abgepreßtem Ultrafiltrat die Messung beginnen. Schließlich wird durch die Wendigkeit der Meßkapsel der Einbau der Membran in den Onkometer ganz wesentlich erleichtert.
- Auf der Zeichnung ist das Onkometer :,',in, einem Ausführungsbeispiel dargestellt, uricl zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht des Onkometers im Schnitt ohne Stativ und Ablesemikroskop, Abb. 2 eine Draufsicht auf das Onkometer, Abb.3 eine Draufsicht auf das auf der Grundplatte befestigte Onkometer, Abb.4 eine Seitenansicht des Onkam.eters mit Druckflaschensystem.
- Das Onkometer besteht aus dem Metallkörper i, dem Bodenring 2, dem Deckelring 3, dem Deckel 4 mit dem Ansatzstutzen 5, dem Kammerring 6 aus Glas, dessen Größe nach der zur Verfügung stehenden Menge an Untersuchungsmaterial gewählt werden kann, der geschliffenen Glasplatte 7, der eiweißdichten dialytischen Membran 8, welche auf einem runden Stück Seide 9 völlig eben gegen die geschliffene Glasplatte 7 gelagert ist. Kammerring6, Membranrand und Glasplatte? werden zwischen zwei Gummiringen i i und 12 durch vier Rändelschrauben io im Metallkörper i bzw. durch den Bodenring 2 gegen einen inneren Ringansatz 13 des Metallkörpers i gepreßt. Der runde Metalldeckel 4 mit dem Ansatzstutzen 5 für den Druckschlauch des Druckflaschensystems schließt den Metallkörper i oben ab und wird in seiner Lage durch eine in dem Metallkörper i angeordnete Gummidichtung 14 gehalten, welche durch den Deckelring 3 und die vier Rändelschrauben 15 in Metallkörper i zusammengepreßt wird. Dabei wird der Rand des Deckels 4 durch die Breitenzunahm.e des Gummiringes 14 seitlich abgedichtet. Die den Boden des Metallkörpers i bildende geschliffene Glasplatte 7 trägt die waagerecht abgewinkelte Glaskapillare 16 und ist mit dieser durch einen Schliff verbunden. Das Onkoineter ruht auf zwei Achsen 17 und 18 auf einem auf einer 19 befestigten Doppel-T-Stativ ao und kann auf demselben um die Achse 17 um 18o' geschwenkt werden, wodurch das Onkometer von oben und unten leicht zugänglich ist und auch zur Reinigung vom Stativ 2o einfach abgehoben werden kann. Der Ansatzstutzen 5 des Deckels 4 ist durch einen kurzen Schlauch 21 mit dem Rohrstutzen 22 am hinteren T-Ständer 2o und die Kapillare 16 ist durch einen Verbindungsschlauch 23 mit dem Rohrstutzen 34 der Grundplatte i9 verbunden. Weiter ragen aus der Grundplatte i 9 zwei Rohrstutzen 24 und 25 heraus, von denen Rohrstutzen 24 mit dem T-Rohr der Druckflasche und der Rohrstutzen 25 1111t dem oberen Anschluß des Niveaugefäßes durch Schlauchenden verbunden ist. Die vier Anschlußrohre der Onkometergrundplatte 19 führen zu einem Dreiwegehahn 26, -,der auf der Grundplatte i9 zur Vermeidung vdn Schmutzecken in .einem Kasten am vorderen Stativ 2o eingebaut ist. Durch Drehung dieses Hahnes um 9o' kann man den durch Heben des Niveaugefäßes 27 eingestellten Druck entweder auf die Serumoberfläche 28 in der Onkometerkammer drücken lassen oder an dem Ultrafiltrat in der Kapillare 16 saugen lassen. An einem Wasser-U-Manometer, das durch einen Schlauch mit dem zweiten Schenkel des T-Rohres der Druckflasche 29 verbunden ist, kann man an einer verschieblichen Millimeterskala 3o den eingestellten Druck in bekannter Weise ablesen. Ein Schieber am unteren Ende der Skala, durch den die Apparatekonstante als Nullpunktkorrektion eingestellt wird, ermöglicht es, daß der auf die Membran wirkende Druck, der ja dem onkotischen Druck das Gleichgewicht halten soll, ohne weitere Rechnung direkt abgelesen werden kann. Die Grundplatte i9 des Onkometerstativs trägt fest eingebaut das Ablesemikroskop 31, das auf einer Prismaschiene 32 mit verdecktem Trieb horizontal entlang der Kapillare 16 verschoben werden kann. Mit vierzigfacher Vergröß,-rung kann man an. einer Okularmikrometer. teileng die Verschiebung des Meniskus der Ultrafiltratoberfläche in der Kapillare messen.
Claims (3)
- PATENT ANSpiZLciir: i. Onkometer zur Bestimmung des kolloidosmotischen Druckes in. Flüssigkeiten mit einer dialytischen Membran, gegen welche die zu messende Flüssigkeit mit Hilfe eines Di-uckflaschensystems gepreßt wird, sowie mit einer Meßkapillare, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßkapillare (16) auf der Seite des Ultrafiltrates angeordnet und so weit in die als Unterlage der Membran dienende geschliffene Glasplatte (7) eingelassen ist, daß die Mündung der Kapillare (16) in der Ebene der Auflagefläche der Glasplatte (7) liegt.
- 2. Onkomet.er nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dialytische Membran auf Seide (9) oder einer dieser an Glätte und Porosität entsprechenden Zwischenlage gegen eine völlig ebene Fläche (7) gelagert ist.
- 3. Onkometer nach Anspruch i und. 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Serumraum durch einen den Ansatzstutzen des Schlauches. zum Druckflaschensystein tragenden Deckel (4) abgeschlossen ist, der durch eine besondere seitlich dichtende Gummidichtung (14) abgedichtet und festgehalten wird. 4.. Onkometer nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Onkometer auf einem auf einer Grundplatte (icg) befestigten Doppel-T-Stativ (?o) auf zwei Achsen (17 und i S) ruht und infolge dieser Achsen um i8o" gedreht werden kann, so daß das Onkameter von oben und von unten leicht zugänglich ist.
Priority Applications (1)
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| DEH148892D DE669342C (de) | 1936-09-20 | 1936-09-20 | Onkometer zur Bestimmung des kolloidosmotischen Drucks in Fluessigkeiten |
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Publications (1)
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| DE669342C true DE669342C (de) | 1938-12-23 |
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ID=7180548
Family Applications (1)
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| DEH148892D Expired DE669342C (de) | 1936-09-20 | 1936-09-20 | Onkometer zur Bestimmung des kolloidosmotischen Drucks in Fluessigkeiten |
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| Country | Link |
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2716886A (en) * | 1953-09-24 | 1955-09-06 | Nat Res Dev | Measurement of colloid osmotic pressure |
| US3063288A (en) * | 1959-04-08 | 1962-11-13 | Reiff Theodore Robert | Method and apparatus for measurement of colloid osmotic pressures |
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| US3248932A (en) * | 1963-05-15 | 1966-05-03 | Sun Oil Co | Osmometer |
| US4170895A (en) * | 1978-02-27 | 1979-10-16 | Kliger Gilbert L | Oncotic pressure measurement cell |
-
1936
- 1936-09-20 DE DEH148892D patent/DE669342C/de not_active Expired
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| US2716886A (en) * | 1953-09-24 | 1955-09-06 | Nat Res Dev | Measurement of colloid osmotic pressure |
| DE1017822B (de) * | 1953-09-24 | 1957-10-17 | Nat Res Dev | Osmometer |
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