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Anlasser für Brennkraftmaschinen mit ausrückbarer Ifaschinenkupplung
Die Erfindung betriff t Anlasser für Brennkraftmaschinen mit ausrückbarer Maschinenkupplung,
bei denen das treibende Glied durch ein Hemmglied bis zum Eingriff mit dem getriebenen
Glied an einer Drehung verhindert wird, so daß es lediglich eine von einem Gewindeteil
abgeleitete Längsverschiebung ausführt.
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Die Erfindung hat einen Anlasser dieser Art zum Gegenstand, bei dem
eine von einer motorisch angetriebenen Mutter umfaßte Gewindespindel mit einer Kupplungshälfte
urdrehbar, jedoch entgegen der Wirkung einer Feder längsverschiebbar verbunden und
ihrerseits in zurückgezogener Stellung durch das in der Achsrichtung verschiebbare,
jedoch sonst starre Hemmglied ebenfalls gegen Drehung gesperrt ist. Hierdurch wird
auch ein sanfter und stoßfreier Eingriff, selbst bei Übertragung größerer Anlasserleistungen,
erzielt. Durch die axiale Anordnung des Hemmgliedes werden seine Beanspruchungen
klein gehalten, so daß es ebenfalls für die Übertragung großer Leistungen geeignet
ist.
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Einige andere Merkmale der Erfindung beziehen sich auf besondere Ausführungsformen
des Hemmgliedes. ' In der beiliegenden Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung
in zwei Ausführungsformen dargestellt. Fig. r ist ein Längsschnitt durch einen Handanlasser
nach der Erfindung.
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Fig. 2 ist eine schaubildliche Ansicht verschiedener Einzelteile in
auseinandergenommenem Zustande.
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Fig.3 ist ein Teilschnitt in Richtung der -Linie 3-3 der Fig. 1 in
vergrößertem Maßstabe. Fig. q. ist ein Mittellängsschnitt einer anderen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Anlassers.
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Fig. 5 ist eine Einzeldarstellung aus der Ausführungsform nach Fig.
q..
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In Fig. z ist mit 28 die Andrehwelle bezeichnet, welche mit einer
Schneckenverzahnung 27 versehen ist. Diese greift in das Schneckenrad 26 ein, welches
durch Verzapfungen 30 und die Mutter 31 mit einer Trommel 12 starr verbunden
ist. Im Inneren enthält die Trommel eine Mehrfachlamellenkupplung 2o, welche unter
einer durch eine Mutter 23 regelbaren Pressung einer Anzahl von Druckfedern 21 steht.
Die Lamellenkupplung 2o überträgt die Drehkraft auf die im Inneren mit Gewinde versehene
zylindrische Muffe 17. Im Inneren der Muffe 17 sitzt die mit Gegengewinde versehene-Welle
16, welche mit ihrem der Maschine zugewandten Ende mit Klauenkupplungshälfte 14
axial verschiebbar, aber urdrehbar gekuppelt ist. Zu diesem Zwecke ist die Welle16
an ihrem äußeren
Umfange mit - einer- Verzahnung versehen, welche
in eine entsprechende Gegenverzahnung in der Nabe -der Kupplungshälfte 14 eingreift.
Am Ausgang des Steilgewindes am anderen Ende der Welle 16 ist auf einem mit Gewinde
versehenen Ansatz eine Mutter =g aufgeschraubt, welche als Begrenzungsanschlag der
Schraubbewegung der Welle 16 gegenüber der Mutter 12 durch Anlage an der Fläche
18 dient.
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Die Welle 16 ist der Länge nach durchbohrt. In der Bohrung befindet
sich eine verschiebbare Stange 62, welche die Nabe der Kupplungshälfte 14 durchdringt
und an dem über die Nabe vorstehenden Ende mit Gewinde und einer Mutter 66 versehen
ist. Zwischen der Kupplungshälfte 14 und der Gewindewelle 16 befindet sich eine
Druckfeder 67, welche unter Zwischenlage einer Scheibe 68 auf die Kupplungshälfte
14 wirkt und mit dem anderen Ende in eine Ausdrehung der Gewindewelle 16 ragt.
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Zum selbsttätigen Einrücken der Kupplungshälfte =q. gegen die hier
nicht dargestellte, auf einem drehbaren Teil der anzulassenden Maschine sitzende
Gegenhälfte ist die Gewindespindel 16 in die Nabe 29 zum Teil eingeführt und dort
an der Stirnseite mit einem Paar Klauen 56 (Fig. 3) versehen, die eine kurze Entfernung
vom Umfang der Gewindespindel 16 aus, nach innen sich erstrecken und diametral zueinander
liegen. Die Klauen 56 stehen mit ihren Seitenflächen normalerweise in Berührung
mit den entsprechenden Flächen eines Paares von Gegenklauen 57 (Fig. 3 und Fig.
2). Diese letzteren befinden sich auf einer Scheibe 58, welche in einer Kappe
59 untergebracht ist. Die Kappe 59 ist an einer lösbar am Gehäuse 7 befestigten
Deckplatte 6o angemacht und an ihrer Vorderseite mit einem Schlitz 61 zum Durchtreten
der Klauen 57 ausgestattet, dergestalt, daß die Klauen sich wohl im Schlitz 61 verschieben
lassen, jedoch an einer Drehbewegung durch die Wände dieses Schlitzes gehindert
sind.
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Die Stange 62 ist bei 63 mit einer gegen die Gewindewelle 16 anliegenden
Schulter versehen und durchdringt mit ihrem stärkeren Ende die Scheibe 58 und die
dieselbe umschließende Kappe 59. Auf dem in die Kappe ragenden Wellenende
sitzt eine Druckfeder 64, welche die Scheibe 58 mit der Welle 62 unter Vermittlung
einer auf der Welle verstifteten Scheibe 65@ @erspannt. Diese Feder gibt der Scheibe
58 die Möglichkeit, axial auszuweichen, wenn etwa beim Zurückgehen der Welle 16
die Klauen 56 auf die Klauen 57 anstatt zwischen dieselben treffen.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist .folgend: Durch Andrehen der
Welle 28 wird unter Vermittlung des Schneckenrades 26 die Trommel 12 und damit die
Lamellenkupplung 2o angetrieben, welche die Muffe 17 mitnimmt. Diese dreht sich
um die durch die Klauen 56-57 gegen Drehung gesperrte Gewindewelle 16, wodurch diese
nach der Maschine zu axial verschoben wird und hierbei mittels der Druckfeder 67
die Kupplungshälfte 14 in die Gegenverzahnung an der Welle der Maschine geschoben
wird. In der Endstellung der Gewindewelle 16 kommt die auf dieselbe aufgeschraubte
Mutter =g zur Anlage an die Stirnfläche 18 des Gewindes in der Muffe 12 und bewirkt
zwangsläufige Drehung der Welle 16 durch die Muffe 12. Beim Anspringen der Brennkraftmaschine
wird die Kupplungshälfte 14 zurückgeschoben, wobei erforderlichenfalls die Feder
64 das Ausweichen der Klauen 57 gestattet. In Fig. 4 ist eine zweite Ausführungsform
eines Anlassers nach der Erfindung dargestellt, welche eine mit der Welle der Brennkraftmaschine
parallele Andrehwelle 121 besitzt. Diese treibt mittels eines Stirnrades 74 eine
Innenverzahnung 75 an, welche zum Antrieb der Trommel 76 dient. Diese enthält die
Mehrfachlamellenkupplung 78. Der für letztere erforderliche Reibungsdruck wird durch
die mittels Mutter 83 regelbaren Federn 84 erzeugt. Der Aufbau des Anlassers ist
im übrigen ähnlich dem des Anlassers nach Fig. i. Welle 88 entspricht der Welle
z6, die Kupplungshälfte 86 der Kupplungshälfte 14 und die Mutter 77 der Mutter 17.
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Außerhalb der Nabe 75a sind an der Stange 93 eine oder mehrere Klauen
97 starr aufgesetzt, die normalerweise mit Gegenklauen 98 auf einer Scheibe
99 in Eingriff stehen. Die Scheibe 99 ist längsverschiebbar zur Stange
93, wird jedoch gegen Drehung durch eine Platte ioo gesichert, welche mittels
Schrauben ioi am Gehäuseteil 71 befestigt ist. Die Platte ioo ist feiner mit noch
einer Öffnung für den freien Durchgang der Klauen 98 versehen. . Eine Schraubenfeder
=o3 umgibt die Stange 93 und ist zwischen der Scheibe 99 und einem
Bund zog eingesetzt, welch letzterer vom äußeren Ende der Stange 93 getragen wird.
Die Schraubenfeder 103 dient dazu, die Scheibe 99 normalerweise in -Fühlung mit
der Platte ioo zu halten. Das äußere Ende der .Stange 93 sowie die Schraubenfeder
=o3 nebst Scheibe 99 werden zweckmäßigerweise von einer dünnen Metallhaube
104 abgedeckt, welche an Ort und Stelle durch Schrauben festgehalten wird.