DE662937C - Verfahren zum Drucken von Acetatseide - Google Patents

Verfahren zum Drucken von Acetatseide

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DE662937C
DE662937C DEG88860D DEG0088860D DE662937C DE 662937 C DE662937 C DE 662937C DE G88860 D DEG88860 D DE G88860D DE G0088860 D DEG0088860 D DE G0088860D DE 662937 C DE662937 C DE 662937C
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amino
oxybenzene
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dye
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/001Special chemical aspects of printing textile materials

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren. zum Drucken von Acetatseide Es wurde gefunden, daß Acetatkunstseide in echten Farbtönen bedruckt werden kann, wenn man zum Drucken komplex gebundenes Metall enthaltende o-Oxyazofarbstoffe verwendet, die in o-Stellung zu jedem der beiden Stickstoffatome der Azogruppe durch eine Hydroxylgruppe substituiert sind und von Amino-, Sulfonsäure- sowie Carbonsäuregruppen frei sind.
  • Diese Mono- oder Polyazofarbstoffe können entweder nur ein Metall, z. B. Chrom, Kupfer, Nickel, Kobalt, Titan, Vanadium, Mangan und Eisen, oder mehrere Metalle enthaltene Gut geeignet sind insbesondere diejenigen Farbstoffe, die als Metalle Mangan, Eisen, Kobalt oder Nickel, d. h. solche Metalle enthalten, deren Atomgewichte zwischen 55 und 59 liegen.
  • Zum Bedrucken der Acetatkunstseide nach dem vorliegenden Verfahren ist es zweckmäßig, die Farbstoffe in Form von Teigen, wie sie beispielsweise durch Mahlen von Filtergut erhalten werden, oder als trockene Farbstoffpräparate, die den Farbstoff in einer für Druckzwecke besonders günstigen Form enthalten, zu verwenden. Diese Teige oder Farbstoffpräparate können einerseits hydrotrope Mittel, z. B. Sulfitcelluloseablauge, Äthanolamin, Hexamethylentetramin, Harnstoff und Abkömmlinge desselben, oder lösliche Salze aliphatischer, aromatischer und hydroaromatischer Sulfon- oder Carbonsäuren, z. B. die Alkalisalze von Benzolsulfonsäure, i-Dimethylaminobenzol-q.-sulfonsäure, Phthalsäure, Tetrahydronaphthalinsulfonsäure, Phenoxyessigsäure, oder Sulfonsäureamide, z. B. i-Methylbenzol-4.-sulfonsäureamid, und andererseits wasserlösliche Alkohole, z. B.: Glycerin, Äthylalkohol, Äthylenglykol, Thiodiglykol, Oxydationsprodukte des Thiodiglykols, oder Kondensationsprodukte aus mehrwertigen Alkoliolen mit Harnstoffen, allein oder zusammen mit hydrotopen Mitteln, enthalten. Ferner können die Farbstoffteige oder -präparate unter Zusatz von Stoffen mit Seifencharakter, wie gewöhnliche Seifen oder Ricinusölsulfonsäure, z. B. Türkischrotöl, sowie von Metallverbindungen, z. B. Eisen-, Kupfer-und Aluminiumverbindungen, hergestellt werden. Alle diese erwähnten Zusätze können in vielen Fällen auch erst dem Druckansatze einverleibt werden.
  • Das Drucken der Acetatkunstseide mit den vorgenannten Farbstoffen geschieht nach den für das Drucken von Acetatkunstseide üblichen Arbeitsweisen.
  • Der Erfolg des Verfahrens ist insbesondere deshalb überraschend, weil komplex gebundenes Metall enthaltende Farbstoffe sich zum Färben von Acetatkunstseide meist nicht eignen. Das Verfahren ermöglicht es, diese Farbstoffklasse einer bisher unbekannten Verwendung zuzuführen, und gestattet die Herstellung von Drucken, die sublimierechter oder lichtechter sind als Drucke, die bei Verwendung metallfreier Acetatkunstseidefarbstoffe erhalten werden.
  • Beispiel i Eine Druckpaste wird durch kaltes Loseh von 2o Teilen des nickelhaltigen Farbstoffs aus diazotiertem 4:-Chlör-2-amino-i-oxybenzol und i, 3-Dioxybenzol in 230 Raumteilen Alkohol sowie in 5o Raumteilen Glycerin und Eintragen dieser Lösung in 70o Teile Gummiverdickung i : i bereitet.
  • Mit dieser Druckpaste wird Acetatkunstseide bedruckt. Nach dem Trocknen, istündigem Dämpfen unter 1/4 Atm. Druck im Kessel und Waschen wird eine in echten, rötstichigen Orangetönen bedruckte Acetatkunstseide erhalten.
  • Beispiel 2 Eine Druckpaste wird durch Anrühren von 2o Teilen des manganhaltigen Azofarbstoffs aus diazotiertem q.-Nitro-2-amino-i-oxybenzol und i, 3-Dioxybenzol bei 6o° C mit 230 Teilen Wasser und Versetzen mit 50 Raumteilen Glycerin sowie 7oo Teilen Gummiv erdickung i : i bereitet.
  • Mit dieser Druckpaste wird Acetatkunstseide bedruckt. !Nach dem Trocknen, istündigem Dämpfen unter 1/4 Atm. Druck im Kessel und Waschen sowie Seifen bei 6ö' C wird eine in echten, '>raunen Tönen bedruckte Acetatkunstseide erhalten.
  • Zu einem Olivbraun gelangt man bei Vereines eisenhaltigen Farbstoffs aus 4zotiertem 4-Chlor-a-amino-i-oxybenzol .'#nd i, 3-Dioxybenzol, während der eisenhal--tige Farbstoff aus diazotiertem 4-Clilor-2-ainino-i-öxybenzol und 2-Oxynaphthalin beim Drucken auf Acetatkunstseide ein echtes Braun ergibt..
  • . Beispiel 3 2ö Teile eines Pulvers, erhalten durch Vermahlen von d.o Teilen des nickelhaltigen Farbstoffs aus diazotiertem q.-Chlor-2-atninoi-oxybenzol und i, 3-Dioxyl)enzol mit 6oTeilen Sulfitcelluloseablauge. in Pülverförtn oder von 4o Teilen des Farbstoffs mit iäo Teilen kalkfreier Sulfitcelluloseablauge und Eindampfen, werden mit 28o Teilen lauwarmem Wasser gut angeschlämmt und unter Rühren in 7oo Teile Gummiverdickung i : i eingetragen.
  • Mit dieser Druckpaste wird Acetatkunstseide bedruckt. Nach dem Trocknen, 1/2- bis istündigem Dämpfen, Waschen und Seifen wird eine in rotstichigen Orangetönen bedruckte Acetatkunstseide erhalten.
  • In der folgenden Zusammenstellung sind eine Reihe der nach dem vorliegenden Verfahren zu verwendenden Farbstoffe sowie die mit ihnen erhältlichen Farbtöne enthalten:
    Komplex gebundenes Metall enthaltender Farbstoff Farbton
    Nr. der bedruckten
    Acetat-
    Farbstoff ! Metall kunstleide
    i 4-Nitro-2-amino-i-oxybenzol -> i-Phenyl-3-methyl- Eisen gelb
    5-pyrazolon
    z 4-Chlor-2-amino-i-oxybenzol -> 2-Oxynaphthalin Aluminium rot
    3 4-Nitro-2-amino-i-oxybenzol -a i, 3-Dioxybenzol etwa 30 °/o Eisen -f- braun
    - 50 °/o Alum.
    - 20"/, Kupfer
    q. 2-Amino-i-oxybenzol-q.-sulfonsäureämid ->- 2-0xy- etwa 2o % Nickel+ braun
    naphthalin - 5A, Eisen -+-
    - 30'/" Zinn
    5 5-Nitro-2-arüino-i-oxybenzol ->- 2-Oxynaphthalin Kobalt grau
    6 4-Nitro-2-amino-i-oxybenzöl --> i-Phenyl-3-methyl- Chrom orange
    5-pyrazolon
    7 5-Nitro-2-amino-i-oxybenzol --> z-Phenyl-3-methyl- Chrom rot
    5-pyrazolon
    8 2-Amino-i-oxybenzol-4-sulfönsäureamid _-> 2-Oxy- Chrom braunoliv
    naphthalin
    g 4-Chlor-2-amino-i-oxybenzol -Y 2-Oxynaphthalin Chrom blaugrün
    io 2-Amino-i-oxybenzol-4-sulfonsäureamid -> 2-Oxy- j Eisen braun
    naphthalin
    ii 4-Chlor-2-amino-i-oxybenzol-> 2-Oxynaphthalin Kobalt rosa

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCII: Verfahren zum Drucken von Acetatkunstseide, gekennzeichnet durch die Verwendung von komplex gebundenes Metall enthaltenden o-Oxyazofarbstoffen, die in o-Stellung zu jedem der beiden Stickstoffatome der Azogruppe durch eine Hydr -oxylgruppe substituiert und von Amino-, Sulfonsäure- sowie Carbonsäuregruppen frei sind.
DEG88860D 1933-10-21 1934-09-30 Verfahren zum Drucken von Acetatseide Expired DE662937C (de)

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CH662937X 1933-10-21

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ID=4527059

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DEG88860D Expired DE662937C (de) 1933-10-21 1934-09-30 Verfahren zum Drucken von Acetatseide

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DE (1) DE662937C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE883764C (de) * 1950-05-23 1953-07-20 Schnellpressenfabrik Ag Heidel Wippe fuer den Antriebsmotor von Tiegeldruckpressen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE883764C (de) * 1950-05-23 1953-07-20 Schnellpressenfabrik Ag Heidel Wippe fuer den Antriebsmotor von Tiegeldruckpressen

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