DE66029C - Cylinderfarbwerk für Tiegeldruckpressen - Google Patents
Cylinderfarbwerk für TiegeldruckpressenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F1/00—Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
- B41F1/26—Details
- B41F1/40—Inking units
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Coating Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Die Erfindung betrifft erstens die Anordnung und Wirkungsweise eines Cylinderfarbwerks,
zweitens die Regulirvorrichtung am Drucktiegel bei Tiegeldruckpressen mit schwingendem
Fundament.
Auf beiliegender Zeichnung stellt:
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine dar,
Fig. 2 die Anordnung des Farbwerkes, den Schrifttiegel in geöffneter Lage,
Fig. 3 und 4 Querschnitt und Ansicht der Regulirvorrichtung des Drucktiegels,
Fig. 5 Seitenansicht der Maschine, entsprechend der Fig. 1, in gröfserem Mafsstabe
(angehobene Lage der Auftragwalzen ff und Schlufslage des Schrifttiegels),
Fig. 6 eine Vorderansicht zu Fig. 5,
Fig. 7 ein Grundrifs zu Fig. 5 mit theilweisem
Schnitt,
Fig. 8 und 9 Grundrifs und Längenschnitt des geöffneten Tiegels,
Fig. 10 Verticalschnitt des Hebemechanismus und der Auftragwalzen ff
Fig. 11 Grundrifs hierzu,
Fig. 11 a Detail der Einlagerung der Auftragwalzen.
Das Charakteristische des Farbwerks besteht darin, dafs die Auftragwalzen, nur durch
ihr Eigengewicht lose aufliegend, über die Schriftform laufen, beim Zugehen der beiden
Tiegel gegen einen Reibcylinder hochgehoben und durch einen Arretirungsmechanismus
gegen den Umfang desselben angedrückt und so lange festgehalten werden, bis beim Oeffnen
der beiden Tiegel die Schriftform in die Lage kommt, um frische verriebene Farbe von den
Auftragwalzen in Empfang nehmen zu können, dafs ferner im Zusammenhang mit dieser Bewegungsweise
der Farbcylinder angetrieben und die Hebewalze derart auf- und abbewegt wird, dafs sie einerseits mehr oder weniger lange sich
drehend den Farbcylinder berührt, während derselbe sich in Drehung befindet, andererseits
lange genug auf dem Reibcylinder läuft, um die frische Farbe ausgiebig auf demselben verreiben
zu helfen.
In den Figuren bezeichnet α den Farbcylinder,
b Hebewalze, c Reibcylinder, welcher durch Lenkerstange c\ Zahnsegment c2 und Zahnräder
C8C4C5 von Pendel s angetrieben und
gleichzeitig (Fig. 6) axial hin- und herbewegt wird, d Reibwalze, e Stahlreiber, // Auftragwalzen.
Letztere tragen zu beiden Seiten Laufrollen f\ Fig. 10, welche auf den am
Schrifttiegel T angebrachten Laufschienen g laufen. Die Auftragwalzen ff sind zu beiden
Seiten in je einem Doppelhebel h (Detail Fig. 11 a) gelagert, welcher in der Mitte um
Zapfen t.sich drehen kann und, durch diesen
in verticaler Richtung verstellbar, je mit einer Schiene k verbunden ist; diese beiden Schienen
k sind durch Zapfen \ \ mittelst der gleich
-langen Lenker Z1/2 am Gestell S der Maschine
befestigt (Fig. 5 und 11), so zwar, dafs die Lenker Z1 auf einer gemeinsamen Spindel ν
montirt sind, wodurch eine genaue Parallelbewegung der Schienen k und der damit verbundenen
Theile in verticalem Sinne bethätigt werden kann.
Um diese Bewegung auch dann zu sichern, wenn die Auftragwalzen ff sammt Laufrollen
f1f1 zwecks Reinigens aus der Maschine entfernt
sind, so sind auf den Zapfen i Trag-
rollen r angebracht (Fig. ι ο und 11), welche
alsdann die Function der Laufrollen übernehmen.
Diese Anordnung ist deshalb von Wichtigkeit, weil es durch Unachtsamkeit des Druckers
vorkommen kann, dafs er die Auftragwalzen wegen Reinigens von Farbe oder dergleichen
aus der Maschine nimmt, ohne vorher den Arretirungshebel v1 einzurücken, durch welchen
der Bewegungsmechanismus der Auftragwalzen in seiner höchsten Stellung (Fig. ι
und 5) festgelegt wird. Denn es würde der Bewegungsmechanismus durch sein Eigengewicht
niedersinken, Rolle m würde mit Pendel js1 collidiren, sobald die Maschine
wieder in Gang gebracht wird.
Die eine der Schienen k ist nach unten verlängert (Fig. 5 und 10) und mit der Laufrolle
m versehen. Der eine der Lenker Z1 trägt ein Gurvenstück w, welches zur Bewegung der
Hebewalze b mittelst Winkelhebel wl und
Rolle η dient und derartig geformt ist, dafs es von ι bis 2 die Hebewalze anhebt bezw.
niederläfst, während der concentrische Theil von 2 bis 3 ein Festhalten der Hebewalze b
in bestimmter Lage bezweckt (Fig. 1 und 5).
Der eine der Lenker Z2 ist zu Hebel ο verlängert, welcher zur periodischen Drehung des
Farbcylinders ä mittelst Stange ρ und Schaltwerk
...q dient.
Das eine der zum Bewegungsmechanismus der Maschine gehörigen Pendel s trägt an
seinem oberen Ende das Kreissegment s1, welches die Bestimmung hat, vermittelst der
Rolle m an dem Ende der einen Schiene k den Bewegungsmechanismus der Auftragwalzen
ff während längerer Zeit unverrückt hoch zu halten.
Pendel ä wird in bekannter Weise durch Antrieb der Kurbel t und Flügelstange u in
schwingende Bewegung versetzt.
Die Wirkungsweise des Farbwerkes ist nun folgende:
Fig. 2, 8 und 9 zeigen den Schrifttiegel in ganz geöffneter Lage. Pendel 5 hat seine
äufserste Stellung nach rechts, Kreissegment s1
hat Rolle m freigegeben und derselben gestattet, sich mit dem Bewegungsmechanismus
der Äuftragwalzen zu senken. Die Laufrollen Z1/1 der letzteren kommen auf die Laufschienen
g zu liegen und rollten während des 'Durchganges des Schrifttiegels T über den
Schriftsatz, lose durch Eigengewicht aufliegend. Gleichzeitig konnte sich die Hebewalze b auf
Reibcylinder c senken (Fig. 2) und nimmt sofort infolge Reibung an der stetigen durch
Radübersetzung C^ c^ erzielten Rotation des
letzteren Theil. Ebenso konnte Hebel 0 das Schaltwerk ρ q zu einer neuen Drehung des
Farbcylinders α anheben.
Nun beginnt die Rückwärtsbewegung des Schrifttiegels, die Auftragwalzen rollen wieder
über den Schriftsatz und werden durch die mehr und mehr der Verticalen sich nähernden
Stellung des Tiegels T so hoch gehoben, dafs sie nahe unter den Reibcylinder c zu stehen
kommen. In diesem Augenblick hat sich Pendel ί so weit nach links bewegt, dafs die Curve
des Kreissegments s1 neben der hochgehobenen
Rolle m steht und nunmehr, unter derselben weglaufend, die Auftragwalzen vollends an den
Reibcylinder anhebt (Fig. 5) und diese Berührung bis zum vollständigen Schliefsen der
Tiegel und deren Rückgang in die gleiche Stellung unverändert erhält. Während dieser
ganzen Zeit erfolgt ein Verreiben der Farbe zwischen den Auftragwalzen ff und dem
rotirenden und seitlich bewegten Reibcylinder c in der Weise, dafs der mit Farbe bedeckte
Reibcylinder c sich infolge Antriebes c1 c2 c3 ci c5
in Rotation befindet, während die Auftragswalzen an seinen Umfang gepresst sind. Die
dabei infolge Reibung an der Rotation theilnehmenden Auftragswalzen ff nehmen nun
die Farbe gleichmäfsig vom Reibcylinderumfange ab, und da der Reibcylinder α gleichzeitig
seitlich hin- und herbewegt wird, so erfolgt auch eine Verreibung ganz in der Art,
wie dies bei Buchdruckschnellpressen üblich ist. Gleichzeitig mit dem Hochgehen der
Auftragwalzen ff wurde die Hebewalze b durch das Curvenstück 1 - 2 gegen den Farbcylinder a
gehoben und bleibt mit diesem während des Auf- und Abgehens des concentrischen Theiles 2
bis 3 in steter Berührung (Fig. 5).
Der durch das Schaltwerk ρ q bewegte Farbcylinder α dreht sich so lange, als die Auftragwalzen
ff in Aufwärtsbewegung begriffen sind. Da aber die Hebewalze b bereits mittelst der
Organe wniv1 an den Farbcylinder α angehoben ist, während die Aufwärtsbewegung der
Walzen // noch andauert, so bewegt der angetriebene Farbcylinder α durch Reibung die
Hebewalze b ebenfalls und letztere entnimmt einen breiten Streifen frischer Farbe. Diese
Stellung ist in Fig. 1 und 5 dargestellt, und zwar bei vollständig geschlossenen Tiegeln.
Das ganze Farbwerk kann durch Umlegen des am Gestell bei v2 befestigten Knaggens v\
Fig. i, 5 und 6, welcher den Lenker I1 unterfängt,
in dieser Stellung beliebig lange erhalten werden, während die Maschine weiter läuft.
Die Vorrichtung zum Reguliren des Drucktiegels ist in Fig. 3 und 4, 8 und 9 dargestellt.
Es ist A der Drucktiegel, B der Träger für denselben, C Spindel mit Linksgewinde zur
Verbindung beider, D Handrad, E Zahnrad auf C. F sind Schräubenspindeln mit Rechtsgewinde
im Tiegel, G Zahnrädchen auf denselben, jedes in Eingriff mit E. Durch Rechts-
oder Linksdrehen am Handrad D wird der
Tiegel A genau parallel vor- oder zurückbewegt, indem hierbei das Rad E gleichzeitig
in den Rädchen G kämmt und der Schub bei allen Spindeln in gleichem Sinne wirkt. Hierdurch
wird in einfachster Weise die gewünschte Druckstärke erzielt. Durch " Versicherungsschraube H und eingelegtes Stahlplättchen J
wird ein zufälliges Verstellen des Mechanismus verhütet.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Cylinderfarbwerk für Tiegeldruckpressen, dessen im Gestell der Maschine gelagerter Reibcylinder c von einem Pendel s mittelst Lenkers c1, Zahnsegment c2 und Zahnräder c3 ci c5 (Fig. 5 und 6) angetrieben wird und dessen Auftragwalzen ff eine derartige auf- und abwärtsgehende Bewegung vollführen, dafs sie lose, durch ihr Eigengewicht aufliegend, über den Schriftsatz rollen, während sich derselbe unter ihnen wegbewegt, beim Verlassen desselben aber durch das mit Pendel s verbundene Kreissegment s1 (Fig. 5 und 7) vermittelst der Rolle m und Schiene k (Fig. 5, 10 und 11) gegen den Reibcylinder c angehoben und an demselben so lange unverrückbar festgehalten werden, bis der Schriftsatz wieder in die Stellung kommt, in welcher erneutes Einfärben desselben beginnen soll.
- 2. An dem unter 1. gekennzeichneten Farbwerk die Bewegung . der Hebewalze b durch ein Curvenstück w des Lenkers Z1 derart, dafs die Hebewalze b vom Reibcylinder c abgehoben, an den Farbcylinder a angedrückt und längere Zeit an demselben unverrückbar festgehalten wird, während er sich noch in Drehung befindet.
- 3. An dem unter 1. gekennzeichneten Farbwerk die Anordnung eines am Gestell gelagerten Handhebels v\ mittelst dessen Hebel Z1 bezw. Z2 unterfangen werden können, um sämmtliche Functionen des Farbwerkes während des Ganges der Maschine beliebig lange aufser Thätigkeit setzen zu können.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66029C true DE66029C (de) |
Family
ID=339769
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT66029D Expired - Lifetime DE66029C (de) | Cylinderfarbwerk für Tiegeldruckpressen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE66029C (de) |
-
0
- DE DENDAT66029D patent/DE66029C/de not_active Expired - Lifetime
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