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Farbpyrometer mit Vergleichslichtquelle Gegenstand des Hauptpatents
ist ein Farbpyrometer mit Vergleichslichtquelle, bei dem sowohl die Helligkeits-
als auch die Earbgleichheit zwischen dem Licht dies. Objektes und dem der Vergleichslichtquelle
mittels eines einzigen, von dem Benutzer mit einer Hand zu bedienenden Stello.rgans
herbeigeführt wird. Das Stellorgan führt zweierlei Bewegungen aus, z. B. einte drehende
und eine schiebende, von denen die- eine, zum Herbeiführen der Helligkeitsgleichheit
und die andere zum Herbeiführen der Farbgleichheit zwischen dem Licht des Objektes
und dem der Vergleichslichtquellie dient.
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Die vorliegende. Erfindung besteht darin, daß bei einem solchen Farbpyrometer
zwischen dem Objekt und der Vergleichslichtquelle zwei drehbare optische Ringkeile
angeordnet sind, von denen der eine die ringförmige Ausbildung eines an sich bekannten
Graufilters darstellt und der andere zum Verändern der Farbe des von dem zu untersuchenden
Objekt ausgesandten Lichtes dient und von denen wahlweise der eine codier der andere
mittels desselben Stellorgans gedreht werden kann. Graufilter zur Lichtschwächung
bzw. zur Angleichung der Strahlung einer Lichtquelle an einen bestimmten Wert sind
bereits bekanntgeworden.
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Gemäß weiterer Erfindung ist das Stellorgan zur wahlweisen Betätigung
der beiden Ringkeile als .drehbarer, in Achsrichtung verschieblicher Ring ausgebildet,
der mit seitlichen Verzahnungen je nach seiner Stellung in :entsprechende Gegenzahnungen
entweder des einen oder dies anderen Ringkeiles eingreift.
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Ferner wird erfindungsgemäß der zur -,wahlweisen Verstellung der beiden
Ringkeile dienende achsver schiebliche Ring durch eine oder mehrere Federn gegen
einen der beiden Ringkeile gedrückt.
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In Fig. r der Zeichnung ist ein' Beispiel eines gemäß der Erfindung
ausgeführten Fernrohrfarbpyrometers schematisch dargestellt, bei dem wieder der
Faden einer kleinen Glühlampe als Vergleichslichtquelle dient. Fig.2 zeigt eine
Einzelheit seiner konstruktiven Ausgestaltung im Längsschnitt. Fig.3 ist :ein Querschnitt
.nach Linie 3-3 in Fig. 2.
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Wie in dem Hauptpa,ten.t bezeichnet auch hier die Linie A einten von
dem nichtgezeichneten, zu untersuchenden Objekt ausgesandten Lichtstrahl, B das
Objektiv, C das Okular
und D die als Vergleichslichtquielle dienende
kleine Glühlampe.
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Abweichend von denn Hauptpatent sind je-
doch gemäß der Erfindung
in dem Wege; des Lichtstrahles A zwischen dem Objektiv und der Glühlampe D zwei
parallele optiscl% Ringkeile E, E' in einem gewissen Abstand voneinander angeordnet,
die beide z. B. um eine Achse S drehbar sind und von denen z. B. E aus Rauchglas
und E' aus Farbglas besteht oder umgekehrt. Zwischen den beiden Ringkeilen ist ein
ebenfalls um die Achse S drehbarer und in .axialer Richtung verschiebbarer Ring
R mit Verzahnungen auf beiden Stirnseiten angeordnet, dessen Giesamtb:reite etwas
kleiner ist als der Abstand der beiden Rin,gkeilie E, E'. Letztere weisen gegenüber
dein Verzahnuligen dies Ringes R gleichfalls je eine Verzahnung auf. Ist die Verzahnung
des Ringes R, wie gezeichnet, in Eingriff mit der Verzahnung des Ringkeiles E' und
wird der Ring R gedreht, so nimmt per also den Ringkeil E' mit. Wird der Ring R
in Richtung auf die Glühlampe D verschoben, so verläßt seine dem Objektiv B zugewandte
Verzahnung die Verzahnung des Ringkeiles,E', und seine .der Glühlampe D zugewandte
Verzahnung, greift in die Verzahnung des Ringkeiles E ein, so daß bei der Drehung
des Ringes R nunmehr der Ringkeil E mitgenommen «wird.
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Bei dieser Ausführung wird mithin weder die Helligkeit noch die Farbe
des Glühfadens D' verändert, wohl .aber - je nachdem der Ringkeil E' oder
drei Ringkeil E gedreht wird - die Farbe bzw. die Helligkeit des von dem Objekt
au,sgehexiden Lichtes.
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Die in Fig. 1 nur schematisch dargestellte Ausführung läßt sich konstruktiv
z. B. in der aus dien Fig. 2 und 3 ersichtlichen Weise ,ausbilden. Das in üblicher
Weise als Rohr ausgestaltete Gehäuse des Pyroameters besteht aus zwei Teilen
T, T', die an ihren einander zugewandten Enden je einen nach innen ge. richteten
Flansch T", T"' hab n. Zwischen diesen beiden Flanschen ist ein zylindrischer
Block U angeordnet, der mit diesen Flanschen und infolgedessen auch mit drein Rohnein
T, T' durch einige Schraubbolzen U' zu einem starren Ganzen verbunden
ist. Auf die Rohre T, T' sind Hülsen V, V' ,drehbar .aufgesetzt, deren
einandrer zugewandte Enden als Ringflansche V", V"' ausgebildet sind. Diese haben
auf ihren Inne ns@eiteri nebeneinander je zwei Ringnuten. In die äußeren
Ringnuten greifen Scheiben 4V, W' ein, diie zwischen den Flanschen T", T'
und dem zylindrischen Block U
liegen und ebenfalls durch die Schraubbolzen
U' mit diesem sowie dien Flanschen T", T"' starr verbunden sind. Der Durchmesser
der Scheiben W, W' ist etwas größer als der der Rohre. T, T', damit die Hülsen
V, V' von letzteren nicht abgleiten können. Die inneren Ringnuten in den Ringflanschen
Y'.; V"' dienen zur Anbringung der beiden fg'eileE,E'. Für dein Durchgang des in
2 z. B. von links eintretenden und nach #fhts austretenden Lichtstrahles A sind
in den Flanschen T", T"' sowie in den Scheibe n W, W' Fenster A' vorgesehen.
Zwischen dien beiden Ringflanschen V", V"' befindet sich ein auf ihnen drehbarer
Ring R, der auße.ci gerändelt ist und innen eine Rippe R' hat. Gegen diese legen
sich radiale Federn X (Fig.3), die mit ihren inneren Enden in dem Block U befestigt
sind und den Ring R nach rechts drängen. Die Rippe R' ist auf beiden Seiten mit
einer Verzahnung versehen, denen Verzahnungen auf den Innenseiten der Ringflansche
V", V"' gegenüberstehen. Befindet sich der Ring Rin der Stellung gemäß Fig. 3, so
greift die Verzahnung auf der reichten Seite seiner Rippe R' in die Verzahnung clics
Ringfiansclies V"' ein, so daß er bei seiner Drehung die Hülse V' und den Ringkeil
E' mitnimmt. Wird dagegen der Ring R nach links verschoben, so greift die Verzahnung
auf der linken Seite seiner Rippe R' in die Verzahnung des Ringflansches V" ein,
so daß bei seiner Drehung die Hülse V 'und der Ringkeil E mitgenommen wird. Lm eine
unbeabsichtigte Drehung der Hülsen V, V' auf den Rohren T, T' zu verhindern,
sind im Innern der letzteren Blattfedern Y angebracht, die mit ihren äußeren Enden
durch öffnungten in den Rohren T, T' hül.durchtreten und sich von innen unter
Reibung gegen die Hülsen V, V' anlegen. Dieses besondere Ausführungsbeispiel bildet
jedoch, soweit es nicht die Ausbildung der Ringkeile E, E' des zwischen ihnen angeordneten
Ringes R und der Federn X betrifft, nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.