-
Preisanzeigende Neigungswaage Die Erfindung betrifft eine. preisanzeigende
Neigungswaage, und zwar eine sogenannte oberschalige Waage, d. h. eine solche, bei
der die Lastschale über dem Gehäuse- der Waage angeordnet ist. In dem Gehäuse befindet
sich das Getriebe der Waage, einschließlich einer die Preis- und Gewichtsangaben
enthaltenden Anzeigetrommel, deren Angaben durch Schaulöcher an der Käufer- und
Verkäuferseite der Waage erkennbar sind.
-
Waagen solcher Art sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt;
insbesondere auch solche, die bei mit Kühlräumen versehenen Ladentischen so eingebaut
werden, daß ihre Gewichtsangaben sowohl von der Verkäuferin wie auch von der Käuferseite
her bequem abgelesen werden können.
-
Die Erfindung bezweckt bei einer solchen Waage, bei welcher in bekannter
Weise die Lastausgleichsv orrichtung und die Anzeigetrommel, deren Drehachse mit
der Längsachse des die Lastschale tragenden Waagebalkens gleichgerichtet ist, unterhalb
der Lastschale angeordnet sind, alle Teile so eng beieinander unterzubringen, daß
zur Aufstellung der Waage nur eine möglichst kleine Grundfläche erforderlich ist.
Gleichzeitig soll dabei die Gesamtanordnung so getroffen sein, daß die vom Verkäuferplatze
zum Käuferplatze gerichtete senkrechte Symmetrieebene der Lastschale mit derjenigen
des Gehäuses der Waage zusammenfällt.
-
Zur Erreichung dieses Zweckes wird der Erfindung gemäß die Lastschale
mittels eines seitlich dicht um die Anzeigetrommel herumgeführten, entsprechend
gekrümmten Armes auf den unterhalb der Trommel angeordneten, in bekannter Weise
gegabelten Waagebalken gestützt und dieser Abstüzungsarm etwa in der Mitte des Waagebalkens
zur Auflage gebracht, während der Waagebalken am Fußende seiner Gabelung schwingbar
gelagert ist und mit dem Endpunkt des längeren seiner beiden Gabelarme an die Lastausgleichsvorrichtung
angreift.
-
Besonders zweckmäßig ist-es, einen in bekannter Weise zur Parallelführung
dienenden Lenker für den gekrümmten Lastschalenstützungsarm in den zwischen der
Trommel und der entsprechenden oberen Ecke des Gehäuses der Waage befindlichen Raum
unterzubringen.
-
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
-
Fig. r zeigt schaubildlich von der Verkäuferseite eine Waage gemäß
der Erfindung, die in einer Aussparung eines Ladentisches
mit Kühlschränken
untergebracht ist; Fig.2 zeigt in senkrechtem Schnitt und von der linken Hand des
Verkäufers gesehen das Getriebe der Waage; Fig.3 ist ein ähnlicher Schnitt, aber
von der rechten Hand des Verkäufers gesehen; Fig. q. ist ein Längsschnitt durch
die Waage teilweise in Ansicht vor.: der Verkäuferseite gesehen; Fig. 5 ist ein
Grundriß des Innern der Waage, wobei aus Gründen der Deutlichkeit, einige Teile
weggebrochen sind; Fig.6 zeigt in kleinerem Maßstab und im Grundriß die Grundplatte
der Waage; Fig. 7 und 8 sind Schnitte nach den Schnittlinien VII-VII bz«-. VIII-VIII
der Fig. 5; Fig. 9 und io sind Teilansichten, die die Vergrößerungslinsen in der
Stellung zum Ablesen hoher bzw. niederer Preise für die Gewichtseinheit darstellen;
Fig. i i ist ein Schnitt nach der Linie XI-XI der Fig. 3, und Fig. 12' ist eine
Sonderdarstellung der Ablesevorrichtung für den Käufer.
-
Fig. i zeigt die Waage in einem Verkaufstisch eingebaut und von der
Verkäuferseite aus gesehen. Die Lastschale'34 ist als flache Platte dargestellt,
das Gehäuse 115 enthält das Schauglas i2o, durch das der Verkäufer, die durch Linsen
vergrößerten Angaben der Anzeigekarte abliest. Die Grundplatte i der Waage wird
vorzugsweise aus Aluminium gegossen und hat die Gestalt- eines flachen, rechteckigen
Troges mit gekreuzten Rippen 2 (Fig.6)., Das zweckmäßig aus einer formbaren Kunstmasse
hergestellte Gehäuse 115 schützt das Waagegetriebe und gibt der Waage ein schöneres
Aussehen. Es ruht auf den nach oben gerichteten Kanten der trogartigen Grundplatte
i und besitzt Vorsprünge 116, über die geflanschte Platten 117 greifen und es mit
der Grundplatte verbinden. Durch Schrauben iig bewegbare Klammern 18 sind an der
Grundplatte zum straffen gegenseitigen Verbinden vorgesehen. Die Schrauben i 1g
sind in Bohrungen der Grundplatte drehbar und erfassen mit ihrem Gewinde ein Muttergewinde
der Klammern. An den oberen Längskanten ist das Gehäuse abgerundet und trägt auf
der Verkäuferseite das gebogene Schauglas 12o, auf der Käuferseite ein kürzeres
Schauglas 121. Ein Ansatz 32 der Lastschale 34 ragt von oben in eine Gehäuseöffnung,
die, in üblicher Weise durch eine Labyrinthdichtung 122, 123 gegen das Eindringen
von Fremdkörpern gesichert ist.
-
An der' zur rechten Hand des Verkäufers gelegenen Stirnkante der Waage
ist ein Waagebalken 9 in hohlen Lagerfüßen 3 und q. gelagert (Fig.7). Der Waagebalken
hat (Fig.5) an der Käuferseite einen kürzen Arm 18, an der Verkäuferseite einen
längeren, am freien Ende gegabelten Arm 1g und dazwischen einen Steg 2o. Die Lagerfuße
3 und ¢ tragen Lagerpfannen 5 und 6, auf die sich die Tragschneiden 7 und 8 des
Waagebalkens 9 legen. Um diese' Schneiden sicher in ihren Lagerpfannen zu halten,
sind zwei Schrauben io und i i mit Schneiden 'än den Enden in Ansätzen des Waagebalkens
9 befestigt, die so eingestellt werden können, daß ihre Schneiden in einer Flucht
mit den Tragschneiden 7 und 8 liegen. Federbügel 12 und 13, die die Form
eines liegenden [J haben und in ihren oberen Armen mit Aussparungen zum Angriff
der Schneidenenden versehen sind, werden durch Federn 14 und 15 nach unten gezogen.
Letztere sind zwischen die unteren Arme der Bügel und Stützen 16 und -17 eingesetzt,
die an flachen Nocken auf dem Boden der Grundplatte i befestigt sind. Infolge der
federnden Ausbildung der Aushängesicherung braucht die Ausrichtung der Schneidenenden
der Scheiben io und z i gegenüber den Tragschneiden 7 und 8 nicht ganz genau zu
sein.
-
Die Lastschale 34. ist durch einen C-förmigen Übertrag ungsarm 25
in der aus Fig. 8 ersichtlichen Weise auf die Arme i8 und i9 des Waagebalkens abgestützt.
Der Arm 25 hat zwei Angüsse, in die Pfannen 23 und 2.-l. eingesetzt sind, die sich
auf Schneiden 21 und 22 des kurzen bzw. des langen Waagebalkenarmes 18 bzw. i g
abstützen. Als Aushängesicherung für diese Lagerung sind am übertragungsarm 25 Schrauben
28 und 29 einstellbar angeordnet, die sich mit Spitzen gegen ebenfalls einstellbare
Teller 3o bzw. 31 an den Armen 18 bzw. 19 des Waagebalkens legen. Der Angriffspunkt
jedes Tel= lers und seiner Spitze kann daher genau in der Flucht der Schneiden 21
und 22 ausgerichtet werden.
-
Jede Verschiebung der Schneiden 7, 8 und 21, 22 in der Achsrichtung
wird durch je einen in einer Kappe 27 verstellbaren Anschlag 26 verhindert. Die
Kappen 27 schützen zugleich auch die betreffenden Lagerteile. Der übertragungsarm
25 geht oben in den Ansatz 32 über, an dem verstellbar ein Kreuz 33 befestigt ist,
auf dem die Lastschale ruht (Fig. 5).
-
An der Verkäuferseite trägt die Grundplatte einen Ansatz 35. In ihm
ist eine Wasserwaage 36 eingesetzt, die sichtbar bleibt, auch wenn das Gehäuse 115
aufgesetzt ist (Fig. 5)' Auf der zur linken Hand des Verkäufers gelegenen Seite
.der Waage ist an der Grundplatte i ein Rahmen 37 befestigt (Fig. 2). Dieser Rahmen
hat eine gegenüber der Senkrechten schwach geneigte Fläche 38, die in der Mitte
durchbrochen ist (Fig. 4.). Zwei Bänder 39 snld mit ihren oberen Enden q.o an dieser
Fläche 38 des Rahmens 37 befestigt.
Am unteren Ende.4i jedes Bandes
ist ein Führungssektor 4.2 aufgehängt. Zwischen den beiden Führungssektoren 42 ist
ein starr mit ihnen verbundener Antriebssektor 43 angeordnet. An dessen oberem Ende
4.4 ist ein Band 4.5 befestigt, das sich um den Sektor legt und unten mit einer
Zugstange 46 verbunden ist. Das untere Ende der Stange trägt ein Gehänge 4.7, in
das mit der üblichen Spitzenlagerung 4.8 der längere Waagebalkenarm i9 eingreift.
Die schwache Neigung der Fläche 38 des Rahmens 37 bezweckt, daß die Schwenksektoren
,12 durch ihr Gewicht an der Fläche anliegen.
-
Mit diesen drei Sektoren ist ein Arm 4.9 winkelmäßig einstellbar verbunden,
der am unteren Ende ein Gewicht So einstellbar trägt. Der Schwerpunkt des gesamten
Neigungssystems liegt links von den Tragbändern 39, während der durch Stange .16
ausgeübte Lastzug auf der entgegengesetzten Seite wirkt (Fig.2). Die Masse des Neigungssystems
ist so groß und die Anordnung derart, daß sie die auf das Band q.5 wirkenden Eigenkräfte
des Waagebalkens 9, des Übertragungsarmes 25, des Lastschalenkreuzes 33, der Lastschale
34 und der anderen vom Waagebalken getragenen Teile ausgleicht. Daher ist kein besonderes
Gegengewicht für diese Teile nötig.
-
Wird eine Last auf die Schale 34 gelegt, so überträgt sich das Gewicht
auf den Antriebssektor 4.3. Der Neigungshebel 4.9, So wird dadurch unter gleichzeitigem
Anheben verschwenkt, wobei sich die Führungssektoren 42 an der Fläche 38 des Rahmens
37 nach oben abwälzen, bis die Last ausgeglichen ist.
-
Eine Zahnstangenstütze 51 ist durch praktisch reibungsfreie Lager
um eine Achse schwenkbar, die durch den Krümmungsmittelpunkt der Führungssektoren
t2 geht. An dieser Stütze 51 ist eine waagerechte Feder 5-2 befestigt, an der eine
Zahnstange 53 senkrecht verstellbar ist. Letztere treibt über ein Ritzel 54. die
auf der. Welle 55 sitzende Anzeigetrommel an. Das eine Ende dieser Welle dreht sich
in praktisch reibungsfreien Lagern im Rahmen 37, während das andere Ende in ebensolchen
Lagern einer besonderen Stütze 56 läuft, die auf Nocken am Boden der Grundplatte
i zur rechten Hand des Verkäufers steht (Fig. 4, 5). Ein- leichtes Gewicht 59 ist
an der Feder 52 befestigt, um den Eingriff der Zahnstange 53 in das Ritzel 54. zu
sichern.
-
Auf der Welle 55 der Anzeigetrommel sind zwei leichte Speichenstücke
6o befestigt, welche die aus dünnem Aluminiumblech 61 bestehende Anzeigetrommel
tragen. Auf dieser sind Gewichtszahlen 62 und 63 (Fig. 9, io) auf der einen Seite-
so angeordnet, daß der Verkäufer sie durch das Schauglas i2o sieht, während auf
der anderen Seite der Käufer die gleichen Gewichtszahlen 6.1. durch das Schauglas
121 ablesen kann (Fig. 12). Die Anzeigetrommel trägt auch Preiszahlen, die aber
wegen ihrer großen Zahl und geringen Größe fortgelassen sind.
-
' Ein Ableselineal 65 ist auf der Verkäuferseite an einem Ende am
Rahmen 37, am anderen an der Stütze 56 befestigt und liegt :licht an der Anzeigetrommel
61.
-
Wenn die Führungssektoren 42 an der Fläche 38 des Rahmens 37 sich
nach oben abwälzen, bewegt sich die Zahnstange 53 parallel zur Fläche 38 nach oben
und dreht dabei das Ritzel _5d. und die Anzeigetrommel 61, so daß die der jeweiligen
Last entsprechenden Gewichtszahlen über dem Ableselineal 65 erscheinen.
-
Die Zahnstange 53 geht bei der beschriebenen Anordnung um beinahe
zweimal soviel nach oben, wie das Ende des langen Waagebalkenarmes i9 nach unten
geht. Dadurch benötigt man eine verhältnismäßig geringe Bewegung am Ende des Armes
i9. Der Neigungshebel 49, 50 schwingt quer zu denArmen 18 und i9 des Waagebalkens.
Bei dieser An-. ordnung, bei der sich die Anzeigetrommel gewissermaßen zwischen
den Armen 18 und i9 des Waagebalkens erstreckt, ergibt sich eine außerordentlich
eng gebaute Waage, die aber trotzdem leicht zusammenzubauen ist und sich zuverlässig
und bequem handhaben läßt.
-
Der C-förmige Übertragungsarm 25, der einerseits die Anzeigetromme161
umfaßt, anderseits das Kreuz 33 für die Lastschale trägt, ermöglicht es, die Anzeigetrommel
in einem Stück herzustellen, wodurch die mit der Herstellung geteilter Anzeigetrommeln
verknüpften Schwierigkeiten vermieden werden.
-
Mit dem langen Arm i9 des Waagebalkens ist eine Dämpfungsvorrichtung
verbunden, die die _ Anzeigevorrichtung vor Schaden schützt, wenn schwere Lasten
plötzlich auf die Lastschale 34. geworfen werden, und die sie schnell in der richtigen
Anzeigestellung zur Ruhe bringt (Fig. 2, q., 5). Der Därnpfungszylinder 66 wird
von unten durch ein Loch 66' in der Grundplatte i eingesetzt und in eine am Rahmen
37 befestigte Kappe 67 geschraubt (Fig. 6). Die oben aus der Kappe 67 herausragende
Kolbenstange 68 ist durch eine Lagerung 69 an einem Bügel 7o befestigt, der, wie
Fig. q. und 5 zeigen, mit Stiften 71 in der Gabel des Armes i9 gelagert ist. Ein
Lenker 72 ist mit dem einen Ende am Bügel 70 und mit dein anderen an der
Stütze 56 angelenkt und hält den Bügel 70 aufrecht, ohne seine gelenkige Verbindung
mit
dem Arm i9 des Waagebalkens 9 zu stören.
-
Die Linsen, durch die der Verkäufer die Angaben der Anzeigetrommel
61 über dem Lineal 65 abliest, sind auf zwei parallele Stangen 75 und 76 geführt,
die zwischen zwei Stirnplatten 73 und 74 angeordnet sind (Fig. 4.). Letztere sind
am Rahmen 37 bzw. an der Stütze 56 angelenkt. Die Zapfen, um die der auf diese Weise
gebildete Linsenrahmen schwenkbar ist, liegen in der Achse der Ablesekante'des Lineals
65. Ein Wagen 87, der in Zellen 89 Linsen 88 trägt (Fig. 2, 9 und 1o), ist mit einer
Rolle 84 an der oberen Stange 75 und mit zwei Rollen 85 und 86 an der unteren Stange
76 geführt.
-
Zum Schwenken - des Linsenrahmens um seine mit der Ablesekante des
Lineals 65 zusammenfallende Achse ist in einer Nocke der Grundplatte i eine Welle
78 gelagert, - die durch einen an der Verkäuferseite in Form einer Flügelmutter
angebrachten Handgriff 77 gedreht wird. Die Nabe des Handgriffs 77 ist in einen
der Vorsprünge 116 der Gehäusewand eingesetzt. Auf dem inneren Ende der Welle 78
sitzt ein Hebelarm 79, der an eine am oberen Ende mit einem Auge 81 die Stange 76
des Linsenrahmens umgreifende Stange So angelenkt ist., Um den @,insenrahmen in
der ihm jeeils gegebenen Einstellung zu halten, ist eine Bremse für die Welle 78
vorgesehen. Diese Bremse hat die Form eines schraubenförmig gewundenen Drahtes 82
(Fig. f i), der in eine Aussparung der Grundplattennocke zwischen der Nabe des Handgriffs
und der Wand der Aussparung eingesetzt ist. Die Enden des Drahtes sind hakenförmig
umgebogen und in einer Aussparung der Handgriffnabe untergebracht, wobei sich zwischen
ihnen ein Ansatz 83 der Welle 78 befindet. Wenn sich die Welle 78 zu drehen sucht,
so erfaßt der Ansatz 83 eines der Enden des aufgewickelten Drahtes und sucht den
Draht abzuwickeln, wodurch der Außendurchmesser der Drahtspule größer wird und der
Draht sich gegen die Wand der Aussparung in der Nocke anlegt. Auf diese Art wird
jede ungewollte Bewegung des Linsenrahmens abgebremst.
-
Der Linsenwagen 87 wird durch einen zweiten Handgriff 9o auf der Verkäuferseite
verschoben, der ähnlich ausgebildet ist wie der Handgriff 77. - Die Welle g1 des
Handgriffs 9o ist, ähnlich wie die Welle 78 des Handgriffs 77, in einer Nocke der
Grundplatte i gelagert (Fig.2, rechts). Auf dem inneren Ende der Welle sitzt ein
Arm 92, der in ein geschlitztes Auge am unteren Ende eines doppelarmigen Hebels
95 mit einem Stift 93 eingreift. Der Hebel ist ungefähr in seiner Mitte an einer
von der Grundplatte i emporragenden Platte 96 gelagert. An dem Stift 93 des Armes
9a greift eine Feder 99 an, die am anderen Ende an der Platte 96 verankert ist.
Ein Stift 97 am oberen Ende des Hebels 95 greift in einen Schlitz an einem gekrümmten
Ansatz 98 des Wagens (Fig.2, rechts). Die Feder 99 dient dazu, den Linsenwagen in
seinen Endstellungen festzuhalten. Sobald der Wagen in der einen oder anderen Richtung
über seine Mittellage hinausgegangen ist, zieht ihn die Feder 99 in die entsprechende
Endlage.
-
Um den Raum abzudecken, der frei bleibt, wenn die Linsen 88 aus der
Stellung in Fig. 9 in die Stellung der Fig. 1o übergehen, sind zwei Schirme föound
foi vorgesehen (Fig.3), die an der Stütze 56 um die Achse schwenkbar sind, um die
der Linsenrahmen schwenkbar ist. Federn 1o2 und 103 suchen die Schirme in
die Lage nach Fig. io zu bringen, doch werden die Schirme durch Anschläge 104 und
1o5, die Nocken fob und 107 der Schirme erfassen, wenn der Wagen nach rechts gehoben
wird, äuseinandergehalten.
-
Eine nicht dargestellte Einrichtung dient dazu, um die Anzeigetrommel
61 von der Verkäuferseite her zu beleuchten.
-
An der Käuferseite, d. h. rechts in Fig. 3, ist auf Nocken an der
Grundplatte i ein Bock fob, befestigt. Dieser trägt das Lager 1o9 eines auf Zug
und Druck wirkenden Parallellenkers ifo, dessen anderes Ende gelenkig mit einem
Ansatz i i r des ÜbertragungsarMes 25 verbunden ist. Da die Lastübertragungsschneiden
21 und z2 weit unterhalb des Ansatzes i i i liegen, wo der Parallellenker i i o
am übertragungsarm 25 angeschlossen ist, so wird die Kraft, die versucht, die Pfannen
23 und 2q. auf den Schneiden :2i und 22 zu verschieben, wenn eine Last ganz nahe
am rechten oder linken Ende der Lastschale wirkt, sehr klein und Sperren und Reibung,
wie sie bei Waagen eintreten können, deren Lastübertragungsschneiden nahe an der
Lastschale liegen, werden vermieden.
-
Der Bock 1o8 trägt außerdem unter dem Schauglas 121 an der . Käuferseite
einen Schautrichter 112, der, wie Fig. 12 zeigt, die Form eines Pyramidenstumpfes
hat. Durch diesen kann der Käufer die Gewichtszahlen 64 beobachten. Die Bodenplatte
113 des Schautrichters 112 ist durchscheinend, und unter ihr ist eine Glühbirne
114 angebracht, die dem Käufer eine angenehme und wirksame Beleuchtung der für ihn
bestimmten Angaben bietet.
-
Die Anzeigetrommel 61 kann zum Auswechseln oder zu anderen Zwecken
ohne wesentliche Mühe herausgenommen werden. Zunächst wird die Stütze 56 entfernt,
dann werden einige Befestigungen gelöst und die
Stirnplatte 74 des
Linsenrahmens nebst den von ihr getragenen Teilen zur Seite geschwenkt, worauf man
die Anzeigetrommel 61 herausnehmen kann.
-
Die Teile der Waage können selbstverständlich aus jedem beliebigen
Baustoff hergestellt werden. Die Grundplatte i wird, wie erwähnt, vorzugsweise aus
Aluminium, das Gehäuse 115 vorzugsweise aus geformtem Kunststoff gemacht.
Für die Bänder 39 und 45 der Sektoren 42 und 43 wird zweckmäßig Stahl verwendet.