DE658779C - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Dioxazinreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Dioxazinreihe

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DE658779C
DE658779C DEI49021D DEI0049021D DE658779C DE 658779 C DE658779 C DE 658779C DE I49021 D DEI49021 D DE I49021D DE I0049021 D DEI0049021 D DE I0049021D DE 658779 C DE658779 C DE 658779C
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Germany
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dyes
optionally
condensed
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diarylaminoquinone
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Expired
Application number
DEI49021D
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English (en)
Inventor
Dr Heinrich Greune
Dr Georg Kraenzlein
Dr Gerhard Langbein
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/02Bisoxazines prepared from aminoquinones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Dioxazinreihe Es war bereits bekannt, daß man durch Kondensation von i, q.-Benzochinonen mit Aminoazofarbstoffen in niedrigsiedenden Lösungsmitteln Verbindungen erhält, die Mono- oder Diarylaminochinonderivate darstellen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch stärkeres Erhitzen dieser primär entstehenden Diarylaminochinonevorteilhaft in hochsiedenden Lösungsmitteln, mit oder ohne Zusatz von organischen oder anorganischen Oxydationsmitteln, von Metallchloriden oder acylierenden Mitteln, gegebenenfalls unter Anwendung mehrerer dieser Zusätze zugleich, zu neuen, intensiv gefärbten Produkten gelangt, die als Azogruppen enthaltende Dioxaznfarbstoffe anzusprechen sind. In feine Verteilung gebracht können sie als Pigmentfarbstoffe, wie üblich, u. a. auch zum Färben von Kautschuk, verwendet werden, oder sulficrt stellen sie wertvolle wasserlösliche Farbstoffe für die pflanzliche, tierische oder Kunstfaser, z. B. Viscose, oder für gemischte Gewebe dar. Die neuen Farbstoffstilfosäuren zeichnen sich durch ihre Verwandtschaft zur pflanzlichen Faser und durch gute Echtheitseigenschaften aus. In Form ihres Barium-, Calcium- oder eines anderen geeigneten Salzes können sie auch als Pigmente Verwendung finden.
  • Als Aininoazofarbstoffe kommen beispielsweise in Betracht: Aminoazobenzol, Aminoazonaphthalin, Benzolazonaphthylamine, Benzolazoanthrainine, . Benzoläzoaniinodiphenylainine, Benzolazoaminocarbazole, desgleichen auch Farbstoffe, bei denen z. R. Naphthylamin, Anthramin, Aminodiphenylamin, Aminocarbazol, Aminopyren, Arninochrysen u. dgl. als Diazokomponente auf aromatische Amine gekuppelt werden, ferner auch Derivate und Substitutionsprodukte derartiger Aminoazofarbstoffe sowie Aminodis-und -polyazofarbstoffe.
  • Infolge der großen Zahl der zur Verfügung stehenden Ausgangsstoffe gelingt es, die Nuancen der erhaltenen Endfarbstoffe weitestgehend zu variieren und die Substantivität und Echtheitseigenschaften derselben zu beeinflussen.
  • Man kann die aus den Diarylaminochinonderivaten durch Erhitzen in hochsiedenden Lösungsmitteln erhältlichen Dioxazinfarbstoffe auch in einem Arbeitsgang aus den i, q.-Benzochinonen und den Aminoazofarbstoffen darstellen, wenn man geeignete Kondensationsbedingungen anwendet, z. B. Erhitzen, zweckmäßig über etwa i 5o' in hochsiedenden Lösungsmitteln, gegebenenfalls unter Zusatz von organischen oder anorganischen Oxydationsmitteln, von Metallchloriden oder acylicrenden Mitteln.
  • Es ist auch möglich, die Dioxazinfarbstoffe in manchen Fällen aus den Diarylaminochinonder waten durch Behandeln mit starker Schwefelsäure oder Oleum, zweckmäßig unter Anwendung eines Oxydationsmittels, zu erhalten;;, wobei durch Wahl der geeigneten Bedingungel3'' sogleich die wasserlöslichen Sulfosäuren en U stehen, Auch Sulfogruppen enthaltendeDiar aminochinonderivate können auf diese Weise in die Dioxazinfarbstoffe übergeführt werden. Beispiel i io Gewichtsteile des durch Kondensation von p-Aminoazobenzo@l und Toluchinon in Alkohol erhältlichen Zwischenproduktes werden in i oo Gewichtsteilen Nitrobenzol unter Zusatz von 5 Gewichtsteilen m-Nitrobenzolsulfochlorid 2 Stunden zum Sieden erhitzt. Man säugt bei 13o° ab und wäscht mit Nitrobenzol und Alkohol nach. Der in Blättchen mit grünem Oberflächenglanz anfallende Farbstoff löst sich in Monohydrat mit gelbgrüner Farbe und stellt in feiner Verteilung ein violettes Pigment dar.
  • Die Sulfierung de.3 Pigmentes kann in 20 °/öigem Oleum durchgeführt werden. Die erhaltene Sülfosäüre färbt die tierische, pflanzliche und Viscosefaser in violetten Tönen an. Beispiel 2 io Gewichtsteile des durch Kondensation von 4-Benzolazo-z-naphthylamin und Chloranil erhältlichen Zwischenproduktes werden in ioo Gewichtsteilen Nitrobenzol unter Zusatz von 5 Gewichtsteilen p-Toluolsulfochlorid 1/2 Stunde zum Sieden erhitzt. Man saugt bei i 5o' ab und wäscht mit Nitrobenzol und Alkohol nach. Der erhaltene Farbstoff stellt N ädelchen von graugrüner Oberflächenfarbe . dar. Monohydrat löst ihn mit rotbrauner Farbe: In feiner Verteilung liefert er ein blaues Pigment.
  • io Gewichtsteile des Pigmentes werden in 200 GeWirhtsteilen 20°/öigem Oleuni i Stunde bei 75° verrührt. Man gibt auf Eis und Kochsalz, saugt ab und wäscht mit Kochsalzlösung neutral. Die Sulfosäure löst sich in Wasser mit -grüner Farbe und färbt die tierische, pflanzliche und Viscosefaser in klaren grünen Tönen an. Die Färbungen besitzen gute Echtheitseigenschaften. Als Barium- oder Calciurnsalz bildet die Sulfosäüre wertvolle grüne Pigmentfarbstoffe. Führt man die Sulfierung in 2o°/oigem Ole.üni bei 45° durch, so erhält man eine blaugrüne Sulfosäure. Beispiel 3 io Gewichtsteile des durch Kondensation von 4-Amino-i, 9'-azonaphthalin und Dichlorbenzochinon erhältlichen Kondensationsproduktes und 5 Gewichtsteile Benzoylchlorid werden in ioo Gewichtsteilen Nitrobenzol 1/2 Stunde zum Sieden erhitzt. Man- saugt heiß ab und wäscht mit Nitrobenzol und Alkohol nach. Der in Nadeln von rötlicher ;,'Oberflächenfarbe anfallende Dioxazinfärbstoff 1ist sich in konzentrierter Schwefelsäure grauj>Iäti und liefert ein blauviolettes Pigment. Durch Sulfieren in 2ö °/oigem Oleum erhält man eine Sulfosäure; die Baumwolle und Viscose blaugrün färbt. Beispiel 4 io Gewichisteile des durch Kondensation von 4-Aininoazobenzol-4'-sulfosäure und Chloranil in wäßrigem Alkohol erhältlichen Zwischenproduktes werden in Zoo Gewichtsteilen 5 °/oigem Oleum etwa i Stunde bei 15ö° verrührt. Nach dem Abkühlen gibt man auf Eis, saugt ab und wäscht mit Kochsalzlösung neutral. Zur vollständigen Überführung der Sulfösäure in das Natriunisalz verrührt man einige Zeit mit verdünnter Natriumchloridlösung unter Zusatz von Soda, saugt ab und wäscht abermals mit Natriumchloridlösung neutral. Der Farbstoff löst sich in Wasser mit rotstichigblauer Farbe und liefert auf der tierischen, pflanzlichenundViscosefaser blatte Töne. Die Echtheitseigenschaften sind sehr gut. Beispiel 5 1o Gewichtsteile des durch Kondensation von a-(Azobenzolazo)-i-naphthylaniin folgender Konstitution: mit Chloranil in Alkohol erhältlichen Zwischenproduktes werden in i5o Gewichtsteilen Nitrobenzol unter Zusatz von 5 Gewichtsteilen p-Toluolsulfoclilörid 1/. Stunde zum Sieden erhitzt: Man saugt bei 13o° ab und wäscht mit Nitrobenzol und Alkohol nach. Der in .'Nadeln mit rötlichem Oberflächenglanz allfallende Farbstoff löst sich in Monollydrät mit braunvioletter Farbe und stellt in feiner Verteilung ein blaues Pigment dar.
  • io Gewichtsteile des Pigmentes werden in Zoo Gewichtsteilen 2o °/oigem Oleuin 2 Stunden bei $o° verrührt. Man gibt auf Eis; saugt ab und wäscht mit Kochsalzlösung neutral. Die Sulfosäure löst sich in Wasser mit gelbgrüner Farbe und färbt die tierische: pflanzliche und künstliche Faser in grünen Tönen voll guten Echtheitseigenschaften an. Durch Sulfieren in schwachem Oleum sowie bei tieferen Temperaturen erhält man blaugrüne bis bläue Sulfosäuren.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Dioxazinreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Kondensation von i, 4-Benzochinon en mit Aminoazofarbstoffen, die auch Sulfogruppen enthalten können, in niedrigsiedenden Lösungsmitteln erhältlichen Diarylaminochinonderivate durch stärkeres Erhitzen in hochsiedenden Lösungsmitteln in Gegenwart oder Abwesenheit von organischen oder anorganischen Oxydationsmitteln, von Metallchloriden oder acylierenden Mitteln, gegebenenfalls unter Anwendung mehrerer Zusätze zugleich, weiterkondensiert und die erhaltenen Produkte gegebenenfalls sulfiert. :
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß # man i, q.-Benzochinone mit Aminoazofarbstoffen, die auch Sulfogruppen enthalten können, durch.Erhitzen in hochsiedenden Lösungsmitteln in Gegenwart oder Abwesenheit von organischen oder anorganischen Oxydationsmitteln, von Metallchloriden oder acylierenden Mitteln, gegebenenfalls unter Anwendung mehrerer Zusätze zugleich, ohne Isolierung der primär entstehenden Diarylaminochinone in einem Arbeitsgang zu den Dioxazinen kondensiert und die erhaltenen Produkte gegebenenfalls sulfiert.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Kondensation von i, 4-Benzochinonen mit Aminoazofarbstoffen, die auch Sulfogruppen enthalten können, in niedrigsiedenden Lösungsmitteln erhältlichen Diarylaminochinonderivate durch Behandeln mit starker Schwefelsäure in Gegenwart oder Abwesenheit eines Oxydationsmittels weiterkondensiert und gegebenenfalls gleichzeitig sulfiert oder indem man die Diarylaminochinonderivate durch die gleiche Behandlung zuerst sulfiert und danach kondensiert.
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