DE665993C - Verfahren zum Verdichten von Kohle - Google Patents
Verfahren zum Verdichten von KohleInfo
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- DE665993C DE665993C DE1930ST033030 DEST033030D DE665993C DE 665993 C DE665993 C DE 665993C DE 1930ST033030 DE1930ST033030 DE 1930ST033030 DE ST033030 D DEST033030 D DE ST033030D DE 665993 C DE665993 C DE 665993C
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Description
- Verfahren zum Verdichten von Kohle Gewisse, namentlich gasreiche Kokskohlen bedürfen für die Kammerverkokung einer Verdichtung, um einen guten und festen Koks zu ergeben. Es ist bekannt, diese Verdichtung der Kohle innerhalb der Ofenkammer, in die die Kohle eingeschüttet worden ist, vorzunehmen und hierbei schraubenförmige, im mittleren Teil der Kohlenmasse gedrehte Schnecken als Verdichtungswerkzeuge anzuwenden. Diese bekannte Verdichtung erfolgt während der Verkokung, also mindestens über einen Teil ihrer Dauer. Es sind auch Verfahren zum Verdichten der Kohle in der Ofenkammer bekannt, bei denen Stampf- oder Druckwerkzeuge auf die Oberfläche oder äußere Begrenzung des Kohlekörpers zur Einwirkung gebracht werden, sei es nur zu Beginn bei und unmittelbar nach dem Einfüllen der Kohle oder ebenfalls während der Verkokung.
- Gemäß dem Hauptpatent 637 122 werden Schnecken als Verdichtungswerkzeuge, die an senkrechten Achsen angebracht sind, unter gleichzeitiger stetig fortschreitender Bewegung in ihrer Achsenrichtung in der Kohlenmasse gedreht, tierart, daß ein Verdrängen von Kohlenmasse nach unten und seitwärts und dadurch ein Verdichten der Kohle erfolgt. Diese Mittel des Patents 6371:22 sind besonders vorteilhaft für das Verfahren der nachstehend beschriebenen Erfindung geeignet.
- Nach der Erfindung wird bei unterbrochen betriebenen Kammeröfen ein Verdichten der Füllkohle innerhalb der Ofenkammer zu einem Zeitpunkt, wo der Verkokungsprozeß bis zu einem gewissen Teil, beispielsweise etwa bis zu einem Viertel, der gesamten Garungszeit vorgeschritten ist, derart vorgenommen, daß die Verdichtungswerkzeuge nach Patent 637 122 vorübergehend auf die noch unverkokte, zwischen den Teernähten befindliche Kohlenmasse zur Einwirkung gebracht werden.
- Das wesentlich Neue der Erfindung liegt darin, daß der Verkokungsprozeß über einen Teil der Garungszeit abläuft, ohne daß währenddem irgendwelches Verdichten der Kohlenmasse stattfindet, und daß erst nach Erreichung dieses Abschnittes vorübergehend die Einwirkung der Verdichtungswerkzeuge nach Patent 637 122 erfolgt.
- In diesem Zeitpunkt befindet sich, ganz abgesehen von der bereits eingetretenen Koksbildung, die nochunverkokte Kohlein einem anderen Zustand als unmittelbar nach dem Einfüllen, weil durch die erfolgte Wärmezufuhr mindestens ein erheblicher Teil des Wassergehalts der Kohle verdampft, ein Teil der Luft ausgetrieben und in manchen Fällen auch schon ein geringer Anteil der eigenen flüchtigen Bestandteile der Kohle aus ihr entfernt, teils noch als Niederschlag darin enthalten ist. Dabei sind in diesem nur mäßig vorgeschrittenen Verkokungszustand nur die äußeren, den Heizwänden der Kammer anliegenden Kohleschichten in Koks verwandelt, während die zwischen diesen beiden Außenschichten und den sie begrenzenden Teernähten liegende Kohle jedenfalls noch ihre körnige Beschaffenheit und kohliges Gefüge hat. Die in diesem Zustand befindliche Kohle läßt sich bei Einwirkung geeigneter Werkzeuge mit geringer Mühe fester verdichten als die frische Füllkohle. Vor allem wird ermöglicht, daß durch diese nachträglich einsetzende Verdichtung auch etwaige bis dahin eingetretene Schrumpfungen des Kohlekörpersund dadurch bedingte Lockerungen seines Gefüges wieder ausgeglichen werden. Hierbei hat man es überdies in der Hand, das Verdichten nach Belieben bis zu einem Dichtmaß zu treiben, das gleich, größer oder kleiner als die ursprüngliche, beim Beginn des Verkokungsvorganges bestehende Dichte des Kohlekörpers ist. Dadurch kann man den Verkokungsvorgang den verschiedenen Kohlearten und den Anforderungen, die sie stellen, gut anpassen.
- Besondere Vorteile bietet das Verfahren in dem Falle, daß schon die frische Kohle unmittelbar nach dem Einfüllen einer Verdichtung innerhalb der Ofenkammer unterzogen wird. Eine solche anfängliche Verdichtung benötigen fak alle sehr gasreichen Kokskohlen. Diese zeigen beim Verkoken zugleich die Eigentümlichkeit, daß in der ersten Stufe des Verkokungsprozesseseinsehrstarkesundstürmisches Entwickeln flüchtiger Destillationserzeugnisse erfolgt, das besonders leicht die anfängliche Dichte durch Lockerung des Gefüges des Kohlekörpers auf ein unerwünscht niedriges Maß herabgesetzt. Wenn man dann gemäß dem Verfahren der Erfindung nach einem Teil, beispielsweise einem Viertel, der ganzen Garungszeit die Kohle erneut verdichtet, so kann man dadurch die Dichte des Kohlekörpers auch für den Rest der Garungszeit auf das erforderliche, der anfänglichen Dichte entsprechende Maß erhöhen, ja sogar unter Umständen auf ein noch größeres Maß verstärken. Dieses erfindungsgemäße Verdichten kann ohne nennenswerte Beeinträchtigung des Verkokungsvorganges, insbesondere auch des Abströrnens der Gase und Dämpfe, geschehen, weil es nur kurze Zeit in Anspruch nimmt und in dieser Stufe die Gasentwicklung wesentlich nachgelassen hat.
- Bei der Durchführung des Verfahrens für den vorerwähnten Fall der Vornahme auch einer anfänglichen Verdichtung der Kohle wird die Ofenkammer, die in üblicher Weise im unterbrochenen Betriebe beschickt und entleert wird, mit Schüttkohle von oben her angefüllt, und es werden unmittelbar hiernach oder zugleich mit dem Einfüllen die Schnecken, die als eine Reihe in der Längsmitte der Ofenkammer angeordnet sind, in Tätigkeit gesetzt, bis die ganze Kohlenmasse in der im Patent 637 i= beschriebenen Weise hinreichend verdichtet ist, beispielsweise bis auf ein Maß von goo kg,.'m3. Die Verkokung güht von da an in gewöhnlicher Weise vor sich. Wenn Beispielsweise die ganze Garungszeit 24 Stunden beträgt, so werden nach etwa 5 bis 6 Stunden die Verdichtungsschnecken gemäß Patent 627 122 von neuem in die Kohlenmasse der Ofenkammer hineingeschraubt, um ein erneutes Verdichten derselben b#s auf das angegebene Anfangsdichtemaß oder sogar auf ein stärkeres Maß herbeizuführen, und hiernach wieder aus der Ofenkammer entfernt. Während dieses Arbeitens der Schnecken wird zum Ersatz der nach unten verdrängten Kohlenmasse in die Hohlräume oder Vertiefungen, die sich im oberen Teil des Kohlekörpers jeweils bei den Schnecken gebildet haben, eine entsprechende Menge frischer Füllkohle nachgegeben, so daß beim Herausbringen der Schnecken aus der Ofenkammer wieder ein geschlossener Kolilefüllkörper mit wesentlich glatter Oberfläche in der Kammer vorhanden ist. Die Verkokung geht dann von diesem Zeitpunkt an in der gewöhnlichen Weise weiter, Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal kann das erneute Verdichten, nachdem ein weiterer Teilabschnitt der Garungszeit verflossen ist oder gegebenenfalls nach mehreren Teilabschnitten bezüglich mehrmals, wiederholt werden. Die Möglichkeit hierfür ist dadurch gegeben, daß auch in einem verhältnismäßig stark vorgeschrittenen Garungszustand immer noch körnige, d. h. noch nicht verbackene Füllkohle zwischen den beiden in dieser Stufe natürlich enger zusammenstehenden Teernähten vorhanden ist.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE', i. Verfahren zum Verdichten von Kohle in unterbrochen betriebenen Ofenkammern mit Anwendung von Verdichtungswerkzeugen in der Kammer nach Patent 637 12'-2', dadurch gekennzeichnet, daß nach Ablauf einesTeils, beispielsweise etwa eines Viertels, der ganzen Garungszeit die Verdichtungswerkzeuge vorübergehend auf die noch unverkokte, zwischen den Teernähten befindliche Kohlenmasse zur Einwirkung gebracht werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdichtung nach Ablauf eines weiteren Teils der Garungszeit, gegebenenfalls nach mehreren Teilabständen bezüglich mehrmals, wiederholt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1930ST026230 DE637122C (de) | 1930-09-24 | 1930-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von Schuettkohle in Ofenkammern, Kuchenformkaesten u. dgl. |
| DEST000330 | 1930-12-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE665993C true DE665993C (de) | 1938-10-07 |
Family
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Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1930ST026230 Expired DE637122C (de) | 1930-09-24 | 1930-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von Schuettkohle in Ofenkammern, Kuchenformkaesten u. dgl. |
| DE1930ST033030 Expired DE665993C (de) | 1930-09-24 | 1930-12-14 | Verfahren zum Verdichten von Kohle |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930ST026230 Expired DE637122C (de) | 1930-09-24 | 1930-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von Schuettkohle in Ofenkammern, Kuchenformkaesten u. dgl. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| FR (1) | FR725155A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE976745C (de) * | 1944-07-15 | 1964-04-09 | Still Fa Carl | Verfahren und Vorrichtung zur Koks- und Gaserzeugung in unterbrochen betriebenen Kammeroefen |
-
1930
- 1930-09-24 DE DE1930ST026230 patent/DE637122C/de not_active Expired
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-
1931
- 1931-09-19 FR FR725155D patent/FR725155A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE976745C (de) * | 1944-07-15 | 1964-04-09 | Still Fa Carl | Verfahren und Vorrichtung zur Koks- und Gaserzeugung in unterbrochen betriebenen Kammeroefen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR725155A (fr) | 1932-05-09 |
| DE637122C (de) | 1936-10-22 |
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