DE651309C - Verfahren zur Herstellung von Schwelgut aus pflanzlichen Rohstoffen und Abfaellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwelgut aus pflanzlichen Rohstoffen und Abfaellen

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DE651309C
DE651309C DESCH105095D DESC105095D DE651309C DE 651309 C DE651309 C DE 651309C DE SCH105095 D DESCH105095 D DE SCH105095D DE SC105095 D DESC105095 D DE SC105095D DE 651309 C DE651309 C DE 651309C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/02Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E50/00Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
    • Y02E50/10Biofuels, e.g. bio-diesel

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schwelgut aus pflanzlichen Rohstoffen und Abfällen Es gibt eine große Zahl von pflanzlichen Rohstoffen und Abfällen davon sowie technischen Neben- und Abfallerzeugnissen pflanzlicher Herkunft, deren natürliche Eigenschaften eine Nutzbarmachung erschweren. Hierzu zählen krautige und holzige Abfälle der Land-und Forstwirtschaft, z. B. Treber, Trester, Rinde, Reisig, Holzabfall, Braunkohlen, Torf, Schalen von Ölfrüchten, ausgelaugte Gerbhölzer und -rigiden u. dgl.
  • Alle derartigen Stoffe, haben große Sp@errigkeit, die durch Starrheit oder federnde Nachgiebigkeit der Rohfasern bedingt ist, sind oft feucht und lassen sich ohne weiteres nur schwer verdichten und brikettieren. Wenn solche Rohstoffe nach Art der Hz)Izverkohlungstechnik oder Braunkohlenschwelerei verkokt werden, so entstehen in bekannter Ausbeute die üblichen Erzeugnisse: Holzgeist, Essigsäure, Holzteer oder Braunkohlen- bzw.c Torfteer. Meist lohnen die Ausbeuten nicht die Verkokung; technisch wird sie sogar unmöglich, wenn stark pulvriger und kleillstückiger Koks (Holzkohle) entsteht, der leicht von selbst zündet. Auch der große Rauminhalt der Rohstoffe verhindert lohnende Verkohlung.
  • Die dargelegten Schwierigkeiten zu überwinden, ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung. Es wird also ein Verfahren angegeben, mittels dessen nicht mehr sperrige, großraumige Stoffe, sondern brikettierfähige, verdichtete Massen gebildet werden, und =es werden ferner wesentlich höhere Schwelausbeuten gewonnen, als bislang bekannt. Dadurch wird die Verkohlung pflanzlicher Stoffe, wie sie oben .aufgezählt worden sind, erst wirtschaftlich; es entstehen schwelwürdige Massen.
  • Das neue Verfahren kennzeichnet sich dadurch, daß bei der Schwelung zu den pflanzlichen Rohstoffen stark alkalisch gemacht-c Zellstoffablaugen zugesetzt werden.
  • Es ist hinlänglich bekannt, Zellstoffablaugen als Bindemittel bei der Brikettherstellung zu verwenden. Die Verschwelung der Sulfitablauge, die stark alkalisch, auch unter Verwendung von Alkali- und Calciumsalzen, gemacht wird, ist nicht mehr neu. In zahlreichen Veröffentlichungen wird Sulfitablauge als Zusatz bei der Herstellung von Kohlebriketts empfohlen, so beispielsweise auch als Bindemittel bei der Torfbrikettierung. Formlinge, die mit Zusatz der an sich wasserlöslichen Zellstoffablauge hergestellt sind, haben den Nachteil, wassergierig zu sein und dem Einfluß der Witterung nicht standzuhalten. Man hat deshalb .nach Mitteln gesucht, um die Zellstoffablaugenmasse durch verschiedenartigste Mittel wasserunlöslich zu machen oder den mit Zellstioffablauge brikettierten Stoffen erhöhte Wetterheständigkeit zu geben. Beispielsweise ist ein Zusatz von 3o % Ca0 zur Sulfitablauge genannt worden.
  • Verwendet man stark alkalische oder stark alkalisch gemachte Zellstoffablaugen zur Herstellung von Formlingen aus pflanzlichen Abfällen, so tritt die Klebwirkung, welche sonst wichtigstes Merkmal bei der Brikettbildung, mit Sulfitablaüge ist, ganz zurück. Man kann vielmehr beobachten, daß die stark all,a_lischer Ablaugen, die keineswegs nur ven2 Sulfitzellstoffverfahren herrühren müssen, mit den pflanzlichen Stoffen reagieren und nicht nur rein physikalisch die Stoffe verkleben.
  • Wenn Brennstoffbriketts unter Zusatz von Sulfitablauge hergestellt werden, -so muß sich der Anteil der Ablauge auf einige wenige Hundertteile vom Brikettgewicht beschränken, denn ein größerer Zusatz entwertet wegen des Asche- und Schwefelgehaltes der Sulfitablauge die Kohlenbriketts. Bei der Herstellung schwelwürdiger Massen- jedoch soll eile Vielfaches vom Gewicht der zu verkohlenden pflanzlichen Stoffe an Zellsboffablauge mutverwendet werden.
  • Das neue Verfahren kann leicht von solchen Verfahren unterschieden werden, bei denen man zwecks leichterer Verbrennung von Zellstoffablauge, besonders in der Natronzellstoffindustrie, der Dicklauge brennbare Stoffe beimischt. Eine solche Beimischung hat nur den Zweck, die Regenerüerung der Laugenalkalien zu erleichtern.
  • Es ist auch nicht mehr neu, gewisse natürliche Rohstraffe oder Abfälle davan sowie Abfallerzeugnisse pflanzlicher Herkunft unter Beifügung von Alkalien zu verschwelen und durch dieses Verfahren die Teerausbeute zu erhöhen. Dabei ist angegeben, daß durch Zusatz von 15 0!o Eisenoxyd zu fetter Steinkohle eine Ausbeute von 12 % Teer gewonnen wird, die dem Roherdöl ähnlich ist.
  • Gänzlich anderer Natur sind die Erzeugnisse, die schwelwürdige Massen ergeben, wie sie nach vorliegender Erfindung hergestellt werden sollen. Es werden bei der Schwelung solcher Massen dünnflüssige Öle, keine Teere, erhalten und ferner erhebliche Mengen an Methanol und aliphatischen Ketonen. Nur wenn Braunkohle zur Herstellung der Massen mitvenvendet wird, erhält man einen so paraffinreichen Teer, daß er nicht mehr flüssig, sondern salbenartig fest ist. Zur Herstellung schwelwürdiger Massen kann man die ' Zellstöifablauge in zweierlei Form anwenden: - :'.Erstens kann man die Ablaugen der al-'-]eelischen (Natron-Sulfat-) Zellstoffkochverfehren benutzen, die -unter Umständen weiter mit Natronsalzen, gegebenenfalls auch mit Kalk, stark alkalisch gemacht werden. Solche Ablaugen sind bisher überhaupt noch nicht zum. Zwecke anderer Verarbeitung als im Fabrikationsgang der Zellstoffabriken behufs Rückgewinnung der Natronsalze verwendet worden. Zweitens kann man die üblichen Sulfitablaugen oder die sog. Schlempelaugen der Sulfit-Holzzellstoffindustrie benutzen, die erfindungsgemäß aber zuvor durch Zusatz von großen Mengen Kalk- und/oder Natronsalzen stark alkalisch gemacht werden müssen.
  • Beim Vermischen solcher Zellstoffablaugen mit beliebigen pflanzlichen ' Stoffen bewirkt nun die Alkalität der Ablaugen einen Eingriff in die Cellulose, die Nebenoelluliosen und das Lignin der Zumisch ngen. Es bilden sich die Alkaliverbindungen der Cellulose und der Hemicellulasen sowie Alkalilignin. Und damit ändert die Mischung sowohl ihre physikalische Beschaffenheit (sie wird knet- und formbar) als auch die chemische Natur (die Massen liefern hohe Schwelausbeuten).
  • Ausführungsbeispiel In eine Mischmaschine werden,eingetragen 45okg Natronzellsboffablauge von etwa 35°B6 bei 9o° C, 12 5 kg Ätzkalk, 9o kg Soda, i 5o kg Braunkohle und 2o kg Sägespäne. Es wird kurz gemischt und dann, wenn die Mischung keine Wasserdämpfe mehr abgibt, ausgetragen. Es entsteht ein pulvrig-körniges Material, das sich leicht zu Briketts formen und schwelen läßt. Die @chwelung liefert 65 kg Teeröl und 8,8 kg Methanol-Keron-Mischung.

Claims (1)

  1. PATrNTANSI'IZUCI;: Verfahren zur Herstellung von Schwelgut aus pflanzlichen Rohstoffen und Abfällen, dadurch gekennzeichnet, daß diesen stark alkalisch gemachte Zellstoffablaugen zugesetzt iverden.
DESCH105095D 1934-09-05 1934-09-05 Verfahren zur Herstellung von Schwelgut aus pflanzlichen Rohstoffen und Abfaellen Expired DE651309C (de)

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