DE65175C - Selbstverkäufer mit Schrauben ohne Ende zur Aufnahme und Abgabe von Zeitungen, Karten oder dergl - Google Patents
Selbstverkäufer mit Schrauben ohne Ende zur Aufnahme und Abgabe von Zeitungen, Karten oder derglInfo
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-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F11/00—Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles
- G07F11/46—Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles from movable storage containers or supports
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE äiär-: Korzwaaren.
Karten oder dergl.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Art von Selbstverkäufern, bei welchen gegen
Einwurf einer Münze eine Zeitung, Karte- oder dergleichen abgegeben wird.
Die Neuerung besteht hauptsächlich in der Anordnung von Schrauben ohne Ende, in,
deren einzelne Gänge die Zeitungen, Karten oder dergleichen eingesetzt werden: Bei' der
jedesmaligen Drehung der Schrauben, welche unter einander in Verbindung stehen, um einen-Gang
wird eine Zeitung, Karte oder dergleichen am vorderen Ende der Schrauben abgeworfen.
Neu ist auch der Mechanismus, vermittelst
dessefh alle Schrauben bei Einwurf einer Münze gleichzeitig in Umdrehung versetzt werden,
ferner die Art der Lagerung der Schrauben und schliefslich die Vorrichtung, durchweiche'
die. Einwurfsöffnung geschlossen wird,, sobald der.·letzte Verkaufsgegenstand, aus dem. Apparat ausgeworfen
worden ist.
Beiliegende Zeichnungen stellen den Selbstverkäufer dar,. und zwar, zeigt:
Eig. ι eine sch'aubildliche Innenansicht; des-· selben. Die. vordere ■ Wand: ist: weggenommen■>
und-die hintere. Stützplatte für die Verkaufsgegenstände, zum·Theil weggeschnitten.
Fig. 2, veranschaulicht die Anordnung der
Schrauben ohne Ende im Innern des Apparates.;
Eig. 3 zeigt den Mechanismus zum Schliefsen ■
der, Einwurfsöffnung.
Fig.- 4 zeigt-,: in welcher Weise, die einzelnen
Schrauben; ohne. Ende unter- einander verbunden
sind.
A ist das Gehäuse des Selbstverkäufer^-
welches an seiner Vorderwand mit: einem Schlitz, α:, zum- Abgeben' des. Verkaufsgegenstandes versehen- ist.
Innerhalb des^ Gehäuses- sindi die Schrauben
ohne;Ende angeordnet, in.deren einzelne Gänge die' Verkaufsgegenstände eingesetzt' werden.
Vortheilhaft bringt man im' unteren Theile ■ des Gehäuses zwei seitliche Schrauben EB und
im oberen Theile eine mittlere Schraube B1 an.
An der der Rückwand des Gehäuses zugekehrten Seite sitzen, auf den Enden der Schrauben
BB1 Kettenräder D, Fig: 4, welche
mittelst einer endlosen Kette Is" mit einander verbunden sind.
Auf der ' Nabe C, Fig. 2 und 4, eines der
Kettenräder sitzt; eine. Trommel. F,, auf welche
eine. Schnur. G aufgewickelt wird, die über. Rollen ■, g läuft und durch ein- Gewicht W belastet
ist. (Fig. .4).
H,. Fig. ι. und 4,, ist ein - Hebel,, auf welchen
die durch eine,. Qeffnung.. i,, Fig..3, des Gehäuses eingeworfene... Münze fällt.
An: seinem hinteren Ende besitzt' der Hebel.
eine Nase h:, Fig. 4,. welche mit einem auf der Nabe^ G. angebrachten Hemmstift J in Eingriffs
steht.. Eine Feder h }' drückt den : Hebel beständig abwärts gegen diesen Hemmstift J.
Fällt eine Münze von entsprechender Schwere
auf das vordere Ende des Hebels, so wird die Wirkung der Feder h x aufgehoben, der
Hebel H- dreht sich, die Nase h giebt den
Stift J frei und die Trommel F wird durch das Gewicht W in Umdrehung versetzt.
Diese Umdrehung dauert so lange, bis der Stift J wieder gegen die Nase h anschlägt,
welche sich inzwischen, nachdem die Münze auf den Boden des Gehäuses gefallen ist,
wieder gesenkt hat. Um jegliches Geräusch beim Anschlagen des Stiftes gegen die Nase /?
zu vermeiden, wird ersterer aus federndem Material hergestellt und hinter demselben ein
Buffer j angebracht, welcher den Stofs auffängt.
K, Fig. 2 und 4, ist eine Platte, welche den zwischen den Schraubengängen eingesetzten
Verkaufsgegenständen als Rücklehne dient. Sie ruht ebenfalls oben und unten in den
Schraübengängen und erhält vortheilhaft eine schräge Lage. Werden beim Einwerfen einer
Münze die Schrauben in Umdrehung versetzt, so rückt mit den Verkaufsgegenständen auch
die Platte K jedesmal um einen Schraubengang vor. Um die Platte K bequem einsetzen
und entfernen · zu können, wird dieselbe an ihrer oberen Kante mit einem Ausschnitt K"
versehen (Fig. 1 und 2), und an dieser Stelle wird, wie Fig. 1 zeigt, eine drehbare Platte k2
angeordnet. Der Griff 7cs, Fig. 1, dieser Platte
ist zwischen zwei Stiften A:4 feststellbar. Soll die Platte K eingesetzt werden, so wird die
kleine Platte k'2 gesenkt und hierauf die Platte K bis zu dem für sie bestimmten
Punkte hingeschoben. Dann wird der Griff ka
abwärts gedrückt, so dafs die Platte A2 in
einen Schraubengang der Schraube B1 eingreift, und hierauf wird der Griff zwischen den Stiften
A:4 festgestellt.
Damit nicht ein Papierblatt in denselben Schraubengang wie die Platte K eintreten
kann, was ein Auswerfen dieses Blattes unmöglich machen würde, sind an der Plätte K
Federn k6 angebracht, welche bis zum Rande
des nächsten Schraubenganges vorreichen und somit ein unmittelbares Anlehnen des letzten
Blattes an den unteren Theil der, Platte K verhindern (Fig. 2).
Zum Zwecke, die Einwurfsöffnung i zu schliefsen, nachdem der letzte Verkaufsgegenstand
ausgeworfen worden ist, ist folgende Vorkehrung getroffen (s. Fig. 1 und 3):
In dem Einwurfskanal J ist gleich hinter der Einwurfsöffnung i ein drehbarer Verschlufsschieber
N, Fig. 3, angeordnet, welcher mit einem Schlitz zum Durchlassen der Münzen
versehen ist. An dem Schieber N ist ein Arm η befestigt. Eine Feder nl ist bestrebt,
den Schieber so zu drehen, dafs seine Oeffnung aufser Linie mit der Einwurfsöffnung ist.
An dem Ende des Armes η ist ein Hebel 0, Fig. i, befestigt, welcher sich abwärts bis zum
Boden des Gehäuses erstreckt. An seinem oberen Ende wird er durch eine Feder o1 bethätigt,
welche bestrebt ist, den Schieber N stets in der Lage zu halten, in welcher die
Münze durch die Oeffnung des Schiebers eintreten kann.
Von der Platte K erstreckt sich seitlich ein Arm k, welcher in dem Augenblicke, in welchem
die Platte K ihre vorderste Grenze erreicht hat, gegen das untere Ende des Hebels 0
anschlägt, denselben dreht und durch bewirkt, dafs das obere Ende des Hebels sich von dem
Arme η des Schiebers N entfernt. Dies hat zur Folge, dafs der Schieber N durch die
Feder n1 in die Stellung gebracht wird, in
welcher er ein Einwerfen von Münzen nicht mehr zuläfst.
LL, Fig. i, sind Führungsstege, welche auf
dem Boden des Gehäuses befestigt sind und neben den Schrauben ohne Ende B B herlaufen.
S, Fig. ι und 4, ist eine an der Seitenwand
des Gehäuses angeordnete Schiene, welche den Verkaufsgegenständen als seitliche. Führung
dient. Sie besteht nur aus einem Bügel, welcher in Oesen s eingehakt wird. TT,
Fig. i, 2 und 3, sind im unteren bezw. oberen Theile des Gehäuses angebrachte Platten,
an welchen die die Schrauben ohne Ende tragenden Theile befestigt werden.
Um die Schrauben B B' bequem entfernen
und durch andere von gröfserer oder geringerer Steigung ersetzen zu können, was nöthig wird,
wenn Gegenstände von gröfserer oder geringerer Dicke verkauft werden sollen, ist folgende in
Fig. ι und 2 abgebildete Vorkehrung getroffen:
Die Enden der Schrauben B Bl sind in
Bohrungen, der Naben C der Kettenräder D eingeführt und, damit sie sich mit den Naben C
drehen, mit diesen durch Stifte b, welche in Nuthen c der Naben C eingreifen, verbunden.
Die Kettenräder D, deren Naben in Platten t gelagert sind, werden durch kegelförmige
Bolzen q, die in Arme Q eingeschraubt sind und mit ihren Spitzen in Bohrungen der
Naben C eintreten, in ihrer Lage gehalten.
Durch diese Anordnung wird erzielt, dafs die Kettenräder D an ihrem Platze bleiben,
während die Schrauben BB1 ausgewechselt
werden.
Die vorderen Enden der unteren Schrauben B drehen sich in kegelförmigen Spitzen r, welche
von Armen R getragen werden. Diese Arme R sind auf den Platten T T1 verschiebbar und
durch Schrauben r2 feststellbar angeordnet.
An ihrer Vorderseite sind sie bei r3 nach unten hin abgeschrägt, um dem Abwärtsgleiten der
von den Schrauben B herunterfallenden Gegenstände kein Hindernifs in den Weg zu setzen.
Aus demselben Grunde sind auch die vorderen Enden der Führungsstege L abgeschrägt
(s. Fig. 1).
Die Ausgabeöffnung α ist gegen unbefugtes Eindringen von aufsen her folgendermafsen geschützt
:
Hinter der Oeffnung α ist ein Behälter a1
angebracht, dessen vordere Wandung in ihrer Mitte mit einer Aussparung a? versehen ist, so
dafs der Käufer seine Hand einstecken und die untere Kante des in den -Behälter al fallenden
Papierblattes erfassen kann. Auf der oberen Kante der Rückwand des Behälters a1 ist ein
Deckel α3 drehbar befestigt, welcher durch einen belasteten Arm α4 beständig gegen den
Flantsch α 5 der Wand des Gehäuses A gedrückt
wird und somit den Behälter a1 vollständig
abschliefst. Da der Flantsch α5, gegen
den sich der Rand des Deckels a3 in verschlossenem
Zustande legt, mit einem nach unten sich erstreckenden Ansatz αβ versehen
ist, so kann ein Oeffnen des Deckels a3 von aufsen her nicht erfolgen.
Fällt jedoch ein Papierblatt auf den Deckel as,
so senkt er sich und läfsf das Blatt in den Behälter a1 eintreten, aus dem dann der Gegenstand
mit der Hand bequem herausgenommen werden kann.
Der im vorhergehenden in seinen einzelnen Theilen beschriebene Selbstverkäufer wirkt auf
folgende Weise:
Angenommen, es sei zwischen je einen Gang der Schrauben ohne Ende B B1 eine Zeitung
eingesetzt und die hinterste Zeitung lehne sich gegen die Platte K.
Wird nun eine Münze durch den Einwurfskanal /, Fig· 4, eingeworfen, so fällt dieselbe
auf das vordere Ende des Hebels H und dieser dreht sich.
Hierdurch kommt die Nase h aüfser Eingriff mit dem Hemmstift /, und vermittelst des
Gewichtes W werden Trommel F und somit alle drei Schrauben BBB1 gleichzeitig in
Umdrehung versetzt.
Die Zeitungen und Platte K werden hierbei um einen Gang vorwärts geschoben, die
vorderste Zeitung wird abgeworfen und fällt in das Gehäuse a1 hinein, aus welchem sie
dann von dem Käufer entnommen wird.
Hat die Trommel F eine Umdrehung gemacht, so tritt der Stift J wieder in .Eingriff
mit der Nase h des Hebels H, welcher inzwischen durch die Feder h1 wieder in seine
ursprüngliche Lage, zurückgebracht worden ist.
Auf diese Weise wird bei Einwurf einer Münze immer nur eine Zeitung abgegeben.
Ist das Gewicht W abgelaufen, so wird es mittelst einer Kurbel M, Fig. ι und 2, die an
dem Ende der oberen Schraube B1 befestigt
wird, wieder aufgewunden.
Bei der hierdurch hervorgerufenen Rückwärtsbewegung der Schrauben wird auch
Platte K in ihre Anfangsstellung zurückgebracht.
An Stelle des Gewichtes W kann als Triebkraft auch eine Spiralfeder verwendet werden ·
und wird sich dies besonders bei kleinen Apparaten sehr empfehlen.
Claims (4)
1. Selbstverkäufer, gekennzeichnet dadurch,
dafs mehrere mittelst endloser Kette oder Schnur-verbundene Schrauben ohne Ende
BB1-, in deren Gänge die Verkaufsgegenstände
(Zeitungen, Karten oder dergleichen) eingesetzt werden, beim Einwerfen eines
Geldstückes durch die Wirkung eines Gewichtes W oder einer Spiralfeder eine einmalige
Umdrehung machen, wobei ein Verkaufsgegenstand am vorderen Schraubenende abgeworfen und durch eine Oeffnung
(a) im Gehäuse abgegeben wird.
2. Ein Selbstverkäufer nach Anspruch 1., bei
welchem die Lagerung der hinteren Enden der Schrauben BB1 in Bohrungen der
Treibrädernaben C und die Lagerung dieser in Platten t und auf kegelförmigen
Bolzen q erfolgt, um die Schrauben B B1 auswechseln zu können, ohne die Treibräder
D von ihrem Platze entfernen zu müssen.
3. Ein Selbstverkäufer nach Anspruch 1. mit einer Vorrichtung zum Schliefsen der Münzeinwurfsöffnung
nach Abgabe des letzten Verkaufsgegenstandes, gekennzeichnet durch einen im Einwurfskanal I angeordneten,
mit einem Schlitz zum Durchlassen der Münze versehenen Schieber N, welcher
durch einen geeigneten Hebelmechanismus in seine Verschlufslage gedreht wird, sobald
die Stützplatte (K) für die Verkaufsgegenstände in ihrer Endstellung anlangt.
4. Ein Selbstverkäufer nach Anspruch 1. mit
einer selbsttätigen Verschlufsvorrichtung an der Auswurfsöffnung a, gekennzeichnet
durch einen ausbalancirten Verschlufsdeckel α3, welcher durch ein Gewicht α*
beständig gegen den mit Rand a6 versehenen Flantsch α 6 des Gehäuses A geprefst
wird, beim Aufschlagen eines von den Schrauben BB1 abgeworfenen Verkaufsgegenstandes
jedoch sich senkt und den Gegenstand austreten läfst.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65175C true DE65175C (de) |
Family
ID=338988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65175D Expired - Lifetime DE65175C (de) | Selbstverkäufer mit Schrauben ohne Ende zur Aufnahme und Abgabe von Zeitungen, Karten oder dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65175C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1230600B (de) * | 1961-08-23 | 1966-12-15 | Universal Match Corp | Warenselbstverkaeufer |
-
0
- DE DENDAT65175D patent/DE65175C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1230600B (de) * | 1961-08-23 | 1966-12-15 | Universal Match Corp | Warenselbstverkaeufer |
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