DE657014C - Druckluftfernsteuerung fuer Bohrstuehle - Google Patents

Druckluftfernsteuerung fuer Bohrstuehle

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DE657014C
DE657014C DEC50390D DEC0050390D DE657014C DE 657014 C DE657014 C DE 657014C DE C50390 D DEC50390 D DE C50390D DE C0050390 D DEC0050390 D DE C0050390D DE 657014 C DE657014 C DE 657014C
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DE
Germany
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brake
air
pressure
chamber
piston
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DEC50390D
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MATVEY A CAPELIUSHNIKOFF
SEMIEN L ZALKIN
Original Assignee
MATVEY A CAPELIUSHNIKOFF
SEMIEN L ZALKIN
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B3/00Rotary drilling
    • E21B3/02Surface drives for rotary drilling
    • E21B3/04Rotary tables
    • E21B3/06Adaptation of rotary draw works to drive rotary tables

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
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Description

Die Steuerung der kräftigen Winde eines Bohrstuhles mit Bandbremse und Daumenbzw. Friktionskupplungen zur Umschaltung der Geschwindigkeitsstufen wird gewöhnlich unmittelbar durch Handhebelgestänge bewirkt.
Eine solche unmittelbare Handsteuerung verlangt einen großen Muskelkraftaufwand, verzögert den Arbeitsfortgang und verursacht oft Arbeitsunfälle der Bedienung. Diese Nachteile sollen durch die Druckluftfernsteuerung der Brems- und Kupplungsvorgänge gemäß vorliegender Erfindung vermieden werden.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Druckluftfernsteuerung des Bohrstuhles besteht im wesentlichen aus einem Luftverteiler für die Druckluftbremse zur Steuerung der Bohrwinde. Sie kann aber auch zum Ein- und Ausschalten der Daumenkupplungen der Winde benutzt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die allgemeine Anordnung einer solchen Druckluftfernsteuerung für Bohrstühle dargestellt.
Die selbsttätige Zweikammerdruckluftbremse für die Winde besteht aus einem Bremszylinder 1 und einem mit federgespannten Lederstulpen versehenen Kolben 2. Der Kolben 2 wird von einem Hohlzapfen 5 geführt, in welchem eine Schubstange 7 schwingbar gelagert ist. Diese Stange ist an die Kurbel 8 der durch Handhebel 9 schwenkbaren Bremswelle angelenkt. In einer an der Verlängerung der Kurbel S vorgesehenen Öse ist das eine Ende einer Kette 10 befestigt, welche über eine Führungsrolle 11 läuft und deren anderes Ende an einem die Kolbenstange 13 des Druckluftzylinders 14 beschwerenden Gewicht 12 befestigt ist. Der Kolben 2 bildet in dem Bremszylinder 1 zwei Kammern: die Bremskammer A und die Losbremskammer B. Die Kammer B ist durch die Leitung 24-23 mit dem Steuerbremshahn 18 verbunden, welcher nach dem Grundsatz des Druckluftreglers mit veränderlichem Drucke arbeitet (in der Zeichnung ist das Führerbremsventil System Kasanzeff gezeigt; es kann aber auch ein anderes geeignetes Führerbremsventil benutzt werden). Die Bremskammer A ist durch die Leitung 25 mit dem Zylinder 14 und mit dem Bremsluftbehälter 15 verbunden. Zum Ausgleich von Luftverlusten wird der Luftbehälter 15 durch den Druckregler 17 vom Hauptluftbehälter 19 aus mit Druckluft von 4 bis 5 Atm. versorgt. Rückströmung der Luft bei etwaiger Druckverminderung im Hauptluftbehälter 19 verhindert das Rückschlagventil 16.
In die Luftleitung 24-23 zwischen der Losbremskammer B und dem Hahn 18 ist ein Beschleunigungsventil eingeschaltet, welches aus dem Gehäuse 20, dem Schieber 21 und dem Kolben 22 besteht.
Der Zweck der Anordnung eines Beschleunigungsventils besteht im folgenden: Bei langsamer Drehung des Handarmes des Steuerhahnes 18, d. h. beim langsamen Brem-
sen, durchströmt die aus der Kammer B in den Zylinder 20 strömende Luft die kleinen kalibrierten Öffnungen D im Kolben 22, ohne denselben zu verstellen. Bei einer schroffen Bewegung des Hahnarmes, d. h. beim Schnell'=-1 festbremsen, vermag dagegen die Luft d:
Öffnungen im Kolben 22 nicht schnell get zu passieren, so daß der Luftstrom sich vor dem Kolben 22 staut und ein Überdruck gegenüber dem Raum unterhalb des Kolbens 22 entsteht. Hierdurch wird der Kolben 22 nach unten verschoben und mit ihm der Schieber 21, welcher nun die Öffnung C des Gehäuses 2Q freigibt. Die Luft strömt infolgedessen nach außen, der Druck in der Kammer B ver- * schwindet schnell, und die Bremse zieht sehr schnell an.
Die Arbeitsweise der selbsttätigen Zweikammerluftdruckbremse für die Fernsteuerung der Bohrstuhlwinde besteht im folgenden:
Der in dem Behälter 15 und der Kammer A durch den Druckregler (Reduktionsventil)' 17 aufrechterhaltene Luftdruck (3,5 Atm.) wirkt auf den Kolben des Bremszylinders 1. Dieser Druck wird durch die Stange 7 auf die Kurbel 8 übertragen, welche das Bremsband jspannt.
Das Lösen der Bremse wird durch die Drucksteigerung in der Luftbremskammer B mittels des Steuerhahnes 18 bewirkt. Die Arbeitsfläche des Kolbens in der Kammer B ist kleiner als diejenige in der Kammer^ (um die Größe des Querschnittes des Hohlzapfens 5). Infolgedessen muß zum vollen Lösen der Bremse der Druck in der Kammer B um 0,3 bis 0,5 Atm. höher sein als der Luftdruck in der Kammer ./4. Diese Drucksteigerung tritt bei äußerster Linksstellung des Schaltarmes des Hahnes 18 ein. Bei dem normalen Arbeitsluftdruck in dem Behälter 15 und der Kammer A, der durch die Leitung 25 auch in dem Gewichtszylinder 14 aufrechterhalten wird, wird das Gewicht 12 in seiner oberen Lage gehalten. Die Kette 10 liegt dann spannungslos an der Rollen, ohne die Drehung der Kurbel und das Lösen und Anziehen der Bremse. Fällt auch der Druck im Hauptluftbehälter 19, so wird doch in der Bremskammer A und Zylindern 14 und 15 der Druck dank, dem Rückschlagventil 16 ziemlich lange aufrechterhalten; denn die langsame Druckverminderung infolge der Luftverluste wird bis zu einer bestimmten Größe durch das Gewicht 12, welches bei seinem Sinken die Luft in Zylinder 14 und damit auch in Behälter 15 und Kammer A verdichtet, ausgeglichen. Bei diesem Sinken spannt das Gewicht auch die Kette 10 und hilft so allmählich durch sein Gewicht die Bremse schließen und übernimmt schließlich die Bremsung allein.
Durch Wiederherstellung des normalen Luftdruckes in dem Hauptluftbehälter und das Nachfüllen des Behälters 15 wird das Geiiwicht 12 wieder in die obere Lage gebracht, ■jkifid die Bremse wird wieder lediglich durch ' ,den Luftdruck geregelt. Der Übergang von 'k der Gewichtsbremsung zur reinen Luftdruckbremsung vollzieht sich ganz allmählich. Jede Störung der Wirkung des Hahnes 18, des Beschleunigungsventils 20 bzw. der Luftleitung verursacht aber jederzeit sofort ein volles Bremsen infolge des Druckabfalles in der Losbremskammer B.
Die oben geschilderte Einrichtung verleiht den Bohrstuhlwinden folgende besonders wertvolle Eigenschaften:
ι. Eine volle Gefahrlosigkeit und Sicherheit des Bremsens. Der Abfall des Druckes in dem Hauptluftbehälter unter den Normaldruck vermindert keinesfalls die vorgeschriebene Bremskraft, verhindert aber unbedingt das volle Losbremsen, da dieses nicht nur durch Druckverminderung in der Kammer A, sondern durch Drucksteigerung in der Kammer B bedingt ist.
2. Die Einrichtung verleiht der Bremse eine außerordentliche Nachgiebigkeit, eine besonders gute Steuerarbeit und die Möglichkeit des Fühlens des Bohrzeuggewichtes nach der Lage des Hahnarmes am Anfang der Bohrzeugbewegung (Losbremsen).

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Druckluftfernsteuerung für Bohrstuhle, bei welcher das Bremsen und die Schaltung sämtlicher Kupplungen von einem von dem Bohrstuhl entfernt angeordneten Schaltbrett aus bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine bestimmte, auf Bremsenschluß hinwirkende Druckluftmenge, welche in einem von den sonstigen Luftmengen, insbesondere dem Hauptluftbehälter (19), durch ein Rückschlagventil (16) getrennten System eingeschlossen ist, dessen Luftverluste stets durch einen Druckregler (17) nachgefüllt werden, mit einem gegenüber dem Luftdruck in dem Hauptluftbehälter (19) und sonstigen Teilen des Systems erniedrigten Druck sowohl in der Kammer (A) des Bremszylinders (1) bremsschließend auf den Kolben, welcher die Bandbremse anzieht, wie auch hebend auf den Kolben eines Sicherheitszylinders (14) einwirkt, welcher mit dem beim übermäßigen Sinken des Druckes in der Arbeitskammer (A) den mechanischen Bremsenanzug übernehmenden Gewichte (12) belastet ist.
  2. 2. Druckluftfernsteuerung für Bohrstuhle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungen des Brems-
    druckes und die Aufrechterhaltung der jeweilig nötigen Bremsstärke durch einen an sich bekannten Steuerhahn veränderlichen Druckes (18) bewirkt wird, in dessen Verbindung mit der Bremslüftungskammer (B) des Bremszylinders (i) ein Entlüftungsventil (21) und ein Kolben (22) mit kalibrierten engen Öffnungen zur Drosselung der Luft bei etwa zu schneller Verstellung des Bremshahnes und somit zum Anwachsen des Luftdruckes beim Losbremsen eingeschaltet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEC50390D 1935-04-05 1935-04-05 Druckluftfernsteuerung fuer Bohrstuehle Expired DE657014C (de)

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