DE666083C - Herstellung von Farblacken - Google Patents

Herstellung von Farblacken

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DE666083C
DE666083C DED68406D DED0068406D DE666083C DE 666083 C DE666083 C DE 666083C DE D68406 D DED68406 D DE D68406D DE D0068406 D DED0068406 D DE D0068406D DE 666083 C DE666083 C DE 666083C
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DED68406D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B69/00Dyes not provided for by a single group of this subclass
    • C09B69/02Dyestuff salts, e.g. salts of acid dyes with basic dyes
    • C09B69/06Dyestuff salts, e.g. salts of acid dyes with basic dyes of cationic dyes with organic acids or with inorganic complex acids

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Description

  • Herstellung von Farblacken Es wurde gefunden, daß man ausgezeichnete Farblacke erhält, wenn man die Salze höhermolekularer (8 bis 18 C-Atome im Molekül) Alkylschwefelsäureester auf basische Farbstoffe einwirken läßt. Die Umsetzung der genannten Schwefelsäureestersalze mit den Farbstoffen kann im Färbebad selbst erfolgen, wobei die Lacke während der Färbeoperation auf der Faser niedergeschlagen werden. Die Farblacke können aber auch für sich bereitet und dann in Verbindung mit anderen Stoffen als Pigmentfarbstoff für die verschiedensten Zwecke gebraucht werden.
  • Die Herstellung der neuen Farblacke kann in der Weise erfolgen, daß man die basischen Farbstoffe in der gewünschten Konzentration in Form ihrer wasserlöslichen Salze, z. B. der salzsauren Salze, in Wasser löst und dann mit den wässerigen Lösungen der wasserlöslichen Salze von Fettalkoholsulfonaten umsetzt, wobei man gegebenenfalls einen Überschuß des Alkylschwefelsäureestersalzes anwendet, um den gebildeten und ausgefällten Lack wieder in Lösung zu bringen. Sofern mit dieser Lösung gefärbt werden soll, wird die Lösung zum Kochen erhitzt und das zu färbende Gewebe durch die kochende Lösung geleitet, wobei sich der Farblack auf dem Gewebe niederschlägt. Wünscht man dagegen den Lack als solchen zu erhalten, so wird der Lack aus der Lösung ausgefällt und als Farbstoff dem Material, das gefärbt werden soll, in üblicher Weise durch bekannte Misch- oder Verteilungsverfahren einverleibt. Beispiel i Zum Ausfärben von 45 kg Seide verwendet man ein Färbebad von 2ooo 1, das 45 g Rhodamin B extra und 450 g einer Mischung der Natriumsalze der Schwefelsäureester von Cetyl-und Stearylalkohol enthält. Bei 5o' wird mit der Ware in das Bad eingegangen, dann wird die Temperatur bis auf 8o bis go ° gesteigert und während 45 Minuten ausgefärbt. Hierauf wird die Seide gespült und getrocknet. Die Ausfärbungen können in einem frischen Bad, das auf 45 kg Seide goo g Aluminiumchlorid, Bariumchlorid oder Zinnchlorid enthält, nachbehandelt werden. Beispiel 2 Um Kunstseide, insbesondere Viscoseseide, auszufärben, verfährt man in der Weise, daß man auf 45 kg Seide go g PontacylbrillantblauE und goo g der Natriumsaize von Fettalkoholsulfonaten von der Zusammensetzung wie in Beispiel i verwendet und die Ausfärbung in der dort beschriebenen Weise durchführt. In einem frischen Bad, das auf 45 kg Seide 21/4 kg Aluminium-, Barium- oder Zinnchlorid enthält;, werden die Ausfärbungen sodann nachbehand Die Waschfestigkeit dieser Färbungen ist wes lich besser als diejenige der Färbungen, die ohne' Zusatz von Salzen der Schwefelsäureester von Fettalkoholen erhalten werden. Beispiel 3 45 g Rhodamin B extra werden in der zehnfachen Menge heißen Wassers aufgelöst. In diese Lösung rührt man eine 5 °/oige heiße Lösung von dodecylschwefelsaurem Natrium vorsichtig ein, bis der Farblack gerade eben in Form eines roten flockigen Niederschlages ausgefallen und die überstehende Flüssigkeit' farblos geworden ist. Ein Überschuß des Fällungsmittels ist zu vermeiden. Der Niederschlag wird abfiltriert und getrocknet. Der erhaltene Farblack ist in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln sowie in Ölen, Fetten, `'Wachsen u. dgl. löslich und kann z. B. zum Färben von Celluloseester- und Ollacken verwendet werden.
  • Das beschriebene Verfahren eignet sich allgemein zur Herstellung von Farblacken aus basischen Farbstoffen, wie Methylviolett, Kristallviolett, Auramin, Rhodamin B, Rhodamin 6 G extra, Bismarckbraun, Phosphin G, Viktoriablau, Viktoriagrün u. dgl. Die Triphenylmethanfarbstoffe sind zwar besonders gute Ausgangsstoffe für diese Lacke, das Verfahren ist jedoch auch auf andere basische Farbstoffe anwendbar, wie z. B. Xanthene, Ketonimine u. dgl.
  • Die Schwefelsäureester, deren Salze gemäß vorliegender Erfindung mit Farbstoffen umgesetzt werden, können nach an sich bekannten Verfahren hergestellt werden durch Einwirkung starker Sulfonierungsmittel, z. B. konzentrierter Schwefelsäure, Chlorsulfonsäure oder rauchender Schwefelsäure, bei Temperaturen von o bis 30' auf aliphatische Alkohole, die 8 bis 18 und vorzugsweise i2 bis 18 C-Atome im Molekül enthalten. Diese Alkohole können beispielsweise durch katalytische Hydrierung aus den entsprechenden Fettsäuren oder Fettsäureestern bei Temperaturen von 25o bis 400' unter hohem Druck erhalten werden. Die Schwefelsäureester werden in bekannter Weise mit geeigneten Metalloxyden oder -hydroxyden, z. B. Natrium-, Kalium-, Calciumoxyd oder -hydroxyd, Aluminiumoxyd, Zinnoxyd oder Oxyden anderer Metalle, neutralisiert. Schwefelsäureester der für die vorliegende Erfindung in Betracht kommenden Art sind z. B. die Schwefelsäureester des Lauryl-, Cetyl-, Myristyl-, Stearyl-, Oleyl- oder Ricinoleylalkohols. Die Farblacke, die nach vorliegendem Verfahren erhalten werden, besitzen einen leuchtenden Farbton und damit wesentlich größere ",Verwendungsmöglichkeiten als die Lacke, die >fach bisherigen Verfahren aus basischen Farbr,toffen erhalten wurden. Sie sind insbesondere :für die Färbung von Cellulosefasern, wie Baumwolle und Kunstseide, allgemein verwendbar. Bei der Färbung von Viscoseseide (regenerierte Cellulose) kann beispielsweise die mit dem Alkylschwefelsäureestersalz imprägnierte Faser durch eine wässerige Lösung des Farbstoffes geleitet werden, wobei sich der Farblack bildet. In Verbindung mit der Färbung verleiht dieses Verfahren der Kunstseidefaser einen weichen Griff. Das Verfahren ist auch auf andere Kunstseiden, die sich von der Cellulose ableiten, anwendbar, beispielsweise auf Nitrocellulose, Kupfer-Ammoniak-Cellulose u. dgl.
  • Die Farblacke, die gemäß vorliegender Erfindung hergestellt werden, sind ferner auf dem Gebiet der alkohollöslichen Farben von Nutzen, so können sie z. B. für die Färbung von Wachsen und Fetten verwendet werden, um diesen einen glänzenden Farbeffekt zu verleihen, ferner sind sie auch als Farbstoff zum Anfärben von Nitrocelluloselacken u. dgl. brauchbar, Die Mengen an Farbstoff und Alkylschwefelsäureestersalz; die bei der Herstellung der Lacke verwendet werden, können innerhalb gewisser Grenzen schwanken, je nach dem Zweck, der verfolgt wird. Man wendet die beiden Komponenten in der Regel in äquivalenten Mengen an. Ist ein Überschuß an Farbstoff vorhanden, so wird dieser durch den gebildeten Farblack größtenteils auf dem `Fege der Absorption aufgenommen. Ein vorhandener Überschuß an Allkylschwefelsäureestersalz kann z. B. auf der Faser nachträglich mit Aluminium-, Bariumu. dgl. Salzen umgesetzt werden, wodurch unlösliche Salze gebildet werden, die der Faser wasserabstoßende Eigenschaften verleihen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Farblacken, dadurch gekennzeichnet, daß wasserlösliche Salze basischer organischer Farbstoffe mit löslichen Schwefelsäureestersalzen höhermolekularer aliphatischer Alkohole mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen im Molekül verlackt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Farblackbildung während des Färbeprozesses auf der Faser, insbesondere auf der Cellulosefaser, durchgeführt wird.
DED68406D 1933-07-13 1934-07-13 Herstellung von Farblacken Expired DE666083C (de)

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US666083XA 1933-07-13 1933-07-13

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DED68406D Expired DE666083C (de) 1933-07-13 1934-07-13 Herstellung von Farblacken

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