DE666464C - Verfahren zur Herstellung von Beizenfaerbungen auf geoelter Baumwolle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Beizenfaerbungen auf geoelter Baumwolle

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DE666464C
DE666464C DEI55290D DEI0055290D DE666464C DE 666464 C DE666464 C DE 666464C DE I55290 D DEI55290 D DE I55290D DE I0055290 D DEI0055290 D DE I0055290D DE 666464 C DE666464 C DE 666464C
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Germany
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cotton
production
stain
oiled
oil
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Expired
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DEI55290D
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English (en)
Inventor
Dr Gustav Schwen
Dr Wilhelm Winterhalder
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/64Natural or regenerated cellulose using mordant dyes or metallisable dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Beizenfärbungen auf geölter Baumwolle Alizarin- und andere Beizenfärbstoffe werden im allgemeinen in der Weise gefärbt, daß man ihre wässerigen Aufschwemmungen auf eine mit Ölen und Aluminium- oder Eisensalzen behandelte Baumwollware einwirken läßt. Als-Öle kommen hierfür neutrale Öle, wie Olivenöl, Rizinusöl, Erdnußöl, oder sulfonierte Öle, z. B. Türkischrotöle, in Frage. Neutrale Öle verwendet man in Form von Emulsionen, deren Herstellung unter Anwendung von erheblichen Mengen Pottasche oder Soda erfolgte.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Beizenfärbungen auf mit Ölen grundierter Baumwolle wesentlich vorteilhafter ausführen kann, wenn man hierbei Ölemulsionen benutzt, die nicht, wie bisher, mit Kalium- oder Natriumcarbonat, sondern unter Anwendung von neutralen organischen Emulgiermitteln hergestellt sind. Auf diese Weise wird außer einer größeren Klarheit und Fülle des Farbtons eine wesentliche Vereinfachung des Färbevorganges erzielt, da das bisher notwendige Waschen, insbesondere das Auswaschen des nicht fixierten Öles und des Kalium- oder Natriumcarbonats, nicht mehr erforderlich ist.
  • Geeignete neutrale organische Emulgiermittel sind beispielsweise die Einwirkungsprodukte von Äthylenoxyd oder Polyglykoläthern auf organische Verbindungen, die im Molekül eine oder mehrere Oxy-, Carboxyl-, Amino- oder Mercaptogruppen enthalten, beispielsweise die Einwirkungsprodukte von Äthylenoxyd auf höhere Alkohole, wie Octyl-, Dodecyl-, Octodecyl- und Octodecenylalkohol, ferner Einwir--kungsprodukte von Äthylenoxyd auf höhermolekulare Carbonsäuren oder deren Ester, wie Ölsäure, Stearinsäure, Olivenöl, Rizinusöl, oder auf Amine, wie Cetylamin, Oleylamin, oder Fettsäureamide, z. B. Stearinsäureäthanolamid, Derartige Emulgatoren können beispielsweise nach den aus der Patentschrift 6o5 973 und der französischen Patentschrift 727 2o2 bekannten Verfahren hergestellt werden. Es eignen sich als neutrale Emulgiermittel auch höhermolekulare Ester oder Äther von mehrwertigen Alkoholen, z. B. Sorbit. Ferner kommen in Betracht: wasserlösliche Salze von aliphatischen Sulfonsäuren, z. B. von Kondensationsprodukten aus höhermolekularen Fettsäuren oder deren Abkömmlingen, und Aminoalkyl- oder Oxyalkylsulfonsäuren, wasserlösliche Salze von Schwefelsäureestern höhermolekularer Alkohole, von alkylierten Naphthalinsulfonsäuren und von Mineralölsulfonsäuren. Auch Salze der Kondensationsprodukte von Fettsäuren oder deren Abkömmlingen mit Oxyalkylaminen oder Aminomono-oder Aminopolycarbonsäuren können im vorliegenden Fall Verwendung finden: Die Behandlung der Baumwolle mit den unter Verwendung der genannten Emulgiermittel hergestellten Ölemulsionen erfolgt in an sich bekannter Weise. Die Baumwolle wird z. B. mit einer Emulsion aus Rizinusöl und dem Einwirkungsprodukt von 2o Mol. Äthylenoxyd auf i Mol. Octodecenylalkohol oder Rizinusöl bei gewöhnlicher Temperatur behandelt und hierauf bei schwach erhöhter Temperatur getrocknet, mit einer Aluminium- oder Eisensalzlösung getränkt und anschließend mit einem Beizenfarbstoff, z. B. Alizarin, in der üblichen Weise gefärbt. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, die Behandlung der Baumwolle mit der beschriebenen Emulsion zweimal hintereinander durchzuführen.
  • Vielfach empfiehlt es sich, den Emulsionen zur Erhöhung ihrer Beständigkeit noch Schutzkolloide, wie Leim, Polyvinylalkohol, Polyvinyläther, polyacrylsaure Salze, Celluloseäther oder Pflanzenschleime, zuzusetzen.
  • Beispiel 6oo kg Baumwollgarn (Mule 24/1) werden auf der Passiermaschine mit einer Emulsion, die je Liter Wasser Zoo g Rizinusöl und 2o g des Einwirkungsproduktes von 40 Mol. Äthylenoxyd auf i Mol. Rizinusöl enthält, getränkt. Nach dem Trocknen bei etwa 6o' C wird das Garn erneut mit einer Emulsion, die je Liter Wasser ioo g Rizinusöl und io g des Einwirkungsproduktes von 40 Mol. Äthylenoxyd auf i Mol. R#zinusöl enthält, behandelt, getrocknet, sodann mit einer basischen Aluminiümsulfatlösung von 6 ° B6 gebeizt und wieder getrocknet. Das so behandelte Garn wird hierauf mit 12°/o Alizarin V i extra 2oprozentig (vgl. Schultz; Farbstofftabellen, 7. Auflage, Nr. 1141) gefärbt. Anschließend wird die Ware durch 4stündige s Behandeln in einer Flotte; die je Liter Wasser 0,5 g Natriumcarbonat und o,5 g Seife enthält, unter i at Druck aviviert, erneut gespült und getrocknet. Man erhält eine sehr lebhafte Färbung.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung von Beizen-Färbungen auf geölter Baumwolle, dadurch gekennzeichnet, daß man Baumwolle mit Ölemulsionen behandelt, die-unter Verwendung neutraler organischer Emulgiermittel hergestellt worden sind, und dann; wie üblich, beizt und färbt.
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