AT391300B - Tablettenspender - Google Patents
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Description
Nr. 391 300
Die Erfindung betrifft einen Tablettenspender mit einem rohrförmigen Schutzgehäuse, in dem in einem Führungsschacht Längsführungen für in Form eines säulenartigen Stapels einlegbare Tabletten und ein federbelasteter Druckstempel für das eine Ende des Tablettenstapels vorgesehen sind, welcher Druckstempel die Tabletten den Längsführungen entlang zu einem im Bereich des anderen Stapelendes angreifenden Auswerfer fördert, über den die in seinem Bereich zwischen Seitenführungen geführten Tabletten einzeln quer zur Stapellängsrichtung ausschiebbar sind.
Derartige Tablettenspender werden bevorzugt für leicht zu einem säulenartigen Stapel zusammensetzbare Tabletten, etwa von Tabletten mit prismatischem oder zylindrischem Mantel, verwendet. Ein Hauptanwendungsgebiet des Tablettenspenders liegt bei Erfrischungstabletten und Pastillen von rechteckigprismatischer Grundform, die im Stapel mit ihren Flachseiten aneinanderliegen.
Bei bekannten Tablettenspendem sind die Längsführungen für den Tablettenstapel in einer eigenen Lade ausgebildet, die an ihrem aus dem Schutzgehäuse herausragenden Ende den Auswerfer trägt, wobei die Lade nur nach der Ausschiebeseite der Tabletten offen ist, so daß der Tablettenstapel bei herausgezogener Lade von dieser Seite her eingelegt werden kann. Am inneren Ende der Lade ist über eine selbst innerhalb des Tablettenführungsschachtes untergebrachte Druckfeder der hier in der Lade und im Gehäuse längsverschiebbar geführte Druckstempel abgestützt. Dieser Druckstempel schlägt beim leeren Herausziehen der Lade an im Bereich der Rohröffnung des Schutzgehäuses vorgesehene Verrastungen an, die sein weiteres Herausziehen bzw. Ausschieben verhindern. Die Lade muß wenigstens um die Stapellänge ausziehbar sein. Die Druckfeder hat, gleichgültig, ob die Lade gefüllt ist oder nicht, das Bestreben, die Lade bis zu einem Anschlag in das Schutzgehäuse hineinzuziehen und erfüllt daher eine Doppelfunktion, da sie bei eingeschobener Lade den Druckstempel und damit den Tablettenstapel nach Entnahme jeder Tablette um die Tablettenhöhe zum Auswerferende vorschiebt.
Der bekannte Tablettenspender hat verschiedene Nachteile. Vor allem müssen verhältnismäßig teure, kompliziert geformte Federn, bei Tablettenspendem für rechteckig-prismatische Tabletten etwa Schraubenfedem mit am Mantel eines Prismas liegenden Schraubengängen, verwendet werden und bei der Montage wird es notwendig, die drei Teile Schutzgehäuse, Lade und Feder in genau vorbestimmten Lagen zusammenzusetzen und den Druckstempel unter die Verrastungen des Schutzgehäuses einzuführen. Ein Teil dieser Montage erfolgt unter wenigstens zum Teil zwischen Feder und Lade vorgespannter Feder, so daß diese Feder bei Unachtsamkeiten die vorher zusammengelegten Teile wieder auseinanderdrängt. Die Montage kann nur von Hand aus und nicht über Automaten erfolgen. Tablettenspender der gegenständlichen Art sind vorwiegend ausgesprochene Massenartikel, bei denen die Montagekosten bisher einen großen Anteil an den Gesamtkosten haben. Die vorgesehene Feder ist nicht nur aufwendig in der Herstellung, sondern hat auch weitere entscheidende Nachteile. Bei herausgezogener Lade erhält die Feder eine relativ große Vorspannung. Durch Herstellungsfehler des Tablettenspenders, normale Abnützung beim Gebrauch oder auch durch mutwillige Beschädigungen kann es Vorkommen, daß der Auswerferstempel durch die Verrastungen nicht mehr einwandfrei am Rohrende des Schutzgehäuses festgehalten wird, sondern bei herausgezogener Lade herausspringt, wobei dann der Stempel ausgeschleudert wird und auch die Feder in unkontrollierbarer Bahn ausspringt. Eine solche herausspringende Feder kann vor allem Gesichts- oder Augenverletzungen verursachen, so daß die bisherigen Tablettenspender auch im Hinblick auf diese Gefährdung und wegen der Produkthaftung bedenklich sind.
Es ist meist üblich, die Tablettenstapel in gesonderten Verpackungen zu liefern und den Tablettenspender mit dem aus der Verpackung herausgenommenen Tablettenstapel, in manchen Fällen sogar mit nacheinander zugeführten einzelnen Tabletten zu füllen. Diese Vorgangsweise ist aufwendig und, da Stapel bzw. Einzeltabletten angefaßt werden müssen, unhygienisch, wozu noch kommt, daß der Stapel häufig beim Umsetzen von der Verpackung in den Tablettenspender auseinanderfällt und neu geordnet werden muß.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Tablettenspenders der eingangs genannten Art, der einfacher als die bekannten Tablettenspender herstellbar und montierbar ist, eine hohe Betriebssicherheit aufweist und bei dem vor allem ein unkontrollierbares Herausspringen von Druckstempel und Feder sicher verhindert ist. Eine Teilaufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines Tablettenspenders, der schnell und hygienisch unbedenklich mit den Tabletten beschickt werden kann.
Die gestellte Hauptaufgabe wird dadurch gelöst, daß die den Druckstempel belastende Feder im Gehäuse in einem neben dem Führungs- und Aufhahmeschacht für die Tabletten angeordneten Federschacht untergebracht ist und ein im Federschacht geführtes Führungsstück belastet, das an einem durch einen die beiden Schächte verbindenden Längsschlitz herausgeführten Arm, einer Tragrippe oder Konsole den Druckstempel trägt.
Die Feder wird bei der erfmdungsgemäßen Ausführung geschützt untergebracht und kann eine einfache, leicht herstellbare Form aufweisen. Es wird möglich, die Feder mit dem Führungsstück und dem Druckstempel gesondert bei weitgehend entspannter Feder zu montieren, so daß diese Montage keine Schwierigkeiten bereitet und auch in Automaten vorgenommen werden kann. Der Druckstempel braucht im Gegensatz zur bekannten Ausführung nicht den ganzen Führungsquerschnitt für die Tabletten auszufüllen, so daß auch keine Gefahr besteht, daß Abrieb und sonstige Tablettenrückstände die ordnungsgemäße Funktion des Druckstempels und der Feder beeinträchtigen.
Nach einer bevorzugten Ausführung ist der Federschacht am Auswurfende des Gehäuses geschlossen und weist an seinem entgegengesetzten Ende eine verschließbare Einsetzöffnung für das Führungsstück und die Feder auf, -2-
Nr. 391 300 wobei vorzugsweise der Führungsschlitz in diese Einsetzöffnung hinein offen ist, so daß der Stempel mit dem Arm und dem Führungsstück einteilig ausgebildet und gemeinsam mit der Feder eingesetzt werden können. Für die Einsetzöffnung kann ein bleibender, sicherer Verschluß vorgesehen werden, wobei hier unter anderem unlösbar eingeführte Pfropfen, Versiegelungen oder Verpressen der Öffnungsränder nach der Montage bzw. Kombinationen 5 dieser Maßnahmen möglich sind.
Nach einer weiteren Ausgestaltung ist für den Tablettenstapel ein vorzugsweise zugleich als Teil einer Tablettenverpackung ausgebildetes Magazin vorgesehen, das die Tablettenführungen aufweist, auswechselbar in den Tablettenführungsschacht des Gehäuses einsetzbar ist und an wenigstens einem Längsende eine Durchführungsöffnung für den Druckstempel, wenigstens am anderen Längsende seitliche Öffnungen für den 10 Auswerfereingriff und den Tablettenauswurf aufweist und in der in der Einsatzstellung zum Federschacht gerichteten Längsseite mit einem mit dem Verbindungslängsschlitz fluchtenden Schlitz zur Durchführung des Druckstempeltragarmes versehen ist
Vorzugsweise werden an beiden Enden des Magazins gleiche Öffnungen vorgesehen, so daß das Magazin wahlweise mit dem einen oder anderen Ende zum Auswerferende weisend eingesetzt werden kann. Das Magazin 15 kann als Kunststofformteil oder auch aus stärkerer Metallfolie, Hartpapier od. dgl. gebildet werden, wobei sich bei der Massenherstellung niedrige Herstellungskosten ergeben. Bildet das Magazin zugleich einen Teil der Verpackung, dann verringern sich gegenüber der bisherigen Verpackungsart die weiteren Verpackungskosten. Das Einsetzen eines Magazins ist wesentlich einfacher als das Einbringen eines Tablettenstapels, wobei beim Einführen und bei der sonstigen Handhabung die Tabletten selbst nicht angefaßt werden müssen, so daß die 20 Handhabung wesentlich hygienischer als bisher vor sich geht.
Um eine einwandfreie Längsführung der Tabletten für den Auswerfvorgang zu gewährleisten wird eine Ausführungsform bevorzugt, bei der die Tablettenführungen des Magazins aus innenseitig an den Magazinwänden vorragend vorgesehenen Längsschneiden oder -kämmen bestehen. Dabei können die ins Gehäuseinnere des Magazins ragenden Innenkanten der Kämme bzw. Schneiden wenigstens an zwei gegenüberliegenden 25 Magazinseiten innerhalb der Umrißlinie der Tabletten vorgesehen sein, so daß diese Kämme bzw. Schneiden zumindest bei der Verschiebung zum Auswerfer in die Tabletten des eingelegten Tablettenstapels Führungsrillen bzw. -nuten einformen, was zusätzlich zur sicheren Führung beiträgt. Es wird auf jeden Fall ein Kippen der im Stapel befindlichen Tabletten sicher verhindert, auch wenn der Druckstempel nur mit einer kleinen Anlagefläche auf die unterste Tablette wirkt. 30 Vorzugsweise weist das Magazin beim Einlegen der Tabletten zwischen die innerhalb des Tablettenumrisses liegenden Kanten bzw. Schneiden elastisch federnd verformbare Wandungen auf. Diese Ausführung ermöglicht es, das Magazin über eine eine Längswandung ersetzende Seitenöffnung mit dem Tablettenstapel zu füllen, wobei die Kämme bzw. Schneiden sich federnd an den Tabletten anlegen, die Tabletten festhalten und beim Transport gegen Lageveränderungen und gegen ein Herausfallen durch die Einfühiöffhung sichern. 35 Konstruktiv kann die weitere Ausgestaltung des Tablettenspenders nach verschiedenen Gesichtspunkten und Erfordernissen erfolgen. Nach einer möglichen Ausführungsform ist das Magazin vom auswerferseitigen Gehäuseende her in das Schutzgehäuse einführbar und der am Gehäuse selbst angebrachte Auswerfer ist für den Einführvorgang am Gehäuse von der entsprechenden Öffnung wegschwenkbar, z. B. abklappbar angebracht, wobei der Auswerfer in der Arbeitsstellung durch Verrastungen gesichert wird. Eine andere Möglichkeit besteht ' 40 darin, im Gehäuse eine seitliche Einführöffnung für das Magazin vorzusehen und den Druckstempel über auf das Führungsstück bzw. die Feder wirkende Handhaben beim Einfuhren des Magazins soweit zurückzuziehen, daß der Druckstempel mit dem vom Auswerfer abweisenden Stapelende in Eingriff gebracht werden kann. Dabei kann man vorsehen, daß ein Rückenteil des Magazins die seitliche Gehäuseöffnung abschließt und beispielsweise das Gehäuse zu einem Handgriff ergänzt 45 Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Tablettenspenders sieht vor, daß zur Aufnahme des Tablettenstapels wieder, wie an sich bekannt, eine aus dem Ende des Schutzgehäuses anschlagbegrenzt herausziehbare Lade dient, die an ihrem bei eingeschobener Lade aus dem Gehäuse herausragenden Ende den Auswerfer trägt, daß die Lade eine seitliche Einführungsöffnung für den Tablettenstapel bzw. das Magazin und einen Führungsschlitz für den Druckstempelarm aufweist und daß die Lade über ein lösbares Bremsgespeire in der 50 Einschiebestellung feststellbar ist. Bei dieser Ausführung kann das Einbringen der Tabletten bzw. des Tablettenstapels oder des Magazins in gewohnter Weise bei aus dem Schutzgehäuse herausgezogener Lade erfolgen. Da die Lade nicht mehr unter der Wirkung der Feder steht, braucht sie in der herausgezogenen Stellung nicht festgehalten zu werden, so daß sich die Handhabung beim Einlegen der Tabletten vereinfacht. Trotzdem ist die Lade in der eingeschobenen Stellung durch das Bremsgesperre gesichert. Die Rückhaltekraft dieses 55 Bremsgesperres muß dabei etwas größer sein als die von der Feder über den Druckstempel auf den Tablettenstapel ausgeübte Ausschiebekraft. Trotz der Verwendung einer Lade besteht keine Gefahr, daß durch Betätigung dieser Lade eine Freigabe bzw. ein Herausschleudem der Feder oder des Druckstempels bewirkt wird.
Nach einer bevorzugten Ausführung dieser letztgenannten Konstruktion besteht das Bremsgesperre aus einer im Bereich des in das Gehäuse einschiebbaren Ladenendes insbesondere als Teil einer dort vorgesehenen 60 Ladenstimwand ausgebildeten bzw. ausgeformten federnden Bremszunge, die mit ihrem freien Ende unter Durchwölbung der Zunge gegen den dem Durchführungsschlitz gegenüber vorgesehenen Wandungsbereich des Gehäuses drückt und ähnlich einer Übertotpunktsperre sich aus der in die Lade ragenden Biegestellung beim -3-
Nr. 391 300
Einführen der Lade in das Gehäuse beim Herausziehen der Lade unter Überwindung des Totpunktes in eine nach außen über die Lade vorragende Bremsstellung umlegt. Diese Ausführung des Bremsgesperres ist besonders . einfach, wobei nach der bevorzugten Ausgestaltung die Zunge bei Herstellung der Lade aus entsprechendem Material gemeinsam mit der Lade ausgeformt werden kann. Eine weitere Konstruktionsvereinfachung läßt sich 5 dadurch erzielen, daß der Druckstempel bzw. Tragarm in seiner voll ausgefahrenen Stellung mit seiner Unterseite um wenigstens das Federspiel der aus der Ladenstirnwand ausgeformten, nur eine begrenzte Biegefähigkeit aufweisenden Federzunge aus dem Gehäuse herausragt, so daß die Ladenstimwand und die nach unten über die Lade vorragende Federzunge (die diese Stellung infolge des Herausziehens der Lade aus dem Gehäuse einnimmt) Ausziehsperren für die Lade bilden. 10 Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes gehen aus der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung hervor.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Tablettenspender mit einem eingelegten Tablettenstapel in der Gebrauchsstellung, wobei das Schutzgehäuse, eine hier vorgesehene Lade und ein Magazin für den Tablettenstapel im Längsschnitt und ein an 15 der Lade angebrachter Tablettenauswerfer nur strichpunktiert in seinem Umrissen dargestellt sind,
Fig. 2 einen entsprechenden Längsschnitt durch das Gehäuse bei herausgezogener Lade vor dem Einlegen eines Magazins, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie (III-III) der Fig. 1, Fig. 4 eine Vorderansicht des nach Fig. 1 und 3 vorgesehenen Magazins, Fig. 5 eine andere Ausführungsform des Magazins im Längsschnitt, Fig. 6 eine Ansicht des Magazins nach Fig. 5 von der rechten Seite her gesehen und Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 20 (VII-VII) der Fig. 5.
Der dargestellte Tablettenspender besteht aus einem Schutzgehäuse (1), einer Lade (2) mit einem strichpunktiert in seinen Umrissen angedeuteten Auswerfer (3), einem in die Lade (2) einsetzbaren Magazin (4) für einen aus Einzeltäbletten (5) aufgebauten Tablettenstapel (in Fig. 2 und 3 nicht dargestellt), einer Feder (6), einem Führungsstück (7) und einem mit diesem Führungsstück über einen Arm (8) verbundenen Druckstempel 25 (9).
Das Schutzgehäuse (1) besitzt einen über die Länge durchgehenden Tabletten- bzw. Ladenführungsschacht (10) und neben diesem einen Führungsschacht (11) für die Feder (6) und das Führungsstück (7), das mit einem Kernstift (12) in die als zylindrische Schraubenfeder (6) ausgebildete Feder eingreift. Die Schächte (10) und (11) sind untereinander durch einen Führungsschlitz (13) für den Arm (8) verbunden. Die Lade (2) besitzt 30 einen mit dem Schlitz (13) fluchtenden Schlitz (14).
Der Federführungsschacht (11) ist nach oben durch einen Deckenteil (15) abgeschlossen. Nach Einführen des Führungsstückes (7) und des Armes (8) mit dem Druckstempel (9) sowie der Feder (6) wird.der Federführungsschacht (11) bleibend durch einen Einsatzteil (16) abgeschlossen.
Wie schon erwähnt wurde, besitzt die Lade (2) in ihrem Rückenteil den Schlitz (14). Die in Fig. 1 links 35 befindliche Vorderseite der Lade (2) ist für das Einsetzen des Magazins (4) offen ausgebildet. Die vordere und hintere Seitenwand der Lade (2) sind zur Bildung von Lagerböcken (17) für den Auswerfer (3) verlängert, der an diesen Lageiböcken um eine Querachse (18) schwenkbar lagert. Stirnwandansätze (19) der Lade (2) bilden einen oberen Anschlag für das Magazin. In Verlängerung dieser Stimwandansätze ist eine aus Kunststoff geformte Blattfeder (20) angebracht, die als Rückstellfeder für den Auswerfer (3) dient, welcher seinerseits mit einer 40 Auswerferkralle (21) die jeweils oberste Tablette (5a) quer zur Stapellängsrichtung ausschiebt, sofeme er über eine Betätigungshandhabe (22) verschwenkt wird.
In der Lade (2) ist eine Stütztrennwand (25) zur Abstützung des unteren Magazinendes vorgesehen. Am unteren Ladenende ist als Teil einer dort vorgesehenen Ladenstimwand eine Federzunge (23) ausgeformt, die in eine rinnenförmige Vertiefung (24) in der Frontseite des Gehäuses eingreift und unter federnder Vorspannung 45 gegen den dem Schlitz (13) gegenüberliegenden Wandungsteil der Vertiefung (24) drückt. Beim Einschieben der Lade nimmt die Federzunge (23) die in Fig. 1 ersichtliche Stellung ein. Wird die Lade (2) herausgezogen, so schwenkt die Federzunge (23) in die in Fig. 2 dargestellte Lage. In dieser Ausziehstellung bildet der zugehörige Ladenboden mit der Federzunge (23) durch Anschlag an den Stempel (9) bzw. den Arm (8) eine Ausziehsperre für die Lade. Die Lade kann aber in einer nach rechts geschwenkten Stellung (Fig. 2) mit dem Schlitz (14) über 50 den Arm (8) geschoben und dann bei in der Schwenkstellung nach Fig. 1 befindlicher Zunge (23) in das Gehäuse (1) eingehängt werden. Nach kurzem Einschieben und Zurückziehen der Lade (2) wird die Zunge (23) wieder in die Sperrsteilung nach Fig. 2 schwenken. Hier ist eine Demontage der Lade (2) nur dadurch möglich, daß die Federzunge (23) von unten her mittels eines durch den Schacht (10) eingeführten Werkzeuges in die andere Schwenklage gekippt wird. 55 Das Magazin (4) nach den Fig. 1, 3 und 4 besitzt eine Rückwand (26), in der ein mit den Schlitzen (13) und (14) fluchtender Schlitz (27) vorgesehen ist, Endstimwände (28) mit gegengleich ausgebildeten Durchführungsöffnungen (29) für den Tragarm (8) und den Stempel (9) und Seitenwände (30), die an ihren zum Tablettenstapel gerichteten Innenseiten Führungsrippen (31), (32) tragen. Der Tablettenstapel (5) kann unter federnder Auseinanderspreizung der Wände (30) eingeführt werden, die Rippen (32) veraasten hinter den 60 eingeführten Tabletten und die Rippen (31) bilden Schneiden, die bei der Längsverstellung in die Tabletten Führungsrinnen einschneiden. Die Auswerferkralle (21) kann durch den Schlitz (27) eingreifen. Der Auswurf da1 obersten Tablette (5a) erfolgt unter Auseinanderdrückung der Rippen (32) nach links. -4-
Claims (10)
- Nr. 391 300 Das Magazin (4a) nach den Fig. 5 bis 7 besitzt an der zur Vertiefung (24) weisenden Seite eine Längswand (33), die oben und unten Auswerferfenster (34) für die Tabletten (5) freiläßt. Dafür ist an Stelle des Schlitzes (27) die Rückwand (26) weggelassen und die Seitenwände (30) besitzen in gegengleicher Anordnung zum Magazin (4) nach den Fig. 1, 2 und 4 die Rippen (31), (32). Hier dienen die Rippen (32) nur zum Festhalten des Tablettenstapels nach dem Einlegen in das Magazin und der Auswurf der Tabletten erfolgt über das jeweils im Auswerferbereich befindliche Fenster (34). Die Magazine (4), (4a) bilden eine Verpackung für den Tablettenstapel und brauchen für den Verkauf oder den Versand nur mit einer einfachen Umhüllung versehen werden. PATENTANSPRÜCHE 1. Tablettenspender, mit einem rohrförmigen Schutzgehäuse, in dem in einem Führungsschacht Längsführungen für in Form eines säulenartigen Stapels einlegbare Tabletten und ein federbelasteter Druckstempel für das eine Ende des Tablettenstapels vorgesehen sind, welcher Druckstempel die Tabletten den Längsführungen entlang zu einem im Bereich des anderen Stapelendes angreifenden Auswerfer fördert, über den die in seinem Bereich zwischen Seitenführungen geführten Tabletten einzeln quer zur Stapellängsrichtung ausschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die den Druckstempel (9) belastende Feder (6) in einem neben dem Führungs- und Aufnahmeschacht (10) für die Tabletten (5) angeordneten Federschacht (11) untergebracht ist und ein im Federschacht geführtes Führungsstück (7) belastet, das an einem durch einen die beiden Schächte verbindenden Längsschlitz (13) herausgeführten Arm (8) den Druckstempel (9) trägt.
- 2. Tablettenspender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Federschacht (11) am Auswurfende des Gehäuses (1) geschlossen ist und an seinem entgegengesetzten Ende eine verschließbare Einsetzöffnung für das Führungsstück (7) und die Feder (6) aufweist.
- 3. Tablettenspender nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den Tablettenstapel ein vorzugsweise zugleich als Teil einer Tablettenverpackung ausgebildetes Magazin (4,4a) vorgesehen ist, das die Tablettenführungen (31,32) aufweist, auswechselbar in den Tablettenführungsschacht (10) des Gehäuses einsetzbar ist und an wenigstens einem Längsende eine Durchführungsöffnung (29) für den Druckstempel (9), wenigstens am anderen Längsende seitliche Öffnungen (34) für den Auswerfereingriff und den Tablettenauswuif aufweist und in der in der Einsatzstellung zum Federschacht (11) gerichteten Längsseite mit einem mit dem Verbindungslängsschlitz (27) fluchtenden Schlitz zur Durchführung des Druckstempeltragarmes (8) versehen ist.
- 4. Tablettenspender nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tablettenführungen des Magazins (4,4a) aus innenseitig an den Magazinwänden (30) vorragend vorgesehenen Längsschneiden oder -kämmen (31,32) bestehen.
- 5. Tablettenspender nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ins Innere des Magazins (4,4a) ragenden Innenkanten der Kämme (31, 32) bzw. Schneiden wenigstens an zwei gegenüberliegenden Magazinseiten (30) innerhalb der Umrißlinie der Tabletten (5) vorgesehen sind, so daß diese Kämme bzw. Schneiden in die Tabletten des eingelegten Tablettenstapels Führungsrillen bzw. -nuten einformen.
- 6. Tablettenspender nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin (4,4a) beim Einlegen der Tabletten zwischen die innerhalb des Tablettenumrisses liegenden Kämme bzw. Schneiden (31,32) elastisch federnd verformbare Wandungen (30) aufweist.
- 7. Tablettenspender nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin vom auswerferseitigen Gehäuseende her in das Schutzgehäuse einführbar und der am Gehäuse selbst angebrachte Auswerfer für den Einführvorgang am Gehäuse wegschwenkbar angebracht ist.
- 8. Tablettenspender nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme des Tablettenstapels, wie an sich bekannt, eine aus dem Ende des Schutzgehäuses (1) anschlagbegrenzt herausziehbare Lade (2) dient, die an ihrem bei eingeschobener Lade aus dem Gehäuse herausragenden Ende den -5- Nr. 391 300 Auswerfer (3) trägt, daß die Lade eine seitliche Einführungsöffnung für den Tablettenstapel bzw. das Magazin und einen Führungsschlitz (27) für den Druckstempelarm (8) aufweist und daß die Lade über ein lösbares Bremsgesperre (23) in der Einschiebestellung feststellbar ist.
- 9. Tablettenspender nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsgesperre aus einer im Bereich des in das Gehäuse einschiebbaren Ladenendes insbesondere als Teil einer dort vorgesehenen Ladenstimwand ausgebildeten bzw. ausgeformten federnden Bremszunge (23) besteht, die mit ihrem freien Ende unter Durchwölbung der Zunge gegen den dem Durchführungsschlitz gegenüber vorgesehenen Wandungsbereich (24) des Gehäuses (1) drückt und ähnlich einer Übertotpunktsperre sich aus der in die Lade (2) ragenden Biegestellung beim Einführen der Lade in das Gehäuse beim Herausziehen der Lade unter Überwindung des Totpunktes in eine nach außen über die Lade vorragende Bremsstellung umlegt.
- 10. Tablettenspender nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstempel (9) bzw. Tragarm (8) in seiner voll ausgefahrenen Stellung mit seiner Unterseite um wenigstens das Federspiel der aus der Ladenstirnwand ausgeformten Federzunge (23) aus dem Gehäuse (1) herausragt, so daß die Ladenstimwand und die nach unten über die Lade (2) vorragende Federzünge Ausziehsperren für die Lade bilden. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -6-
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