DE6562C - Verfahren zur Herstellung von Messerklingen unter der Schmiedemaschine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Messerklingen unter der Schmiedemaschine

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DE6562C
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Gebrüder HELLER in Liebenstein
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    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26BHAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B26B9/00Blades for hand knives

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)

Description

Paten τ-Anspruch:
Das Verfahren der Herstellung von Messerklingen aus Flachstahl, wonach dieselben, wie vorstehend beschrieben, in Gesenken erst zusammengedrückt, dann ausgestreckt, hohl geschlagen endlich scharf geschlagen, egalisirt und mit Nagelkerb versehen werden.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.

Claims (3)

1878.
Klasse 69.
GEBR. HELLER in LIEBENSTEIN. Verfahren zur Herstellung von Messerklingen unter der Schmiedemaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. November 1878 ab.
Dieses Verfahren, wonach die Messerklingen durch verschiedene Gesenke unter dem Fallhammer pässiren müssen, so dafs die Klinge in höchstens zwei Wärmen bis zum Schleifen fertig wird, soll das bisher übliche, zeitraubende Abschmieden der Messerklingen unter der Hand vereinfachen.
In der beiliegenden Zeichnung sind die verschiedenen Gesenke dargestellt, und die verschiedenen Stadien, welche die Messerklingen durchmachen, durch die entsprechenden Formen ι bis 5 angegeben.
Der Arbeiter spitzt das Ende einer Stange Flachstahl mit der Hand aus, so wie es die Form No. ι angiebt. Den daselbst bemerkbaren kleinen Einschnitt macht er mit Hilfe einer beliebigen Lehre. Dann legt er das so vorbereitete Ende des Stahlstabes in einen Einschnitt α an der Seite des Gesenkes, Fig. 1, um die Klinge zusammenzudrücken und den Ansatz für die Angel zu bilden. Es entsteht hierdurch die Form No.
2. Nun kommt die Klinge in den Einschnitt b des Gesenkes, Fig. 1, um unter einer Art Finne c, Fig. 2 und 2 a, ausgestreckt zu werden. Die Feder d, Fig. 1 und 1 a, welche eine an der Arbeitsstelle eingelassene und besonders gut gehärtete Stahlplatte festhält, bildet einen Ansatz, gegen welche der. Arbeiter die Angel stöfst, um so sicher zu sein, dafs er mit dem Ausstrecken an der richtigen Stelle von hinten beginnt. Hierdurch wird die Form No. 3 gebildet. Ein zweiter seitlicher Einschnitt e, links am Gesenk, dient zum Richten der Klinge. Hiernach kommt der Einschnitt f des Gesenkes zur Verwendung. DerObertheil ist etwas gerundet, wie der Querschnitt Fig. 2 zeigt, und schlägt die Klinge dem entsprechend etwas hohl, was für das darauf folgende Zuschärfen von wesentlichem Vortheil ist. Der Stift g dient dem Ansatz der Angel als Stütze, damit alle Klingen gleichweit in das Gesenk eingeschoben werden. Die Darstellung der Form No. 4 in Ansicht und Querschnitt zeigt deutlich die Höhlung der Klinge.
Das vollständige Zuschärfen geschieht nun im Gesenk h, Fig.
3. Die Klinge zeigt hierbei das Bestreben nach hinten auszuweichen; dies wird durch den Stift i verhindert. Der Stift k, Fig. 3 a, dient wieder als Anschlag für den Ansatz der Angel bezw. für die dort gebildete Kimme.
Der Einschnitt /, Fig. 3, dient dazu, alle Unebenheiten der Klinge auszurichten, welche gleichzeitig durch die Zacke m im Obertheil, Fig. 4, den Nagelkerb empfängt. Die Klinge erhält hierdurch die Form No. 5 und ist nun bis zum Härten und Schleifen fertig.
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