DE655177C - Verfahren zur Herstellung von Glycerin durch Gaerung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glycerin durch Gaerung

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DE655177C
DE655177C DEN38594D DEN0038594D DE655177C DE 655177 C DE655177 C DE 655177C DE N38594 D DEN38594 D DE N38594D DE N0038594 D DEN0038594 D DE N0038594D DE 655177 C DE655177 C DE 655177C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/18Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic polyhydric
    • C12P7/20Glycerol

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Glycerin durch Gärung Es ist bekannt, daß bei jeder alkoholischen Gärung von Zucker neben den Haupterzeugnissen Alkohol und Kohlensäure unter anderem auch Glycerin entsteht. Es ist seit langem bekannt, daß man bessere Glycerinausbeuten erhält, wenn man die Maische mit löslichen Alkalien (Natronlauge, Soda, Ammoniak usw.) versetzt. Der Zusatz von Alkalien in der üblichen Form hat aber wesentliche Nachteile. Nimmt man zuviel Alkali, so wird die Hefe in ihrer Gärfähigkeit geschädigt, nimmt man wenig Alkali, wobei die Gärung nicht geschädigt wird, so schlägt nach kurzer Zeit die Reaktion ins saure Gebiet um, da bei der Gärung ständig Säure gebildet wird. Man muß also während der Gärung immer neue Alkalimengen zusetzen, und es ist nicht möglich, einen bestimmten Alkalitätsgrad genau einzuhalten. Nimmt man zur Glyceringärung Natriumsulfit, so muß man, wenn man eine hohe Glycerinausbeute erzielen will, so große Mengen Sulfit zusetzen, daß das Salz durch seine hohe osmotische Wirkung die Hefezelle schädigt. Man kann daher, falls man nicht dauernd im Zulaufverfahren arbeiten will, nur verhältnismäßig dünne Maischen verarbeiten, um den osmotischen Druck innerhalb erträglicher Grenzen zu halten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die angegebenen Schwierigkeiten sehr leicht und einfach vermeiden kann, wenn man zum Alkalisieren der Maische statt der bisher üblichen löslichen Alkalien das wasserunlösliche Magnesiumcarbonat verwendet. Weniger gute Erfolge erzielt man mit Calciumcarbonat. Die Verwendung von Magnesiumsalzen bei der Glyceringärung ist bereits bekannt. Es handelt sich aber um Verwendung wasserlöslicher, neutraler Magnesiumsalze, während nach der Erfindung wasserunlösliches Magnesiumcarbonat gerade wegen seiner Alkalität zugesetzt wird. Magnesiumchlorid und Bicarbonat ergeben in Zuckerlösungen keinen festen Niederschlag, das Reaktionsprodukt besitzt auch nicht die alkalische Reaktion, die für das neue Verfahren ausschlaggebend ist. Dieses Verfahren bietet vor den bisher bekannten Methoden wesentliche Vorteile. Auch bei Zusatz von großen Mengen Magnesiumcarbonat wird der osmotische Druck der Maische kaum merklich erhöht. Man kann daher viel höher konzentrierte Maischen anwenden als beim Zusatz löslicher Alkalien. Man kann ferner die Gesamtmenge des zum Alkalisieren der Melasse notwendigen Magnesiumcarbonats von Anfang an der Maische zusetzen, ohne einen Albfall der Alkalität befürchten zu müssen. In demselben Maße, wie sich das Magnesiumcarbonat durch die Säure löst, verschwindet der vergärbare Zucker, so daß der osmotische Druck während der Gärung nur wenig verändert wird. Die Hefe gärt in magnesiumcarbonathaltigen Lösungen bedeutend schneller und besser als in Lösungen, die mit den bisher üblichen Mitteln allua lisch gemacht wurden. Man kann also,' inies Hilfe von Magnesiumcarbonat mit einmali-@ gem Ansatz (Füllverfahren) weit höhere, Glycerinausbeuten erzielen, als das nach <lei, bisher üblichen Methoden möglich- war: Beispiel . 2 kg Melasse werden mit den üblichen Nährsalzen versetzt und mit Wasser auf io 1 verdünnt. Hierauf versetzt man die Maische mit 5o g Magnesiumcarbonat und fügt die Hefe zu. Die Lösung ist spätestens in 2.4 Stunden ausgegoren, das Glycerin kann dann auf bekanntem Wege isoliert werden. Die Ausbeute an reinem Glycerin beträgt in diesem Falle 240 g - 12 °/'o der verwendeten Melasse. Ohne Zusatz von Magiiesiumcarbonat oder mit Zusatz von löslichen neutralen Magnesiumsalzen lassen sich mit der gleichen Lösung nennenswerte Glycerinausbeuten überhauet nicht erzielen.

Claims (3)

  1. PATEN TA _X SPi;L`CIIE: Y i. Verfahren zur Herstellung von Glycerin durch Gärung, dadurch gekennzeichnet, daß man zumAlkalisieren der:Maische ,.statt der bisher üblichen wasserlöslichen `Alkalien wasserunlösliches Magnesiumcarbonat verwendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man der zu vergärenden Lösung die gesamte Menge des zu vergärenden Zuckers und so viel Magnesiumcarbonat zusetzt, als notwendig ist; die Maische während des ganzen Gärverlaufes alkalisch zu halten.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man der zu vergärenden Maische Magnesiumcarbonat im Überschuß zusetzt und den zu vergärenden Zucker (reiner Zucker, Melasse oder Holzzucken) in mehreren Teilmengen in bekannter Weise zulaufen läßt.
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