DE652992C - Einrichtung zum schonenden Einfuellen von Foerdergut in Fuelltaschen von Gefaessfoerdereinrichtungen o. dgl. - Google Patents

Einrichtung zum schonenden Einfuellen von Foerdergut in Fuelltaschen von Gefaessfoerdereinrichtungen o. dgl.

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DE652992C
DE652992C DES115383D DES0115383D DE652992C DE 652992 C DE652992 C DE 652992C DE S115383 D DES115383 D DE S115383D DE S0115383 D DES0115383 D DE S0115383D DE 652992 C DE652992 C DE 652992C
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filling pocket
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Description

  • Einrichtung zum schonenden Einfüllen von Fördergut in Fülltaschen von Gefäßfördereinrichtungen o. dgl. Bei Gefäßförderanlagen wird die Nutzlast' während der Fahrzeit der Gefäße in Fülltaschen aufgegeben, damit das Einfüllen bei Ankunft der Gefäße schnell vor sich geht und die Förderpause kurz gehalten werden kann. Bei der Aufgabe des Schüttgutes in die Fülltasche muß die Zerkleinerung möglichst gering gehalten und das Gut schonend in die Fülltasche eingebracht werden. Es sind bereits Anordnungen bekannt, bei denen das Schüttgut in einer offenen Rinne mit Hilfe :eines oder mehrerer Aufhaltebleche so geführt wird, daß das Gut entsprechend der Bewegung der Aufhaltebleche langsam die geneigt liegende Rinne entlang gleitet.
  • Bei der bekannten Anordnung wurden die Aufhaltebleche an einer endlosen Kette geführt, die nach Art eines Raupenantriebes über Umlenkräder lief. Dieser Antrieb @erfordert eine recht beträchtliche Bauhöhe der bekannten Anordnung, da außer der Höhe der Rinne ,auch noch ein genügend großer Raum zur Anordnung des Umkehrturasses vorgesehen sein muß. Da die Rinne bei der bekannten Anordnung nach oben völlig offen war, bestand nicht nur für den Umkehrturaß, sondern auch für die gesamte Füllanlage die Gefahr der Verschmutzung durch Staubentwicklung und durch Überquellen des Fördergutes. Man ging daher unter Beibehaltung des Umkehrturasses dazu über, die endlosen Ketten selbst als Platten- oder Kastenband auszubilden. Auf diese Weise wollte man eine Relativbewegung des .Fördergutes gegenüber seiner Unterlage vermeiden und so den Abrieb und die Staubentwicklung verhindern. Bei dieser Anordnung muß das Kastenband nicht nur bei der Aufgabe des Fördergutes vom Wipper auf das Band bewegt werden, sondern es muß ,auch zur Beschickung des Gefäßes so lange umlaufen, bis Beine dem Gefäßinhalt entsprechende Anzahl von Kastenabschnitten über die überleitschurre in das Gefäß entleert sind. Die Beschickung des Gefäßes nimmt infolgedessen seine nicht unbeträchtliche Zeit in Anspruch, ganz abgesehen davon, daß die Überleitung., des Fördergutes vom Kastenband auf die in das Gefäßhineinragende LUberleitschurre technisch unbefriedigend ist. Die Verwendung eines Kastenhandes als Zwischenglied zwischen Wipper und Schacht ist für die flotte Abwicklung des Förderbetriebes hinderlich. Im übrigen beansprucht sie mindestens dIe gleiche Bauhöhe, die .auch bei Verwendung von an einer endlosen Kette geführten Aufhalteblechen erforderlich ist.
  • Wegen der geschilderten Nachteile ist man dazu übergegangen, allseitig geschlossene Fülltaschen zu verwenden, in die man feste oder .verschwenkbare Leitbleche einbaute, die die Gesamtfüllhöhe des Fördergutes beim Einfüllen in die Tasche unterteilten und so den Abrieb vermindern sollten. Auch diese Anordnung befriedigte nicht , restlos, da der Abrieb des Fördergutes gegenüber der zuerst beschriebenen Fördergutführung in BeinÜ;; Rinne oder einem Kastenband verhältnismäßig groß ist.
  • Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, eine Einrichtung zu schaffen, bei der die Staubentwicklung und eine Verschmutzung der Antriebsteile der Schoneinrichtung verhindert wird, jedoch ein größerer Abrieb, wie er bei den bisher üblichen geschlossenen Fülltaschen unvermeidbar ist, nicht auftreten kann.. Weiterhin soll die Einrichtung mit einem möglichst geringen Raum für die außerhalb des Füllgutstroms liegenden Teile auskommen. Die Erfindung löst diese Aufgabe unter Verwendung der bekannten, in Richtung der Gutaufgabe wandernden Aufhaltebleche dadurch, daß das Aufhalteblech während des gesamten Füllvorgangs innerhalb der bis auf einen Schlitz zum Durchgreifen des Befestigungsgliedes allseitig geschlossenen Fülltasche geführt ist, beim Entleerungsvorgang aus dem Entleerungsquerschnitt der Fülltasche ausgeschwenkt und nach der Entleerung auf demselben Weg bis in seine Ausgangsstellung am oberen Ende der Fülltasche zurückgeführt wird.
  • Zwei Ausführungsbeispiele für die Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Die Fig. i zeigt eine Fülltasche i, die schräg nach unten geneigt ist und einen gleichbleibenden Querschnitt aufweist. In der Fülltasche ist ein Aufhalteblech 2 durch ein vorzugsweise außerhalb der Fülltasche liegendes Rollengestell 3 m einer Führung 4 geführt. Am Rollengestell greift ein Zugmittel 5 an, dessen anderes Ende auf einem Wickelhaspel 6 o. dgl. befestigt ist. Beim Aufgeben des Schüttgutes wird das Aufhalteblech durch die steigende Belastung mit dem Schüttgut entgegen der Wirkung einer am Haspel angreife#ndien Bremse in der Richtung des Pfeiles 7 bewegt. Die Steuerung des Wickelhaspjels kann hierbei ili Abhängigkeit von der Schüttgutaufgabe erfolgen. Am unteren Ende der Fülltasche legt sich das Aufhalteblech, wie dies in der Stellung 2' dargestellt ist, gegen den die Fülltasche abschließenden Verschluß B. In dieser Stellung befindet sich nur noch das obere Rollenpaar 3' in der Führung 4, während das untere Rollenpaar 3" sich außerhalb der Führung befindet.
  • Zum Entleeren der Fülltasche wird nunmehr der Verschluß 8 in Richtung des Pfeiles 9 um seine Drehachse io ausgeschwenkt. Das Aufhalteblech 2' macht die öffnungsbeuregung mit und gibt den Entleerungsquerschnitt der Fülltasche frei. Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das #,ufhalteblech 2 nicht fest, sondern beweglich an dem Rollenpaar 3 .angelenkt. Das Blech wird in Abhängigkeit v5m Zug des Zugmittels 5 über den Winkelhebel i i und die Stange 12 während der Schüttgutaufgabe in der bei 2 dargestellten Lage gehalten. Bei der Bewegung des Bleches in Richtung des Pfeiles 7 behält das Blech diese Lage bei und verhindert sein Auslaufen des Fördergutes aus der Fülltasche.
  • In der gestrichelt gezeichneten Lage 2' wird der Antrieb stillgesetzt und dadurch das Aufhalteblech in der Abschlußstellung am unteren Fülltaschenende verriegelt. Das Stillsetzen des Wickelhaspels erfolgt in Abhängigkeit vom Erreichen einer Endstellung, in der sich das Aufhalteblech noch innerhalb des unteren Endes der Fülltasche befindet.
  • Zum Entleeren der Fülltasche wird die Kniehebelverbindung i i, i2 mit Hilfe eines ortsfest angeordneten und beispielsweise von einem Preßluftzylinder 13 gesteuerten Hebels 14 aus der gestrichelt gezeichneten Lage i i', 12', 14' in die Lage i i", 12" geführt und dadurch das Aufhalteblech 2 in die öffnungsstelllung 2" gebracht. Auf diese Weise wird der Fülltascheninhalt in das unterhalb der Fülltasche befindliche Fördermittel entleert.
  • Nach der Erfindung kann, wie das in Fig. 2 ,dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt, das Aufhalteblech unmittelbar als Verschluß Ver-,vendung finden. Es kann hierbei am unteren Ende der Fülltasche eine überlaufrutsche vorgesehen sein, die gleichzeitig dazu dient, zwischen Aufhalteblech und Fülltaschenwand etwa hindurchrieselndes Feinzeug aufzunehmen.
  • Zum Zurückführen des Aüfhaltebleches 2 wird das Zugmittel 5 durch den Wickelhaspel gespannt und in der Pfeilrichtung 15 bewegt. Hierbei wird zunächst das Gestänge 11, 12 in die gestrichelt gezeichnete Lage i i', 12' und das Aufhalteblech in die Abschlußstellung 2' geführt. Beim weiteren Aufwickeln des Zugmittels 5 auf den Wickelhaspel wird das Aufhalteblech in eine Bereitschaftsstellung im oberen Teil der Fülltasche geführt und durch Abbremsen des Wickelhaspels stillgesetzt. hTunmehr kann ein neues Aufgabespiel beginnen.
  • Die Steuerung des Hebels 14 oder einer anderen zum Ausschwenken des Aufhaltebleches dienenden Antriebseinrichtung erfolgt durch einen besonderen Arbeitsvorgang. Dieser Arbeitsvorgang kann von Betriebsgrößen, beispielsweise von der Stellung des Fördergefäßes unterhalb der Fülltasche, abhängig gemacht werden.
  • Das Stillsetzen des Aufhaltebleches iii der Abschlußstellung 2' kann durch einen Ans 'hlag 16 erfolgen, der in der Führung des c Führung Rollengestelles 3 angeordnet ist. Die Verwendung eines derartigen Anschlages gestattet es, am Ende des Füllvorganges das Zugmittel so weit freizugeben, daß die Spannung des Zugmittels beim Öffnen des Verschlusses nicht erst überwunden zu werden braucht.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum schonenden Einfüllen von Fördergut in Fülltaschen von Gefäßfördereinrichtungen o. dgl. mit in Richtung der Gutaufgabe wanderndem Aufhalteblech, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufhalteblech (2) während des gesamten Füllvorganges innerhalb der bis auf einen Schlitz zum Durchgreifen des Befestigungsgliedes des Aufhaltebleches allseitig geschlossenen Fülltasche (i) geführt ist, beim Entleerungsvorgang aus dem Entleerungsquerschnitt der Fülltasche ausgeschwenkt und nach der Entleerung auf demselben Weg bis in seine Ausgangsstellung am oberen Ende der Fülltasche zurückgeführt wird.
  2. 2. Einrichtung nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Aufhalteblech (2) am Ende des Füllvorganges am Fülltaschenverschluß (8) abstützt.
  3. 3. Einrichtung nach dem Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das A4ufhalteblech (2) an dem zu seiner Führung dienenden Gestell beweglich befestigt ist. ¢.
  4. Einrichtung nach dem Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein Verrieg@elungsgestänge (i 1, 12) für das gegenüber seinem Führungsgestell (3) bewegliche Aufhalteblech (2).
  5. 5. Einrichtung nach dem Anspruch dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungsgestänge (i i, 12) kniehebelartig ausgebildet ist.
  6. 6. Einrichtung nach dem Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verstellen des Verriegelungsgestänges (i i, 12) zwei voneinander unabhängige Einrichtungen (5, 6 und 13, 14) vorgesehen sind, die verschiedenen Schwenkrichtungen des Aufhaltebleches (2) zugeordnet sind.
  7. 7. Einrichtung nach dem Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung des Aufhaltebleches (2) vom Zugmittel (5) abhängig gemacht ist, während zum Ausschwenken des Bleches aus dem unteren Fülltaschenende lein durch :ein Druckmittel o. dgl. gesteuertes Organ (14) dient. B. Einrichtung nach dem Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausschwenken des Aufhaltebleches in Abhängigkeit vom Vorhandensein des Fördermittels unterhalb der Fülltasche gesteuert ist.
DES115383D 1934-09-15 1934-09-15 Einrichtung zum schonenden Einfuellen von Foerdergut in Fuelltaschen von Gefaessfoerdereinrichtungen o. dgl. Expired DE652992C (de)

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DE (1) DE652992C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744598C (de) * 1940-11-10 1944-01-21 Foerderanlagen Ernst Heckel M Selbsttaetige, mit Gutschonvorrichtung ausgeruestete Fuelleinrichtung fuer Gefaessfoerderung
US2588142A (en) * 1952-03-04 Package delivery chute
DE882978C (de) * 1941-11-15 1953-07-13 Demag Ag Senkschaufel

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2588142A (en) * 1952-03-04 Package delivery chute
DE744598C (de) * 1940-11-10 1944-01-21 Foerderanlagen Ernst Heckel M Selbsttaetige, mit Gutschonvorrichtung ausgeruestete Fuelleinrichtung fuer Gefaessfoerderung
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