Es sind selbsttätige Zeitverschließer zum Verschließen und Entriegeln von Türen, Behältern
o. dgl. bekannt, bei denen ein federnder Riegel unmittelbar durch ein Uhrwerk zurückgezogen
wird. Die vorliegende Erfindung betrifft einen derartigen Zeitverschließer und besteht darin, daß das den federnden Riegel
beeinflussende Steuerglied aus einer Scheibe mit einem entsprechenden Ausschnitt am Umfang
besteht, die sich mit dem Uhrwerk immer in gleicher Richtung weiterdreht und! dabei
stets wieder mit dem Ausschnitt auf den Riegel trifft und ihn freigibt, so daß er zeitweise
in die Verriegelungsstellung gelangt, ohne daß, abgesehen von den gewünschten
Veränderungen des Schließ- und Entriegelungszeitpunktes, irgendwelche Einstellung
des Steuergliedes erforderlich ist. Bei Verwendung eines Uhrwerkes, das z.. B. alle acht
Tage oder noch seltener aufgezogen wird, bedarf der neue Zeitverschließer, wenn keine
Verlegung des Schließ- und1 Entriegelungszeitpunktes gewünscht wird, in der ganzen Zeit
keinerlei Bedienung. Ein weiterer Vorteil
der Erfindung- besteht darin, daß die Veränderung des Schließ- und Entriegelungszeitpunktes
in außerordentlich einfacher Weise und dennoch genau und sicher erreichbar ist.
.Bei Verwendung des neuen Zeitschließers m Verbindung mit einem beliebigen und bekannten
Türschließer kann ein Schließen der Haustür unabhängig vom Benutzer erreicht
werden.
ίο In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt. Die Abb. ι und 2 zeigen im senkrechten Teilschnitt und
Seitenriß das Steuerglied für den Riegel; Abb. 3 zeigt einen Teilschnitt durch den Zeiiverschließer.
In einem durch eine Tür c1 verschließbaren
Gehäuse c ist ein beliebiges Uhrwerk bekannter Art angeordnet, das in ebenfalls bekannter
Weise einen federnden Schnappriegel e beeinflußt. Hierzu dient ein von dem
Uhrwerk angetriebenes Steuerglied d, das gemäß der Erfindung scheibenartig gestaltet ist
und sich mit dem Uhrwerk immer in gleicher Richtung dreht. Die Größenverhältnisse sind1
so gewählt, daß das Steuerglied d in 24 Stunden eine volle Umdrehung macht. In dem
Bereiche der Bewegungsbahn des Steuergliedes d besitzt der Schnappriegel e, den eine
Feder g ständig in die Verschlußlage zu drücken bestrebt ist, einen Daumen f. Ein
zweiter Daumen g1 des1 Schnappriegels e dient
als Angriffsteil für einen durch das Schlüsselloch h in das Gehäuse c einzuführenden
Schlüssel. Die Steuerscheibe d besteht in dem gezeichneten Beispiel aus zwei Teilen d
und dx, die gleichachsig aufeinanderliegen, gegeneinander verdrehbar und mittels Führungsschlitzes
α und Schraubenstiftes b o. dgl. gegeneinander feststellbar und zugleich an
ihrem gemeinsamen Antriebsrad i (oder einem anderen Antriebsteile) festklemmfoar sind. Da
jede Scheibe mit einem Kreisausschnitt: versehen ist, dessen Kanten in der Bahn des
Daumens f liegen, so ist durch Verstellung der Scheiben gegeneinander eine Veränderung
des die Türverriegelung gestattenden Randausschnittes und damit eine Veränderung
der Zeit der Türver- oder entriegelung möglich.
Das die gesamte Vorrichtung aufnehmende, mit ihr gleichsam einen fertigen Handelsgegenstand bildende Gehäuse c wird zweckmäßig
am Türrahmen oder bei zweiflügeligen Türen am feststehenden Türflügel befestigt.
Dadurch werden Erschütterungen, die das Uhrwerk beeinflussen "könnten, vermindert.
Die Steuerscheibe wird durch Verstellen ihrer Teilstücke d und d1 gegeneinander für die gewünschte
Zeit einer Vollumdrehung so zum Schnappriegel e eingestellt, daß der Riegel e
dicht vor Beginn der Tageszeit durch das Steuerglied aus der Verschlußlage zurückgezogen
und in dieser Lage bis zum Beginn der Nachtzeit gehalten wird, bis sich also die den
veränderlichen Teil des vollen Umfanges der Scheibe d begrenzende Kante an dem Daumen
/ vorbeigeschoben hat. In diesem Augen-• blick wird der Riegel von dem Umfang der
Steuerscheibe d freigegeben und durch die Feder g in die Verschlußlage gedruckt, und
/.war so lange, bis die Scheibe so weit herumgewandert
ist, daß die andere Ausschnittkante gegen den Daumen f stoßt Für- diese Zeit,
die der Nachtzeit entspricht/kann der Riegel mittels Schlüssels zurückgeschoben, die Tür
also geöffnet werden, wird jedoch beim Schließen sofort wieder verriegelt. Ist mit
der Tür ein sogenannter Türschließer verbunden, so drückt dieser die Tür hinter dem
Benutzer zu, so daß der Riegel e selbsttätig und unabhängig vom Benutzer einschnappt.
Es empfiehlt sich ein Uhrwerk zu verwenden, das nur alle acht Tage oder noch seltener aufgezogen
zu werden braucht, so daß der Zeitschließer für diese Zeit sich selbst überlassen
werden kann, also keinerlei Bedienung erfordert.