DE652841C - Vorrichtung zum Schleifen oder Polieren, bestehend aus einer mit einem Schleifmittelstreifen ueberzogenen Unterlage - Google Patents
Vorrichtung zum Schleifen oder Polieren, bestehend aus einer mit einem Schleifmittelstreifen ueberzogenen UnterlageInfo
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- DE652841C DE652841C DEC50547D DEC0050547D DE652841C DE 652841 C DE652841 C DE 652841C DE C50547 D DEC50547 D DE C50547D DE C0050547 D DEC0050547 D DE C0050547D DE 652841 C DE652841 C DE 652841C
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- B24D9/00—Wheels or drums supporting in exchangeable arrangement a layer of flexible abrasive material, e.g. sandpaper
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
9. NO VEMBER1937
9. NO VEMBER1937
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 67c GRUPPE
überzogenen Unterlage
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Mai 1935 ab
ist in Anspruch genommen.
Zum Glätten, Polieren, Schleifen ο. dgl. werden vielfach Vorrichtungen verwendet, die
eine Umkleidung aus einem mit einem Schleifmittel überzogenen Papier, Leinewand oder
S sonstigen blattförmigen Stoff haben. Die zu schleifenden Gegenstände werden dann von
Hand oder durch Maschinen gegen die betreffende Vorrichtung gedrückt. Die Handarbeit
ist in diesem Falle vorzuziehen, weil dann gefühlsmäßig der Druck den jeweiligen
Erfordernissen angepaßt werden kann.
Wenn nun die Schleiffläche starr, also nicht nachgiebig ist, so wird auf alle Fälle von
dem Werkstück eine Schicht abgenommen.
is Nun gibt es aber vielfach Arbeiten, bei denen es nicht so genau darauf ankommt, daß das
Werkstück die gleiche Form, wie die zu schleifende Fläche hat. Es ist deshalb für
solche Zwecke, so insbesondere zur Bearbeitung von Schuhen, Schuhabsätzen o. dgl.,
schon vorgeschlagen worden, eine nachgiebige Schleiffläche vorzusehen, indem das Schleifpapier
oder die Schleifleinewand auf einen mit Druckluft gefüllten Träger aufgebracht
wurde. Diese Einrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß sich ein auf eine Stelle
ausgeübter Druck auf den ganzen Umfang der Schleiffläche überträgt und zu einer ständigen Formänderung der gesamten schleifenden
Oberfläche beiträgt.
Die vorliegende Erfindung beseitigt nun diesen Nachteil und schafft ein Schleifwerkzeug,
welches einerseits nachgiebig ist, sich infolgedessen für Handarbeit besonders gut
eignet, bei dem aber trotzdem eine etwaige Formveränderung infolge der Nachgiebigkeit
auf den bestimmten, jeweils benutzten Teil des Werkzeugs beschränkt bleibt. Zu diesem
Zweck wird gemäß der Erfindung auf eine starre Unterlage ein Überzug aus Schleifleinen,
Schleifpapier ο. dgl. gebracht, der sich nur teilweise gegen die Unterlage stützt
und teilweise von ihr absteht. Das Schleifmittel wird also mit Unebenheiten versehen,
so daß eine Nachgiebigkeit bei der Beruhrung zwischen Werkstück und Schleifwerkzeug
vorhanden ist.
Die .Erfindung bezieht sich auf Schleif-, Poliermittel ο. dgl. beliebiger Bauart und ist
unabhängig von der Form der Unterlage, auf die das Schleifmittel aufgebracht wird._ Sie
ist auch nicht auf Einrichtungen zum Glätten oder Polieren von Schuhteilen, insbesondere
Absätzen, beschränkt, sondern kann überall da angewendet werden, wo eine nachgiebige
weiche Schleiffläche vorteilhaft ist. Die Ef-
findung hat auch erhebliche Vorteile gegenüber einer auf einer starren Unterlage ruhenden
Filzschicht unter der schleifenden Schicht. Diese bewirkt zwar eine, gewisse Nachgiebig·-;
keit, doch reicht diese Nachgiebigkeit nicht aus, eine genügend weiche Wirkung für eine
gute Fertigarbeit zu erzielen.
In der Schuhindustrie erfolgt die Verwendung der Erfindung vorzugsweise in Verbindung
mit gewölbten Bogen, die in. der Längsrichtung oder in der Querrichtung oder in der Längs- und Querrichtung gekrümmt
sind und auf eine entsprechend geformte Unterlage aufgezogen werden; z. B. werden
solche Werkzeuge beim Bearbeiten von hohen Absätzen von Damenschuhen verwendet.
Derartige Streifen wurden bisher zur Erzielung der erforderlichen Wölbung gegen
eine erwärmte Walze gedrückt, deren Umfang entsprechend gekrümmt ausgeführt ist,
und in dieser Lage gehalten, bis der zum
Aufbringen des Schleifmittels verwendete Klebstoff erweicht war und die Leinewand
die Form der Walze angenommen hatte. Es kann dies in der, Weise geschehen, daß ein
endloser Streifen um eine erhitzte Walze herumgeführt wird. Beim Abnehmen von der
Walze und Abkühlen wird der Klebstoff wieder fest, und der Streifen behält seine Krümmung.
Dieses Verfahren hat zahlreiche Nachteile.
Der Hauptnachteil, ist, daß das Leinen und die Schleifmittelschicht in der Längsrichtung
gestreckt werden. Hierbei brechen die Längsfäden des Schleifmittelfrägers, und die Klebstoffschicht
bekommt Risse, so daß das Schleifkorn schon vor seiner vollkommenen
Abnutzung locker wird und ausfällt. Der Streifen wird gerade in der Mitte geschwächt,
wo er bei der Arbeit am meisten benutzt wird, so daß er vorzeitig unbrauchbar wird.
Es hat sich ferner gezeigt, daß die so hergestellten
Streifen sich beim Gebrauch in der Längsrichtung strecken. Hierdurch ergibt sich eine frei liegende Kante, die nicht
mehr auf der Unterlage aufliegt. Eine solche Kante schneidet bei einem rasch umlaufenden
Werkzeug messerartig, so daß die Gefahr besteht, daß das Werkstück und auch der
Arbeiter beschädigt werden.
Die vorliegende Erfindung kann nun gleichzeitig
auch ,dazu benutzt werden, die Längsund Querkrümmung zu erzielen, indem man
die Unebenheiten des Schleifmittels an einer oder an beiden Kanten des Streifens so anordnet,
daß sich parallel von der Kante nach der Mitte des Streifens hin an Tiefe allmählich
abnehmende Wellungen ergeben. ' ■ Streifen mit sehr starker -Krümmung passen
sich leicht einem Polierrad von geringerer
Krümmung an, wobei ein Geradestrecken der Vertiefungen, nicht dagegen ein Strecken
der Fäden der Leinewand erfolgt. Die früheren Herstellungsverfahren waren auf Schleif-
;,.leinewand beschränkt, da sich Papier nicht
f:genügend streckt, ohne zu reißen, dagegen
ikänn die vorliegende Erfindung, bei der kein
^'Strecken des eigentlichen Stoffes eintritt, für Unterlagsstoffe aller Art, auch für Schleifpapier,
verwendet werden.
Infolge der Nachgiebigkeit des Schleifmittels wird vermieden, daß an dem Werkstück
durch etwa vorstehende Nagel o. dgl. Risse oder Rillen in der Schleiffläche entstehen,
die wiederum unschöne Stellen an dem Arbeitsstück verursachen. Auch haben die Streifen keine Neigung, sich auf der
Polierscheibe oder dem auf der Polierscheibe angebrachten Filzüberzug zu verschieben, so
daß nicht nur die Lebensdauer des Schleifmittels, sondern auch die Lebensdauer der
Filzunterlage vergrößert wird.
Die Zeichnung zeigt mehrere -Ausfuhrimgsformen
der Erfindung als Beispiel, und zwar sind
Fig. ι bis 6 Beispiele von gekrümmten
Streifen, wobei Fig. 4 einen Schnitt durch Fig. 2 in Richtung der Linie A-A und Fig. 5
einen Schnitt durch Fig. 3 in Richtung der Linie B-B und Fig. 6 eine etwas abgeänderte
Ausführungsform in einem Querschnitt durch einen Streifen nach Fig. 2 zeigt.
Fig. 7 ist ein Längsschnitt durch Fig. 2. Fig. 8 und 10 zeigen Beispiele für auf
ebene Unterlagen anzubringende Schleifmittelstreifen.
Fig. 9 ist ein Querschnitt durch Fig. 8 in Richtung der Linie C-C.
Fig. 11 zeigt einen Streifen nach Fig. 3
um. ein Polierwerkzeug gelegt.
Fig. 12 ist eine Seitenansicht dazu, teilweise im Schnitt.
Fig. 13 zeigt einen Streifen nach Fig. 2
auf dem Polierwerkzeug,
Fig. 14 zeigt eine andere Form eines Polier-Werkzeugs.
Fig. 15 veranschaulicht das Verfahren zur
Herstellung des Schleifstreifens, und zwar ist diese Figur ein Schnitt durch Fig. 16 in
Richtung der Linie D-D.
Fig. 16 ist eine Seitenansicht von Fig. 15.
Fig. 17 ist eine Ansicht einer Walze, teilweise im Schnitt, die zur Erzeugung der Vertiefungen
gemäß Fig. 1 und 3 auf den Streifen dienen.
Fig. 18 ist eine ähnliche Darstellung eimer
Walze zur Erzielung der Vertiefungen gemäß Fig. 2.
Fig. 19 ist eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Anpressen der Streifen bei
der Erzeugung der Vertiefungen.
Bei allen Ausführungsformen Fig. 1 bis
ίο ist mit b der Streifen bezeichnet, der
gemäß der Erfindung mit Unebenheiten versehen ist. Wenn es sich gemäß den Fig. ι
bis 6 um Schleifstreifen handelt, die gekrümmt ausgeführt werden sollen, so werden
die Vertiefungen so angeordnet, daß sie von einer oder von beiden Kanten des Streifens
ausgehen, parallel zueinander stehen und nach innen gerichtet sinid.
ίο In Fig. ι erstrecken sich die Vertiefungen a
in diagonaler Richtung und nicht bis ganz in die Mitte des Streifens hinein. Sie brauchen
nur so weit zu reichen, daß die gewünschte Krümmung erzeugt wird. Ihre Tiefe und
Häufigkeit hängt von dem Grad der gewünschten Nachgiebigkeit und Krümmung ab. Wenn die Nachgiebigkeit sich über die
ganze Oberfläche des Streifens erstrecken soll, dann läßt man die Vertiefungen quer
?.o über den ganzen Streifen gehen, wie in Fig. 2 gezeigt. Die Vertiefungen werden vorteilhaft
diagonal angeordnet, können aber auch nach Fig. 3 senkrecht zur Längsachse des Streifens
b liegen. Jede der Vertiefungen a1 hat über ihre Länge eine wechselnde Tiefe, und
zwar wiederum entsprechend der gewünschten Krümmung. Soll z. B. eine kreisförmige Querkrümmung
erzeugt werden, dann sind die Vertiefungen an den Kanten am tiefsten und nehmen allmählich bis zur Mittelachse des
Streifens ab, wie in Fig. 4 angedeutet. Soll die Querkrümmung so sein, daß der Streifen
in der Mitte im wesentlichen flach ist und nach den Seiten hin gekrümmt ist, dann
müssen die Vertiefungen a2 vor der Längsachse des Streifens endigen, wie Fig. 3 zeigt,
und ihre Tiefe muß von einem Größtbetrage an den Kanten auf einen Germgstbetrag nach
dem Auslauf ρ unkt hin abnehmen. Dies ist im Schnitt in Fig. 5 gezeigt.
Soll die Querkrümmung eine unregelmäßige Form haben, dann müssen die Auslaufpunkte
der Vertiefungen verschieden weit von den Kanten entfernt sein. Ein Ausfühnmgsbeispiel
davon ist in Fig. 6 gezeigt.
In den Fig. 7 bis ι ο sind noch andere Formen
für die Ausführung von Vertiefungen gezeigt; sie haben die Form von Rechtecken mit abgerundeten Enden. Solche Streifen
sind auch zum Überziehen ebener oder zylindrischer Werkzeuge geeignet. Der Streifen
ist auch hier mit b, die Vertiefungen sind mit as bzw. al· bezeichnet.
Bei Absatz- und Leistenputzrollen ist der Schleifleinenstreifen um eine Unterlage von
Holz oder einem sonstigen Stoff heruimgelegt, die am Umfang eine Querkrümmung hat und
einen Schlitz oder ein »sonstiges Mittel be-
Λ sitzt, um die Enden des Streifens zu befestigen.
Eine solche Polierscheibe c ist schematisch in Fig. 11 und 12 bzw. 13 gezeigt.
Der Schleifleinenstreifen d bzw. c ist um den Umfang herumgelegt, und die Enden fassen in
den Schlitz c1 ein. Zwischen Polierscheibe und Schleifstreifen ist eine Filzzwischenlage r
vorgesehen. Der Schleifstreifen, der in Fig. 11 und 12 benutzt ist, entspricht demnach Fig. 2,
die Vertiefungen erstrecken sich quer über den Streifen, während bei Fig. 13 ein Streifen
gemäß Fig. 1 benutzt warden ist, bei welchem sich die Vertiefungen von innen
nach der Kante zu erstrecken und ein kurzes Stück vor der Längsachse enden.
Die Vertiefungen können durch irgendwelche geeigneten. Mittel erzeugt werden. Vorzugsweise
werden dazu Vorrichtungen gemäß Fig. 15 bis 19 benutzt. Es sind zwei zusammenwirkende
Walzen / und g vorgesehen, deren Oberfläche mit ineinanderpassenden Vertiefungen und Erhöhungen ausgebildet
sind. Die Walzen/, g sind mit Ansätzen// zum Einführen von Dampf oder Wasser in
das Innere der Walzen versehen, um die Walzen auf den geeigneten Wärmegrad für das Prägen zu bringen.
Eine der Walzen, z. B. die untere, ist mit einer leicht nachgiebigen Auflage versehen,
z. B. aus Leder, Kanevas oder einem anderem nachgiebigen Stoff. Die Walzen werden so
erwärmt, daß das Bindemittel etwas erweicht, und langsam in entgegengesetzten Richtungen
gedreht, so daß das Schleifleinenband durch die Walze läuft. Die so hergestellten Streifen
sind besonders für Polierwalzen nach Fig. 14 geeignet, die zum Polieren von Schuhsohlen
dienen.
Man kann die Streifen auch zwischen mit Rillen versehenen Walzen und einem Riemen
k (Fig. 19) hindurchführen. Letzterer läuft um die Walze/ und die Riemenscheibe m.
Die Walze/ aus Stahl o. dgl. besitzt am Umfange quer verlaufende Krümmungen, die
den Querkrümmungen auf den fertigen Streifen, also ungefähr der Form der Polierscheibe
entsprechen, auf welche der Streifen bei der Benutzung aufgezogen werden soll. Zweckmäßig ist die Walze im Durchmesser
etwas kleiner als die Polierscheibe, denn der mit den Vertiefungen versehene Streifen wird
sich beim Nachlassen des Druckes wieder etwas ausdehnen und dann erst die genaue
Form der Polierscheibe annehmen. Wenn Streifen hergestellt werden sollen, die Vertiefungen
gemäß Fig. 1 oder 3 haben, dann wird eine Walze in1 (Fig. 17) mit Vertiefungen
oder Nuten« benutzt, die sich nur über einen Teil der Breite der Walzen erstrecken.
Wenn Streifen' hergestellt werden sollen, die
Vertiefungen gemäß Fig. 2 haben, so ist eine Walze nach Fig. 18 zu verwenden, bei der die
Vertiefungen υ sich quer über die ganze Umfläche erstrecken.
Um den Riemen It fest gegen den Streifen /
(Fig. 19) zu pressen, der sich um die Walze i
legt, ist eine Gegenwalze ρ vorgesehen, die in der Querrichtung entgegengesetzt der
Walze i gekrümmt ist.
Die Erwärmung der Walze / kann so erfolgen, wie vorher für die Walzen / und g
beschrieben wurde, oder auch durch andere Mittel, z. B. durch eine Flamme.
Beim Hindurchgehen des Streifens b - zwischen
der Walze i und dem Riemen k liegt die mit Schleifmittel versehene Seite nach dem
Riemen zu. Hierdurch wird die Abnutzung
der Walze/ auf ein Geringstmaß gebracht. Der Riemen k besteht vorzugsweise aus Leder
oder Gummi oder einem ähnlichen Stoff, der sich der gekrümmten Form der Walze ζ anpaßt
und weich genug ist, um unter der Wirkung des Schleifkorns nachzugeben, ohne
daß die Oberfläche des Riemens durch das Schleifkorn beschädigt wird.
Der Riemen k kann auch um die Gegenwalze ρ und eine rechts von dieser angeordnete
Riemenscheibe herumgeführt werden. Der Antrieb kann entweder auf die Walze i oder
auf die Gegenwalze ρ erfolgen.
Verschiedene Grade von Nachgiebigkeit können am besten durch die Regelung der
Entfernung der Vertiefungen voneinander erreicht werden. Wenn die Entfernung von der
höchsten Stelle der einen Welle bis zu der höchsten Stelle der nächsten verhältnismäßig
groß ist, dann ergibt sich eine geringere Nachgiebigkeit, als wenn bei gleicher Höhe der
"35 Wellen die Entfernung zwischen aufeinanderfolgenden Wellen klein ist. Flache Wellen
erzeugen eine geringere Nachgiebigkeit als tiefe Wellen. Die Nachgiebigkeit ist nicht
auf die einzelne Welle oder Wellengruppe, die gerade unter Druck steht, beschränkt,
sondern entsteht durch das Zusammenwirken der ganzen Wellenreihe. Wenn z. B. die erste
Welle s in Fig. 7 einem Druck unterworfen wird, dann gibt sie nach und veranlaßt, daß
auch die folgenden Wellen s1, sa,s3 usw. bis s"
ebenfalls nachgeben, und wenn der Druck aufhört, dann dehnen sich auch alle Wellen
wieder aus und bringen die erste wieder auf
ihre ursprüngliche Form. Wenn ein Druck auf die Welles3 ausgeübt wird, dann geben
auch die Wellen sx und s auf der einen Seite und die Wellen s4, s5 bis s* auf den anderen
Seite nach, so daß die Spitzes3 leichter nachgeben kann, als wenn sie an ihrer Grundfläche
mit einem nicht nachgiebigen Stoff verbunden wäre.
Ferner kann man verschiedene Grade der Nachgiebigkeit durch die Anwendung verschiedener Unterlagsstoffe, die das Schleifmittelkorn
tragen, erreichen. Papier und Leinen, die gewöhnlich für diesen Zweck gebraucht werden, lassen sich verschieden
steif Herstellen, so daß sich auch eine verschiedene Nachgiebigkeit durch ihre Anwendung
erreichen läßt. Größere Steifheit und infolgedessen größere Nachgiebigkeit erreicht
man auch durch die Verwendung von Celluloid und anderen Stoffen als Träger
für das. Schleifmittelkorn.
Claims (6)
- Patentansprüche:ι. Vorrichtung zum Schleifen oder PoHeren, bestehend aus einer mit einem Schleifmittelstreifen überzogenen starren, ebenen oder in Form einer umlaufenden Walze, Rolle o. dgl, ausgeführten Unterlage, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifmittelstreifen Erhöhungen (ö) bzw. Vertiefungen (ß) aufweist und sich gegen die starre Unterlage mit den Vertiefungen stützt, während die Erhöhungen zur Erzielung eines feinen Schliffes das Werkstück nachgiebig berühren.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der starren Unterlage und dem Schleifmittelstreifen ein Filzüberzug .(/·) eingefügt ist.
- 3. Schleifmittelstreifen für eine Vorrichtung nach Anspruch 1, der gleichzeitig eine Wölbung aufweist, dadurch ge- go kennzeichnet, daß die wellenförmig angeordneten Erhöhungen und Vertiefungen parallel zueinander und unter beliebigem Winkel quer zu dem Streifen verlaufen.
- 4. Schleifmittelstreifen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von einer oder beiden Kanten ausgehenden Vertiefungen (a) nach der Streifenmitte zu flacher werden, um eine große Nachgiebigkeit in der Längs- und Querrichtung zu erreichen.
- 5. Vorrichtung zum Herstellen von Schleifmittelstreifen nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine gegebenenfalls im Innern mit einer Heizvorrichtung versehene Walze (f), deren Umfang gekrümmt und mit quer verlauf enden Nuten versehen ist, und ein Band aus nachgiebigem Stoff, das den Schleifmittelstreifen gegen den Umfang der Walze (i) preßt.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Andrükken des nachgiebigen Bandes (k) gegen die Walze (/) eine Gegendruckwalze (p) dient, deren Umfang entgegengesetzt gekrümmt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US652841XA | 1934-10-04 | 1934-10-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE652841C true DE652841C (de) | 1937-11-09 |
Family
ID=22061619
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC50547D Expired DE652841C (de) | 1934-10-04 | 1935-05-19 | Vorrichtung zum Schleifen oder Polieren, bestehend aus einer mit einem Schleifmittelstreifen ueberzogenen Unterlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE652841C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2235503A1 (de) * | 1971-07-27 | 1973-02-08 | Prowse Co Ltd D H | Abrasiver gegenstand |
| DE2650942A1 (de) * | 1976-11-08 | 1978-05-11 | Gotthold Prof Dr In Pahlitzsch | Flexible schleifmittel mit raeumlich angeordneten schleifkoernern |
-
1935
- 1935-05-19 DE DEC50547D patent/DE652841C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2235503A1 (de) * | 1971-07-27 | 1973-02-08 | Prowse Co Ltd D H | Abrasiver gegenstand |
| DE2650942A1 (de) * | 1976-11-08 | 1978-05-11 | Gotthold Prof Dr In Pahlitzsch | Flexible schleifmittel mit raeumlich angeordneten schleifkoernern |
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