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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 15631. UNITED SHOE MACHINERY COMPANY IN PATERSON (V. ST. A.).
Maschine zur Bearbeitung von Leder.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Bearbeitung von Leder oder anderen zusammendrückbaren Materialien, Ledergegenständen u. s. w. der in der Patentschrift Nr. 15295 beschriebenen Art und besteht in einer besonderen Anordnung.
Einrichtung und Wirkungsweise des Werkzeuges.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 2 eine Ansicht des den Werkstückträger tragenden und betätigenden Mechanismus, Fig. 2 a ein Schnitt des Werkzeuges in tertikaler Stellung, sowie des unteren Endes des Werkzeugträgers, Fig. 2b ein ähnlicher
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Werkzeug und dessen Träger im Schnitt, Fig. 4 eine Hinteransicht des rotierenden Hammers und der die Zapfen der Hammerrollcn in ihren Löchern festhaltenden Vorrichtung. Fig. 4 a
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Vorderansicht des Oberteiles der Maschine, Fig. li ein Querschnitt durch Linie x der Fig. 3. Fig. 7 zeigt die Mantelflärbe des Werklf'uges, Fig. 8 eine Sohle, welche vermittels einer Maschine, die die Einschnitte in die Sohle macht, die Befestigungsmittel in dieselben einsetzt und die Einschnitte dann schliesst, auf dem. Schuh befestigt worden ist.
Rechts auf der Figur ist ein Teil der Sohle veranschaulicht, auf welchem solche Einschnitte nachträglich von der Maschine nach vorliegender Erfindung bearbeitet worden sind, während links drei solcher Einschnitte veranschaulicht sind, die nicht bearbeitet sind. Fig. 9 und 10 zeigen eine andere Ausführungsform des Werkzeuges. Fig. 11 ist ein Schnitt durch Linie Fig. 9.
Einrichtung und Wirkungsweise der Maschine sind gleich jenen der in der Patent- schrift Nr. 15295 beschriebenen Maschine.
Der Werkzeugträger 2 ? ist in einer vertikalen Führung auf der inneren Seite der Platte Bö verschiebbar und sein Oberende befindet sich unterhalb des rotierenden Hammers : sein Unterende ist in der auf Fig. 2a, 2b veranschaulichten Form ausgebildet und auf Teil t desselben ist das Werkzeug bl lose ageordnet. Die Oberfläche des Teiles b ist konvex, während dessen Unterfläche 10 konkav ist. Die Krümmung der konkaven Unter-
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also unterhalb des Teiles b und der Mantelfläche des Werkzeuges gelagert ist.
Das Werkzeug b1 besteht in der vorliegenden Ausführungsform aus einer ringförmigen Rolle, deren innere Fläche, im Querschnitt gesehen, konvex ist. Die Mantelfäche. des Werkzeuges (Fig. 7) ist mit einer Anzahl paralleler Rippen oder Vorsprüvgc ungleicher Länge versehen. Die Markierung auf der Arbeitsfläche des Werkzeuges kann natürlich verschieden gewählt werden. Das Werkzeug wird durch das vorrückende Arbeitsstuck um Teil b. gedreht und wenn dasselbe mit dem Arbeitsstück in Berührung steht (Fig. 2a), drückt die konvexe Innenfläche desselben gegen die konkave Unterfläche 10 des Teiles b, während sie mit der konvexen Oberfläche dieses Teiles nicht in Berührung steht.
Fig. 2 a zeigt die Stellung des Werkzeuges, wenn die zu bearbeitende Fläche des Werkstückes horizontal
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diesen Figuren ist ersichtlich, dass das Werkzeug seine Stellung in der Längsrichtung des Teiles b, der verschiedenen Neigung des Arbeitsstückes entsprechend, ändern kann, so dass seine Mantelfläche stets in derselben Weise mit dem Arbeitsstück in Berührung steht. Der Druck des Werkzeuges auf das Arboitsstt1ck bleibt deshalb auch stets derselbe, wie auch die Neigung des Arbeitsstückes gegen die Längsrichtung des Teiles b sein mag.
Durch die vorliegende Ausführungsform dos Werkzeuges wird eine wellenförmige, gerändelt Linie (Fig. A) auf dem Werkstück erzeugt. Zum Befestigen der Aussensohle auf der Brandsohle wird vielfach eine Maschine gebraucht, welche Einschnitte in der Aussen- sohle macht, die Befestigungsmittel in diese einsetzt und dann die Einschnitte schliesst.
Wenn man die Einschnittlinie mit der vorliegenden Maschine behandelt, so werden diese noch fester zusammengedrückt und durch die Rändellinie unsichtbar gemacht. Die Rändellinie bildet ausserdem auch eine gewisse Verzierung. Auch wird das Material an den bearbeiteten Stellen zusammengedrückt und verdichtet. Das Rändeln einer Schuhsohle bildet die allerletzte Operation des Zurichtens und wird vorzugsweise erst nach dem Ebnen und Polieren und nach dem Auftragen der gewöhnlichen Appretur vorgenommen.
Bei der auf Fig. 9,10 und 11 veranschaulichten Ausführungsform des Werkzeuges umgibt das letztere lose einen in einer Nut im Unterende des Werkzeugträgers J ? angeordneten Stift bX. Dieser Stift trägt eine ringförmige Scheibe 4, welche das Werkzeug aufrecht hält, wenn es über das Werkstück rollt, demselben aber gestattet, sich in der Längsrichtung des Stiftes bx zu verstellen, wenn die zu bearbeitende Fläche des Werkstückes gegen die Längsachse des letzteren geneigt ist (Fig. 10).
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eine Maschine zur Bearbeitung von Leder oder anderen zusammondrückbaren Materialien vermittels eines, vermöge rascher perkussions- bezw. Schlagstösse wirkenden Werkzeuges, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (b1) auf seinem Träger (b) drehbar angeordnet ist.