DE565782C - Maschine zur Herstellung von Kunstgitter - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Kunstgitter

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DE565782C DE1930565782D DE565782DD DE565782C DE 565782 C DE565782 C DE 565782C DE 1930565782 D DE1930565782 D DE 1930565782D DE 565782D D DE565782D D DE 565782DD DE 565782 C DE565782 C DE 565782C
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    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F27/00Making wire network, i.e. wire nets
    • B21F27/02Making wire network, i.e. wire nets without additional connecting elements or material at crossings, e.g. connected by knitting

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Maschine zur Herstellung von Kunstgitter Die Erfindung betrifft eine Maschine zur selbsttätigen Herstellung von Kunstgitter. Unter Kunstgitter wird ein Drahtgeflecht verstanden, bei dem die sich kreuzenden Drähte an den Kreuzungsstellen wechselweise über-und untereinander und in einem von 9o" abweichenden Winkel zu den Gitterrändern verlaufen.
  • Bei den bisher bekannten Maschinen zur Herstellung derartiger Gitter können Stockungen und Fehler im Getriebe dadurch einstehen, daß die nacheinander oder gleichzeitig zur Wirkung kommenden Vorrichtungen, die im wesentlichen zum Einschieben des Drahtes, zum Abschneiden der Drahtenden, zur Fachbildung und zum Vorschub des fertigen Gitters dienen, nicht genau synchron arbeiten. Ferner sind bei bekannten Maschinen die Vorschubeinrichtungen für die einzuführenden Schußdrähte so angeordnet, daß der Einschuß in die gebildeten Fache schon am Rande des Gitters beginnt.
  • Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß zur Erzielung einer unbedingt synchronen Bewegung der Einzeleinrichtungen der Antrieb von Teilen abgeleitet sein muß, die unmittelbar die Bewegung -weitergeben. Eine. Gewähr hierfür ist dann nicht vorhanden, -wenn die Antriebe hintereinander geschaltet sind, so daß die Bewegung einer Einrichtung von dem Antriebe einer anderen Einrichtung abgeleitet. ist. Hierbei summieren sich die infolge des unvermeidlichen Spieles in den Antriebsteilen auftretenden Fehler. die zunächst zu fehlerhaftem Gitter und schließlich zu einer Stockung der Maschine führen können. Es ist ferner wichtig, daß die Bewegungen der Einzeleinrichtungen möglichst über den ganzen Bereich eines Bewegungskreises verteilt sind, um ein verhältnismäßig langsames Arbeiten der Einzeleinrichtungen zu ermöglichen. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, die Schußdrähte erst in der Mitte des Gitters in die gebildeten Fache eintreten zu lassen, weil dadurch während des Vorschubes der Schußdrähte Zeit bleibt, die Einzeleinrichtungen arbeiten zu lassen, bis sie in den Gitterverband eingetreten sind und angeschlagen werden. Die Zeitfolge der Bewegungen ist unten erläutert.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Maschine nach der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Fig. z ist eine Ansicht von oben, wobei der Deutlichkeit wegen Einzelheiten weggebrochen oder fortgelassen sind.
  • Fig.2 zeigt in Ansicht von oben den Antrieb der Well- oder Kröpfräder.
  • Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Getriebes. Fig. 4. ist eine Ansicht von oben, Fig. 5 eine Seitenansicht- einer Abschneidvor richtung.
  • Fig. 6 zeigt in perspektivischer Seitenansicht die Innenfachbildungseinrichtung.
  • Fig. 7 und 8 geben den Bewegungsvorgang wieder.
  • Fig. 9 zeigt in perspektivischer Seitenansicht die Außenfachbildungseinrichtung. Fig. io und i i geben die Bewegungsvorgänge wieder.
  • Fig. i2 ist eine perspektivische Darstellung der Anschlagladen mit dem zugehörigen Antrieb und der Gitterklemmvorrichtung mit ihrem Antrieb.
  • Fig. 13 und 14 sind perspektivische Seitenansichten der Gitterv orschubvorrichtung mit dem zugehörigen Antrieb.
  • Bei der Maschine sind im wesentlichen folgende Einzeleinrichtungen zu unterscheiden: i. die Drahtvorschubvorrichtung mit Well-oder Kröpfrädern, 2. die Abschneidvorrichtung, 3. die Innenfacheinrichtung, 4. die Außenfacheinrichtung, 5. die Ladenbewegungseinrichtung, 6. die Gitterklemmeinrichtung, 7. die Gittervorschubeinrichtung.
  • Diese Einrichtungen stehen so miteinander in Verbindung, daß sie in bestimmter und unveränderlicher zeitlicher Reihenfolge beim Gang der Maschine arbeiten. Das Vorgelege für den Maschinentrieb besteht aus einer kurzen Welle i, auf der die Riemenscheibe 2 und das Zahnrad 3 befestigt sind. Die Einzeleinrichtungen sind im folgenden jede für sich beschrieben.
  • i. Der Drahtvorschub mit Well- oder Kröpfrädern (Fig. i bis 3). Das Zahnrad 3 greift in ein Zahnrad 4 ein, das auf der Welle 5 befestigt ist. Auf dieser ist ein Zahnrad 6 lose drehbar, das mit dem Zahnrad 4 durch einen Schleppkurbeltrieb in Verbindung steht. Der gabelförmige Arm 7 des Kurbeltriebes (Fig. 2 und 3) ist innerhalb des Zahnrades 4 exzentrisch zur Nabe auf einem Zapfen 8 gelagert und trägt an seinem freien Ende einen zu beiden Seiten vorstehenden Zapfen 9, auf dessen einem Ende ein Arm io gelagert ist. Dieser Arm io greift an einem Zapfen i i an, der an dem Zahnrad 6 exzentrisch zur Nabe befestigt ist. Am anderen Ende des Zapfens 9 ist eine Rolle 12, gelagert, die auf einer am Tragbock 13 befestigten KurvenschQibe 14 rollt. Von dem hierdurch absatzweise angetriebenen Zahnrad 6 wird die Drehbewegung über das Zwischenrad 15 auf das Wechselrad 16 und die Welle 17 mit dem Kegelrad 18 auf das eine Wellen- oder Kröpfräderpaar i9 und über das Kegelrad 2o und die Welle 2i auf das andere Wellen- oder Kröpfräderpaar 22 übertragen. Diese erhalten infolge der eigenartigen Bewegungsübertragung eine schrittweise beschleunigte und verzögerte Bewegung, die von einem Stillstand unterbrochen ist.
  • Durch die Wellen- oder Kröpfräderpaare i9 und 22 werden die Drähte 23 und 24 mit Wellen oder Kröpfungen versehen und gleichzeitig in die aus den vorher zugeführten und. abgeschnittenen Drahtstücken 25, die bereits teilweise zu dem Gitter zusammengefügt sind, gebildeten Fache im Winkel gegeneinander vorgeschoben.
  • 2. Hinter den Wellen- oder Kröpfräderpaaren ist je eine Abschneidvorrichtung angeordnet, durch welche die Drähte laufen und von der sie auf die nötige Länge während des Stillstandes der Kröpfräderpaare geschnitten werden. Der Antrieb für die Abschneidvorrichtung ist von der Hauptantriebswelle i über das Zahnrad 3 von dem Zahnrad 4 abgeleitet. An einer Speiche des Zahnrades 4 ist eine Kurvenbahn 26 vorgesehen, in der sich eine Leitrolle 27 auf einem Zapfen 28 bewegt. Der Zapfen 28 ist an einem Ende eines Hebelarmes 29 befestigt, dessen anderes Ende fest mit einer am Gestell gelagerten Welle 30 verbunden ist. Der Arm 39 wird durch eine Feder 31 gegen einen Anschlag 32 .gezogen, die ihn in solcher Lage festhält, daß die Rolle 27 bei der Drehung des Rades 4 in die Kurvenbahn 26 einlaufen kann. Ein auf der Welle 3o befestigter Hebelarm 33 ist gelenkig mit einer Stange 34 und diese gelenkig mit einem Scherenhebel 35 verbunden, der um die Achse 36 schwenkbar ist. Am Ende des Scherenhebels 35 ist ein Schlitzlager 37 vorgesehen, in dem das Ende des anderen Scherenhebels 38 gelagert ist. Dieser ist schwenkbar um eine Achse 39. Die Widerlager oder Gegenmesser zu den Scherenhebeln sind mit 40 und 4i bezeichnet.
  • Während des Stillstandes der Wellen- oder Kröpfräder wird der Hebel 29 durch die Kurvenbahn 26 geschwenkt. Seine Bewegung überträgt sich über die Welle 3o, den Hebelarm 33 und die Stange 34 auf den Scherenhebel 3 5 und von- diesem gleichzeitig auch auf den Scherenhebel 38.
  • Das Abschneiden der Drähte 23 und 24 erfolgt, nachdem sie in die aus den vorhergehenden Drahtstücken 25 gebildeten Fache vorgeschoben sind und nachdem bereits ein Teil dieser Fache, das sogenannte Innenfach, geschlossen ist, so daß die Drähte gegen eine Längsverschiebung gesichert sind. Um die Drähte 23 und 24 zwischen die bereits zum Teil mit dem fertigen Gitter verbundenen Drahtstücke 25 vorschieben zu können, werden die Enden dieser Drahtstücke abwechselnd nach entgegengesetzten Seiten aus der Gitterebene herausgespreizt, wobei sie zwei im Winkel zueinander rechts und links von der Maschinenmitte liegende Fache bilden. Bei beiden Fachen wird entsprechend der Lage in der Maschine unterschieden zwischen einem Innenfach, das aus den der Maschinenmitte zu liegenden Enden der Drahtstücke 25, und einem Außenfach, das aus den außenliegenden Enden der Drahtstücke 25 gebildet wird. Die zugehörigen Fachbildungseinrichtungen werden jede für sich durch Kurvenscheiben in Bewegung gesetzt.
  • 3. Die Innenfachbildungseinrichtung (Fig. 6 bis 8) wird von der in Böcken 42 und 43 gelagerten durchlaufenden Welle 5 durch das Zahnrad 4 angetrieben. Auf der Welle 5 ist eine Kurvenscheibe 45 befestigt, an deren Umfang eine Rolle 46 aufliegt. Die Rolle 46 ist an einem Arm 47 gelagert, der sich an einer längsverschiebbar geführten Hubstange 48 befindet. Diese ist mit einem Arm 49 gelenkig verbunden, der fest an einer Welle 5o sitzt. Auf der Welle 5o sind außerdem paarweise entgegengesetzt gerichtete Arme 5 i und 52, 53 befestigt, deren freie Enden entsprechend mit ebenfalls längsverschiebbar geführten Hubstangen 54, 55 und 56 gelenkig verbunden sind. An der Hubstange 55 ist eine Zugfeder 57 angebracht, die anderseits am Maschinengestell angreift. Sie wirkt mittelbar dem Hub der Kurvenscheibe 45 entgegen. An den Hubstangen 48, 54, 55 und 56 sind Arme 59, 6o, 61, 62 befestigt. von denen je zwei Fachbildungsgabeln 63 und je eine Drahtführungsleiste 64 getragen werden, zwischen denen die Enden der Drahtstücke 25 liegen.
  • Der Bewegungsvorgang ist aus den Fig.6 bis 8 ersichtlich. Durch die Kurvenscheibe 45 werden die Fachbildungsgabeln 63, die oberhalb und unterhalb der Drahtstücke 25 angeordnet sind, in ihrer Längsrichtung gegeneinanderbewegt, so daß die Enden der Drahtstücke gespreizt und so die Fache gebildet werden (Fig. 7). Die Fachbildung erfolgt zeitlich vor dem Drahteinschub. Bevor die Abschneidvorrichtungen die Drahtstücke abschneiden, wird das Innenfach durch Auseinandergehen der Fachbildungsgabeln 63 und Zusammengehen der Drahtführungsleisten 64 geschlossen, wobei der eingeführte Draht durch die Drahtenden 25 des Gitters gehalten wird (Fig.8).
  • Die Fachbildung der nach den Außenseiten der Maschine zu liegenden Enden der Drahtstücke 25 erfolgt durch die ebenfalls nach ihrer Lage in der Maschine benannte Außenfachbildungseinrichtung. Diese ist in ähnlicher Weise wie die vorher beschriebene Innenfachbildungseinrichtung ausgebildet. Da die Enden der Drahtstücke jedoch nicht mehr so weit aus dem fertiggebildeten Gitterstück vorstehen wie die Drahtenden der am Innenfach liegenden Drahtstücke, ist hier eine besondere Drahtführung notwendig. Auch erfolgt das Öffnen und Schließen der Außenfache nicht gleichzeitig mit den Innenfachen. Der Antrieb der Außenfachbildungseinrichtung besteht aus einer in Böcken 68 (Fig. 9) gelagerten Welle 69, an welcher die Arme 70, 74 72, 73 befestigt sind. An diesen Armen sind die längsverschiebbar geführten Hub-Stangen 74, 75, 76, 77 entsprechend angelenkt. jede der Hubstangen trägt je einen Arm 78, 79,80,84 an denen winklig abgebogene Führungsrinnen 82 mit winkelförmigem Querschnitt befestigt sind. An der Hubstange 74 befindet sich ein Arm 83, der am Ende eine Rolle 84 trägt, die mit einer Kurvenscheibe 85 zusammenarbeitet. Die Kurvenscheibe sitzt auf der bereits erwähnten Welle 5, die von der Hauptantriebswelle i in Drehung versetzt wird. An der Hubstange 77 einerseits und dem Maschinengestell anderseits ist eine Zugfeder 65 befestigt, die das System entgegen der Hubwirkung der Kurvenscheibe 85 in die Ausgangsstellung zurückführt.
  • Die Wirkungsweise der Fachbildungseinrichtung ist folgende: Die Enden der Drahtstücke 25 liegen in den waagerechten Teilen der Führungsrinnen 82. Die an den oberen waagerechten Armen 79 und 8o befindlichen Führungsrinnen 82 sind nach unten offen; die an den Armen 78 und 8 i befestigten Führungsrinnen 82 sind nach oben offen. Zur Fachbildung bewegen sich die Arme 79 und 8o nach unten, die Arme 78 und 8 i nach oben (vgl. unten., i o). Beim Schließen der Fache erfolgt die umgekehrte Bewegung, die so weit fortgesetzt wird, bis die Drahtenden, welche in eine gemeinsame Ebene zurückfedern, von den Führungsrinnen frei werden (vgl. Fig. i i). Die Bewegung der Fachbildungseinrichtung wird durch die Kurvenscheibe 85 und die Zugfeder 65 bewirkt.
  • 5. Zum Anschlagen der abgeschnittenen Drahtstücke 25 dienen zwei Laden 9o und 9i mit kammförmig angeordneten Zinken 92 (Fig, i 2), denen eine auf und ab gehende und eine Schwenkbewegung erteilt wird. Die Laden sind an je einer Welle 94 und 95 befestigt, die drehbar in Armen 96 gelagert sind. Die Arme 96 sitzen an je einer Welle 97 und 98. Diese Wellen erhalten eine umkehrende Schwenkbewegung durch die Arme 99 und i oo, an deren Enden Rollen i o i und 102 gelagert sind, die mit Kurvenscheiben 103 und 104 auf den Wellen 5 und io5 zusammenarbeiten, die den Laden bei ununterbrochener Drehung der Wellen 5 und 105 ihre Auf- und Abwärtsbewegung erteilen. Auf den Wellen 5 und io5 sind außerdem Kurvenscheiben io6 und 107 befestigt, die mit je einer kreisrunden Scheibe io8 und iog zusammenarbeiten, welche auf je einer an den Laden 9o und 9i gelagerten Welle i io und i i i befestigt sind. Die Scheiben io8 und iog liegen an den Kurvenscheiben i o6 und 107, so daß die Laden auch noch eine Schwenkbewegung um die Achse der Wellen 94 und 95 ausführen. Zur Übertragung der Drehung der Welle 5 auf die Welle io5 ist auf der ersteren ein Kegelrad I 12 befestigt, das mit einem Kegelrad 113 auf der Welle tos in Eingriff steht (Fig. i).
  • Wenn die Drähte 23 und 24 in die gebildeten Fache eingeschoben und die Drahtstücke abgeschnitten sind, werden diese durch die Kämme 92 und 93 der Laden, welche sich in der Hochlage befinden, angeschlagen und m eine der Maschenbreite entsprechenden Entfernung zu dem vorhergehenden Drahtstück gebracht. Darauf senken sich die Laden 9o und 9i und kehren in ihre Ausgangslage zurück. Die Laden müssen gesenkt werden, um die Kämme aus dem Bereich der Drahtstücke zu bringen, damit diese bei dem nun folgenden Vorschub des Gitters sich frei bewegen können.
  • 6. Während der Drahteinführung und dem Anschlagen wird das Gitter durch eine Gitterklemmvorrichtung (Fig. 12) festgehalten und während des Gittervorschubes freigegeben. Der Antrieb der Gitterklemmvorrichtung ist von der Welle 1o5 zum Antrieb der einen Lade 9i abgeldsitet. Auf dieser Welle ist eine Kurvenscheibe i 15 befestigt, die mit einer an einem Druckhebel i 16 gelagerten Rolle 117 zusammenarbeitet. Der Druckhebel ist mit einer Welle i 18 verbunden, die in Böcken i 19 drehbar gelagert ist. In dem Druckhebel i 16 ist zwischen seinen Enden eine mit Gewinde versehene Druckstange i 2o eingeschraubt, deren oberes Ende an einer Druckplatte 121 anliegt. Diese Druckplatte wird gegen eine Gegenplatte 122 bewegt und hält das über ihr befindliche Gitter so lange fest, bis sein Vorschub erfolgt. Die Druckstange 120 ist in ihrer relativen Lage zu dem Druckhebel 116 veränderlich, um den Anpressungsdruck einstellen zu können.
  • 7. Während die Klemmvorrichtung geöffnet ist, erfolgt der Vorschub des Gitters um ein der Maschenweite entsprechendes Stück (Fig.13). Zu diesem Zweck ist hinter der Gitterklemmvorrichtung unterhalb des fertigen Gitters ein Rahmen 123 angeordnet, in dessen obere Leiste auswechselbare, der Maschengröße und -form entsprechend gestaltete Spitzen 124 eingesetzt sind. Der Rahmen erhält durch seinen Antrieb eine waagerechte und eine senkrechte Hinundherbewegung. Die waagerechte Parallelverschiebung erfolgt durch eine Kurvenscheibe 125, die auf der Welle 105 befestigt ist. Durch die Kurvenscheibe wird ein doppelarmiger Hebel 126 in Bewegung versetzt, an dessen einem Ende die Rolle 127 angeordnet und an dessen anderem Ende eine in Pfannen gelagerte Druckstange 128 angelenkt ist. Zwischen den beiden Enden ist der Hebel i26 in einem Bock 129 gelagert. Die Druckstange 128 greift mit ihrem freien Ende an einem Arm eines doppelarmigen Hebels 132 gelenkig an, der auf einer in Böcken 131 gelagerten Welle i3o befestigt ist. Der andere Hebelarm ist mit einem Schlitz 133 versehen, in welchen ein Bolzen 134 verschiebbar und feststellbar eingreift. An dem Bolzen 134 ist eine Stange i35 angelenkt, deren freies Ende mit einem Zapfen 136 an einem Arm 137 gelenkig verbunden ist; der Arm 137 sitzt fest auf einer Welle 138, die in Böcken 139 gelagert ist und zwei fest mit ihr verbundene Arme 140 und 141 trägt, an deren Enden Stangen 142 und 143 angelenkt sind. Die Stangen sind mit dem Rahmen 123 gelenkig verbunden. Der Zapfen 136 steht noch durch eine Stange 144 mit einem Winkelhebel 145 in gelenkiger Verbindung, der mit einer in Böcken 146 gelagerten Welle 147 drehbar ist. Der freie Hebelarm ist an einer Stange 148 angelenkt, die am unteren Ende des Rahmens 123 angreift. Die Rückbewegung des Rahmens 12.3 wird durch eine Feder 149 bewirkt.
  • Infolge der dem doppelarmigen Hebel 132 durch die Kurvenscheibe 125 erteilten Schwenkbewegung erhält die Stange i35, entsprechend dem eingestellten Abstand ihres Bolzens i34 von der Welle i3o, eine mehr oder weniger große, schräg gerichtete axiale Hinundherbewegung. Diese Bewegung wird auf den Rahmen i 23 derart übertragen, daß dieser eine waagerechte Bewegung ausführt.
  • Die Hubbewegung des Rahmens i23 wird durch eine auf der Welle 1o5 festsitzende Kurvenscheibe 150 gesteuert (Fig. 14). Auf dieser Kurvenscheibe rollt eine an einem doppelarmigen Hebel 151 gelagerte Rolle 152. Der Hebel 151 wird von einem Lager 153 getragen und ist mit seinem freien Ende von einer Stellschraube 154 durchsetzt, die sich gegen die obere Leiste des Rahmens 123 stützt. Durch diesen Antrieb wird dem Rahmen eine senkrechte Aufundabbewegung erteilt.
  • Die Vorschubbewegung kann in drei Abschnitte gegliedert werden: i. Stillstand des Drahtvorschubes, 2. Vorschub der Drähte außerhalb und 3. Vorschub der Drähte innerhalb der Fache. Während dieser Abschnitte vollziehen sich folgende Bewegungen: I. Stillstand des Drahtvorschubes i. Draht wird abgeschnitten, nachdem das Innenfach zwecks Festhaltens des Drahts geschlossen ist.
  • 2. Die Lade geht nach vorn, und die Scheren öffnen sich.
  • 3. Das fertige Gewebe wird geklemmt, noch bevor die Lade anschlägt.
  • 4. Die Lade schlägt an. Il. Vorschub der Drähte außerhalb der Fache 5. Die Lade geht nieder.
  • 6. Das Außenfach schließt sich, das fertige Gewebe wird entklemmt.
  • 7. Das fertige Gewebe wird vorgeschoben. B. Die Lade geht aufwärts.
  • g. Außenfach öffnet sich, und das fertige Gewebe wird wieder geklemmt.
  • i o. Die Lade geht zurück, und die Transportspitzen gehen nieder.
  • i i. Innenfach öffnet sich.
  • III. Vorschub der Drähte innerhalb der Fache 12. Draht schiebt sich ins Gewebe ein_, und die Transportspitzen gehen zurück.
  • 13. Das Innenfach schließt sich, und die Transportspitzen gehen hoch.
  • Es ist auch möglich, mit der Maschine Gitter aus glattem Draht herzustellen, wenn die Kröpf- oder Wellräder durch am Umfang ebenflächige Vorschubräderpaare ersetzt werden.

Claims (13)

  1. PATE NTT_1\SPFÜCHE: i. Maschine zur Herstellung von Kunstgitter, bei der die durch dieVorschubvorrichtung gekröpften Drähte im Winkel zueinander in aus den freien Gitterdrahtstücken gebildete Fache eingeführt, auf die erforderliche Länge geschnitten und angeschlagen werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der aus den Well- oder Kröpfrädern zum Kröpfen oder Vorschieben der Drähte, den Abschneidvorrichtungen, den Fachbildungsvorrichtungen, den Ladenbewegungsvörrichtungen, der Gitterklemmvorrichtung und der Gittervorschubvorrichtung bestehenden Einzelvorrichtungen für beide Gitterseiten nur von einer Hauptwelle (5) und einer von dieser zwangsläufig angetriebenen Nebenwelle (1o5) erfolgt, derart, daß die Schußdrähte in der Mitte der Gitterbreite in die geöffneten Fache eintreten, so daß die Fache nur kurze Zeit offen stehen und nur während dieser Zeit die anderen zwangsläufigen Bewegungen unterbrochen sind.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Well- oder Kröpfräder (i g und 22) eine gleichförmig beschleunigte und verzögerte Bewegung, die von einem Stillstand unterbrochen ist, erhalten.
  3. 3. Antriebseinrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das auf der Hauptwelle (5) feste Antriebszahnrad (4) mittels einer einen Kniehebel (7, io) bildenden Schleppkurbelanordnunge deren Kniegelenk mittels einer Laufrolle (12) auf einer ortsfesten Kurvenscheibe (14) geführt ist, mit einem auf der Hauptwelle (5) lose drehbar sitzenden Zahnrad (6) verbunden ist, von dem die Well- und Vorschubräder (i9, 22) zwangsläufig angetrieben werden. ¢.
  4. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Zahnrad (4) eine Leitkurve (26) vorgesehen ist, durch welche der absatzweise Antrieb der Abschneidvorrichtung erfolgt.
  5. 5. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungen der Fachbildungseinrichtungen, der Laden, der Gitterklemm- und der Gittervorschubeinrichtung durch Kurvenscheiben gesteuert werden, die auf der Hauptwelle (5) und der Nebenwelle (105) angeordnet sind.
  6. 6. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fachbildung aus den freien Enden der erst teilweise im Gitterverband befindlichen Drahtstücke (25) an jeder Gitterseite zwei unabhängig voneinander arbeitende Fachbildungseinrichtungen, und zwar eine für in Nähe der Gitterspitze liegenden längeren Drähte (Innenfachbildevorrichtung) und eine für die nach dem Gitterrand zu gelegenen kürzeren Drähte (Außenfachbildevorrichtung) vorgesehen sind, deren Fachbildungswerkzeuge (63 und 82) die Enden der Drahtstücke (25) abwechselnd nach oben und nach unten aus der Gitterebene spreizen.
  7. 7. Maschine nach Anspruch 6, dadurchgekennzeichnet, daß auf jeder Gitterseite mit den Fachbildungswerkzeugen der Innenfachbildungseinrichtungen zwei die fachbildenden Kettenfäden von außen " übergreifende Drahtführungsleisten (64) derart zusammenarbeiten, daß die kreuzweise übereinandergehenden, eingeschobenen Drähte (23, 24 und 25) durch die bei Fachschluß sich auf die Kettendrähte von oben und unten auflegenden Drahtführungsleisten (64) festgehalten werden. B.
  8. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließen der Innenfache zeitlich vor dem Schließen der Außenfache erfolgt.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fachbildungswerkzeuge der Außenfachbildungseinrichtung aus winklig abgebogenen Führungsrinnen (82) bestehen, deren Wände gegeneinander geneigt sind. io.
  10. Maschine nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußdrahtanschlagvorrichtungen (Laden 9o, 9i) neben der Anschlagbewegung noch eine Aufundabbewegung dadurch ausführen, daß Kurvenscheibenpaare (io3, io6 und 104, 107) auf der Haupt- und Nebenwelle (5 und 105) mit je einem Hebeltrieb zur Steuerung der Aufundabbewegung sowie mit je einer Rolle (io8 und 1o9) an dem Ladenrahmen zur Erzeugung der Anschlagbewegung der Laden zusammenarbeiten. i i.
  11. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Laden (9o und 91) an der oberen Kante kammförmig ausgebildet und die Zinken (92) am Ende nach beiden Seiten abgeschrägt sind.
  12. 12. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung für das fertige Gitter aus je einer oberhalb und unterhalb des Gitters nahe den Anschlagstellen liegenden Platte (121 und 122) besteht, von denen die untere heb- und senkbar ist und von einem mit einer Hubscheibe (i 15) auf der Nebenwelle (1o5) zusammenarbeitenden Hebel ( i 16) mittels einer in ihrer Länge einstellbaren Druckstange (i 2o) abwechselnd gegen das sich gegen die oben ortsfeste Druckplatte abstützende Gitter angepreßt und von diesem gelöst wird.
  13. 13. Maschine nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gittervorschubeinrichtung aps einem Rahmen (123) besteht, in dessen obere Leiste Spitzen (12q.) auswechselbar eingesetzt sind, deren Köpfe der Maschenweite des Gitters entsprechen, und daß der Rahmen durch je eine auf den Wellen (5 und io5)' befestigte Kurvenscheibe (125 und 150) eine waagerecht gerichtete Parallelbewegung und eine senkrechte Aufundabbewegung erhält.
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