DE655773C - Motoranlassvorrichtung - Google Patents

Motoranlassvorrichtung

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DE655773C
DE655773C DEE46644D DEE0046644D DE655773C DE 655773 C DE655773 C DE 655773C DE E46644 D DEE46644 D DE E46644D DE E0046644 D DEE0046644 D DE E0046644D DE 655773 C DE655773 C DE 655773C
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    • F02NSTARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

  • Motoranlaßvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Motoranlaßvorriclitung mit einem Übertragungsglied, das seitlich quer zu seiner Achse in Eingriff mit einem Glied der anzulassenden Maschine zu bewegen ist und bei der das Übertragungsglied beim Anlassen selbsttätig in die Eingriffsstellung gebracht und gehalten und abhängig von der nach dem Anspringen des Motors ansteigenden Drehzahl wieder außer Eingriff gebracht wird.
  • Die bekannten Vorrichtungen dieser Art weisen den Mangel auf, daß sich das Übertragungsglied bei irgendeiner augenblicklichen Zunahme der Motordrehzahl, z. B. wenn der Motor die Kompressionspunkte überwindet, aus seiner Eingriffsstellung bewegt; der Anlaßmotor und die anzulassende :Maschine sind also bei den bekannten Anlaßvorrichtungen während des Anlassens nicht zuverlässig und starr miteinander gekuppelt.
  • Erfindungsgemäß wird dieser Mangel dadurch beseitigt, daß eine mechanische Verblockungseinrichtung vorgesehen ist, durch die das selbsttätig ein- und ausschaltbare Übertragungsglied während des Anlassens in seiner Lage gesichert ist. Zweckmäßigerweise besteht die V erblockungseinrichtung aus einem Kniegelenk, das durch die Eingriffsbewegung des Übertragungsgliedes gestreckt wird.
  • Die Verblockungseinrichtung kann auf verschiedene Weise ein- und ausgerückt werden. Eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens besteht darin, daß zu diesem Zwecke eine Zentrifugalvorrichtung vorgesehen ist, durch die die Verblockungseinrichtung in Abhängigkeit von der Drehzahl der Ankerwelle des Anlaßinotors ausgeschaltet wird. Bei einer anderen Ausführungsform wird die Verblockungseinrichtung während des Anlassens mittels eines durch den Anlasserstroin erregten Elektromagneten eingerückt.
  • Weitere Verbesserungen und Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes werden an Hand der Beschreibung der beiliegenden Abbildung erläutert, die zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellt.
  • Es zeigen: Fig. i eine Ausführungsform der Erfindung in einer Endansicht, teilweise im Schnitt und teilweise in schematischer Darstellung, mit den Teilen in der normalen Stellung oder Ruhestellung, Fig. 2 eine ähnliche Ansicht mit den Teilen in der Anwurfstellung, Fig.3 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, mit den Teilen in der Ruhestellung und Fig. q., 5 und 6 eine andere Ausführungsform der Erfindung in ähnlichen Ansichten. Betrachtet man zunächst die Fig.3 der Zeichnungen, so sieht man dort einen Anlaßmotor i mit einer verlängerten Ankerwelle 2. Ein als Triebrad 3 ausgebildetes Antriebsglied sitzt lose auf einem abgesetzten Teil .4 der Ankerwelle und ist mit dieser beispielsweise durch eine geeignete Vorrichtung, wie z. B. eine Schraubenfeder 5, nachgiebig und drehbar verbunden. Die Schraubenfeder 5 ist mit einem Ende in der bei 6 gezeigten:.. Weise an einem an der Ankerwelle befestigten Antriebskopf 7 und mit dem anderen Ende in der bei 8 gezeigten Weise an einem Flansch bzw. angetriebenen Kopf g des Triebrades 3 befestigt.
  • Ein als Triebrad i i ausgebildetes zwischengeschaltetes Übertragungsglied ist so angeordnet, daß es mit dein Antriebsrad 3 kämmt und sich quer zu dessen Achse bewegt, um mit einem Teil i2 (s. Fig. i und 2) des anzulassenden Hauptmotors in und außer Antriebseingriff zu kommen. Zu diesem Zweck ist ein schwingender Halter bzw. eine Wiege vorgesehen, die mit Seitenteilen 13 und 14 versehen ist, die auf glatten, verlängerten Teilen des Triebrades 3 drehbar gelagert sind und einen Halter 15 tragen, der als Lagerung für das Zwischentriebrad i i dient. Das Lagerstück 15 kann in beliebiger geeigneter Weise, wie z. B. durch Verschraubung bei 16, am Halter befestigt sein.
  • Aus den Fig. i und 2 ist es nun ersichtlich, daß erfindungsgemäß eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen ist, um das Zwischentriebrad i i während des Anwerfens mit dem Motorteil i2 in Antriebseingriff zu halten. Die hier dargestellte Verriegelungsvorrichtung besteht aus einem Kniegelenk mit einem Gelenkteil 17, der bei i8 an einem ortsfesten, vom Gestell des Motors i getragenen Teil, wie z. B. einem Halter 1g, angelenkt ist, und einem zweiten Gelenkteil 21. Letzterer ist bei 22 mit dem Gelenkteil 17 drehbar verbunden und bei 23 am Lagerstück 15 des schwingenden Halters 13, 14 angelenkt. An den Gelenkteilen 17 und 21 sind Anschläge, wie z. B. Schultern 25 bzw. a6, vorgesehen, um die Drehbewegung um den Drehzapfen 22 bei Erreichung der aus Fig.2 ersichtlichen gestreckten Stellung zu begrenzen; ferner ist ein elastisches Mittel, wie z. B. eine Feder 27, vorgesehen, die das Kniegelenk auszustrecken sucht.
  • Ein elastisches Mittel, beispielsweise eine Feder 28, ist vorgesehen, um die Wiege 13, 14 für gewöhnlich in ihre Ruhestellung zu bringen und das Zwischentriebrad i i somit außer Eingriff mit dem Motorteil 12 zu halten. Es ist klar, daß die Feder 28 stärker ist als die Feder 27, so daß die Feder 27 das Kniegelenk 17, 21 erst dann ausstrecken kann, wenn die Kraft der Feder 28 beim Einleiten des Anwurfvorgangs durch das Drehmoment des Antriebsrades 3 überwunden wird. Es sind ferner Mittel vorgesehen, um die Verriegelung des Zwischentriebrades i i dadurch zu lösen, daß das Kniegelenk 17, 21 eingeknickt wird, wenn das Antriebsrad 3 eine vorbestimmte Umdrehungsgeschwindig-1Leit erreicht hat, die ungefähr der freien Auslaufdrehzahl des Anlaßmotors 1 entspricht. Iin vorliegenden Fall besteht diese Auslösev orrichtung aus zwei Zentrifugalteilen 29, 31, die neben dem Antriebsrad 3 auf der Ankerwelle des Anlaßmotors angeordnet sind und in der bei 32, 33 gezeigten Weise eine begrenzte radiale Bewegung entgegen der Wirkung von Federn 34 und 35 ausführen können. Der Gelenkteil 21 ist mit einem Arm 36 versehen, der an seinem freien Ende ein einstellbares Anschlagstück 37 trägt, das sich bei der gestreckten Stellung des Kniegelenkes (s. Fig. 2) neben dem Umfang der Zentrifugalteile 29, 31 befindet. Es versteht sich von selbst, daß die Federn 34. und 35 so eingestellt sind, daß die Zentrifugalteile 29, 31 gegen den entsprechend eingestellten Anschlag 37 stoßen und das Kniegelenk einknicken, wenn der Anlaßmotor die gewünschte vorbestimmte Drehzahl erreicht hat, bei der die Anwurfverbindung gelöst werden soll.
  • Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Anglenommen, di;e. Teile befinden sich in den Stellungen nach Fig. i. Beim Einschalten des Anlaßmotors i dreht sich das Antriebsrad 3 rasch in der Pfeilrichtung a. Infolge der Drehungsträgheit des Zwischentriebrades i i wird die Wiege 13, 14. durch das Drehmoment des Antriebsrades 3 so weit verschwenkt, bis das Zwischentriebrad i i finit dem' Motorteil 12 in Eingriff kommt. Durch die weitere Drehung des Antriebsrades wird das Zwischentriebrad i i mit dem Motorzahnkranz in vollen Eingriff gebracht, worauf die Feder 27 das Kniegelenk 17, 21 streckt und das Getriebe somit in der aus Fig. 2 ,'ersichtlichen -Antriebsstellung verriegelt, wodurch das Anwerfen des Verbrennungsmotors eingeleitet wird. Während des Anwurfvorgangs genügt die Drehung der Ankerwelle mit dem Triebrad 3 nicht, um die Zentrifugalteile 2g, 31 zu beeinflussen, so daß das Getriebe ohne Rücksicht auf Drehmomentänderungen, die durch die Überwindung der Verdichtungspunkte oder sogar durch schiwache Explosionen oder durch ein falsches Anspringen des Hauptmotors verursacht werden, in der verriegelten Stellung verbleibt.
  • Die ununterbrochene mechanische Verbindung des Motorzahnkranzes mit dem Anker des Anlaßmotors während des Anwerfens bewirkt, daß das Trägheitsmoment des Motorschwungrades um einen Betrag erhöht wird, der dein Trägheitsmoment des Ankers, multipliziert mit dem reziproken Wert des Cbersetzungsverhältnisses des Antriebes, entspricht. Da das Übersetzungsverhältnis 12 : i bis 15 : i betragen kann, so ist es klar, daß die Wirksamkeit des Schwungrades bei der Sicherung einer fortdauernden Drehung der Motorkurbelwelle nach einer schwachen Explosion durch diese Anordnung bedeutend erhöht wird. Dieses ist heutzutage ein bedeutender Vorteil, nachdem die Verringerung der Größe und des Gewichtes der Motorschwungräder leicht zur Folge hat, daß das Anwerfen des Motors erschwert wird. .
  • Wenn der Verbrennungsmotor anspringt und von selbst weiterläuft, wird der Anlaßmotor entlastet, worauf die Drehung der Motorwelle durch das Motordrehmoment und durch die Antriebswirkung des Motorzahnkranzes rasch beschleunigt wird. Die Zentrifugalteile 29, 31 bewegen sich dann radial auseinander und stoßen gegen den Anschlag 37, der auf dem Arm 36 des Kniegelenkteils 2 1 sitzt, wodurch der genannte Arm 36 nach unten und nach rechts bewegt und das Kniegelenk eingeknickt wird, so daß die Feder 28 die Wiege 13, 1.1 mit Hilfe der vom Motorteil 12 auf das Zwischentriebrad i i ausgeübten Antriebswirkung in die Ruhestellung zurückbringen kann.
  • Es ist nun leicht ersichtlich, daß die Dauer der zwangsläufigen Verriegelung des Anlaßgetriebes durch Verwendung von Federn 34 und 35 von geeigneter Länge und durch Einstellung des Anschlags 37 entsprechend beliebigen gewünschten Bedingungen geregelt werden kann. Bei Anlagen, wo ein Fehlanspringen häufig vorkommt, kann die Zentrifugalvorrichtung z. B. auf Wunsch so eingestellt werden, daß sie die Verriegelung erst dann löst, wenn der Anlaßmotor eine Drehzahl erreicht, die weit über seiner freien Auslaufdrehzahl liegt, damit der Anwurfvorgang so lange fortdauert, bis der Verbrennungsmotor richtig angesprungen ist.
  • Bei der Ausführungsforen nach Fig. 4, 5 und 6 ist die Schraubenfeder 5, die bei 6 an dem auf der Ankerwelle sitzenden Antriebskopf .7 befestigt ist, bei 48 an einem angetriebenen Kopf 49 befestigt, der durch eine Freilaufkupplung 50 mit einer Verlängerung des Triebrades 3 verbunden ist, so daß das Triebrad sich schneller als die Ankerwelle drehen kann, aber von dieser in nachgiebiger Weise angetrieben wird.
  • Das als Zwischentriebrad i i ausgebildete Übertragungsglied, das mit dem Antriebsrad 3 in Eingriff kommen soll, wird von einem Halter 54 getragen, der in geeigneter Weise an einem Träger befestigt ist, der aus Platten 55 und 56 besteht, die auf glatten Verlängerungen des angetriebenen Kopfes bzw. des Triebrades 3 sitzen, so daß das Zwischentriebrad i i mit dein Schwungradzahnkranz i2 des anzuwerfenden Verbrennungsmotors in bzw. außer Eingriff kommen kann.
  • Die Vorrichtung, durch die das Zwischentriebrad i i während des Anwurfvorgangs mit dem Motorteil 12 in Antriebseingriff festgehalten wird, um zu verhindern, daß das genannte Triebrad außer Eingriff kommt, wenn der Verbrennungsmotor die Verdichtungspunkte überwindet bzw. wenn ein Fehlanspringen vorkommt, besteht in der Ausführungsform nach Fig. i bis 3 aus einer Kniegelenkvorrichtung mit einem Arm 17, der bei 18 an einem beliebigen geeigneten ortsfesten Halter und bei 22 an einem zweiten Kniegelenkarm 21 angelenkt ist. Letzterer ist seinerseits mit einer Verlängerung 63 (s. Fig. 6) des auf dem schwingenden Träger 55, 56 sitzenden Halters 54 drehbar verbunden. Die Kniegelenkarme 17 und 21 sind so bemessen, daß, wenn die Arme, wie in Fig. 5 gezeigt, gestreckt und verriegelt sind, das Zwischentriebrad i i mit dem Motorzahnkranz 1@.: in vollem Eingriff steht. Die verriegelte Stellung der Kniegelenkarme wird zweckmäßig durch geeignete Mittel, wie z:B. an den Kniegelenkarmen 17 und 21 vorgesehene Schultern z5 und 26, begrenzt, die so angeordnet sind, daß sie in Berührung kommen, wenn das Kniegelenk sich in der verriegelten Stellung befindet.
  • Es sind ferner Mittel vorgesehen, um die Kniegelenkvorrichtung infolge des anfänglichen starken Stromflusses, der zu Beginn des Anwurfvorgangs entsteht, in die volle verriegelte Stellung zu bringen und um sie bei Verringerung des Stromflusses einzuknicken, wenn der Verbrennungsmotor von selbst anspringt und der Anlasser hierdurch entlastet wird. Im vorliegenden Fall besteht die hierzu verwendete Vorrichtung aus einem Elektromagneten 65 mit wenigen Windungen aus starkem Draht, die mit dem Anlaßstromkreis in Reihe geschaltet sind, in dem die Batterie 66, der Anlaßschalter 67 und der Anlaßmotor i eingeschaltet sind. Der Elektromagnet ist zweckmäßig ein sogenannter eiseneingekapselter Elektromagnet mit einem mittleren Polstück 68 und einem äußeren Mantel 69 aus magnetischem Material, der in der bei 71 gezeigten Weise an einem geeigneten ortsfesten Drehzapfen befestigt ist.
  • Ein magnetischer Tauchkern 70 ist so angeordnet, daß er in einer geeigneten nichtmagnetischen, als Rohr 72 ausgebildeten Führung gleiten und dann vom Polstück 68 angezogen werden kann, wenn er in die Nähe des Elektromagneten 65 gebracht wird. Der Tauchkern 70 ist auf einer Stange 73 einstellbar angeordnet, deren unteres Ende mit einem Kreuzkopf versehen ist, der einen Schlitz 74 aufweist, der zur Aufnahme eines Verlängerungsstückes 75 (s. Fig. 6) des Kniegelenkzapfens 22 dient. Die Stange 73 und der Schlitz 74 sind so bemessen, daß, wenn das Kniegelenk durch Schwenken der Wiege 55, 56 durch die Wirkung des Anlaßmotors i unter Spannung gesetzt wird, der Tauchkern 70 in die Nähe des. Elektromagneten 65 gelangt; wenn der Tauchkern 7o hierauf durch das Polstück 68 angezogen wird, so greift das untere Ende des Schlitzes 74 über den Zapfen 22 und bringt das Kniegelenk in die in Fig. 5 gezeigte volle verriegelte Stellung. Ein hier als Feder 81 ausgebildetes elastisches Mittel ist vorgesehen, um das obere Ende des Schlitzes 74 gegen den Kniegelenkzapfen 22 anzuschlagen und das Kniegelenk hierdurch einzuknicken, wenn der Tauchkern ,~o durch dis Schwächung des Elektromagneten 65 beim Anspringen des Verbrennungsmotors losgelassen wird.
  • Zum Unterscheiden zwischen einem Fehlanspringen und dem wirklichen Anspringen des Verbrennungsmotors ist zweckmäßig eine Verzögerungsvorrichtung vorgesehen, um zu verhindern, daß das Kniegelenk sofort eingeknickt wird, wenn eine vorübergehende, etwa durch ein Fehlanspringen des Motors verursachte Schwächung dies Elektromagneten Cis eintritt. Diese Verzögerungsvorrichtung besteht hier aus einer Puffereinrichtung, die durch die Wirkung des Tauchkerns 70 im Rohr 72 gebildet wird. Zu diesem Zweck ist das Polstück 68 so eingerichtet, daß es das offene Ende des Rohrs 72 schließt, und in diesem ist in einem geeigneten Abstand unterhalb des Polstückes eine Öffnung 76 vorgesehen, um die freie Bewegung des Tauchkerns unterhalb dieser Öffnung zu ermöglichen. Um die Verzögerung regeln zu können, ist eine einstellbare Luftöffnung vorgesehen, die hier durch einen Kanal 77 gebildet ist, der eine eingeengte Öffnung aufweist, die durch das Nadelventil 78 eingestellt werden kann. Ferner ist es zweckmäßig, noch eine größere, durch Absperrventil 8o gesteuerte Öffnung 79 vorzusehen, um eine rasche Aufwärtsbewegung des Kniegelenkes und der Stange 73 bis zur verriegelten Stellung zu ermöglichen.
  • Es sind ferner geeignete, allgemein mit 82 bezeichnete Mittel vorgesehen, um die Spannung der Auslösungsfeder 81 einzustellen. Die einstellbare Verbindung 83 zwischen dem Tauchkern 70 und der Stange 73 ermöglicht eine Einstellung des Luftspaltes 84 zwischen dem Tauchkern 7o und dem Polstück 68. Die Vorrichtung kann hierdurch so eingestellt werden, daß die Auslösung bei einer beliebigen gewünschten Stärke des magnetischen Flusses im Elektromagneten erfolgt, wie z. B. bei der Flußstärke, die dem freien Auslauf des Anlaßmotors beim Anspringen des Verbrennungsmotors entspricht.
  • Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Angenommen, dis Teile befinden sich in den Stellungen nach Fig.4. Beim Einschalten des Anlaßschalters 67 wird der Anlaßmotor i erregt, wodurch das Antriebsrad 3 rasch in Drehung versetzt wird. Wegen seiner Drehungsträgheit wird nun das Zwischentriebrad ii durch das Drehmoment des Antriebsrades 3 mit dem Motorzahnkranz 12 in Eingriff gebracht, worauf das Triebrad ii durch die Antriebsrückwirkung des Getriebes mit dem Motorzahnkranz in vollen Eingriff gebracht wird. Währenddessen wurde das Kniegelenk 17, 21 unter Spannung gesetzt, wodurch die Stange 7 3 so weit gehoben wurde, bis der Tauchkern 70 in den Wirkungsbereich des Elektromagnsten 65 gelangt, der zu dieser Zeit durch den starken Anwurfstrom kräftig erregt wird, wenn der Anlaßmotor den Anwurfvorgang einleitet. Der Tauchkern 70 zieht dann das Kniegelenk 17, 21 in die in Fig. 5 gezeigte verriegelte Stellung, in der das Kniegelenk während des Anwurfvorgangs festgehalten wird, und zwar ohne Rücksicht auf ein etwaiges Bestreben des Motorzahnkranzes i2, sich schneller zu drehen, wenn der Motor die Kompressionspunkte überwindet oder wenn im Motor schwache Explosionen stattfinden.
  • Beim Anspringen des Verbrennungsmotors wird der Anlaßmotor entlastet, wodurch der Elektromagnet 65 so weit aberregt wird, daß er den Tauchkern 70 losläßt, der sich dann unter der Wirkung der Feder 8i langsam nach unten bewegt, wobei diese Bewegung durch die Puffervorrichtung verzögert wird. Sobald der Tauchkern 7o die im Rohr 72 vorgesehene Öffnung 76 erreicht, kann er sich frei bewegen, und das obere Ende des Schlitzes 33 schlägt gegen den Kniegelenkzapfen 22, so daß die Wiege 55, 56 in die Ruhestellung zurückkehren kann.
  • Während der Verzögerung wird das Zwischentriebrad i i durch den Motorzahnkranz 12 angetrieben, aber infolge der Freilaufkupplung 9 kann sich das Antriebsrad 3 schneller drehen als die Ankerwelle 2, so daß der Anlaßmotor i nicht durch den Verbrennungsmotor angetrieben und über seine freie Auslaufdrehzahl beschleunigt wird.
  • In manchen Anlagen kann es zweckmäßig sein, die Freilaufkupplung 9, wegzulassen und das Antriebsrad 3 mit dem angetriebenen Kopf 8 unmittelbar zu verbinden. Bei dieser Anordnung wird der Anlaßmotor beim Anspringen des Verbrennungsmotors von dieseln so lange angetrieben, bis das Getriebe ausgerückt wird. Wenn dieses Ausrücken noch nicht stattgefunden hat, als der Anlaßmotor über seine freie Auslaufdrehzahl hinaus beschleunigt wurde, so wird der durch- den Anlaßmotor fließende Strom bis auf einen Wert verringert, der geringer ist als der Strom, der dem freien Auslauf des Anlaßinotors entspricht. Die» elektromagnetische Vorrichtung kann daher so eingestellt werden, daß sie erst dann auslöst, wenn der Strom einen Wert erreicht, der geringer ist als der dein freien Auslauf entsprechende Strom. Es ist klar, daß die Getriebeverbindung so lange aufrechterhalten wird, bis der Verbrennungsmotor anspringt und eine Drehzahl erreicht hat, die weit über der Anwurfdrehzahl liegt, was zur Folge hat, daß der Anwurfvorgang so lange andauert, bis der Verbrennungsmotor wirklich angesprungen ist.
  • Wenn die elektromagnetische Vorrichtung so eingestellt wird, daß sie erst bei Stromstärken auslöst, die unterhalb des dein freien Auslauf entsprechenden Stromes liegen, so wird die Verzögerungsvorrichtung unnötig und kann weggelassen werden.
  • Wenn auch nur zwei Ausführungsformen der Erfindung ausführlich beschrieben und dargestellt wurden, so versteht es sich doch von selbst, daß auch andere Ausführungsformen möglich sind bzw. daß an den Einzellieiten und an der Anordnung der Teile verschiedene Abänderungen im Rahmen der Erfindung vorgenommen werden können, so wie diese in den nachstehenden Patentansprüchen festgelegt wird.

Claims (9)

  1. PATENTANSrizÜCHE: i. ,\lotoranlaßvorriclitung mit einem C.bertragungsglied, das seitlich quer zu seiner Achse in Eingriff mit einem Glied der anzulassenden Maschine zu bewegen ist und bei der das Übertragungsglied beim Anlassen selbsttätig in die Eingriffsstellung gebracht und gehalten und abhängig von der nach dein Anspringen des Motors ansteigenden Drehzahl wieder außer Eingriff gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine mechanische Verblockungseinrichtung vorgesehen ist, durch die das selbsttätig ein- und ausschaltbare L'bertragungsgliedwährend des Anlassens in seiner Lage gesichert ist.
  2. 2. Motoranlaßvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verblockungseinrichtung von einem Kniegelenk (17, 21) gebildet ist, das durch die Eingriffsbewegung des übertragungsgliedes gestreckt wird.
  3. 3. Motoranlaßvorrichtung nach An-.
  4. Spruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zentrifugalvorrichtung (29,31) vorgesehen ist, durch die die Verblockungseinrichtung in Abhängigkeit von der Drehzahl der Ankerwelle des Anlaßmotors ausgeschaltet wird.
  5. Motoranlaßvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrifugalv orrichtung mit Federn (34, 35) versehen ist, die die Fliehgewichte (29, 31) in der Ruhestellung zu halten bestrebt sind, und die derart ausgebildet ist, daß sie die Kniegelenkvorrichtung bei einer vorbestimmten Drehzahl der Ankerwelle des Anlaßmotors einknickt, indem sie auf ein mit einem Teil (21) des Kniegelenks verbundenes Anschlagglied (37) einwirkt. 5 Motoranlaßvorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagglied (37) und/oder die Spannung .der Federn (34,35) einstellbar (ist) sind.
  6. 6. Motoranlaßv orr ichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verblockungseinrichtung während des Anlassens mittels eines durch den Anlasserstrom erregten Elektromagneten (65) eingerückt ist.
  7. 7. Motoranlaßvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung in Abhängigkeit von der bei anspringendem Motor eintretenden Schwächung des Stromes in dein Anlaßstromkreis ausgeschaltet wird. B.
  8. Motoranlaßvorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, um das Ausschalten der Verblockungseinrichtung für eine vorbestimmte Zeit zu verzögern, nachdem die durch die anspringende Maschine bewirkte Schwächung des Stromes eingetreten ist.
  9. 9. Motoranlaßvorr ichtung nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Freilaufkupplung (5o) zwischen dem treibenden Glied (3) und dem Übertragungsglied (i i) vorgesehen ist. io. Motoranlaßvorrichtung nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verblockungseinrichtung in Abhängigkeit von Drehzahlen des Anlaßmotors ausgeschaltet wird, die größer als seine freie Auslaufsdrehzahl sind.
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