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Fördervorrichtung mit waagerechten Hubbalken In dem Hauptpatent 653
956 ist eine Vorrichtung zum ununterbrochenen Fördern von insbesindere blechförmigem
Glühgut in Durchlauföfen unter Verwendung zweier Hubbalkengruppen, welche das Gut
.abwechselnd übernehmen und eine rechteckige Bewegung ausführen, beschrieben, bei
der die eine Hubbalkengruppe das Gut genau in dem Zeitpunkt von der anderen übernimmt
bzw. an sie abgibt, in welchem sie die waagerechte Vorwärtsbewegung einleitet bzw.
beendet.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung, durch
welche der Bewegungsverlauf der Hubbalkengruppen genau nach den Linien eines Rechtecks
zwangsläufig geregelt wird.
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Dies wird gemäß der Erfindung durch nachstehende Bauart erreicht:
a) Jeder Tragbalken ist mit zwei oder mehreren fechtwinkligen Führungsrahmen verbunden.
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b) Die in einer Ebene liegenden senkrechten Rahmenteile sind versetzt
zu den gleichfalls in einer Ebene liegenden waagerechten Rahmenteilen angeordnet
und miteinander starr verbunden.
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c) In # den senkrechten und waagerechten Rahmenteilen. ist je eine
sektorförmige Kurvenscheibe eingebaut. Beide Kurvenscheiben sitzen starr, gegebenenfalls
um einen geringen Winkel. zueinander versetzt, auf einer .gemeinsamen Welle.
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Mit Hilfe dieser Mittel spielen sich demnach die Bewegungsvorgänge
in der Weise ab, daß nach Beendigung der Vorschubbewegung der Rahmen durch eine
Kurvenscheibe senkrecht zur Förderebene abwärts bewegt wird, indem die entsprechende
Flanke unter Ausführung einer Abwärtsbewegtnig auf den parallel zur Förderebene
verlaufenden Rahmenteil drückt, während die kreisförmige Stirnfläche der damit zusammenwirkenden
Kurvenscheibe auf dein rechtwinklig dazu stehenden Rahmenteil abr öllt und ihm zwangsläufig
die senkrechte Bewegung zur Förderbahn vorschreibt, also zur Führung dient.
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NTach Beendigung dieser Bewegungsphase erfolgt in gleicher Weise der
parallel zur Förderebene verlaufende Rückgang des Rahmens, indem die Kurvenscheibe,
die vorher geführt hat, nunmehr mit ihren Druckflanken die Bewegung ausführt, wohingegen
die andere Kurvenscheibe während dieser Zeit die Führung besorgt. Auf diese Weise
nimmt die Bewegung ihren Fortgang, bis die rechteckige Bahn beschrieben ist, worauf
der Vorgang
sich wiederholt und so eine vollkommen gleichförmige,
fortschreitende ununterbrochene Bewegung des Glühgutes gewährleistet ist., Um nun
zu erreichen, daß innerhalb der Vierphasenbewegung sich auch die Förderung des Gutes
in ununterbrochener gleichförmiger Vorwärtsbewegung innerhalb der Bewegungs= ebene
vollzieht, treten Gruppen von je vier nebeneinander, von einer gemeinschaftlichen
Welle angetriebenen Fördergliedern in Anwendung, deren Kurvenscheiben ähnlich einer
mehrfach gekröpften Kurbelwelle je um eine Phase der Bewegung im Winkel gegeneinander
versetzt liegen. Die Reihenfolge ist hierbei entsprechend den vier Phasen der rechteckigen
Bewegung so getroffen, daß im Augenblick der Beendigung der Vorschubbewegung des
ersten Rahmens der vierte Rahmen bereits die Höhe der Förderebene erreicht hat,
um nun seinerseits die Vorschubbew-egung auszuführen. Auf den Zeichnungen ist in
Abb. I eine Gruppe von zusammengehörenden Rahmen a in Stirnansicht schematisch dargestellt;
die strichpunktierte Linie darin bedeutet die gemeinschaftliche Welle b, auf der
die im Winkel gegeneinander versetzt liegenden Kurverisch@eibenpaare befestigt sind.
Man sieht, daß der erste und vierte Rahmen sich in Hochstellung befinden, und zwar
der eine zwecks Übernahme des Gutes, während der andere im Begriff ist, sich davon
loszulösen und zu senken.
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Abb.2 zeigt in vergrößerter Darstellung einen einzelnen Rahmen a,
dessen 'Leisten paarweise um die Breite ihrer wirksamen Flächen entsprechend den
auf sie wirkenden Kurvenscheiben nebeneinander versetzt angeordnet liegen, was aus
Abb.3 (Seitenansicht zu Abb. 2; ersichtlich ist.
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Die beiden zusammengehörigen Kurvenscheiben sind mit e und
d bezeichnet und sitzen auf der Welle bi. e sind die Flanken der Kurvenscheiben,
welche, bogenförmig gekrümmt, sich abwechselnd unter Ausführung einer Druckwirkung
.auf den Innenseiten f f
bzw. g g der Rahmen abwälzen, auf denen ebenfalls
wechselseitig auch die kreisförmigen Atirnflächen Ir der Kurvenscheiben zwecks Führung
der Rahmen abrollen. In jeder der vier Bewegungsphasen, die mit I, 1I, III und IV
bezeichnet sind, beschreiben die Kurvenscheiben eine Vierteldrehung, unter deren
Einfluß der Rahmen in die entsprechenden vier Phasenstellungen rückt, deren erste
in ausgezogenen Linien, die übrigen punktiert dargestellt sind. Die Bewegungsrichtungen
sind durch Pfeile in Abb. 2 angedeutet.
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Wie ,aus Abb. q. ersichtlich, können an den beiden Enden des Ofens,
je nach Bedarf, eine oder mehrere Gruppen von Rahmen a vorgesehen werden,
die paarweise sich genau in übereinstimmenden Stellungen befinden und dieselben
Bewegungen ausführen. Die Rah-@aenpaare sind durch einen Tragbalken I mitei, verbunden.
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-l an ist auf diese Weise in der Lage, tnit z#,wi Rahmengruppen den
Antrieb für die Bewegung sämtlicher Tragbalken in die Wege zu leiten. Im übrigen
bietet sich auch noch der Vorteil, mit einem Rahmenpaar mehrere Tragroste zu verbinden
und diese so schmal auszubilden, wie es erforderlich ist, so daß die von ihnen gebildeten
Unterstützungsstellen für das Gut möglichst kleine Lücken zwischen sich belassen.
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Während der Rahmena der Abb. 2 quadratische Form besitzt, demnach
die Bewegungsgröße in den vier Phasen dieselbe ist, veranschaulicht die Abb. 5 .einen
rechteckigen Rahmen verschiedener Seitenlänge, um den Vorschub und Rücklauf gegenüber
der Heb- und Senkbewegung größer zu gestalten. In diesem Falle «-erden dann die
senkrechten Leisten nach oben und unten entsprechend der vergrößerten Kurvenscheibed
verlängert, damit deren Flanke sich vollkommen hierauf abwälzen kann.
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Hierbei ist die Möglichkeit gegeben, von einer Rahmengruppe nach der
gegenüberliegenden, mit ihr zusammenwirkenden Gruppe beliebig viele Tragbalken ausgehen
zu lassen, die ja in ihrer Zusammengehörigkeit, also soweit sie die gleichen Bewegungen
auszuführen haben, je einen starren Rost bilden. In dieser Weise läßt sich die Bauweise
der Vorschubeinrichtung wesentlich vereinfachen und verbilligen, weil man in die
Lage versetzt ist, beispielsweise nur mit zwei Rahmengruppen den gesamten Antrieb
für die Bew=egung sämtlicher Tragroste in die Wege zu leiten.
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Im übrigen bietet sich auch noch der Vorteil, die Tragroste schmal
auszubilden und je nach Wunsch und Erfordernis in dichter Reihenfolge nebeneinander
anzuordnen, so daß die von ihnen gebildeten Unterstützungsstellen für das Gut möglichst
kleine Lücken zwischen sich belassen.