DE65864A - Mechanisches Musikwerk mit vereinfachter Bewegungsvorrichtung für die Stöfserhebel - Google Patents
Mechanisches Musikwerk mit vereinfachter Bewegungsvorrichtung für die StöfserhebelInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine derartige Bewegungsvorrichtung für den Stöfserhebel,
bei der die Möglichkeit eines Gleitens des Zugmittels von vornherein ausgeschlossen
erscheint, sowie ein nutzloses Reiben der betreffenden Theile vermieden wird. Nicht mehr
die Reibung zwischen einer Rolle und dem" dagegen im Bedarfsfalle angeprefsten Zugmittel
(Schnur, Band oder dergleichen) vermittelt die geeignete Bewegung des den Stöfser des bekannten
Hammermechanismus tragenden Hebels u. s. w., sondern der unmittelbare Zug des Zugmittels selbst. Und wo Verzahnung oder
Reibungsräderwerk zur Benutzung kommt, wird unmittelbar nach jedem erfolgten Anschlag
eine derartige Ruhelage für die in einander eingreifenden Theile geschaffen, dafs jede
störende, auf Abnutzung hinarbeitende Berührung ausgeschlossen ist.
Das betreffende, in der beiliegenden Zeichnung mit α benannte Zugmittel mag entweder
durch Anschlufs an einen gezahnten Sector b nahe dem Umfangsrand desselben (wie Fig. ι
und 3 darstellen) oder durch Anschlufs an einen glatten Sector h (wie Fig. 2 veranschaulicht)
einen Aufwärtszug erfahren, immer ruft es eine derartige Bewegung des Hebels F,
welcher den Stöfser t trägt (Fig. 1) oder welcher sogleich gegen die Grifftaste eines Klaviers
wirkt (Fig. 3), hervor, dafs ein Saitenanschlag erfolgt. Letzteres geschieht in Fig. 1 durch
Anschnellen des Hammers q gegen die Saite s, in Fig. 3 durch Bethätigung des jeweils im
Klavier befindlichen Anschlagwerkes von der Grifftaste G aus.
Dadurch, dafs der bei χ am Hebel y gelagerte Sector ο, Fig. 1, ebenso wie die antreibende
Walze C gezahnt ist, wird im Falle eines Eingriffes beider, was mit jedem Eintritt
der Nase des Spielhebels d in ein Loch des Notenblattes ν geschieht, eine zwanglä'ufige
Bewegung gesichert, welche infolge Anhebens des Hebels F einen Saitenanschlag hervorruft.
Die nach rechts gerichtete Drehbewegung von b (Fig. 1) ist begrenzt durch die Zahl der
Zähne, und nach erfolgtem Anschlag nimmt b eine Ruhelage ein, sich mit seinem Ende b1
auf den Vorsprung χ des Hebels y stützend.
Eine Berührung mit der Antriebwalze C findet dann vorläufig nicht mehr statt (s. die
gestrichelte Lage).
Das Gleiche gilt für die Ausführung nach Fig. 2. Trifft eine Vertiefung des Notenblattes
mit der Einfallnase zusammen, so dringt diese in jene ein und der Hebel y erfährt dabei
(ähnlich wie in Fig. 1) vermöge der Zwischenglieder u und r mit seinem den glatten
Sector h tragenden Ende eine Bewegung auf die Antriebwalze C zu. Die dabei zwischen
dem Sector h und der Walze C entstehende Reibung ist ausreichend, um h in Drehbewegung
zu versetzen, infolge dessen die mit h verbundene Schnur α angezogen wird und somit
ebenso, wie in Fig. 1 dargestellt, eine Bewegung des Hebels F dergestalt hervorruft,
dafs ein Saitenanschlag erfolgt. Dafs unter
anderem auch die gleichzeitige Eröffnung einer Klappe einer geeignet vorzusehenden Stimmencancelle
infolge der gleichen Bewegung des Hebels F bewirkt werden kann, bedarf kaum
der Erwähnung.
Der bei / gelagerte Hebel y steht mittelst der Glieder r und u in Zusammenhang mit
dem Einfallhebel d, welcher sich in Wechselwirkung mit dem betreffenden Notenblatt ν
befindet.
Ist die dem Tonstück entsprechende jeweilige Klangdauer der angeschlagenen Saite verflossen,
so wird die Spielhebelnase aus der Notenblattvertiefung herausgedrängt, dadurch Hebel y oben von seiner Anlage e abgehoben,
Sector b oder h stöfst gegen den verstellbaren Anschlag g und wird durch den im Band a
herrschenden, nun zur Geltung kommen könnenden Zug in seine untere Lage übergeführt
(s. Fig. ι und 3, volle Linien).
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Mechanisches Musikwerk mit auswechselbaren Notenblättern, stetig umlaufenden Walzen und Zugbändern, gekennzeichnet durch die Anordnung eines gezahnten oder glatten Radsegmentes (b), an welches die Hebel (F) mittelst Zugbänder derart angeschlossen sind, dafs das Radsegment, so oft es vom Notenblatt aus mit der Antriebswalze (C) in Eingriff gebracht wird, durch schnellende Bewegung jenes Hebels (F) einen Saiten- bezw. Tastenanschlag herbeiführt und hierbei so lange in der Ruhelage ohne störende Berührung mit der Antriebswalze verharrt, als es die Klangdauer des jeweilig angeschlagenen Tones erfordert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65864A true DE65864A (de) |
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