DE65539C - Elektrischer Zeichenübertrager zum Geben und Empfangen von Befehlen - Google Patents

Elektrischer Zeichenübertrager zum Geben und Empfangen von Befehlen

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DE65539C
DE65539C DENDAT65539D DE65539DA DE65539C DE 65539 C DE65539 C DE 65539C DE NDAT65539 D DENDAT65539 D DE NDAT65539D DE 65539D A DE65539D A DE 65539DA DE 65539 C DE65539 C DE 65539C
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E. W. TUCKER in San Francisco, Staat California, V. St. A., und L. KATZENSTEIN in New-York, V
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B9/00Order telegraph apparatus, i.e. means for transmitting one of a finite number of different orders at the discretion of the user, e.g. bridge to engine room orders in ships

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74: Signalwesen.
Zweck vorliegender Erfindung ist es, zwischen dem Steuermannshause und dem Maschinenraum oder mehreren Abtheilungen desselben gleichzeitig ein Verkehrsmittel herzustellen, welches die auf die Steuerung des Fahrzeuges Bezug habenden Befehle dem Maschinenpersonal nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar übermittelt, wodurch jedes Mifsverstehen eines Befehls unmöglich gemacht und so mancher Gefahr vorgebeugt wird.
Im wesentlichen besteht vorliegende Erfindung in der Verbindung elektrischer Anzeigevorrichtungen mit elektrischen Alarmsignalen. Ein Zeichenübertrager ist in dem Steuerhause angebracht und die Anzeigevorrichtungen sind in den verschiedenen Theilen des Fahrzeuges so mit dem einen Zeichenübertrager verbunden, dafs, wenn der Steuermann den Anzeigehebel einstellt, sofort die der Hebelstellung entsprechende Mittheilung in den Maschinenraum übermittelt und gleichzeitig ein Alarmsignal in Bewegung gesetzt wird, welches die Aufmerksamkeit des Maschinisten anruft.
Jeder der einzelnen Zeichenübertrager besteht aus einer der zu übermittelnden Befehle entsprechenden Anzahl Zeiger, welche auf dem Umfang eines Zifferblattes angeordnet sind. Die Achse, auf welcher die Zeiger befestigt sind, ist excentrisch so belastet, dafs die Zeiger das Bestreben haben, nach dem Mittelpunkt zu zeigen, sie werden aber in ihrer Ruhestellung durch eine Sperrvorrichtung daran gehindert; diese Sperrvorrichtung kann aber durch einen Elektromagneten ausgelöst werden, welcher erregt wird, sobald in dem anderen Zeichenübertrager der zu diesem Elektromagnet gehörende Stromschlufs hergestellt wird. Es ist daher jeder Zeichenübertrager mit einer der Anzahl der Zeiger entsprechenden Menge von einander getrennter Stromschlufsstücke versehen, von denen jedes durch einen besonderen Draht mit dem entsprechenden Elektromagnet des anderen Zeichenübertragers . verbunden ist. Die anderen Enden der Elektromagnetwickelungen sind zu einer Hauptleitung verbunden, in welche eine Signalglocke eingeschaltet ist, und welche von der Batterie ausgeht; der andere Pol der Batterie ist mit einer Stromschlufsfeder in Verbindung, welche nach Belieben mit jedem einzelnen Stromschlufsstück in Berührung gebracht werden kann, so dafs hierbei also der betreffende Zeiger des anderen Zeichenübertragers ausgelöst, gleichzeitig aber die Signalglocke zum Ertönen gebracht wird.
Die Stromschlufsstücke sind nun auf dem Umfang eines isolirten Klotzes angebracht, über welchen die Stromschlufsfeder so schleift, dafs sie, wenn der mit ihr verbundene Hebel gedreht wird, keines der Stromschlufsstücke berührt, sondern hierzu zuerst ein Stück nach rückwärts gezogen werden mufs. Der Hebel, welcher der Stromschlufsfeder die Drehung ertheilt, trägt in der Mitte des Zifferblattes einen Zeiger, der also immer auf seinem Zeichenübertrager nach demjenigen Zeiger zeigt, wel-
eher in dem anderen Zeichenübertrager ausgelöst ist.
Der Hebel versetzt bei seiner Drehung auch einen im Innern des Zeichenübertragers gelagerten Arm in Drehung, " der mit Hülfe passender Curvengestaltungen die ausgelösten Zeiger wieder in die Sperrvorrichtung einrückt.
In beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Hinteransicht der Anzeigevorrichtung mit theilweise abgebrochenem Deckel; Fig. 2 ist ein Querschnitt derselben.
Fig. 3 bis 5 sind Einzelheiten.
Fig. 6 ist eine Hinteransicht mit vollständig abgenommener Hinterplatte.
Fig. 7 ist eine Einzelansicht.
Fig. 8 ist eine Vorderansicht der Anzeigevorrichtung;
Fig. 9 ist eine Draufsicht der Innenplatte.
. Fig. io zeigt schematisch die Anordnung der Leitungsdrähte.
Fig. 11 und 12 sind Einzelheiten.
b ist die hintere, c die vordere Platte des Gehäuses; durch die Platten ist eine hohle Welle K geführt, deren Ende auf der Vorderplatte den Zeiger W trägt. Ferner ist auf der Welle K zwischen den Endplatten ein isolirter Klotz H angebracht, welcher fest mit der inneren Seite der Vorderplatte verbunden ist, so dafs er nicht gedreht werden kann, wohl aber beiden concentrisch durch ihn geführten Wellen Drehung gestattet.
Dieser Klotz ist auf seinem Umfang mit einer Reihe von Stromschlufsklötzchen I versehen, deren Zahl gleich der der verschiedenen Befehle ist; gegen die Scheibe J legt sich ein isolirter Klotz F, mit welchem das eine Ende einer beweglichen Stromschlufsfeder U verbunden ist, deren anderes Ende gewöhnlich auf dem isolirten Klotz H aufruht und mit keinem der Stromschlufsklötzchen / in Berührung ist.
Der Klotz V ist mit einer Welle T verbunden , welche sich in der hohlen Welle K befindet und durch die hintere Platte b hindurchgeführt isC
Zwischen dem Klotz V und der hinteren Platte befindet sich eine Feder Y, welche aus mehreren Blattfedern zusammengesetzt ist (Fig. 12).
L ist ein Hebel, der aus zwei Theilen besteht, die in / mit einander gelenkig verbunden sind (Fig. 2).
Das untere Ende des inneren Armes ist mit der Welle K verbunden,. während das entsprechende Ende des äulseren Armes mit der Welle T verbunden ist.
Der äufsere Arm ist aufserdem noch mit einem Bolzen Q versehen, welcher durch ein Loch des inneren Hebels hindurchgreift und mit den Einschnitten eines Quadranten G zum Eingriff gebracht werden kann, der auf der hinteren Platte befestigt ist.
Wenn die oberen Enden der beiden Hebel gegen einander gedruckt werden, wie in Fig. 2 durch punkürte Linien angedeutet ist, wird die innere Welle nach aufsen gezogen und zieht so den isolirten Klotz V mit sich und stellt Stromschlufs zwischen U und / her; um diesen Klotz bei seiner Bewegung zu führen, ist er mit einem Bolzen ν versehen, der in einem Schlitz χ der Welle K eingreift.
Die Welle trägt ferner noch eine Reibungs-.· platte S, welche sich auf der inneren Seite der Platte b befindet. In den in den Zeichnungen dargestellten Ausführungen ist diese Reibungsplatte mit einem mit ihr fest verbundenen Streifen S1 versehen (s. Fig. 3, 9 und 11). -
In einer Gabel R und dem festen Streifen S1 ist eine Welle P gelagert,' deren äufseres Ende einen Mitnehmer O trägt, während das innere Ende einen gekrümmten Arm K x trägt, dessen Gestaltung am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, und welcher den Zweck hat, bei Inthätigkeitsetzen des Stellhebels die Zeiger in ihre Grundstellung zurückzubringen.
E E sind Elektromagnete, welche paarweise in passenden Zwischenräumen angeordnet und so oft mal vorhanden sind, wie Stromschlufsstücke auf dem Klotz H angebracht sind. Je zwei Elektromagnete eines Paares sind durch ein Querstück F verbunden; in dieses Querstück F einerseits und der Vorderwand c andererseits ist eine Kurbelwelle D gelagert, deren hinteres Ende in eine belastete Curvenplatte A eingreift, die in Fig. 4 besonders gezeichnet ist.
Diese Scheibe ist mit einem Längsschlitz a versehen, durch welchen eine von dem Querstück F ausgehende Schraube eingreift, so dafs die Curvenplatte A mittelst dieser und der Kurbel von D die Bewegung einer schwingenden Kurbelschleife ausführt.
Ferner befindet sich auf der Welle D noch eine Klinke C, deren oberer Theil mit einer Nuth versehen ist (Fig. 7), welche mit einem senkrecht herabhängenden Anker B in Eingriff ist. Auf dem äufsersten Ende der Kurbelwelle , welches durch die Vorderplatte hindurchgeführt ist, befindet sich ein Zeiger Z.
Ein Zeichenübertrager ist in Fig. 1 in der dem Wort »Halt« entsprechenden Stellung gezeichnet. Die Mechanismen der anderen Elektromagnete "sind ebenso angeordnet, nur mit dem Unterschied, dafs den belasteten Curvenscheiben eine andere Gestaltung gegeben ist.
Von jedem Elektromagneten eines Zeichenübertragers, beispielsweise von dem in dem Steuermannshause, führt ein Draht nach einem entsprechenden Stromschlufsstück des Klotzes H der Anzeigevorrichtung in dem Maschinenhause, während von jedem Elektromagnetpaar des letzteren Drähte nach den entsprechenden Stromschlufsstücken des Klotzes H des in dem
Steuermannshause befindlichen Zeichenübertragers führen.
Dies ist am besten aus Fig. io zu erkennen, woselbst die Drähte,, welche von den Elektromagneten des in dem Steuerhause befindlichen Zeichenübertragers nach den Stromschlufsstücken des isolirten Klotzes, des in dem Maschinenraum befindlichen Zeichenübertragers führen, mit ι bezeichnet sind; die in ent-^ gegengesetzter Richtung laufenden Drähte sind mit 2 bezeichnet, 3 ist der eine Hauptdraht der Batterie, 4 der andere.
In jeder dieser Hauptleitungen ist ein elektrisches Läutewerk angeordnet. Der von der Batterie abgehende Draht wird zuerst nach der Klemme B1 geführt (Fig. 6 und 9), welche mit der Rückplatte b in leitender Verbindung ist, so dafs bei dem Zusammendrücken der Handgriffe, wenn die bewegliche Stromschlufsfeder U über eines der Stromschlufsstücke / gleitet, diese Strom erhalten. Hierbei wird auch die Feder Y fest gegen die Platte S gedrückt, so dafs der Strom, der von der Hauptbatterie durch den Draht 4 nach der Rückplatte geführt ist, durch die Platte S, Federn Y und U und die beiden Stromschlufsstücke seinen Weg nimmt, von wo aus er durch den entsprechenden Draht 2 zu einem der fünf Drähte fliefst, welche einzeln mit dem Elektromagneten der Empfangssignalvorrichtung in Verbindung stehen, so dafs an diesem Punkt der Zeiger des in dem Maschinenhaus befindlichen Zeichenübertragers . sich senkt.
Der Strom geht hierauf zur Batterie unter Benutzung eines der Elektromagnetdrähte zurück und ruft dort das Läutewerk an.
Zu derselben Zeit, wo die bewegliche Stromschlufsfeder über das feste Stromschlufsstück gleitet und den Stromkreis wie oben beschrieben schliefst, leitet der von dem festen Stromschlufsstück ableitende Draht den elektrischen Strom zu den entsprechenden Elektromagneten des anderen Zeichenübertragers.
Angenommen, der Steuermann wünsche, dafs das Schiff mit langsamer Geschwindigkeit nach vorn laufe, so drückt er zunächst die oberen Enden des Handgriffes gegen einander, wodurch die Welle T nach rückwärts gezogen wird; da diese aber mit dem Klotz V verbunden ist, so wird auch dieser in gleicher Richtung bewegt, die Stromschlufsfeder U mit sich nehmend. In dem Augenblick, wie die letztere das feste Stromschlufsstück / berührt, wird der Stromkreis geschlossen,. die Glocke in dem Maschinenraum läutet und erregt die Aufmerksamkeit des Maschinisten. Gleichzeitig wird aber auch der Strom nach dem Elektromagneten des Punktes »Halt« des Zeichenübertragers in den Maschinenraum geschickt, da aber der Zeiger jenes Punktes schon nach
unten zeigt, so kann der Strom auch keinen Einflufs haben.
Sind die Handgriffe genügend gegen einander gedrückt, so dafs das Ende der Stromschlufsfeder U über das feste Stromschlufsstück hinausgegangen ist, so hört das Läuten auf, da der Strom unterbrochen ist. Gleichzeitig werden die Blätter der Feder Y fest gegen die Platte S gedrückt, so dafs diese Platte nur mit einer gewissen Kraft gedreht werden kann. Die Feder Y stellt die leitende Verbindung der Stromschlufsfeder U mit der hinteren Platte b her; zu diesem Zweck ist noch die Platte S kreisförmig gestaltet, während ein einfacher Hebel genügen würde, um die Gabel R zu tragen.
Nachdem dies geschehen ist, werden die Handgriffe nach rechts bewegt, bis der Stift Q denjenigen Einschnitt des Quadranten erreicht, welcher dem Punkt »Langsam« entspricht. Bei dem Drehen der Hebel wird auch der mittlere Zeiger W gedreht und mufs nach dem Zeiger zeigen, welcher in Thätigkeit gesetzt werden soll. Bei dem ersten leichten Drehen des Hebels jedoch dreht das innere Glied desselben die hohle Welle, und der Arm M, welcher von dieser getragen wird, erhält infolge dessen ebenfalls eine geringe Bewegung. Hierdurch wird der von dem Arm M getragene Mitnehmer O bewegt, welcher seinerseits die Welle P so dreht, dafs das eine Ende des gekrümmten Armes K\ welches auf der Welle P befestigt ist, sich nach oben bewegt. Während der leichten Bewegung dieser Theile wird die Feder Y stark genug gegen die Reibungsplatte S gedrückt, dafs jede Bewegung derselben unmöglich gemacht ist und diese Platte daher passiv verbleibt, bis eine Seite des Mitnehmers O gegen die Gabel R schlägt. Tritt dieses ein, so bewegen sich die Reibungsplatte und die übrigen Theile gleichmäfsig, der gekrümmte Arm K1 wirkt zunächst auf die untere Fläche der belasteten Curvenscheibe A und hebt dieselbe so, dafs die Welle D sich theilweise dreht, die Klinke C nach oben sich bewegt und mit dem gehakten Ende des Ankers in Eingriff kommt.
Hat der Hebel den dem Punkt »Langsam« entsprechenden Einschnitt auf dem Quadranten erreicht, so greift der Bolzen ein, der Druck auf die Handgriffe wird aufgehoben und die bewegliche Stromschlufsfeder trifft das entsprechende feste Stromschlufsstück der betreffenden Stellung. Bei seinem Darüberhinweggehen wird in dem Augenblick, wo es das feste Stromschlufsstück berührt, die elektrische Verbindung wieder hergestellt, so dafs ein Strom durch die Drähte geführt wird, welcher von diesem festen Stromschlufsstück nach dem »Langsam«' des anderen Zeiehenübertragers entsprechenden Elektromagneten eine Strom-
Verbindung herstellt. Hierbei fällt der Zeiger dieses Punktes des in dem Maschinenraum befindlichen Zeichenübertragers nach unten, was durch die hierbei erregten Magnete E E des Maschinenraumes hervorgerufen wird, welche das untere Ende ihres Ankers anziehen. Da der Anker drehbar ist, so hat dies nothwendiger Weise die Wirkung, dafs die oberen gehakten Enden genannten Ankers seitlich nach der entgegengesetzten Richtung gezogen werden; hierdurch wird der Haken des Ankers B aus der Klinke C gehoben (Fig. i), wobei die Kurbelwelle D so gedreht wird, dafs der Zeiger gegen den Mittelpunkt hinzeigen mufs.
Zunächst nun hat der Maschinist das Signal so zu beantworten, dafs der Capitain davon überzeugt wird, dafs sein Signal richtig verstanden ist. Dies thut der Maschinist dadurch, dafs er genau so seinen Zeichenübertrager in Thätigkeit setzt, wie eben von dem Capitain geschehen ist, d. h. er drückt zuerst die Handgriffe gegen einander und führt somit die Stromschlufsfeder über das feststehende StromschlufsstUck. Hierbei kommt die Glocke des Capitainhauses zum Läuten. Hierauf dreht der Maschinist den Hebel, wobei der Pfeil des Punktes »Halt« wieder zurückgeht. Ist der dem Punkt »Langsam« entsprechende Einschnitt erreicht, so zeigt des Maschinisten mittlerer Zeiger nach dem Punkt »Langsam«, der Bolzen Q. greift in den Einschnitt, sobald wie der Druck auf den Handgriff nachläfst; die Stromschlufsfeder trifft das ihrer Umdrehung entsprechende StromschlufsstUck, wobei elektrische Verbindung mit dem Magneten des Punktes »Langsam« des in dem Steuerhause befindlichen Zeichenübertragers hergestellt wird. Hierbei wird sofort der Anker angezogen, und genau wie vorher nimmt der Zeiger eine mit seiner Spitze nach dem Mittelpunkt gerichtete Lage ein. Es geht hieraus hervor, dafs der Maschinist in . dem ersten Falle durch das Läuten der Glocken benachrichtigt wurde und der richtige Befehl durch das Senken des Zeigers gegeben war, und dafs andererseits der Capitain benachrichtigt wird , dafs sein Signal bemerkt worden ist, sowohl durch' das Läuten der Glocke seines Zeichenübertragers, als auch dadurch, dafs der Zeiger desselben den gegebenen Befehl anzeigt, während der mittlere Zeiger beider Zeichenübertrager die richtige Stellung zeigt. Auf diese Weise ist jede Gefahr eines Mifsverständnisses vollständig vermieden. Die Handgriffe oder Gabeln können in dieser Stellung verbleiben, bis ein anderes Signal gegeben wird.
Es werde nun angenommen, es solle das Signal »Volldampf rückwärts« gegeben werden, die Hebel beider Zeichenübertrager seien in der oben angegebenen Ruhestellung. Der Capitain bezw. Steuermann drückt· die Handgriffe seines Zeichenübertragers zusammen; hierdurch wird die Stromschlufsfeder mit dem festen StromschlufsstUck jener Stelle in Berührung und die Glocke zum Läuten gebracht. Der Zeiger des »Langsam vorwärts«-Punktes des in dem Maschinenraum befindlichen Zeichenübertragers kann durch diesen Stromschlufs nicht beeinflufst werden. Der Capitain dreht nun den Hebel langsam, wodurch unter Vermittelung des Armes M, Mitnehmers O und Welle P der gekrümmte Arm K1 gehoben wird, bis er mit der belasteten Scheibe in Berührung kommt. Die Klinke C ist hierbei in eine Stellung gekommen, dafs sie den oberen Theil der Gabel R berührt; bei der Weiterdrehung des Hebels bewirkt der gekrümmte Arm KJ, dafs der Pfeil »Langsam« auf der Seite »Vorwärts« des Zifferblattes in seine ursprüngliche Stellung zurückkehrt. Erreicht der Hebel den Zeiger »Halt«, so ist die belastete Scheibe jenes Punktes schon zurückgestellt, so dafs sie von dem Arm K1 nicht beeinflufst wird.
Ist der Hebel auf dem Punkt »Volldampf rückwärts« angekommen, so giebt der Capitain die Handgriffe frei; hierbei ertönt die Glocke in dem Maschinenraum und der entsprechende Zeiger senkt sich. Der Maschinist arbeitet genau in derselben Weise.
Es kommt oft vor, dafs der Capitain den Maschinisten nur rufen will, und umgekehrt. Mittelst vorliegenden Zeichenübertragers kann dies auch geschehen, und zwar in jeder Hebelstellung. Drückt man, wenn die Zeiger Z beider Zeichenübertrager nach unten zeigen, die Handgriffe zusammen, ohne > den Hebel seitlich zu bewegen, so gleitet die Stromschlufsfeder über das betreffende feste StromschlufsstUck, so dafs die Glocke des anderen Zeichenübertragers ertönt, ohne dafs irgend eine Zeigerstellung geändert würde.
Was die Ausführung der einzelnen Theile anbelangt, so ist zunächst zu erwähnen, dafs jede Kurbelwelle D mit einer belasteten Curvenscheibe A versehen ist, welche einen beständigen Druck gegen die Klinke ausübt und die Zeiger Z in ihrer Stellung festhält, so dafs sie bei Stöfsen., wie sie beispielsweise beim Abfeuern von Kanonen entstehen, nur so weit schwingen können, wie die Weite des Schlitzes in dem oberen Theil es gestattet; ein Herausfallen ist unmöglich.
Die gleitende Stromschlufsfeder ist mit der inneren gleitenden Welle verbunden und wird durch die unmittelbare Wirkung des äufseren Hebelgliedes über die festen Stromschlufsstücke gezogen, wobei der Stromschlufs hergestellt wird. Die Anordnung bietet den Vortheil, dafs die Stromschlufsflächen immer sauber und blank gehalten werden.
Die Verschiedenheit in der Gestaltung der einzelnen belasteten Curvenscheiben. A wird dadurch bedingt, dafs diese dem gekrümmten Arm K1 entsprechen müssen, welcher von der Welle P getragen wird.
Die verschiedenen Kurbelwellen D liegen auf einem zur Hauptwelle concentrischen Kreise, so dafs alle Zeiger nach der Mitte zeigen und den Zeiger W treffen, welcher das gegebene Signal angiebt.
Die einzelnen Anker liegen gleichlaufend zu der durch die Mitte des Zeichenübertragers gelegten Senkrechten; bei dieser Anordnung haben alle Anker gleiche Entfernung von ihren Elektromagneten und können durch denselben elektrischen Strom in Thätigkeit gesetzt werden.
Die untere Gestaltung der belasteten Curvenscheiben A wird zunächst durch die Tangente bestimmt, die durch den im Kreisbogen bewegten Hebel gebildet wird, und dadurch, dafs diese die Gewichte in lothrechter Richtung halten, und ferner dadurch, dafs. die mittlere Scheibe und die zu beiden Seiten befindliche durch die Bewegung des Hebels in beiden Richtungen in ihre ursprüngliche Stellung zurückbewegt werden müssen. Um dies möglich zu machen, ist die Reibungsplatte, Gabel und Klinke so gestaltet, dafs die Oberfläche des Armes K1 in solche Stellung gezogen wird, dafs die mittlere belastete Curvenscheibe A durch jede Bewegungsrichtung der Hebel zurückgestellt wird; die untere Gestaltung der anderen belasteten Curvenscheiben bestimmt sich nun hieraus; die letzte Scheibe jeder Seite braucht jedoch nur bei der Bewegung des Hebels nach einer Richtung hin gehoben zu werden.
Die obere . Curvengestaltung der Curvenscheiben A mufs so beschaffen sein, dafs in der höchsten Stellung der Scheiben der Umfang der Kreisscheibe des Zeichenübertragers nicht überschritten wird.
Zu beobachten ist ferner die Ausbauchung c1 der Klinke C, welche bei dem Herabfallen der Klinke C mit dem unteren Elektromagnetkern in Berührung kommt und die Drehung der Welle D und somit die des Zeigers Z begrenzt.

Claims (1)

  1. Patent- An sprüche:
    ι . Ein Zeichenübertrager, bei welchem Zeichengeber und Empfänger einander vollständig gleich sind, gekennzeichnet durch eine Anzahl um einen Mittelpunkt angeordneter, auf der Vorderseite des Zifferblattes mit Zeigern versehener Kurbelwellen (DJ-, von denen jede durch eine besondere Curvenscheibe (A) belastet ist und durch eine Klinke (C) unterVermittelung eines Ankers (B) des zu der betreffenden Welle (D) gehörenden Elektromagneten (E) gehalten wird, so dafs die Zeiger (Z) bei der Erregung des zugehörigen Elektromagneten durch einen Stromschlufs des anderen Zeichenübertragers nach dem Mittelpunkt des Zifferblattes zeigen, aus welcher Stellung sie durch den mit der Hauptwelle (P) verbundenen unterhalb der Curvenscheibe (A) bei dem Geben eines anderen Befehls bezw. des Gegenzeichens durch das Drehen der Mittelwelle hinweggeführten gekrümmten Arm /C wieder herausgedreht werden.
    .'2. Ein Zeichenübertrager der in Anspruch 1. gekennzeichneten Art, bestehend aus der Zusammenstellung folgender Einzeltheile:
    a) einer Vorrichtung zur Herstellung des Stromschlusses, gekennzeichnet durch einen feststehenden isolirten Klotz (H), welcher auf seinem Umfang eine Anzahl Stromschlufsstücke (III...) trägt, und einer Stromschlufsfeder (U), welche an dem durch Doppelhebel (L) drehbaren 1 und vor und rückwärts beweglichen Klotz (V) befestigt ist, und durch die Feder (Y), welche gleichzeitig den nach der Platte (b) geleiteten Strom dem Klotz (V) und somit der Feder (U) übermittelt, gegen (H) gedrückt wird, so dafs das äufsere Ende der Feder (U) über das Stromschlufsstück hinwegragt und somit nur Stromschlufs zwischen (U) und (J) herstellt, wenn durch die Rückwärtsbewegung des Klotzes (V) durch die Welle (T) die Feder (Y) gespannt wird, welcher Stromschlufs aber bei noch weiteren Rückwärtsbewegungen des Klotzes (V) wieder unterbrochen wird;
    b) eines das Bewegen des Stromschlufsklotzes (V) bewirkenden Mechanismus, bestehend aus der hohlen, denZeiger^W? tragenden Welle (K), welche an dem inneren Arm des Hebels (L) angelenkt ist, und der durch diese hohle Welle hindurchgehenden, mit dem Klotz (V) verbundenen Welle (T), welche mit dem ä'ufseren Arm des Hebels (L) verbunden ist, und wobei beide Arme in (I) drehbar an einander gelenkt sind, so dafs (T) aus (K) herausgezogen werden kann, wobei der Stromschlufs (I U) entsteht und beide Hebel gleichzeitig um die Welle (H) drehbar und dadurch feststellbar sind, dafs der äufsere Arm mit einem durch den inneren Arm hindurchführenden Bolzen in eine Kimme eines Stellquadranten eingesetzt wird;
    c) einer Ausschaltevorrichtung des mit den Wellen (D) verbundenen Zeigers (Z), welche bei der Hervor-
    bringung eines Stromschlusses bei (UI) des einen Zeichengebers in dem anderen Zeichengeber in Wirkung tritt, bestehend aus der mit Welle (D) verbundenen Klinke (C), aus deren Lücke der als Klinke gestaltete und in der Platte (c) drehbar gelagerte Anker (B) bei der Erregung des betreffenden Magneten (E) ausgerückt wird, so dafs der betreffende Zeiger (Z) infolge des Gewichtes der in einer Kröpfung der Welle (D) angreifenden belasteten Curvenscheibe (A) herabfällt bezw. nach dem Mittelpunkt der Anzeigevorrichtung zeigt;
    d) einer Wiedereinschaltevorrichtung der Klinke (C) und des Ankers (B) bezw. eine W'iederzurückbringe-Vorrichtung der Zeiger (Z) in ihre ursprüngliche Stellung bei dem jedesmaligen Geben eines neuen Signals, bestehend aus ein er in einer Gab el gelagerten Welle (P), welche bei der Drehung der Welle (K) unter Vermittelung des einerseits mit der Welle, andererseits mit dem den einen Zinken der Gabel (R) umfassenden „ Mitnehmers (O) gedreht wird, und hierbei durch den auf ihr befestigten gekrümmten Arm (K1) die Curvenscheibe (A) so hebt, dafs die Welle (D) wieder zurückgedreht wird, welche dann in dieser Stellung durch Klinke (C) und Anker (B) so lange gehalten wird, bis der betreffende Elektromagnet wieder erregt wird;
    e) einer zu jedem Zeichenübertrager gehörenden Signalglocke, welche in der gemeinsamen Rückleitung sä'mmtlicher Elektromagnete (E) eines Zeichenübertragers eingeschaltet ist, und somit bei jeder Erregung irgend eines der Elektromagnete ertönen mufs.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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