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Anschlagpresse zur,Herstellung von versteiften Schnürbandenden Die
Erfindung bezieht sich auf eine Anschlagpresse zur Herstellung von versteiften Schnürbandenden
unter vorzugsweiser Verwendung von Kunstharz. Die Anwendung von Kunstharz ,an Stelle
des bisher zur Versteifung benutzten Gelluloids weist mehrere Vorteile auf, so z.
B. Fortfall der Feuergefährlichkeit bei der Bearbeitung, größere Haltbarkeit u.
a. m. Dagegen ergibt sich der Nachteil, daß das Verformen und Härten der Kunstharze
unter Druck und Wärme ein Mehrfaches an Zeit beansprucht als die Verarbeitung von
Celluloid. War bisher die, Wirtschaftlichkeit einer Anschlagpresse bei der Versteifung
von Schnürbandenden durch Celluloid bei der Bedienung jeder Presse durch eine Person
gegeben, so liegen die Verhältnisse bei. der Kunstharzversteifung aber ganz anders.
Einer kurzen Einstellzeit (eh-"a q. bis 5 Sekunden) steht die Härtezeit (etwa 2o
Sekunden) gegenüber, so daß die Wirtschaftlichkeit nur dadurch erreicht werden kann,
daß eine Arbeitskraft mehrere Pressen bedient. Dazu ist @es aber erforderlich, daß
die zurückzulegenden Bedlenungswege möglichst kurz gehalten sind. Dem stehen bei
den bekannten Ausführungen von Anschlagpressen die Aufspannvorrichtungen für die
Schnürbandbündel entgegen, die so sperrig sind, daß eine Arbeitskraft in Dauerleistung
nicht eine die Wirtschaftlichkeit ergebende Zahl von Pressen bedienen kann.
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Gemäß der Erfindung soll dieser Nachteil in -der Weise beseitigt werden,
daß das Schnürbandbündel in U-Farm auf die Anschlagpresse aufgebracht wird, d. h.
so, auf dem vorderen Ende der Presse liegt, daß seine herabhängenden Enden durch
eine unter
der Maschine angeordnete und nach unten wirkende Spannvorrichtung
festgehalten sind. Zweckmäßig besteht die Spannvorrichtung aus einem an der Maschinenunterseite
senkrechtT zu ihr befestigten Vierkantstab und einem äüf dem Stab verstellbaren
Gleitstück, das r>#i seitlichen Querstiften in die Enden des-Schnürbandbündels.
eingreift.
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Infolge dieser Ausbildung zeichnen sich die neuen Anschlagpressen
durch ihre Zweckmäßigkeit ,aus, denn nunmehr können die Pressen sehr dicht beieinandergestellt
werden, so daß eine geschickte Arbeitskraft bis fünf Pressen, und zwar dauernd,
bedienen kann. Zugleich .aber ist die Einstellung der Spannvorrichtung ebenso .einfach
wie zweckmäßig, da sie nicht nur für die verschiedenen Schnürbandlängen verwendbar,
ist, sondern auch selbsttätig für die richtige Lage des Bündels sorgt. Dadurch sind
Fehler, die durch falsche Einstellung der früheren Spannvorrichtungen entstehen
konnten, ausgeschaltet.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung m einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigt Fig. r eine Seitenansicht einer vorzugsweise für die
Versteifung von Schnürbandenden mit Kunstharz bestimmte Anschlagpresse; Fig. 2 eine
Draufsicht ,auf eine Presse nach Fig. i, Fig.3 eine Vorderansicht der Presse mit
aufgebrachtem Schnürbandbündel.
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Bei der in dein Beispiel dargestellten Presse gleitet zwischen den
Seitenwangen i i ein Schlitten 2 i, der durch Umlegen ,eines Hebels 15 vor- und
zurückbewegt wird und auf dessen Oberseite die Trag- und Fördervorrichtung für das
mit Kunstharz getränkte und zur Versteifung der Bandenden dienende Band angebracht
ist. Weiter ist an den Vorderseite des Schlittens 2i noch der Oberteil
33 eines Messers zum Abtrennen der Bandstückchen, ein Stempel 34 zum Vorbiegen
derselben und der bewegliche Teil 39 des Preßgesenkes befestigt, dessen fester und
elektrisch beheizter Teil 42 in einer Aussparung des Maschinengestelles angeordnet
ist.
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Der vordere Teil der Wangen i i dient zur Auflage für die in Bündelform
aufgebrachten Schnürbänder. Um bei nebeneinanders.tehenden Pressen die Länge der
Bedienungswege zu kürzen, liegt das Bandbündel U-förmig auf dem vorderen Teil der
Anschlagpresse, d. h. seine Enden hängen rechts und links herab. Zum Festhalten
des Bündels und zu seiner gleichmäßigen Einstellung dient eine unter der Maschine
angeordnete Spannvorrichtung. Sie besteht aus einem Vierkantstab 44, der am Boden
io der Presse und senkrecht zu ihm angebracht ist. Auf dem Vierkantstab 44 ist ein
Gleitstück 45 verschiebbar und kann durch einen Stift 46, der in Löcher des Vierkantstabes
44 eingesteckt wird, festgestellt werden. Rechts und links sitzen im Gleitstück
45 ,Cjuerstifte aus Rundeisen, die als Haltearme :in die Enden des Schnürbandbündels
@eingyifen und es nicht nur stramm anspannen, sondern auch in bezug auf die Länge
der einzelnen Bänder richtig ,einstellen.
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Die Bedienung der Anschlagpresse unterscheidet sich kaum von der bisher
bekannten Form. Zuerst wird ein Schnürbandbündel aufgelegt (Fig.3) und durch Verschieben
des Gleitstückes 45 mit den in die Bündelenden eingreifenden Haltearmen 47 angespannt.
Dann wird der Stecker zur Beheizung der Preßgesenkeeingesteckt und das Kunstharzband
in die Führung 24 eingeschoben, worauf nach richtiger Erwärmung des Gesenkes mit
dem Anschlagen begonnen werden kann. Nach Abtrennen -des ersten -Stückchen Kunstharzbandes
wird das abgeschnittene und vorgebogene Stückchen durch ein von der Arbeitskraft
eingelegtes Schnürhand.zwischen Gleitbahn 4 i und Finger 43 hindurchgezogen und
mit dem Schnürband in das feste Gesenkteil 42 gelegt. Dann wird durch Umlegen des
Handhebels 15 der Schlitten 2 1 mit dem verschiebbaren Gesenktei139 nach
vorn und in das feste Gesenkte142 gebracht, so daß Schnürband und Umlegeband zwischen
den beiden Gesenkteilen gepreßt werden, wobei durch die erwärmten Gesenkteile zugleich
die Verformung des Kunstharzes und seine Erhärtung erfolgt. Mit dem verschiebbaren
Gesenkteil 39 ist zugleich ein nicht dargestelltes Messer zum Zerschneiden des g
epr@eßten Schnürbandteilesnach vorn gebracht worden. Ist der Preßvorgang beendet,
können zwei versteifte Schnürhandenden aus dem Gesenk herausgezogen werden. Das
Einleger eines durchgehenden Schnürbandes und das Herausziehen zweier versteifter
Enden wiederholt sich so, lange, bis auf der Oberseite der Presse kein Schnürband
mehr vorhanden ist und ein neues Bündel aufgelegt werden muß.
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Da der Vorgang des Herausnelunens der fertigen Bänder und das Einlegen
eines neuen Bandes nur etwa 4 bis 5 Sek.-unden dauert, dagegen das Pressen und Härten
etwa 2o Sekunden in Anspruch nimmt, so stehen zweckmäßig eine Reihe von Pressen
nebeneinander, die dann von einer Arbeitskraft, meist weiblichen Personen, bedient
werden können. Dabei kann aber die Zeit der Preßäauer auch etwas überschritten werden,
ohne daß eine schädigende Wirkung für die Schnürnadel zu befürchten ist.
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Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf das dargestellte;
Ausführungsbeispiel, vielmehr sind auch andere Ausführungen und Änderungen möglich.