DE655295C - Elektrischer Schwingungskreis mit unsymmetrischer Resonanzkurve - Google Patents
Elektrischer Schwingungskreis mit unsymmetrischer ResonanzkurveInfo
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- DE655295C DE655295C DEM136403D DEM0136403D DE655295C DE 655295 C DE655295 C DE 655295C DE M136403 D DEM136403 D DE M136403D DE M0136403 D DEM0136403 D DE M0136403D DE 655295 C DE655295 C DE 655295C
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- H04B1/00—Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
- H04B1/06—Receivers
- H04B1/16—Circuits
- H04B1/1638—Special circuits to enhance selectivity of receivers not otherwise provided for
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Description
Elektrische Schwingungskreise mit unsymmetrischer Resonanzkurve, deren Minimum
durch einen aus Kapazität und Induktion gebildeten Sperrkreis und deren Maximum durch Resonanz dieses Sperrkreises mit zusätzlichen
Blindwiderständen hervorgerufen werden, vorzugsweise für Rundfunkgeräte,
sind bekannt. Die bekannten Schaltungen haben jedoch den Nachteil, daß entweder der
Wirkungsgrad schlecht ist oder die Absiebung fernab vom Abstimmbereich liegender Störfrequenzen
nicht ausreicht. Hält man nämlich die bei der Anordnung zusätzlicher Blindwiderstände
meist unvermeidlich auftretende Spannungsteilung in Grenzen, welche die
wirksame Spannung der Signale nicht fühlbar herabsetzen, so werden die zusätzlichen
Blindwiderstände groß, und die fernab vom Abstimmbereich anfallenden Störfrequenzen
können über diese hohen Blindwiderstände nicht ausreichend zur Erde oder deren Äquivalent
abfließen, so daß sie durchschlagen.
Wählt man dagegen geringe Blindwiderstandswerte für die zusätzlichen Blindwiderstände,
um ein wirksames Abfließen der a5 fernab liegenden Störfrequenzen zu ,ermöglichen,
so läßt sich bei gegebenem Frequenzabstand zwischen Maximum und Minimum das Auftreten .einer erheblichen Spannungsteilung und damit Schwächung der Signale
nicht vermeiden.
Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, daß die zusätzlichen Blindwiderstände
nur einen Teil der Induktion oder Kapazität des Sperrkreises überbrücken. Auf diese
Weise werden die Blindwiderstandswerte der zusätzlichen Blindwiderstände, bezogen auf
den Sperrkreis, herauftransformiert. Sie können daher bei gleichem Grade der Spannungsteilung
kleiner gehalten werden, als wenn die Induktion oder Kapazität des Sperrkreises nach bekannten Vorschlägen ganz
überbrückt wird. Demnach ist eine wesentlich bessere Ableitung von fernab vom Abstimm-
bereich liegenden Störfrequenzen zur Erde oder deren Äquivalent ohne Einbuße an
Wirkungsgrad zu erzielen. ^
Nach weiteren Erkenntnissen der Erfindung"''
entstehen besondere Vorteile, wenn die zusätzlichen Blindwiderstände im Abstimme
bereich induktiven Blindwiderstandscharakter haben. Nicht nur bieten induktive Blindwiderstände
gerade den besonders schwer
ίο auszuscheidenden niedrigen Störfrequenzen
(Langwellfunker) einen besonders geringen Abflußwiderstand, sondern es lassen sich gerade
die bei induktiven zusätzlichen Blindwiderständen unvermeidlich auftretenden
Eigenwellen der zusätzlichen Induktionen auf Grund des erfindungsgemäßen Vorschlages
viel leichter außerhalb des Bereichs legen, in dem die Eigenwellen störend wirken können.
Auch verändert sich während des Abstimm-Vorganges der Abstand zwischen Maximum
und Minimum in der Resonanzkurve bei induktivem Blindwiderstandscharakter der zusätzlichen
Blindwiderstände bei weitem nicht in dem Maße wie bei kapazitivem Blind-Widerstandscharakter.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß Zufuhr oder Entnahme
oder beide an äußeren Polen des teilweise überbrückten Blindwiderstandes des Sperrkreises liegen oder daß die Überbrückung
symmetrisch zur elektrischen Mitte des überbrückten Blindwiderstandes erfolgt. Schon die erstgenannte Maßnahme allejn
sichert einen sehr guten Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Anordnung, da die herauf ·=
transformierten Werte der zusätzlichen Blindwiderstände möglichst voll zur Wirkung
kommen. Die symmetrische Überbrückung sichert jedoch den bestmöglichen Wirkungs-
grad. ■
Die Abbildungen zeigen als Beispiele Schaltungen gemäß dem vorliegenden Erfin-"
dungsgedanken, wie sie z. B. für Rundfunkempfangsgeräte Verwendung finden können.
In Abb. ι stellt 1 die Antenne, 2 die Erde
dar. Die Induktionsspule 3· bewirkt die Ankopplung der Antenne an den ersten Schwingungskreis.
Dieser besteht aus dem Parallelkreis 4, S, welcher durch die zusätzlichen induktiven
Blindwiderstände 6,7 überbrückt ist. Der zusätzliche Blindwiderstand 6 ist mit der
Induktion 3 des Antennenkreises gekoppelt. Die zusätzlichen Blindwiderstände 6, 7 überbrücken
entsprechend den Vorschlägen der Erfindung nur einen Teil der Induktionsspule
4. Infolgedessen werden die Blindwiderstandswerte von 6 und 7 in bezug auf den Parallelkreis 4, S herauftransformiert, so
daß sie klein gehalten werden können, ohne daß die Spannungsteilung bei dem gewünschten
Abstand zwischen Maximum und Minimum ungünstige Werte annimmt. Kleine Blindwiderstandswerte von 6 und 7 leiten
^naturgemäß fernab vom Abstimmbereich Hegende Störfrequenzen wirksam zur Erde 2
ä%.' Da 6 und 7 induktiven Blindwiderstandse&srakter
haben, ist ihr Widerstand besonders ■gegen niedrige Störfrequenzen (Langwellfunker),
welche besonders schwer zu unterdrücken sind, gering. Der Parallelkreis 4, 5
sperrt · im Resonanzfalle als Sperrkreis den einfallenden Signalen den Weg ab, dage'gen
besitzt der gesamte Kreis 4, S, 6, 7 im Resonanzfalle die größte Durchlässigkeit für die
Signale. Es entsteht also ein Minimum und ein Maximum nahe beieinander in der Resonanzkurve.
Die Spannungsentnahme erfolgt an einem der äußeren Pole des überbrückten
Blindwiderstandes 4, nämlich am Punkt 8. Die Spannung wird in der Röhre 9 verstärkt
und von ihrem Außenwiderstand 10 abgegriffen. Über die Kapazität 11 gelangt sie
zu dem Schwingungskreis 12, 13, 14, 15,
welcher ähnlich aufgebaut ist wie der Schwingungskreis
4, 5, 6, 7. Nur sind hier die zusätzlichen Blindwiderstände 14, 15 als Kapazitäten
ausgebildet, wodurch eine umgekehrt unsymmetrische Form der Resonanzkurve erzielt
wird, so daß bei Überdeckung der Maxima der beiden Resonanzkurven in der
resultierenden Resonanzkurve je ein Minimum an jeder Seite des Maximums liegt. Außerdem
liegt hier die Überbrückung der Induktionsspule 12 nicht symmetrisch zur elektrischen
Mitte der Spule wie bei der Spule 4. Die symmetrische Überbrückung gibt zwar an sich den besten Wirkungsgrad, im vorliegenden
Fall ergeben sich aber, besonders bei gleich großer Bemessung von 14 und 15,
besondere Vorteile durch die unsymmetrische Überbrückung, z. B. wird die Röhre 9 auf
diese Weise lose angekoppelt und damit die Dämpfung des Kreises gering. Der Wirkungsgrad
des Kreises 12, 13, 14, 15 ist an sich
schon sehr gut, da Energiezufuhr und -entnahm'e an den äußeren Polen der überbrückten
Induktion 12 erfolgert. Die Röhre 16 richtet
die Signale gleich und macht sie verstärkt im Telefon 17 hörbar. Wegen de,r Wirkung
der Überbrückung gilt das oben Gesagte.
In Abb. 2 gelten für äquivalente Teile die gleichen Bezugszeichen wie in Abb. 1. Die
Antennenankopplung ist hier kapazitiv durch den Kondensator 3a vorgenommen. Im übrigen
ist der Eingangskreis genau identisch mit dem Eingangskreis der Abb. 1. Dagegen ist
beim Kreis 12, 13, 14, 15. nicht die Induktion
12 teilweise überbrückt worden, sondern es wurde die Kapazität 13 in zwei Kapazitäten
i3ßund i3j, welche in Serie liegen, aufgeteilt. iao
Dadurch ist es möglich geworden, nur die Teilkapazität 13fl durch die zusätzlichen Blind-
widerstände 14,15 zu überbrücken. Diese Anordnung
hat den Vorteil, daß bei Abstimmung durch Verstellung der Teilkapazität 13^ durch
Verkleinerung von i36 die zwischen den Teilkapazitäten
I3a und I36 liegende Anzapfung
immer mehr in Richtung auf die andere Anzapfung wandert, da sich die Lage der zwischen den Teilkapazitäten liegenden Anzapfung
mit dem Verhältnis der Kapazitätswerte zueinander ändert. Je kleiner der Kapazitätswert
von 13& wird, desto kleiner wird
der überbrückte Anteil des Gesamtblindwiderstandes. Diese Änderung des Überbrückungsgrades
wirkt sich in Richtung der Konstanthaltung des Abstandes des Maximums und Minimums der Resonanzkurve über der Frequenz
aus.
Claims (4)
- Patentansprüche:
20i. Elektrischer Schwingungskreis mit unsymmetrischer Resonanzkurve, deren Minimum durch einen aus Kapazität und Induktion gebildeten Sperrkreis und deren Maximum durch Resonanz dieses Sperrkreises mit zusätzlichen Blindwiderständen hervorgerufen wird, vorzugsweise für Rundfunkgeräte, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Blindwiderstände nur einen Teil der Induktion oder Kapazität des Sperrkreises überbrücken. - 2. Schwingungskreis nach Anspruch i, gekennzeichnet durch im Abstimmbereich induktiven Blindwiderstandscharakter der zusätzlichen Blindwiderstände.
- 3. Schwingungskreis nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Energiezufuhr oder -entnahme* oder beide an äußeren Polen des teilweise überbrückten Blindwiderstandes des Sperrkreises liegen.
- 4. Schwingungskreis nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Überbrückung symmetrisch zur elektrischen Mitte des überbrückten Blind-Widerstandes erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM136403D DE655295C (de) | 1936-11-24 | 1936-11-24 | Elektrischer Schwingungskreis mit unsymmetrischer Resonanzkurve |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM136403D DE655295C (de) | 1936-11-24 | 1936-11-24 | Elektrischer Schwingungskreis mit unsymmetrischer Resonanzkurve |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE655295C true DE655295C (de) | 1938-01-13 |
Family
ID=7333559
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM136403D Expired DE655295C (de) | 1936-11-24 | 1936-11-24 | Elektrischer Schwingungskreis mit unsymmetrischer Resonanzkurve |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE655295C (de) |
-
1936
- 1936-11-24 DE DEM136403D patent/DE655295C/de not_active Expired
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