DE665535C - Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von natuerlichen Wachsen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von natuerlichen Wachsen

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Publication number
DE665535C
DE665535C DEI42065D DEI0042065D DE665535C DE 665535 C DE665535 C DE 665535C DE I42065 D DEI42065 D DE I42065D DE I0042065 D DEI0042065 D DE I0042065D DE 665535 C DE665535 C DE 665535C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wax
properties
improving
natural waxes
waxes
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Expired
Application number
DEI42065D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Michael Jahrstorfer
Dr Wilhelm Pungs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE665535C publication Critical patent/DE665535C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom
    • C11C3/12Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by hydrogenation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Cosmetics (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von natürlichen Wachsen Es wurde gefunden, daß man die Eigenschaften von Naturwachsen, wie Carnaubawachs, Candelillawachs, Bienenwachs, Schellackwachs u. dgl., wesentlich verbessern kann, wenn man die natürlichen Wachse in Gegenwart von Katalysatoren mit Wasserstoff beietwa i oo bis 15o at Druck und bei einer Temperatur von etwa Zoo bis 226, behandelt. Hierbei wird eine wesentliche Änderung in der chemischen Zusammensetzung des Wachses nicht bewirkt, sondern nur die Verseifungsza,hl des Wachses in geringem Maße, d. h. um etwa 4,5 bis 13,5o,'0, vermindert. Das Verfahren wird zweckmäßig in der Weise ausgeführt, daß man das Wachs in geschmolzenem Zustande oder auch gelöst in indifferenten schwefelfreien Lösungsmitteln, z. B. Kohlenwasserstoffen, der Behandlung unterwirft. In der Regel genügt schon eine Behandlungsdauer von 1/, bis 2 Stunden. Durch Änderung der Arbeitsbedingungen, d. h. der Temperatur und des Druckes, in den angegebenen Grenzen sowie der Einwirkungsdauer hat man es in der Hand, Produkte mit verschiedenen Eigenschaften zu erhalten, also die Wachse dem gewünschten Verwendungszweck anzupassen.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, ungesättigte organische Verbindungen, z. B. Leinöl, Wachse o. dgl., zu hydrieren, indem man diese in kontinuierlichem Durchfluß unter Anwendung von Hydrierungskatalysatoren mit Wasserstoff bei etwa 16o bis 2oo° und einem Druck von etwa 1,5 at behandelt, wobei eine Absättigung der in den genannten Stoffen vorhandenen Doppelbindungen erfolgt. Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich demgegenüber dadurch, daß die katalytische Behandlung der angewandten Wachse nicht auf die Hydrierung von Doppelbindungen, falls solche in den angewandten Ausgangsstoffen vorhanden sind, beschränkt ist, sondern darüber hinaus in geringem Maße eine Verminderung der Verseifungszahl des Wachses bewirkt. Es ist bekannt, Fettstoffe mit Wasserstoff unter etwa 2ooat Druck und bei Temperaturen von etwa 300° in Gegenwart von Katalysatoren zu behandeln, wobei Kohlenwasserstofe oder Alkohole entstehen. Die hierbei angewandten Arbeitsbedingungen sind wesentlich energischer als bei dem vorliegenden Verfahren, so daß die Verseifungszahl der Ausgangsstoffe auf den Wert Null sinkt, während im vorliegenden Fall eine geringe Verminderung der Verseifungszahl um etwa 4. bis 15 a!o der Verseifungszahl des Ausgangsmaterials bewirkt wird. Man hat schon zwecks Herstellung von einulgierbaren wachsartigen Produkten neutrale Wachse oder Kohlenwasserstoffe von hohem Schmelzpunkt, z. B. Paraffin, Ceresin u. dgl., mit höher müll-,ularen, bei gewöhnlicher Temperatur festen Alkoholen und höher molekularen Fett- oder Harzsäuren vermischt. Auch von dieser Arbeitsweise ist das vorliegende Verfahren ganz verschieden, da es sich hierbei nicht um einen Zusatz von höher molekularen Alkoholen zu wachsartigen Stoffen, sondern um ein Hydrierungsverfahren handelt. t Bei der beschriebenen Behandlung det. Naturwachse mit Wasserstoff tritt in a l2 z1, Fällen eine wesentliche Aufhellung der Fartxe: ein, wodurch die Verwendungsmöglichkeit der Wachse vielseitiger wird. So wird z. B. die dunkelbraune Farbe des Schellackwachses in ein reines Hellgelb übergeführt, ohne daß die guten, glanzgebenden Eigenschaften dieser Wachsart nachteilig verändert werden. Das hohe ölbindevermögen des Carnaubawachses wird durch das vorliegende Verfahrenwesentlich vermindert, so daß es möglich ist, in Lösungsmitteln wesentlich größere Mengen von dem behandelten Carnaubawachs zu lösen, ohne daß diese Mischung erstarrt. Dadurch wird die Glanzkraft der Wachsmischung wesentlich erhöht. Bei der Herstellung von flüssigen Wach@r;äparaten, z. B. Schuhcremes oder Bohnermitteln, kann man die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Wachse mit Vorteil verwenden. Beispiel i 60o Gewichtsteile Carnaubawachs von brauner Farbe und folgenden Kennzahlen:
    Säurezahl. . . . . ... Verseifungszahl... 78,4
    Schmelzpunkt .. . . 83,5
    werden bei a20" unter iooat Druck in Gegenwart von 2o Gewichtsteilen eines Kobaltkatalysators, der durch Reduktion von basischem Kobaltcarbonat bei 35o° hergestellt worden ist, im Rührautoklaven 45 Minuten lang mit Wasserstoff behandelt. Das auf diese Weise erhaltene Produkt zeigt die Säurezahl i, Verseifungszahl ; o und den Schmelzpunkt 81'-'; seine Farbe ist weißgrau. Das ölbindevermögen gegenüber Terpentinöl ist von i :45 auf i : 12 vermindert worden. Beispiel e 60o Gewichtsteile ostafrikanisches Bienenwachs von dunkelgrauer Farbe und nachstehenden Kennzahlen:
    Säurezahl........ 1916
    Verseifungszahl... 92,4
    Schmelzpunkt .... 63°
    werden zusammen mit 5o Gewichtsteilen eines
    Ni el-Kieselgur-Katalysators mit einem Ge-
    ,VOn 200 o Nickel, der durch Reduktion
    ' kelcarbonat bei 4oo° hergestellt wurde,
    autoklaven bei 200y und i 5o at Druck
    Obunlflen lang der Einwirkung von Wasser-
    stoff unterworfen. Man erhält ein Produkt
    von hellgelber Farbe mit folgenden Kenn-
    zahlen
    Säurezahl........ 16,8
    Verseifungszahl... 33.2
    Schmelzpunkt .... 69'';
    es zeigt eine etwas höhere clbüldefähigkeit, als das Ausgangsmaterial aufweist. Die daraus hergestellten Cremes besitzen einen geschmeidigeren, salbenartigen Charakter.
  • Ein in gleicher Weise mit Wasserstoff behandeltes Schellackwachs besitzt ebenfalls einer. erhöhten Schmelzpunkt und zeichnet sich ferner durch helle Farbe und vorzügliche glanzgebende Eigenschaften aus. Beispiel 3
    60o Gewichtsteile "mit folgenden Kennzah-
    len
    Säurezahl........ 18,2
    Verseif ungszahl ... 46,2
    Schmelzpunkt .... 68"
    werden unter iooat Druck bei Zoo' 3o Minuten lang unter Zusatz von 25 Gewichtsteilen eines Kobaltkatalysators, der durch Reduktion von Kobaltcarbonat bei 35o" erhältlich ist, im Autokl.aven mit Wasserstoff behandelt. Das so erhaltene Produkt besitzt die Säurezahl 8,4, Verseif ungszahl4o und den Schmelzpunkt 71'; seine Farbe hat sich von braun nach gelb aufgehellt. Die ölbindefähigkeit ist im wesentlichen unverändert, jedoch läßt sich das in der vorstehenden Weise behandelte Wachs mit Lösungsmitteln homogener vermischen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von natürlichen Wachsen durch Behandlung mit Wasserstoff unter Druck in Gegenwart von Katalysatoren bei etwa Zoo bis 22o°, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung bei Drucken von etwa ioo bis i5oat durchgeführt wird.
DEI42065D 1931-07-14 1931-07-14 Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von natuerlichen Wachsen Expired DE665535C (de)

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DE (1) DE665535C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE936627C (de) * 1947-05-09 1955-12-15 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Herstellung von Alkoholen mit hohem Reinheitsgrad

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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