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Filmentwicklungsdose Es sind Filmentwirklungsdesen bekannt, die zwei
einandrer gegenüber angeordnete, mit Spiralnuten versehene Filmrandführungsscheiben
aufweisen. Das. Einbringen ' von langen Filmbändern in die Spiralführungen, sei
es durch Einziehen oder Einschieben, ist oft schwierig, weil mit zunehmender eingezogener
Filmlänge die Reibung an den. Filmführungen hemmend für das weitere Einbringen wirkt.
Um diese Schwierigkeit zu überwinden, ist bei bekannten Einrichtungen ein festes
Zugorgan für dien Anfang des Films und ein Nachschieben desselben notwendig. Umeine
störende Reibung der Filmführungen zu vermeiden und um gleichzeitig .ohne besondere
vorherige Befestigung des Filmanfanges das Filmband in die Filmrandführungsscheiben
einzubringen, sind bei der vorliegenden Neuerung die Filmführungs.scheiben in an
sich bekannter Weise gegeneinander vierdrehbar, und zwar erfindungsgemäß unter Verwendung
einer beliebigen Sperrung, z. B. einer Reib-oder Klinkensperrung, die beim Vordrehen
der einen Scheibe den Film mitnehmen läßt und ihn beim Rückdrehen stehenläßt, -so
daß durch Hinundherdreh en der einen Scheibe das ganze Filmband in die Führungen
beider Scheibeneingebracht werden kann. Es kann ,auch umgekehrt die mit dem Mitnehmer
versehene Scheibe stehenbleiben und die andere hin und her gedreht werden. -Die
Verwendung einer Rücksperrung beim Rückdrehen :der Scheibe, um ein Rückwärtsgleiten
des Filmbandes in den Kassettenraum zu verhindern, kann zweckmäßig sein, ist aber
meist nicht erforderlich. Die Anordnung des Kassettenraumies kann zentral oder auch
am Umfang der Entwicklungsdose sein. Der Winkel, um den die beiden Scheiben gegeneinander
verdreht werden können, erreicht etwa i8o° und auch darüber, je nach der Spiralnutenbreite.
Die Sperrung wird zweckmäßig als Reibungsklinke ausgebildet, die durch Hebelübertragung
beün Vordrehen der Scheibe sich klemmend an den Film legt und beim Rückdrehen das
Filmband frei vorbeigleiten läßt. Statt gesonderter Filmrandführungsscheiben können
evtl. auch Teile des Dosen.-gehäuses .als Filmführungsträger benutzt werden.
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Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Vorrichtung nach
dem Erfindungsgedanken, und zwar in den Fig. i und a eine Ausführung mit zentral
angeordneter Filmkassette, bei der die obere Mitn ehmerspiralscheibe gehalten ist
und die untere Spiralscheibe hin und her gedreht wird. In den Fig.3 und 4 ist eine
Ausführung mit außen angeordneter Kassette dargestellt, bei welcher die untere Spiralscheibe
als Gehäusebestandteil ausgebildet ist und die obere Mitnehmerspiralsc erbe hin
und her gedreht wird.
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Für das erste Ausführungsbeispiel zeigen: Fig. i einen senkrechten
Schnitt durch die Mitte der Dose, Fig. a einen waagerechten, in der Höhe der Ebene
A-B geführten Schnitt durch die Dose, wobei der über der Ebene A-B befindliche
Sperrklinkenhebel
nebst Anschlag punktiert bzw. gestrichelt eingezeichnet ist.
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Im Dosengehäuse i sitzt, zwischen Anschlägen um etwa 18 o°
hin und her drehbar gelagert, die untere Spiralfilmrandführuingsscheibe 2 mit dem
iri der Mitte angeordneten zylindrischen Kassettenraum 3. In letzteren ist das Abschlußzylinderrohr
4 eingeschoben. Eiale in das Gewinde eingesetzte Arretierschraube 5 verbindet die
untere Scheibe 2 mit dem Rohr ¢. Auf letzterem sitzt ein Abachlußkopf 6, mittels
dessen das Rohr 4 samt der unteren Spiralscbeibe 2 gedreht werden kann. Der Kassettenraum
3 und der Abschlußzylinder 4 tragen Austrittsschlitze 7 für den Film (Fig.2), die
das Filmband 8 aus der Kassette 9 in eben Behandlungsraum hindurchlassien. Die obere
Spiralfilmrandführung.sscheibe i o sitzt lose gelagert auf dem oberen Rand des Kässettenraumes
3 und trägt einen sich etwa radial erstreckenden, um eine Achse 15
drehbaren
Hebel i i, der mit seinem freien äußeren Ende lose in der Aussparung 12 der inneren
Dosenwand liegt. Auf dem unteren Ende der Achse 15 sitzt, also mit dem Hebel i i
fest verbunden, die Sperrklinke 13. Liegt der Hebel i i (Fug. 2) in der gestrichelte
Stellung, so klemmt die Klinke 13 das Filmband 8 an die erste Spiralwindung der
oberem. Spiralscheibe io fest. Liegt der Hebel i i (Fug. 2) in der punktherben Stellung,
- dann gibt die Klinke 13 den Durchgang für das Filmbrand frei. Der in Fig. 2 punktiert
angedeutete Anschlag 14 in der oberen Spiralscheihe io begrenzt den Ausschlag des
Hebels i i.
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DieWirkungm eise ist folgende: Dreht man den Kopf 6 und damit den
Kassettenraum 3 und die untere Spiralscheibe 2 linksherum, so dreht sich die obere
Spiralscheibe io mitsamt der Achse 15 ein wenig mit, wobei der Hebel i i eine kleine
Verschwenkung erfährt, so daß die zu ihm festsitzende Achse 15 samt der Sperrklinke
i-3 so weit gedreht wird, bis letztere den Film festhält. Beim weiteren Linksdrehen
am Kopf 6 dreht sich nur noch die untere Spiralscheibe 2 samt Kassettenraum und
Kassette. Dabei wird das Filmband über den äußeren Umfang des Kassettenxaumes.3
aus der Kassette ein Stück heraus und in die Windungen der unteren Spiralscheibe
eingezogen. Dreht man nun am Kopf 6 rechtsherum, so dreht sich der ganze Dioseneinsatz
2, 3, 4, 6, i o anfangs wieder mit, bis sich der Hebel i i in die Öffnungslage der
Klinke 13 umgelegt hat. Diese Lage entspricht der punktierten Stellung des Hebels
i i (Fug. 2), wobei diese auf die obere Scheibe io bezogen ist, d. h. in Wirklichkeit
liegt das äußere Ende des Hebels i i in der Aussparung 12 des inneren Dosenrandes,
und -die Scheibe io ist entsprechend rechtsherum verdreht zu denken. Der Anschlag
14 begrenzt dann die öffnungslage des Hebels I I bzw. der, Klinke 13.
Dadurch
bleibt die obere Scheibe io stehen, und das Filmband schiebt sich durch weiteres
Rechtsdrehen des Kassettenraumes 3 mit der unteren Scheibe 2 in die Spirale der
nunmehr stehengebliebenen oberen Scheibe io vor. Beim Wiederlinksdrehen sperrt sich
das Filmband wieder in der oberen Scheibe io usw. Auf diese Weise bringt man das
ganze Filmband durch einfaches Hinundherdrehen am Kopf 6 in die Spiralscheiben ein.
Man kann am Kopf 6 noch seinen kleinen Kurbelarm anbringen, dessen Drehwinkel zweckmäßig
in den Endlagen durch Anschläge begrenzt wird.
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Für das. zweite Ausführungsbeispiel zeigen: Fig.3 einen senkrechten
Schnitt durch die Mitte der Dose, -wobei die Spiralführungan zur besseren Veranschaulichung
der Mitnehmervorrichtung in der Ebene C-D geschnitten gezeichnet sind, Fig. 4 einen
waagerechten Schnitt durch die Dose in Höhe der Eben--A-B, wobei die auf der unteren
Seite der oberen Spiralscheibe liegende Sperrklinke in der Öffnungslage ausgezogen
gezeichnet ist und die Filminitnahmelage der Sperrklinke ' nebst Hebel punktiert
angedeutet ist.
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Das Dosengehäuse i trägt die untere Spiralführung 2 im Boden und den
Kassettenraum 3 am Umfang angeordnet, wobei letzterer das Abschlußrohr 4 und den
Abschlußkopf 6 aufweist. Durch den Austrittsschlitz 7 (Fig.4) reicht das Filmband
8 aus der Kassette 9 in den Behandlungsraum. Die obere Spiralfihnrandführnngsscheibe
i o sitzt lose gelagert auf dem oberen Rand dies Zylinders 16 und trägt den Hebel
i i, der mit seinem freien inneren Ende lose in der Aussparung 12 des ringförmigen
Ansatzes des Einfüllrohres 17, mit Welchem der Bedienungshebel 18 fest verbunden
ist, liegt. Die Achse 15 verbindet den Hebel i i fest mit der am äußeren Anfang
der oberen Spiralführung liegenden Sperrklinke 13. Der ausgezogen gezeichneten Lage
des Hebels z i entspricht die gestrichelt gezeichnete Lage der Sperrklinke i3, in
der däs. Filmband 8 frei zwischen der Sperrklinke und dem Anfang der zweiten Spiralwindung
liegt. In der punktierten Läge vom Hebel i i und der Klinke 13 wird das Filmband
am Anfang der zweiten Spiralwindung festgeklemmt. Die Nase i cj am Ringansatz des
Einfüllrohres 17 begrenzt die Drehbewegung der oberen Spiralführungsscheibe zwischen
den an der Unterseite des Dosendeckels angebrachten Anschlägen. 20 und 21. Das Einziehen
des Filmbandes geschieht auf folgende Weise: Nachdem bei geöffneter Dose die Kassette
mit
dem etwa in der gezeichneten Länge herausstehenden Film eingesetzt
ist, wird die Dose geschlossen, wobei durch Drehen am Hebel 18 erreicht wird, daß
das innere freie Ende des Hebels i i in die Aussparung i a einfällt. Dreht man am
Hebel 18 'rechtsherum,' so schiebt sich der Film an der geöffneten Sperrklinke vorbei
in die Spiralwindung der oberen Scheibe ein. Dies entspricht der gezeichneten Lage
in Fig. q.. Dreht man nun am Hebel 18 linksherum, so legt sich der Hebel i i samt
der Klinke 13 infolge der Mitnahme des inneren, freien Endes des Hebels i i durch
die Aussparung 12 . in die punktierte Stellung um und klemmt das Filmband gegen
die zweite Windung der oberen Spiralführung fest. Hierdurch wird beim Weiterlinksdrehen
der -oberer Scheibe das Filmband von dieser mitgenommen und dabei aus. der Kassette
herausgezogen, damit aber gleichzeitig in die untere Spiralführungsscheibe eingeschoben.
Bei der weiteren Rechtsdrehung am Hebel 18 legt sich die Klinke 13
durch den Hebel i i wieder in die Öffnungslage um usw.