DE679754C - Verfahren zum zweistufigen Erhitzen von Presslingen vorbestimmter Gestalt - Google Patents

Verfahren zum zweistufigen Erhitzen von Presslingen vorbestimmter Gestalt

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DE679754C
DE679754C DES112738D DES0112738D DE679754C DE 679754 C DE679754 C DE 679754C DE S112738 D DES112738 D DE S112738D DE S0112738 D DES0112738 D DE S0112738D DE 679754 C DE679754 C DE 679754C
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furnace
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pellets
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CARBONISATION DE MOLIERES SUR
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00—Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/08—Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form in the form of briquettes, lumps and the like

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zum zweistufigen Erhitzen von Preßlingen vorbestimmter.Gestalt Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum zweistufigen Erhitzen von Preßlingen vorbestimmter Gestalt aus nichtbackender feiner Kohle und einer geringen Menge Pech in stehenden, von außen beheizten Öfen, deren Entleerung absatzweise erfolgt in Zeitabständen, innerhalb deren die in dem oberen Ofenteil frisch eingefüllten Preßlinge nach Durchlaufen des plastischen Zustandes so hart geworden sind, daß sie beim Absinken in den unteren Ofenteil nicht zerstört werden.
  • Es sind Öfen dieser Art bekannt, in denen die Preßlinge zu Beginn im Ruhezustand in einem oberen Ofenabschnitt so weit erhitzt werden, daß die Preßlinge zunächst plastisch und dann wieder hart werden, wonach die Preßlinge in einem unteren Ofenabschnitt verkokt werden. Bei diesen Öfen wird nur eine Wand des oberen Ofenteils von außen beheizt, wobei dann die Wärme durch Strahlung auf die gegenüberliegende Wand ,des gleichen Ofenteils übertragen wird. Während dieser Übertragung maß natürlich der betreffende Ofenabschnitt leer bleiben. Aus diesem Grunde stößt man bei der Ausführung des zweistufigen Verfahrens auf eine ernste Schwierigkeit. Setzt man voraus, daß eine Zeitspanne von annähernd 2 Stunden für die Behandlung in jeder Stufe genügt, .so stellt man fest, daß es unter .solchen Verhältnissen nicht möglich ist, die gleiche Zeit und Dauer der Behandlung in beiden Stufen eines auf solche Weise geheizten Ofens aufrechtzuerhalten. Wird für die Dauer der Verkokung in der unteren Stufe .die Zeitspanne von 2 Stunden beibehalten, so wird die Behandlung in der oberen Stufe, die um die Dauer der Erhitzung der bestrahlten Wand verkürzt werden maß, zu rasch stattfinden, rund die Preßlinge werden zerstört.
  • Will man dagegen die Dauer von 2 Stunden für die Behandlung der Preßlinge im Ruhezustand beibehalten, so wird die Dauer der Verkokung in der unteren Stufe gleich der Dauer der Behandlung in der oberen Stufe vermehrt um die Dauer der Erhitzung der bestrahlten Wand dieses Ofenteils. In diesem Fall entsteht somit ein Zeitverlust.
  • Beim Verfahren gemäß der Erfindung können diese Nachteile nicht entstehen. Dieses Verfahren besteht darin, daß- die rohen Preßlinge jeweils in Menge annähernd der halben Ofenfassung unmittelbar nach Abziehen der in der unteren Ofenhälfte verkokten Preßlinge in einem nicht mehr ,als 18 cm breiten Ofen eingebracht werden, dessen Wände in der oberen Ofenhälfte die zur Wiedererhärtung der Preßlinge auf ihre ursprüngliche Festigkeit erforderliche Temperatur (75o bis 8oo° C) und in der unteren Ofenhälfte Verkokungstemp-er,atur (85o bis ioo° C) aufweisen.
  • Zu empfehlen ist die Anordnung eines an sich bekannten dritten Ofenteiles für die Abkühlung oder das Dämpfen der verkokten Preßlinge. Der Rauminhalt dieses Ofenteils kann ein- oder zweimal größer sein .als derjenige des Ofenteils für die eigentliche Verkokung.
  • Der zu verwendende, an sich bekannte Ofen ist von halbkontinuierlicher Art, denn der teilweisen Entleerung folgt ein ebenfalls teilweises Füllen. Dies entspricht dem Volumen des Ofenteils für die Vorerhitzung. Die entsprechenden Vorgänge können in Zeitabschnitten von i bis 1,5 Stunden stattfinden. Das vollständige Backen der Preßlinge ist somit annähernd in a oder 3 Stunden vollendet.
  • Für die Erhitzung dieses Ofens benutzt man vorzugsweise an sich bekannte waagerechte Kanäle in Verbindung mit Rückgewinnungsvorrichtungen für die Wärme in solcher Weise, daß die Erhitzung und die Temperatur der Wände den durch die Erfindung gestellten Bedingungen angepaßt werden. Die Temperatur der Wände beträgt danach, wie erwähnt, in der Stufe der Vorerhitzung 750 bis 8oo° C und in der Stufe der .eigentlichen Erhitzung goo bis i i° C, entsprechend dem gewünschten Gehalt an flüchtigen Bestandteilen. Durch diese Erhitzungsart erreicht man die Gleichzeitigkeit der Vorerhitzung mit der eigentlichen Erhitzung.
  • Die Zeichnung zeigt einen senkrechten Schnitt durch einen Ofen, der sich für die Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens eignet.
  • Mit Rücksicht auf die gestellten Bedingungen der Erhitzung ist der Ofen derart eingerichtet, daß er drei Hauptabschnitte enthält: den Abschnitt a-b für die Vorerhitzung und das Hartwerden, den Abschnitt b-c für die Verkokung, dem nicht dargestellten Ofenteil des Löschens.
  • Der Ofen ist in drei schmale Kammern geteilt, deren Wände in an sich bekannter Weise durch Brenner d erhitzt werden, die eine leichte Regelung der Temperaturen dieser Wände in den verschiedenen Höhen gestatten. Wenn der Teil b-c der Ladung genügend destilliert -ist, wird er in den Löschabschnitt gebracht, der sich unter dem Ofen befindet, der Teila-b der Ladung nimmt die Stelle der vorhergehenden ein und .eine neue Menge roher Preßlinge wird in den oberen Teil des Ofens sofort nach :dem Auswerfen eingebracht, so daß die Dauer der Vorerhitzung und die Dauer der Enderhitzung einander merklich gleich sind.
  • . Durch die angegebenen Temperaturen der Kammerwände wird erreicht, daß die in a-b befindlichen Preßlinge allmählich, z. B. innerhalb ü/2 Stunden, auf eine Temperatur von annähernd 6oo° C gebracht werden, wogegen die in den Abschnitt b-c niedergegangenen in der gleichen Zeit von 6oo° auf die Endtemperatur der Destillation (70o bis goo°) gebracht werden, die dem gewünschten Ausscheidungsgrad der flüchtigen Bestandteile entspricht.
  • Der dritte Abschnitt des Ofens kann durch eine Kammer mit feuerfesten Mauerwerk gebildet sein, die durch .einen geräumigen Metalltrichter verlängert ist. Diese Kammer bildet die Löschvorrichtung. Der Metälltricheer kann mit Vorteil mit einem Wassermantel versehen sein, durch den die Abkühlung der Agglomerate beschleunigt wird. Es entsteht darin Wasserdampf, der in den oberen Teil der Löschvorrichtung eingeführt werden kann. Bei Berührung des Dampfes mit den Agglomeraten werden diese abgekühlt, und es entsteht Wassergas, wodurch die Ausbeute an Gaswärmeeinheiten erhöht wird.
  • Das Volumen des Abschnittes b-c ist etwas kleiner als dasjenige des Abschnittes a-b infolge des Schrumpfens der Preßlinge. Der Löschabschnitt kann ein größeres Volumen haben, er kann z. B. doppelt so groß sein als der Abschnitt b-c, unter BerücksiEhtigung des Schrumpfens der Preßlinge im Verlaufe dieser zweiten Stufe der Erhitzung.
  • Die Kohlen können unter jeder beliebigen Gestalt benutzt werden; man kann ihnen z. B. die Gestalt _von Briketten oder eine andere Gestalt mit Kanten und Ecken geben. Sie werden dann in Stücke gebrochen, und diese Stücke werden mit dem Verfahren gemäß der Erfindung behandelt. Die stufenweise Erhitzung in engen stehenden Retorten oder in Kammeröfen an sich ist ebenso wie -die Anordnung seiner nicht erhitzten Verlängerung, in der das aus .der Retorte austretende Gut abgekühlt wird, nicht Gegenstand der Erfindung.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCII: Verfahren zum zweistufigen Erhitzen von Pneßlingen vorbestimmter Gestalt aus nIchtbaekender feiner - Kohle und einer geringen Menge Pech in stehenden, von außen beheizten Öfen, deren Entleerung absatzweise erfolgt in Zeitabständen, innerhalb deren die in dem oberen Ofenteil frisch eingefüllten Preßlinge nach Durchlaufen des plastischen Zustandes so hart geworden sind, daß sie beim Absinken in den unteren Ofenteil nicht zerstört werden, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen Preßlinge jeweils in Menge annähernd der halben Ofenfassung unmittelbar nach Abziehen der in der unteren Ofenhälfte verkokten Preßlinge in einen nicht mehr als z 8 cm breiten Ofen eingebracht werden, dessen Wände in der oberen Ofenhälfte die zur Wiedererhärtung der 1'reßlinge auf ihre ursprüngliche Festigkeit erforderliche Temperatur (75o bis 8oo° C) und in der unteren Ofenhälfte Verkokungstemperatur (85o bis 1100, C) aufweisen.
DES112738D 1933-04-04 1934-02-03 Verfahren zum zweistufigen Erhitzen von Presslingen vorbestimmter Gestalt Expired DE679754C (de)

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