DE665134C - Verfahren zum Extrahieren von Zein aus Maisproteinen - Google Patents

Verfahren zum Extrahieren von Zein aus Maisproteinen

Info

Publication number
DE665134C
DE665134C DEI57416D DEI0057416D DE665134C DE 665134 C DE665134 C DE 665134C DE I57416 D DEI57416 D DE I57416D DE I0057416 D DEI0057416 D DE I0057416D DE 665134 C DE665134 C DE 665134C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solvent
zein
extraction
toluene
corn
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI57416D
Other languages
English (en)
Inventor
Lloyd Clayton Swallen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Patents Development Co
Original Assignee
International Patents Development Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Patents Development Co filed Critical International Patents Development Co
Priority to DEI57416D priority Critical patent/DE665134C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE665134C publication Critical patent/DE665134C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description

  • Verfahren zum Extrahieren von Zein aus Maisproteinen Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Gewinnung von Zeinlösungen aus den gemischten Proteinen des Mais. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren, um vergleichsweise konzentrierte Zeinlösungen zu erhalten, welche einen verringerten 0I- und Farbstoffgehalt bei unveränderter Plastizität aufweisen. Es ist bekannt, daß man Zein aus Maismehl oder aus den gemischten Maisproteinen, wie z. B. Maisklebermehl, durch Extraktion mit wässerigen alkoholischen Lösungsmitteln ausziehen und dann den erhaltenen Extrakt durch weitere Extraktion mit Lösungsmitteln für 01 und Farbstoffe reinigen kann. Ein verbessertes Verfahren dieser Art ist in der amerikanischen Patentschrift z 0,44 769 beschrieben. Derartige Verfahren setzen jedoch die Verwendung von beträchtlichen Mengen an Lösungsmitteln voraus und erfordern die Verdampfung des Ausgangsextraktes, falls vergleichsweise konzentrierte Lösungen erwünscht sind. Es wurde nun ein verbessertes Verfahren gefunden, bei welchem Mindestmengen an Lösungsmitteln verwendet und vergleichsweise konzentrierte Lösungen erhalten werden, ohne daß die Notwendigkeit einer Zwischenverdampfung besteht. Dieses Verfahren hat auch den Vorteil, daß sowohl die Extraktions- als auch Reinigungsstufen durchführbar sind, ohne daß Bedingungen eingehalten werden müssen, welche die Plastizität des Zeins in unerwünschter Weise ändern könnten. Das Zein wird während des ganzen Verfahrens in Lösung gehalten und keiner unzulässigen Erwärmung unterworfen. Das Endprodukt ist hinsichtlich der Plastizität unverändert und zur Herstellung von Aminoplasten hervorragend geeignet.
  • Das Verfahren besteht im wesentlichen in der Extraktion der proteinhaltigen Stoffe mit einer wässerigen alkoholischentLösungsmittelmischung, welche einen wesentlichen Anteil des später zu benutzenden Farbstoft'lösungsmittels enthält, worauf der erhaltene Extralot mit weiterem Farbstofflösungsmittel behan- Belt und das Zein in einer alkoholischen Lösung erhöhter Konzentration abgetrennt wird, während das 01 und die färbenden Stoffe mit. der Lösungsmittelschicht entfernt werde:; Als Hauptextraktionsmittel für die erste Stufe' können die niederen aliphatischen Alkohole',. wie Äthyl- oder Methylalkohol, benutzt wer' den, und irgendein mit Alkohol mischbares Lösungsmittel für Maisöl und färbende Stoffe, welches aber ein Nichtlösungsmittel für Zein sein muß, kann als Verdünnungsmittel in der ersten Stufe und als Lösungsmittel in der zweiten Stufe benutzt werden. Es wurde gefunden, -daß sich für diesen Zweck Toluol außerordentlich gut eignet; aber es können verschiedene Äquivalente, wie Benzol, Xylol, Chlorkohlenwasserstoffe u. dgl., benutzt werden. Es können- auch nicht substituierte aliphatische Kohlenwasserstoffe verwendet werden; sie sind jedoch vom Standpunkt der Farbstoffextraktion aus ,nicht so vorteilhaft und erfordern daher eine erhöhte Anzahl von Extraktionsstufen.
  • Die Vorextraktion wird mittels einer wässerigen Lösungsmittelmischung durchgeführt, welche 5 bis io°/o Wasser, vorzugsweise 7 bis ä °1o enthält. Das Verhältnis von Alkohol zu angewandtem Verdünnungsmittel hängt von der Zeintoleranz des betreffenden Verdünnungsmittels ab, d. h. von der Menge Verdünnungsmittel, welche zur alkoholischen Zeinlösung zugefügt werden kann, bevor die Mischung sich in zwei Phasen trennt. Dies kann leicht durch einen einfachen Vorversuch festgestellt werden. Im Falle des Toluols beispielsweise entspricht ein sicheres Mischungsverhältnis 2 Teilen Alkohol zu i Teil Toluol. Die Menge Wasser, welche im Lösungsmittelgemisch zugegen sein kann, hängt ebenfalls von der Toleranz der betreffenden Mischung ab. So können Mengen von Wasser bis zu 20 °1o oder mehr verwendet werden, wenn die erwünschte Zeintoleranz der betreffenden Mischung nicht überschritten wird.
  • Die Extraktionsstufe kann nach irgendeinem bekannten Verfahren durchgeführt werden; aber falls das Zein für plastische Zwecke dienen soll, wird es vorgezogen, das in der obengenannten amerikanischen Patentschrift z 044 76q beschriebene Verfahren zu verwenden. Nach diesem Verfahren Zvird die Extraktion bei Temperaturen unter 70° C und vorzugsweise zwischen 55 und 65" C sowie bei Wasserstoitionenkonzentrationen durchgeführt, daß der p11 -Wert des Schlußextraktes über 6,o liegt und vorzugsweise in das Bereich zwischen 6,o und 7,0 fällt. Es kann irgendeine geeignete Apparatur benutzt werden, beispielsweise ein Perkolator, und das Verfahren kann entweder diskontinuierlich in Einzelbeschickungen-oder kontinuier-]ich im Gegenstrom durchgeführt werden oder in einer Kombination dieser beiden Verfahren.
  • °;`-_Falls es erwünscht ist, äußerst konzena:rte Lösungen zu erhalten, kann der Vor-`:"kiraIzt in diesem Zeitpunkt durch Vakuum-`destillation o. dgl. eingeengt werden. Diese Stufe ist jedoch gewöhnlich aus dem Grunde unerwünscht, als ternäre azeotropische Mischungen gebildet werden sowie Änderungen im Lösungsmittelgleichgewicht, die kompen siert werden müssen, um die Gefahr des Ausfällens von Zein und der .damit verknüpften Änderung seiner Plastizität auszuschließen. Wenn nach dieser Hinsicht Vorsorge getroffen wird, kann die Lösung bis zu jedem erwünschten Grade eingedickt werden; aber es wird im allgemeinen vorgezogen, unmittelbar zur zweiten Extraktion überzugehen ohne dazwischen geschaltete Eindickung.
  • Wie weiter unten ersichtlich, werden vergleichsweise konzentrierte Lösungen nach diesem Verfahren einfach durch die zweifache Extraktion unter den beschriebenen Bedingungen erhalten.
  • Die gewonnene Lösung wird zunächst mit zusätzlichen Mengen des ursprünglichen Verdünnungsmittels behandelt, welches nunmehr als Lösungsmittel für Maisöl und Farbstoffe dient. Eine Menge dieses Lösungsmittels, welche hinreichend ist, um die Zeintoleranz zu überschreiten, wird zugefügt, wodurch eine Trennung in eine alkoholische Zeinlösung von erhöhter Konzentration und in eine Lösungsmittelschicht für die Beseitigung des Üls und der färbenden Stoffe bewirkt wird. Die Lösungsmittelschicht kann vermittels eines Siphons oder durch einfaches Abgießen leicht abgetrennt werden. Eine weitere Einengung der Zeinlösung und Extraktion des öls und der färbenden Stoffe kann durch Wiederholung dieses Verfahrens erzielt werdend Nach der Schlußextraktion mit dem Farbstofflösungsmittel und Abtrennung der Lösungsmittelschicht wird das Zein in verhältnismäßig konzentrierter Lösung erhalten, die zur Weiterbehandlung zwecks Gewinnung des festen Zeins geeignet ist. Das Produkt zeigt eine unveränderte Plastizität und einen für die Zwecke der Herstellung von plastischen Massen hinreichend verringerten Ül- und Farbstoffgehalt. Es ist ersichtlich, daß dieses Verfahren eine Mindestanzahl von Verfahrensstufen einschließt, welche zur Extralotion und Reinigung des Zeins erforderlich sind. Es arbeitet ferner im wesentlichen mit geringeren Gesamtmengen an Lösungsmitteln als die bisherigen Verfahren. Die Verfahrensstufen sind äußerst einfach durchzuführen und können in irgendeiner geeigneten billigen Apparatur vorgenommen werden. Weitere Vorteile des Verfahrens ergeben sich aus dem nachstehenden Beispiel.
  • Ausftihrungsbeispiel - -45 kg Klebermehl, welches bis auf eine Feinheit entsprechend drei Siebmaschen pro Zentimeter, jedoch nicht acht Siebmaschen pro Zentimeter, gemahlen ist, wurden mit 98 1 93 °/oigem Äthylalkohol und 491 Toluol, enthaltend 21 einer 6, 5-n-Natriumhydroxydlösung, vermischt. Die Lösungsmittelmischung wurde vor dem Vermischen mit dem Klebermehl erwärmt, so daß nach dem Vermischen die Temperatur angenähert 6o° G betrug. Die Masse wurde während angenähert 2 Stunden in einem geeigneten Gefäß mäßig gerührt, worauf der Extrakt abgegossen wurde. Die Wasserstoffionenkonzentration zu Beginn der Extraktion entsprach angenähert einem pH-Wert von 8,o und zu Ende der Extraktion von 6,5. Nunmehr wurden q.91 Toluol zum Extrakt zugefügt und die Mischung gründlich verrührt und dann absitzen gelassen. Es schied sich eine konzentrierte alkoholische Zeinlösung aus, von welcher die, darüber stehende Lösungsmittelschicht abgegossen wurde, welche eine wesentliche Menge des Öls und der Färbstoffe des Ausgangsextraktes enthielt. Die Zeinlösung wurde noch zweimal mit q.91 Taluol extrahiert, wodurch eine weitere Einengung des Zeins und Beseitigung von im wesentlichen dem gesamten vorhandenen 01 und Färbstoff erreicht wurde. Die gewonnene Zeinlösung zeigte einen Zeingeha.lt von angenähert o,5 kg pro Liter. Nach seiner Überführung in die feste Form zeigte das Zein eine unveränderte Plastizität und eine zufriedenstellende helle Färbung sowie niedrigen Ölgehalt. Bei Überführung in eine plastische Masse erhielt man ein klares, hell gefärbtes, hartes Produkt von zufriedenstellender Zähigkeit und Elastizität und von einer Festigkeit von der Größenordnung über 7oo kg pro Ouadratzentimeter. Die Verringerung der erforderlichen Lösungsrnittelmenge zufolge des vorliegenden Verfahrens ist leicht aus obigem Beispiel ersichtlich, im Vergleich zu dem nämlichen Verfahren, welches unter Verwendung von reinem wässerigen Alkohol als Ausgangsextraktionsmittel durchgeführt wurde. Im vorliegenden Fall war ein Gesamtvolumen von 1961 Lösungsmittel erforderlich, um sowohl die Vorextraktion als auch die darauffolgende Trennung der konzentrischen Zeinlösung zu bewirken. Würde man andererseits wässerigen Alkohol verwendet haben, so wären 1481 Alkohol für die Vorextraktion und angenähert 1481 Toluol für die darauffolgende Trennung, also insgesamt 295 1 Lösungsmittel, erforderlich gewesen. Es ergibt sich mithin, daß das vorliegende Verfahren eine Ersparnis von angenähert einem Drittel der Menge an Lösungsmittel ermöglicht und den weiteren Vorteil bietet, daß eine konzentriertere Zeinlösung erhalten wird.
  • Es ist natürlich klar, daß bei der technischen Durchführung des obigen Beispiels auf die Ausgangsextraktion nachfolgende Extraktionen oder Waschungen folgen unter Verwendung der erhaltenen Lösungen für die Vorextraktion weiterer frischer Beschickungen. Die Extraktionen können aber auch im strengen Gegenstromverfahren durchgeführt werden. Derartige Maßnahmen erhöhen die Ausbeute und verringern die für die Schlußfarbstoffextraktion notwendige Lösungsmittelmenge. Das Beispiel dient lediglich zur Erläuterung, und es ist klar, daß verschiedene äquivalente Lösungsmittelkombinationen finit gleichem Erfolg benutzt werden können und daß die Extraktionsstufen in irgendwelcher bekannten Weise und in irgendwelchen geeigneten Apparaten durchführbar sind. So wird bei der Verwendung von Benzol an Stelle des Toluols in den nämlichen Mengenverhältnissen das gleiche Ergebnis erzielt wie mit- Toluol.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Extrahieren von Zein aus Maisproteinen vermittels eines wässerigen alkoholischen Lösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß dem alkoholischen Lösungsmittel während der Vorextraktionsstufe ein Hilfslösungsmittel zugesetzt wird, welches aus einem mit Alkohol mischbaren organischen Lösungsmittel für Maisöl und färbende Stoffe besteht und ein Nichtlösungsmittel, für Zein ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, claß das Hilfslösungsmittel ein aromatischer Kohlenwasserstoff, z. B. Toluol, ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder @, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Vorextraktionsstufe gewonnene Extralot mit einer zusätzlichen Menge des Hilfslösungsmittels erneut behandelt wird. q.. Verfahren nach Anspruch 1,:2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel einen Wassergehalt von 5 bis 20 °@" aufweist.
DEI57416D 1937-03-14 1937-03-14 Verfahren zum Extrahieren von Zein aus Maisproteinen Expired DE665134C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI57416D DE665134C (de) 1937-03-14 1937-03-14 Verfahren zum Extrahieren von Zein aus Maisproteinen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI57416D DE665134C (de) 1937-03-14 1937-03-14 Verfahren zum Extrahieren von Zein aus Maisproteinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE665134C true DE665134C (de) 1938-09-17

Family

ID=7194555

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI57416D Expired DE665134C (de) 1937-03-14 1937-03-14 Verfahren zum Extrahieren von Zein aus Maisproteinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE665134C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE665134C (de) Verfahren zum Extrahieren von Zein aus Maisproteinen
DE1216810B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von konzentrierten waessrigen Xyloseloesungen
DE697760C (de) Verfahren zur Gewinnung der grossen Gesamtalkaloide des Mutterkorns
DE1204647B (de) Verfahren zur Extraktion von Fettalkoholen, die an Tonerdehydrat in waessrigen Suspensionen adsorbiert sind
DE862887C (de) Verfahren zur Gewinnung wasserloeslicher organischer Saeuren
DE532212C (de) Verfahren zum Entharzen von Rohmontanwachs
DE635325C (de) Verfahren zur Gewinnung von Lipoiden des Zentralnervensystems
DE859356C (de) Verfahren zur Reinigung und Entfaerbung von Streptomycin
DE554783C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Celluloseester-Rohloesungen
DE484274C (de) Verfahren zur Verbesserung von Dammarharzen
DE965321C (de) Verfahren zur Herstellung von reiner Terephthalsaeure
DE567217C (de) Verfahren zur Herstellung von waesserigen Kautschukdispersionen aus rohem oder regeneriertem Kautschuk bei Anwesenheit von Dispersionsmitteln (oder Schutzkolloiden), wie Seifen, Saponin, Casein u. dgl.
DE766091C (de) Verfahren zur Trennung isomerer Fettsaeuregemische
DE360687C (de) Verfahren zur Gewinnung von Naphthalin, Anthrazen u. dgl. aus Teeroelen und aehnlichen Fluessigkeiten
DE722554C (de) Verfahren zur Herstellung von Methylpentaerythrittrinitrat
DE804561C (de) Verfahren zur Reinigung von alpha-Phenylaethylalkohol
AT205485B (de) Verfahren zur Gewinnung reiner Aromaten aus solche enthaltenden technischen Kohlenwasserstoffgemischen
DE302494C (de)
DE701956C (de) Verfahren zur Gewinnung hormonartig wirkender Stoffe
DE552425C (de) Verfahren zum Konzentrieren fluechtiger aliphatischer Saeuren
DE175384C (de)
DE971238C (de) Verfahren zur Zerlegung von Gemischen sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen aus der Kohlenoxydhydrierung und Oxosynthese
DE2449210A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphorsaeure von waschmittelstaerke
DE232405C (de)
DE509373C (de) Verfahren zum Bleichen von harzfreiem Montanwachs