DE65172C - Selbstverkäufer für Abortpapier mit Verschiebung der Papierwelle durch eine rechts- und linksgängige Schraubennuth - Google Patents
Selbstverkäufer für Abortpapier mit Verschiebung der Papierwelle durch eine rechts- und linksgängige SchraubennuthInfo
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-
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- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F11/00—Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles
- G07F11/68—Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles in which the articles are torn or severed from strips or sheets
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der vorliegende Selbstverkäufer für Abortpapier ist dadurch gekennzeichnet, dafs durch
Einwurf einer bestimmten Münze und Auslösung eines Gesperres eine die Papierrolle
tragende Welle mittelst Uhrwerkes für Herausgabe einer bestimmten Länge des Papiers getrieben
wird, und zwar wird diese Welle nur eine bestimmte Zahl von Umdrehungen zu machen dadurch veranlafst, dafs eine rechtsgängige
und linksgängige Schraubennuth der Papierwelle unter der Einwirkung eines eine Verschiebung der Welle und ihrer Sperrscheibe
nach links und rechts veranlassenden Führungsstückes steht, wodurch die Sperrscheibe eine
Zeit lang dem Bereich des Gesperres entrückt wird. Eine zum Aufschieben auf die Papierwelle
geeignete Spule ist hierbei angeordnet, in welcher ein Keil und eine Schraube liegt, durch
deren Drehung an Federn sitzende Spitzen von innen her in die Papierrolle dadurch eingedrückt
werden, dafs eine Verschiebung des Keiles herbeigeführt wird.
Fig. ι der Zeichnung zeigt die Vorderansicht des inneren Theiles eines solchen Selbstverkäufers,
Fig. 2 die Vorrichtung zum Hemmen der Papierwelle, Fig. 3 eine Abart derselben in
vergrößertem Mafsstabe, Fig.- 4 die Seitenansicht
der inneren Einrichtung, Fig. 5 die theilweise Vorderansicht des Gehäuses und die
Fig. 6 und 7 zeigen Einzelheiten.
Das zweckmäfsig rechteckige und aus Eisen oder Holz hergestellte Gehäuse A ist an der
Vorderseite mit drei Oeffhungen abc, Fig. 5,
und an einer Seite mit Thüren versehen. Die Papierrolle B wird auf einer Hülse aus Pappdeckel
angeordnet, welche sich bequem über eine Spule C, Fig. 6, schieben läfst, die so lang
ist wie die Papierrolle und ungefähr 5 cm Durchmesser hat. Die Spule ist der Längsrichtung
nach in zwei ungleiche Theile d e getheilt. Die Bohrung f des Spulentheiles d dient zur Aufnahme
der Papierrolle D.
Der Theil e der Spule C ist mit einem Einschnitt
i, Fig. 7, versehen, welcher zur Aufnahme eines Keiles 2 dient, der am schwächeren
Ende mit einem Stift 3 und darauf sitzender Feder 4 versehen ist. Der Stift 3 wird in
einer Bohrung 41 gehalten und die Feder 4
übt gegen das Ende des Keiles 2 einen Druck aus. Am anderen Ende des Keiles 2 ist eine
Stellschraube 5 angeordnet, mittelst welcher sich der Keil 2 in dem Einschnitt 1 verschieben
läfst. Mit Spitzen versehene Stifte 5' ragen durch die seitlichen Löcher 6 des Spulentheiles e hervor und sitzen an Federn 7, welche
im Einschnitt derart befestigt sind, dafs die Stifte 5 τ zurücktreten können, wenn der Keil 2
von der Feder 4 zurückbewegt wird, um auf die Spule eine Papierrolle aufschieben zu können.
Die Welle D mit kleinem Trieb g, Fig. 1
und 4, am einen Ende besitzt, um nach einer bestimmten Zahl von Umdrehungen angehalten
zu werden, eine rechtsgängige und eine linksgängige Schraubennuth E, Fig. ι, 2 und 3,
mittelst welcher die Welle sammt Papierrolle während 1Y2 Umdrehungen nach links und
dann während ι α/2 Umdrehungen nach rechts
geschoben wird, so dafs die Welle bei jedem Ingangsetzen des Getriebes nur drei Umdrehungen
unter Verschiebung von rechts nach links und von links nach rechts machen
kann, um dann wieder gesperrt zu werden. Am rechten Ende der Welle ist eine lange
Lagerhülse F, welche von einem Arm G getragen wird, angeordnet. Die Hülse ist innen
bei h, Fig. 3, erweitert, um für ein sichelförmiges Führungsstück H, Fig. 2, Raum zu
schaffen, das in die Nuthen E der Welle D eintritt und die beschriebene Verschiebung der
Welle herbeiführt. Nach der Abart Fig. 3 tritt ein Bügel H1 mit Stiften i an den entgegengesetzten
Enden in die Nuthen E ein, und der obere Theil des Bügels H1 ist mit
einem Zapfen /versehen, der mittelst Schraube K, Fig. 3, gehalten wird.
Zur Sperrung des Getriebes ist auf der Welle D eine runde Scheibe L, Fig. 1 und 4,
befestigt, die aufsen einen Stift _/ trägt. Dieser Stift j schlägt bei der Verschiebung der Welle
nach rechts an einen durch die Münze auszulösenden Sperrarm k an, der am inneren Ende
der Achse M festsitzt und am äufseren Ende abwärts gebogen ist. Auf dieser im unteren
Theil des Gehäuses passend gelagerten Achse M sitzt ein Arm / mit einer Verbreiterung von
solchem Umfang, dafs durch sie der Münzkanal N völlig verdeckt wird, der am besten
Rechtecksquerschnitt hat und oben bei N1 durchlocht ist, damit Drähte oder sonstige
Gegenstände nicht so weit eingeführt werden können, dafs eine Münze aus der die Münzen
aus dem Kanal N aufnehmenden Schublade O herausgeholt werden kann.
An dem Zahnrad Q sitzt das die Antriebsfeder S, Fig. 4, enthaltende Federhaus P fest,
und an der inneren Seite des letzteren liegt ein Ziffernrad R, durch dessen Ziffern angezeigt
wird, wieviel Münzen eingezahlt sind.
Die in dem Federhaus P liegende Antriebsfeder S wird so stark gewählt, dafs sie für den
Betrieb auf eine bestimmte Zeit hin ausreichend ist, und ebenso ist das Zwischengetriebe Qm η ο
und g so einzurichten, dafs bei jedesmaliger Einführung einer Münze in den Kanal N
Welle D die drei Umdrehungen macht und das Ziffernrad R, Fig. 1, um eine Abtheilung
weiterrückt.
Das zu entnehmende Papier ρ tritt unten aus einem Schlitz u heraus und wird dadurch abgeschnitten,
dafs man dasselbe gegen ein Messer V zieht, welches nahe vor dem Schlitz angebracht
ist.
Einzelne Figuren zeigen durch Punktirung angedeutete Abarten der Abgabevorrichtung,
die an Stelle der in vollen Linien dargestellten gewählt werden können. Eine solche besteht
darin, dafs unter der Papierrolle eine Rolle 2 angeordnet wird, die im Eingriff steht mit einer
Verzahnung der Papierrolle D und das Papier hinausführt.
Um das Papier dicht auf der Welle liegend zu erhalten, sind Belastungsrollen v, Fig. 4, vorgesehen.
An Stelle zweier, wie in vollen Linien dargestellt, oben auf der Papierrolle liegender
Belastungsrollen könnte, wie punktirt angedeutet, auch nur eine Rolle 5, von Federn 6
getragen, angebracht sein.
Wenn das Papier verbraucht ist, wird eine Scheibe »>, Fig. 1, zum Verdecken des Münzeinwurfs
hochgeschoben, die den Vermerk »leer« trägt und durch einen Stift q bethätigt wird,
der am Ziffernrad R festsiföt.
Der Rückgang des Getriebes wird durch ein Sperrrad χ, Fig. 1, und die Sperrklinke s verhindert,
von welchen ersteres auf der Welle r des Rades 0 und letztere an Hülse F sitzt. Zur
Aufbewahrung von Vorrathspapier dient die obere Gehä'useabtheilung Y.
Um auf die Spule C eine neue Papierrolle zu bringen, dreht man die Schraube 5, Fig. 7,
und ermöglicht dadurch der Feder 4, den Keil 2 zurückzustofsen, wobei die Spitzen 5*
zurücktreten. Auf die dann aufsen glatte Spule läfst die Papierrolle sich aufschieben. Ist das
geschehen, so zieht man die Schraube 5 an, wodurch Keil 2 die Stifte 51 nach aufsen in
die Papphülse stöfst, die den Kern der Papierrolle bildet. Nach dem Aufbringen der Papierrolle
stellt man das Ziffernrad R auf Null und zieht die Feder S, Fig. 4, auf.
Wirft man nun in den Einwurfkanal N eine passende Münze, so fällt diese auf den Arm /,
löst das Gesperre dadurch aus, dafs sie die Achse M zum Schwingen und den Sperrarm k
aus dem Eingriff mit dem Stift j der Scheibe L bringt.
Die Papierwelle D macht nun die drei Umdrehungen unter Verschiebung nach links und
zurück nach rechts, worauf die Sperrung der Welle D durch den Sperrarm k und den
Stift j stattfindet.
Claims (1)
- Pate nt-Ansprüche:i. Ein Selbstverkäufer für Abortpapier, bei welchem durch Einwurf einer bestimmten Münze und Auslösung eines Gesperres (kj) . eine die Papierrolle tragende Welle (D) mittelst Uhrwerkes und passenden Zwischengetriebes angetrieben, eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen dadurch zu machen veranlafst wird, dafs eine rechtsgängige undlinksgängige Schraubennuth der Welle (D) unter der Einwirkung eines Führungsstückes (H bezw. H1) steht, wodurch die Welle eine Hin- und Herverschiebung erleidet und dem Bereich des Gesperres (kj) eine Zeit lang entrückt wird.
2. Ein Selbstverkäufer für Abortpapier nach Anspruch i. mit einer zum Aufschieben auf die Papierwelle (D) passenden Spule (C) mit innen liegendem Keil(2) und Schraube (5), durch deren Drehung an Federn (7) sitzende Spitzen (5 l) in die Papierrolle dadurch eingetrieben werden können, dafs ein Vorschieben des Keiles (2) herbeigeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65172C true DE65172C (de) |
Family
ID=338985
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65172D Expired - Lifetime DE65172C (de) | Selbstverkäufer für Abortpapier mit Verschiebung der Papierwelle durch eine rechts- und linksgängige Schraubennuth |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65172C (de) |
-
0
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