DE65905C - Doppelbild - Entfernungsmesser für mehrere Beobachtungshöhen - Google Patents
Doppelbild - Entfernungsmesser für mehrere BeobachtungshöhenInfo
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- DE65905C DE65905C DENDAT65905D DE65905DA DE65905C DE 65905 C DE65905 C DE 65905C DE NDAT65905 D DENDAT65905 D DE NDAT65905D DE 65905D A DE65905D A DE 65905DA DE 65905 C DE65905 C DE 65905C
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C3/00—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
- G01C3/22—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length at, near, or formed by the object
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Description
KAISERLICHES A
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Einrichtung eines Doppelbild-Entfernungsmessers,
welcher gestattet, zugleich für mehrere der Entfernungstheilung zu Grunde gelegten Beobachtungshöhen
(Reiterhöhe, Manneshöhe, Kniehöhe u. s. w.) die Entfernung abzulesen. Der
Entfernungsmesser hat im Allgemeinen die Einrichtung des sogen, holländischen Fernrohres
(Feldstecher).
Die eine Objectivlinse" ist in der Richtung eines verticalen Durchmessers (der durch den
optischen Mittelpunkt geht) in zwei gleiche Theile getheilt, von denen die eine Halblinse
L, Fig. i, verschieblich angeordnet ist. Die verticale Verschiebung der Halblinse L
geschieht durch Drehung der Entfernungswalze W an ihrem oberen gezahnten Greifrand
p. Diese Drehbewegung wird durch zwei gleiche Kegelrädchen auf die Schraubenspindel
s übertragen und durch diese letztere mittelst des mit Muttergewinde versehenen
Armes h die Fassung r r und mit dieser die bei α α geführte Halblinse L hochgehoben.
Eine weitere Folge der Drehbewegung der Entfernungswalze W ist die Abwärtsbewegung
der Zeigerstange ZZ. Diese Bewegung wird dadurch bewirkt, dafs in die auf dem oberen
Theil Wo der Entfernungswalze befindliche schraubenförmige Führungsnuth ein passender
Führungsstift des ersten Zeigeransatzes Ko eingreift und infolge der Drehbewegung der
Walze Wo die ganze Zeigerstange ZZ (die an beiden Enden geführt ist und durch eine
innere Feder einen kleinen Gegendruck ausübt) abwärts drückt, so dafs die übrigen
Zeigeransätze diese Bewegung mitmachen. Da mit der Entfernungswalze mehrere . Umdrehungen
gemacht werden sollen und die Entfernungen beim Gebrauch des Glases vor den
Zeigeransätzen abzulesen sind, so können die Theilungen auf der Oberfläche der Walze Wo
und W neben den Schraubenlinien aufgetragen werden, so dafs also jedem Ansatz mehrere
Walzenumfänge mit zugehöriger Theilung entsprechen.
Sind die beiden Halblinsen A und L nicht gegen einander verschoben, so stehen alle
Zeigeransätze auf den Nullstrichen der Entfernungswalze Wo bezw. W. Stellt man nun
das Fernglas auf einen bestimmten entfernten Gegenstand ein (indem man den Ocularauszug
mittelst der Schraube M entsprechend bewegt) und verschiebt alsdann die Halblinse L ein
wenig durch Drehen der Entfernungswalze, so entsteht ein zweites, nach oben verschobenes
Bild des beobachteten Gegenstandes.
Dieses Bild soll im Weiteren »bewegliches Bild« im Gegensatz zu dem »ursprünglichen
Bilde« genannt werden.
Die Verschiebung des beweglichen Bildes geschieht nun ausnahmslos in der Weise, dafs
das untere Ende des beweglichen Bildes mit dem oberen Ende des festen Bildes in einer
Höhe steht, so dafs also das Bild um seine eigene Länge verschoben wird.
Die Gröfse des Bildes eines Gegenstandes ist (abgesehen von der Vergröfserung durch das
Ocular) abhängig von seiner Entfernung von dem Objectiv. Es läfst sich demnach bei
Beobachtung eines Gegenstandes von bekannter Gröfse in verschiedenen, zweckmäfsig gewählten
Entfernungen, bei jedesmaliger Einstellung des
Bildes in der angegebenen Weise, die Entfernungswalze W entsprechend eintheilen.
Jedem Zeigeransatz entspricht eine Walzentheilung, welch letzterer eine bestimmte Beobachtungshöhe
zu Grunde gelegt ist, und zwar: dem Ansatz Ko die Kopfhöhe,
M - Manneshöhe,
M - Manneshöhe,
- Kn - Kniehohe,
Ru ■- Rumpfhöhe,
Ru ■- Rumpfhöhe,
- Re - Reiterhöhe.
Bei der Anwendung des Instrumentes hat man also in folgender Weise zu verfahren:
ι. Einstellen des Glases mittelst der Schraube M,
bis der zu beobachtende Gegenstand klar und scharf im Glase erscheint.
2. Verschieben des beweglichen Bildes um seine eigene Höhe durch Drehen der Entfernungswalze
W mittelst des Greifrandes p.
3. Ablesen der Entfernung von dem entsprechenden Zeigeransatz.
Die Verwendung des Fernrohres zu Geländeaufnahmen geht aus dem Vorstehenden
ohne Weiteres hervor. Es wird ein Stab von der Länge einer der Beobachtungsgröfsen durch
einen Mann an demjenigen Punkt in verticaler Richtung sichtbar hingehalten, dessen Entfernung
man wissen will. Die Einstellung des Entfernungsmessers und die Ablesung geschieht
wie sonst.
Um recht kurze Entfernungen ablesen zu können, kann man z. B. auch die Hälfte einer
den Theilungen zu Grunde gelegten Beobachtungsgröfse auf dem Beobachtungsstab anmerken
und es mufs dann die abgelesene Entfernung ebenfalls halbirt werden.
Sofern ein Instrument vorwiegend zu Geländeaufnahmen
benutzt wird, ist es zweckmäfsig, die Theilung der Entfernungswalze möglichst genau herzustellen. Erforderlichenfalls
kann die Genauigkeit durch geringere Ganghöhe' der Spindel s (also mehr Umdrehungen
der Entfernungswalze W) in Verbindung mit einer starken Vergröfserung durch
das Ocular erhöht werden.
Bei genaueren Geländeaufnahmen ist zweck-' mäfsig ein Mafsstab anzuwenden, der so eingerichtet
ist, wie die Textfigur zeigt.
Mafsstab.
1 Verschiebliche Scheibe.
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Feste Scheibe.
Zu Felddienstzwecken wird in den meisten Fällen ein an Ort und Stelle hergerichteter
Stab genügen, an dem die Beobachtungshöhen durch Taschentücher, Papierstreifen u. s. w. bezeichnet
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Doppelbildfernmesser, welcher gestattet, zugleich für mehrere der Messung zu Grunde gelegte Beobachtungshöhen (Reiterhöhe, Manneshöhe, Kniehöhe u. s. w.) die Entfernung abzulesen, und zwar in der Weise, dafs die Drehung einer mehrere Entfernungstheilungen tragenden Walze auf eine Haarschraube, welche die bewegliche Halblinse des Entfernungsmessers um ■ die Bildhöhe der beobachteten Gröfse anhebt, übertragen wird, und dafs Infolge der Drehung durch eine Schraubennuth der genannten Walze eine Stange mit mehreren Zeigern verschoben wird, von denen jeder einer bestimmten Beobachtungshöhe entspricht und auf eine jener Entfernungstheilungen weist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65905C true DE65905C (de) |
Family
ID=339655
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65905D Expired - Lifetime DE65905C (de) | Doppelbild - Entfernungsmesser für mehrere Beobachtungshöhen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65905C (de) |
-
0
- DE DENDAT65905D patent/DE65905C/de not_active Expired - Lifetime
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