DE654953C - Buerodruckmaschine - Google Patents

Buerodruckmaschine

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DE654953C
DE654953C DE1930654953D DE654953DD DE654953C DE 654953 C DE654953 C DE 654953C DE 1930654953 D DE1930654953 D DE 1930654953D DE 654953D D DE654953D D DE 654953DD DE 654953 C DE654953 C DE 654953C
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DE
Germany
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conveyor
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DE1930654953D
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Description

  • Bürodruckmaschine Die Erfindung betrifft die weitere Ausgestaltung der im Patent 63? 632 geschützten Bürodruckmaschine, insbesondere zum Drukken von gleichbleibendem Text und wechselnden Adressen, bei der längliche Bogen in ihrer Längsrichtung hintereinander absatzweise einer oder mehreren Druckvorrichtungen zugeführt werden und bei der eine Papierbahn, von der die Bogen vor ihrer Förderung (z. B. auf Bändern) abgeschnitten werden, von einer unterhalb des Maschinentisches gelagerten Papierrolle abgezogen und quer zu der Förderrichtung der abgeschnittenen Bogen den parallel zu der Bogenförderbahn angeordneten Schneidmessern zugeführt wird. Ziel der Erfindung ist es, auf die in dieser :Maschine hergestellten, in verschiedenen Querabschnitten mit Adressenaufdrucken versehenen länglichen Bogen mittels eines Rotationsdruckers einen stehenden Text aufzudrucken, der sich über mehrere Abschnitte des länglichen Bogens verteilt. Zu diesem Zweck werden erfindungsgemäß die länglichen Bogen vor ihrem Abtrennen von der Papierbahn von einem Rotationsdrucker bedruckt, dessen Zylinderachsen parallel zur Längsrichtung der abgetrennten Bogen liegen und dessen Druckzylinder in der Achsenrichtung mehrere Druckformen nebeneinander so trägt, daß sie gleichzeitig mehrere der über die Länge des Bogens verteilten Abschnitte bedrucken.
  • Diese Anordnung hat den Vorteil, (iaß es möglich ist, einen Rotationsdruckzylinder zii verwenden, der einen verhältnismäßig geringen Walzenumfang besitzt, weil dann mehrere Drucksätze für die Abschnitte des Bogens in der Längsrichtung der Druckwalze nebeneinander angeordnet werden können. Da der Walzenumfang nur diejenige Größe zu besitzen braucht, die der Breite des abgeschnittenen Bogens entspricht, und da dieser andererseits sehr schmal und infolgedessen der auf dieser Breite unterzubringende Drucksatz sehr klein ist, so ergibt sich der erwähnte geringe Walzendurchmesser. Es ist infolgedessen möglich, die einzelnen auf der Druckwalze nebeneinander angebrachten Druckforinen alle gleichzeitig an mehreren nebeneinanderli,egenden Abschnitten beim Durchgang unter der Druckwalze auf den Bogen aufzudrucken, weil ja (las Papier in der Breitenrichtung der Bogen unter der Druckwalze hindurchgeführt wird. Das ergibt neben der vorerwähnten Verringerung des Durchmessers der Druckwalze auch eine erhebliche Herabsetzung der Länge der Maschine, da ja die Druckmaschine zum Aufdruck des Textes seitlich von der eigentlichen Förderbahn, auf der der Adressenaufdruck vorgenommen' wird, zu liegen kommt.
  • Es sind zwar bereits Rotationsdrucker he; kannt, bei denen ein Bogen mit gleichbleiben-`' dem Text und wechselnden Adressen versehen wird. Bei diesen sind aber die einzelnen Rotationsdrucker hintereinander angeordnet, und die einzelnen Aufdrucke werden nacheinander aufgebracht. Daraus ergeben sich einerseits unerwünscht große Gesamtabmessungen der Maschine, und da dort außerdem nicht mehrere Drucksätze nebeneinander in der Längsrichtung der Druckwalze angeordnet sind, so kann auch nicht gleichzeitig in der beim Gegenstand der Erfindung vorgeschlagenen raum- und zeitsparenden Weise ein mehrfacher Aufdruck auf nebeneinanderliegende Abschnitte eines Bogens durch die Walze erfolgen.
  • Andere bekannte Druckmaschinen dienen nur zur Herstellung einfacher Zettel, die von der Papierbahn abgeschnitten werden, nachdem sie vorher einzeln bedruckt worden sind. Sie verfolgen also eine ganz andere Aufgabe als die Herstellung von Zetteln, die mehrere nebene:,nandcrliegende Ad,.essenabschnitte und einen über alle diese Abschnitte sich erstreckenden gleichbleibenden Aufdruck erhalten sollen. Bei jenen bekannten Maschinen erfolgt also auch kein gemeinsamer Aufdruck für alle Abschnitte des Bogens gleichzeitig. Denn der Drucksatz ist nicht so angeordnet, daß er über mehrere Abschnitte des Bogens greift -und von einer Druckwalze bedruckt werden könnte, deren Achse in der Längsrichtung des abgeschnittenen Bogens liegt, zumal dort überhaupt keine Druckwalze vorgesehen ist, sondern ein von einem Exzenter bewegtes Druckkissen. Bei solchen Maschinen, bei denen nicht der Satz auf einer Druckwalze angeordnet ist, liegt also das durch die Erfindung befriedigte Bedürfnis nach einer Verringerung des Durchmessers des Druckzylinders auch gar nicht vor.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen beschrieben. In diesen stellt dar Fig. i eine schematische Seitenansicht der Maschine, teilweise im Schnitt, und Fig. 2 eine Aufsicht auf die 'Maschine. Eine von einer im Unterteil der Maschine gelagerten Papierrolle abgezogene Papierbahn i läuft über eine Führungsrolle 2 einem dauernd umlaufenden Rotationsdrucker 1o, 17 zu, dessen Formzylinder 16 mehrere Druckformen enthält, die die Papierbahn gleichzeitig an mehreren nebeneinanderlitgendem Stellen bedruckt. Diese Stellen entsprechen später, nachdem die Papierbahn in der weiter unten beschriebenen Weise 'in längliche Zettel -aufgeteilt ist, den einzelnen in bezug auf die Längsrichtung der Zettel hintereinanderliegenden Abschnitten. Der Formzylinder -wird in üblicher Weise mittels eines Farbwerks 1 5 eingefärbt. Ihm steht ein Gegendruck:zylinder i T gegenüber, der in bekannter Weise mit einem Druckfilz bespannt ist und gegen den sich in ebenfalls bekannter Weise von oben eine nicht dargestellte nockengesteuerte Andruckrolle legt, die es ermöglicht, der Papierbahn im Rotationsdrucker auch in denjenigen Zeitabschnitten einen Vorschub zu erteilen, in denen die zurücktretenden, also nicht am Vorschub beteiligten Teile des, Formzylinders dem Gegendruckzylinder gegenüberliegen (Fig. i).
  • Hinter einer am Ausgangsende des Rotationsdruckers angebrachten Führungsleiste 3 befindet sich eine Schleifenzieherrolle 4, von der aus die Papierbahn i absatzweise angetriebenen Förderrollen 5 und 6 zugeleitet wird. Der diese Schleifenzieherrolle tragende Arm ist um einen unterhalb der Führungsleiste 3 gelagerten Zapfen schwenkbar und wird in an sich bekannter Weise durch einen nicht dargestellten Nocken gesteuert, der mit den Förderrollen 5, 6 taktmäßig zusammenarbeitet. Um den der Papierbahn durch diese Rollen erteilten absatzweisen Vorschub und den ihr im Rotationsdrucker erteilten gleichmäßigen Vorschub gegeneinander auszugleichen und ein Verschmieren der Aufdrucke zu verhindern, wird die Papierbahn i während derjenigen Zeitabschnitte, in denen die Förderrollen 5 und 6 stillstehen und der Druck im Rotationsdrucker ausgeführt wird, vorübergehend zu einer Schleife ausgezogen, die beim Weiterarbeiten der Förderrollen 5 und 6 dann wiederaufgenommen wird. Vor den Förderrollen 5, 6 sitzen Perforierrädchen,-, die die Papierbahn in ihrer Längsrichtung in einzelne Abschnitte unterteilen. Diese Perforierrädchen, die sich federnd gegen die an ihnen vorbeigezogene Papierbahn legen, sind längs ihrer gemeinsamen Tragwelle versetzbar und einzeln abstellbar, so claß also jede gewünschte Verteilung der Perforationslinie auf der Papierbahn vorgenommen werden kann. Hinter den Förderrollen folgt der Auflagetisch ä einer Schneidvorrichtung mit einem taktmäßig auf und ab gehenden Messer g zur Aufteilung der Bahn in schmale, längliche Zettel ja, deren Länge der Breite der Papierbahn entspricht.
  • Jenseits der Schneidvorrichtung liegt eine senkrecht zur Zuführungsrichtung der Papierbahn arbeitende Förderbahn für die abgeschnittenen Zettel. Ein tischartiger Rahmen i i trägt ein in Richtung auf die Schneidvorrichtung zu nach unten gebogenes Führungsblech io, durch das die Vorderkante der Papierbahn ordnungsmäßig auf die über den Rahmen ii laufenden Förderbänder iS geleitet wird. Oberhalb dieser Förderbahn sind auf der der Schneidvorrichtung gegenüberliegenden Seite kleine Hebel 13 gelagert, die um Zapfen 1.4 schwenkbar sind und an ihrem freien Ende Andrückrollen 12 tragen. Diese Hebel «-erden durch einen nicht dargestellten Nocken in zeitlicher Übereinstimmung mit dem Arbeiten der Schneidvorrichtung gehoben und gesenkt. Wenn die Papierbahn um das erforderliche Stück unter dem Schneidmesser 9 hindurchgegangen ist, bleiben die Förderrollen 5 und 6 stehen, und das Schneidmesser 9 geht herunter. Gleichzeitig senken sich die Andrückrollen 12 und drücken das unter ihr befindliche Papier gegen eine dauernd umlaufende Förderrolle 19'. Der abgeschnittene Zettel ja wird auf diese Weise vollständig auf die Förderbänder iS geschoben, und zwar bis an den Anschlag i g.
  • 11n der Förderbahn liegt weiter eine Adressendruckstelle, an der ein Druckknopf 2o taktmäßig auf und ab geht. Vor und hinter dieser Stelle sind in an sich bekannter Weise bewegliche Anschläge 21, 22, die von kleinen, lose auf einer Welle 25 sitzenden Hebeln getragen «-erden, Eine dauernd umlaufende Nocken-. welle 28 steuert die Bewegungen dieser Anschläge in bekannter Weise in Anpassung an die Drucktätigkeit des Adressendruckwerks derart, daß zunächst der Anschlag 21 die Vorderkante des neuen Zettels ja so lange festhält, bis der vorige Zettel fertig bedruckt und abgeführt ist. Ist das der Fall, so geht der Anschlag 2i hoch, und der erste'Anschlag 22 legt sich vor die Vorderkante des Zettels ia, so wie es in Fig. 2 dargestellt ist. Nunmehr erhält der Zettel durch den taktmäßig bewegten Druckknopf -2o den ersten Adressenaufdruck von einer der aus einem Vorratsbehälter 27 im Gleichtakt mit der Zettelzuführung selbsttätig nacheinander durch die Druckstelle geschobenen Druckplatten 26. Wenn der erste Adressenaufdruck vollendet ist, so geht der erste Anschlag 22 hoch, während der zweite Anschlag 22 heruntergeht. Der Zettel ja rückt ein Stück vorwärts, stößt mit seiner Vorderkante gegen den neuen Anschlag und empfängt nun in seinem -zweiten Abschnitt den zweiten Adressenaufdruck und so fort.
  • Hinter der Adressendruckstelle liegen über der Förderbahn zwei nockengesteuerte Andruckrollen 23, die den bedruckten Zettel auf die Förderbänder drücken und ihn entweder dem Ablegebehälter oder einem weiteren Rotationsdrucker 29 zuführen, der in bekannter Weise aus einem Formzylinder und einem Gegendruckzylinder besteht und den Zettel nochmals mit einem gleichbleibenden Forrnularaufdruck o. dgl. versehen kann. Dieser Rotationsdrucker kann beispielsweise so eingerichtet sein, daß sein Gegendruckzylinder oben und sein Formzylinder unten liegt, so daß also nunmehr die von dem ersten Rotationsdrucker noch nicht bedruckte Rückseite des Papiers bedruckt wird. Am Ende der Förderbahn liegen Auswerfer 24. beliebiger Bauart.
  • Die Maschine arbeitet wie folgt: Die von der Papierrolle abgezogene Bahn i kommt zwischen die Zylinder des Rotationsdruckers 16, 17 und wird dort in bekannter Weise mit mehreren nebeneinanderliegenden Aufdrucken versehen. Gleichzeitig wird durch den Schlei= fenleger d der bereits bedruckte Teil der Papierbahn zu einer Schleife gelegt. Numnehr treten die Förderwalzen 5 und 6 in Tätigkeit, und die Schleifenlegerrolle4 geht wieder hoch. Wenn die Förderwalzen 5 und 6 die Papierbahn nur gerade um die Höhe des Aufdruckes weiterziehen würden,-so würden die verschiedenen Aufdrucke auf dem Streifen dicht aneinander erscheinen. Da es aber erwünscht ist, daß Ränder zu beiden Seiten des Drucktextes bleiben, so werden die Förderwalzen so gesteuert, daß sie die Papierbahn nicht nur um den gleichen Betrag wie die Höhe des Aufdrucks fortbewegen, sondern daß sie die Bahn auch noch um die doppelte Breite des Randes an jeder Seite des Aufdruckes ver-. schieben. Gleichzeitig wird die Bahn durch die Perforierrädchen 7 in Streifen unterteilt-, in denen die im Rotationsdrucker erzeugten Aufdrucke erscheinen. Sobald das Papier weit genug vorgeschoben ist, bleiben die Förderwalzen stehen, und das Messer 9 tritt in Tätigkeit. Es zerschneidet die Papierbahn in dem Zwischenraum zwischen zwei Aufdrucken, so daß die erforderlichen Ränder entstehen. Will man die Höhe der erzeugten Zettel ändern, so wird eine entsprechende Veränderung der Höhe der Druckform des Formzylinders 16 vorgenommen, und der Hub der Förderwalzen 5, 6 wird entsprechend verstellt.
  • Die so entstandenen länglichen, durch die Perforationslinien in mehrere Abschnitte unterteilten Zettel werden nun durch die Walzen i g' , 12 in ausgerichteter Lage auf die Ouerförderbahn gelegt und auf dieser in der Längsrichtung der Zettel, also parallel zu den Zylinderachsen des Rotationsdruckers 16, 17, abgeführt und schrittweise an der Adressendruckstelle vorbeigeführt. Dabei werden die durch die Perforationslinien voneinander getrennten Abschnitte, die nunmehr in der Längsrichtung der Zettel hintereinander liegen, nacheinander mit den Adressenaufdrucken versehen; danach können die Zettel noch durch den zweiten Rotationsdrucker 29 laufen, in dem ihre Rückseite mit einem stehenden Text versehen werden kann.
  • In Fig. 2 sind, durch die Pfeile die Bewegungsrichtungen des Papiers vor und nach dem Abschneiden von der Bahn angegeben. Außerdem sind dort vier Zettel ia wenigstens teilweise sichtbar. Der eine ist gerade von der Papierbahn abgeschnitten und auf die Förderbänder gelegt worden, der zweite empfängt gerade seinen ersten Adressenaufdruck, der dritte läuft gerade in das vorzugsweise zur Bedruckung der Rückseite dienende Rotationsdruckwerk, und der vierte wird durch den Auswerfer 24 abgeführt.

Claims (1)

  1. PATI:NTANSPRLTCII: Bürodruckmaschine nach Patent 632632, dadurch gekennzeichnet, daß die länglichen Bogen vor ihrem Abtrennen von der Papierbahn (i) von einem Rotationsdrucker (I6, I;7) bedruckt werden, dessen Zylinderachsen parallel zur Längsrichtung der abgetrennten Bogen (ia) liegen und dessen Druckzylinder (I6) in der Achsenrichtung mehrere Druckformen nebeneinander so trägt, daß sie gleichzeitig mehrere der über die Länge des Bogens (Ia) verteilten Abschnitte bedrucken.
DE1930654953D 1930-06-06 1930-11-15 Buerodruckmaschine Expired DE654953C (de)

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DE1930654953D Expired DE654953C (de) 1930-06-06 1930-11-15 Buerodruckmaschine

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DE (1) DE654953C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966412C (de) * 1941-06-18 1957-08-01 Ormig Organisations Mittel G M Rotationsvervielfaeltiger zum geschlossenen bzw. einander genaeherten Abdruck zweier auf einem Spiegelschriftoriginal liegender Abschnitte

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966412C (de) * 1941-06-18 1957-08-01 Ormig Organisations Mittel G M Rotationsvervielfaeltiger zum geschlossenen bzw. einander genaeherten Abdruck zweier auf einem Spiegelschriftoriginal liegender Abschnitte

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