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Anlaßvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlaßvorrichtung
gemäß dem Patent 653 556, bei der das Ritzel gegen frühzeitiges Ausspuren durch
ein Halteglied gesichert wird und die Sicherung vom Fahrer willkürlich aufgehoben
werden kann. Der Zweck der neuen- Erfindung ist, die Anlaßvorrirhtung zu verbessern
und dabei noch wesentlich. zu vereinfachen und zu verbilligen. Beider Anlaßvorrichtung
nach dem Hauptpatent spurt das Ritzel von der Ruhelage aus durch Drehung ein. Diese
Art des Einsptu-ens setzt mindestens bei schweren Anlassern voraus, daß das Ritzel
nur mit geringer Drehzahl und unter kleinem Drehmoment einspurt. Für diese Einspurweise
ist ein zweistufiger Schalter notwendig, der in der ersten Schaltstufe einen Widerstand
vor den Anlasser schaltet, der dann durch die zweite Schaltstufe kurzgeschlossen
wird. Gemäß der Erfindung wird der zweistufige Schalter und der Vorscbaltwiderstand
dadurch vermieden, daß durch das Steuerglied, das zum Sichern des Ritzels in der
Einspurs,tellung dient, das Ritzel zugleich längs verschoben wird, bis es mindestens
teilweise in Eingriff mit dem Schwungradzabnkranz des Motors gekommen ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigt Abb. i einen elektrischen Anlasser im Längsschnitt, Abb. 2
eine Zwischenstellung des Anlassers, Abb.3 die Einspurstellung des Anlassers, Abb.
q. eine zweite Ausführungsform, Abb. 5 die zweite Ausführungsform in der eingespurten
Lage.
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In den Abb. i bis 3 ist mit i o ein elektrischer Anlaßmotor bezeichnet,
dessen hohle Ankerwelle i i in den Lagern 12 und 13 gelagert ist. In der
Hohlwelle ist eine zweite Hohlwelle 1q. mit einem Ende drehbar gelagert; das andere
Ende ist in einem Tragarm 15, der am Anlassergehäuse befestigt ist, gelagert. Diese
Hohlwelle i q. hat außen. zwei Gewinde 16 und 17. Auf dem Gewinde
16 sitzt ein Ritzel 18, während auf dem Gewinde 17 die Preßmutter
19 einer Reibscheibenkupplung 2o sich verschrauben kann. Die Preßmutter bildet
den ;getriebenen Teil der Kupplung. Der treibende Teil ist eine auf der Ankerwelle
aufgekeilte Trommel 2 i. Zwischen der Trommel und der Preßmu:tter sind eine Anzahl
Reibscheiben 22 angeordnet, die w;ährend
des Betriebs des Anlassers
zwischen der Preßmutter und .einem aus Federscheiben 23 bestehenden Widerlager eingepreßt
werden. Auf der Schraubenhahlwelle 14 sind nahe an,: beiden Enden zwei Bunde 24
und 25 an"-,e-"= bracht. Der Bund 24 ist ein Wegbegrenzer-: für das Ritzel, und
der Bund 25 bildet einen., Anschlag für die Federscheiben 23. Der Bund 25 ist in
der Ruhelage des Anlassers etwa 5 bis 6 mm von den Federscheiben entfernt. Dias
Ritzel18 ist in seiner Ruhelage etwa 3 bis 4 mm von dem Schwungradzahnkranz 26 entfernt.
Die nähere Begründung für diese Abstände wird aus der später beschriebenen Wirkungsweise
der Anlaßvorrichtung klar.
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In der Hohlwelle 14 liegt eine Steuerstange 27, die durch den ganzen
Anker des Anlaßmotors hindurchgeht. Auf der dem Ritzel abgekehrten Seite ist auf
dem Anlassermotor ein Elektromagnet 40 mit einem Kern 41 angeordnet, der einen Druckhebe128
und einen Schalter mit einem Schaltkontakt 29 und einer Schaltbrücke 30 'betätigt,
durch den der Anlaßmotor .an eine Batterie angeschlossen werden kann. Der Druckhebel
wirkt über eine Muffe 31 und eine Feder 32 auf die Steuerstange. Die Steuerstange
hat an dem unter dem Ritzel liegenden Ende einen Kopf 33 mit einer Rille 42 mit
konischen Seitenwänden 34. An dieser Stelle hat die Hohlwelle 14 eine Bohrung 35,
in der eine Kurgel 36 angeordnet ist, die in der Rille der Steuerstange sitzt. Die
Bohrung ist so :angebracht, daß der Gewindegrund des vom Ritzel weggeschnittenen
Gewindeendes über ihr liegt, wenn das Ritzel an dem Bund 24 anliegt. Zwischen der
Ankerwelle 11 lind einem Bund 43 der Steuerstange ist eine Rückzugfeder 44 angeordnet.
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Die Anlaßvorrichtung arbeitet in folgender Weise: Um die Anlaßvorrichtung
in Tätigkeit zu setzen, drückt der Fahrer auf den Druckknopf 45, wodurch der Elektromagnet
erregt und der Kern 41 eingezogen wird. Der Kern schwenkt den Hebel 28, und dieser
verschiebt über die Muffe 31 und die Feder 32 die Steuerstange 27. Die Steuerstange
ihrerseits. drückt ;auf die Kugel 36, die in dieser Stellung des Anlassers
nicht nach außen wandern kann, und schiebt über sie die Hohlwelle 14 mit dem daraufsitzenden
Ritzel so weit vor, bis das Ritzel ein Stück weit in Eingriff mit dem - Schwungradmhnkranz
26 gekommen ist. Gleichzeitig damit ist der Bund 25 an den Federscheiben 23 angelangt.
Da -der Bund 25 von den - Federscheiben, weiter (5 bis 6 mm) entfernt ist als das
Ritzel (3 bis 4 mm) von dem Zahnkranz 26, ist ein sicheres Einspuren des Ritzels
gewährleistet; denn ,auf alle Fälle kann die Kupplung erst kraftschlüssig werden,
wenn das Ritzel schon in Eingriff ist. Ferner hat die Kontaktbrücke 3o des Elektromagnets
die Kontaktschiene Y29 berührt, wodurch der Anlaßmotor an die erie angeschlossen
wird. Die eben behebene Stellung des Anlassers ist in Abb. 2 dä'@'gestellt.
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'"Durch das Schließen der Kontakte beginnt sich der Anker zu drehen.
Seine Drehung wird durch die Reibscheibenfreilaufkupplung 20 ,auf die Schraubenhohlwelle
14 übertragen. Das auf ihr sitzende Ritzel, das im Zahnkranz 26 festgehalten wird,
schraubt sich bis zu dem Bund 24 auf der Welle fort (Abb. 3). In dieser Stellung
kann nun die Kugel 36 in der Bohrung 35 nach auswärts wandern, in welcher
Richtung sie durch die Schrägfläche 34 der Steuerstange geschoben wird. Die Steuerstange
selbst wird von der Feder 32 vorbewegt, die über den Hebel 28 vorn dem Elektromagnet
gespannt wurde. In dieser Lage ist das. Ritzel durch die Kugel am Ausspuren so lange
verhindert, bis der Fahrer den Elektromagnet :ausschaltet. Wenn der Fahrer auch.
:erst nach dem Anlaufen des Motors den Schalter öffnet, kann der Anlasser nicht
beschädigt werden, weil die Freilaufkupplung sofort anspricht und somit die Drehung
des Ritzels nicht auf den Anker des Anlaßmotors .übertragen wird. Nach dem Öffnen
des Druckknopfs 42 schiebt die Feder 44 die Steuerstange 27 zurück. Dabei kommt
die Rille 42 der Steuerstange wieder unter die Kugel zu liegen, so daß diese nach
innen wandern kann und dem Ritzel das Zurückschrauben auf der Schraubenwelle gestattet.
Ferner wird von der Steuerstange der Hebel 28 mit denn Kern 41 wieder in die Anfangslage
zurückgebracht.
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Das zweite Ausführungsbeispiel nach der Abb.4 zeigt .die Anwendung
der Erfindung an einem Anlasser mit einem längs verschiebbaren Anker. Der Anlasser
hat eine hohle Ankerwelle 5o, .die in den beiden Lagerdeckeln 51 und 52 gelagert
ist und in den Lagern verschoben werden kann. Die Welle steht über das Lager 52
vor und ist an dem vorstehenden Teil ein Stück weit mit einem Gewinde 53 versehen,
auf dem ein Ritzel 54 sich verschrauben. kann. Am Ende der Hohl-,velle sitzt ein
Bund 55 und zwischen dem Bund und dem Ritzel eine Pufferfeder 56, gegen die sich
das Ritvel -nach dem Einspuren abstützen kann.
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Wie beim ersten Beispiel hat die Rit7elschraubenwelle eine Bohrung
57, in der eine Kugel 58 sitzt. In der Hohlwelle steckt eine Stange 59, die
durch den ganzen Anlasser hindurchgeht und an dem Lager 51 festgemacht ist. An dem
Teil der Hohlwelle, der über das Lager 52 vorstellt, ist die Bohrung der Hohlwelle
5o erweitert, und entsprechend ist
die Stange 59 dort dicker. Der
Übergang von dem dünneren zu dem dickeren Teil wird von einem konischen Teil 6o
gebildet, der bei der Ruhelage des Anlassers etwa. 6 mm von der Kugel wegliegt,
während der Schwungradzahnkranz 6 1 des Motors nur etwa 3 mm von dem Ritzel
entfernt ist, so daß auf alle Fälle das Ritzel in Eingriff kommt, ehe die Kugel.
auf dem Konus aufläuft. 62 ist eine Rückzugfeder, die zwischen einem Bund 63 der
Hohlwelle und dem Lagerschild 52 angeordnet ist.
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Beim Betreiben dieser Anlaßvorricht ng verschiebt sich der Anker mit
der Hohlwelle und dem daraufsitzenden Ritzel, bis das Ritzel ein Stück weit in den
Zahnkranz 61 eingespurt ist. Der Rest des Einspurwegs wird von dem- Ritzel durch
Verschrauben auf der Hohlwelle zurückgelegt. In der Endlage ist die Hohlwelle so
weit vorgeschoben, tlaß die Kugel von der Konusfläche nach außen gedrängt wird und
das Ritzel am Zurückschrauben verhindert (s. Abb. 5). Bei diesem Ausführungsbeispiel
wirkt° die verschiebbare Hohlwelle als das Steuerglied, das die Kugel auf den Konus
schiebt.