DE650779C - Lehrgeraet fuer den Schreibmaschinenunterricht - Google Patents

Lehrgeraet fuer den Schreibmaschinenunterricht

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DE650779C
DE650779C DER94739D DER0094739D DE650779C DE 650779 C DE650779 C DE 650779C DE R94739 D DER94739 D DE R94739D DE R0094739 D DER0094739 D DE R0094739D DE 650779 C DE650779 C DE 650779C
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B13/00Teaching typing
    • G09B13/04Devices used in association with a real typewriter, teleprinter, or the like

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Description

  • Lehrgerät für den Schreibmaschinenunterricht Beim Schreibmaschinenunterricht ist die richtige Haltung des Handgelenkes eine notwehdige Vorbedingung für den Erfolg des ganzen Unterrichtes. Dies nicht nur deswegen, weil beim sog. Blindschreiben die Finger in einer vorschriftsmäßigen Grundstellung liegenbleib.en müssen, sondern die richtige Gelenkhaltung ist darüber hinaus auch deshalb für gute Leistungen im Schnellschreiben so wichtig, weil der übenden Hand eine Haltung anerzogen werden muß, in der -die Finger entspannt ;und gelockert sind, mühelos alle Tasten erreichen und mit geringstem Kraftaufwand den Anschlag durchführen können. Das ist nicht der Fall, wenn, -,vie es bei Anfängern meistens zu beobachten ist, die Handgelenke zu tief gesenkt werden, wodurch eine verkrampfte Hand entsteht.
  • Es ist nun zwar schon früher vorgeschlagen worden, an Schreibmaschinen U-förmige Handstützbügel anzubringen. Mit derartigen Handstützen ist an eine Anerziehung der richtigen Hand- und Gelenkhaltung nicht gedacht, vielmehr sollen hier die Gelenke durch Aufstützen in diese Höhe gebracht werden, daher auch die besondere Ausbildung des Gerätes zur bequemen Auflage der Gelenke. Durch das Aufstützen werden die entsprechenden Muskeln nicht entwickelt, und außerdem werden die Handgelenkte, wenn sie fest aufliegen, lunerwünschterweise in ihrer freien Beweglichkeit behindert.
  • Die Stange zur Überwachung der richtigen Handhaltung muß deshalb so ausgebildet sein, daß der Schüler veranlaßt wird, seine Hand frei schwebend über ihr zu halten. Hierzu ist gemäß der Erfindung eine eine hohe Haltung des Handgelenkes erzwingende, vor den Tastenreihen einer Schreibmaschine odereines Tastenbrettes anbringbare, ;g.eradlinig durchlaufende, oben kantige oder schmale Stange vorgesehen. Eine solche Stange wirkt beim Niedersinhenlassen der Hand -unbequem, so daß der Schüler die Handgelenke sogleich wieder höher hält und sich so zwangsweise an die richtige Handhaltung gewöhnt. Insbesondere bei unbeaufsichtigten Übungen an der Schreibmaschine oder am Tastenbrett leistet die neue Einrichtung also wertvolle erzieherische Arbeit.
  • Um beim Schreibmaschinenunterricht die richtige Lage der Handgelenke zu erzielen, kommt es nun aber nicht nur darauf an, d:aß die Hand richtig über den Tasten gehalten wird, sondern auch darauf, daß der Schüler sich dabei an die für Schreibmaschinentische zweckmäßige Armhaltung gewöhnt. Die Lösung dieser Aufgabe bereitet gewisse Schivierigkeiten bei den bekannten Übungstasten- . brett@ern, deren Tastatur starr auf einer stufenförmigen Platte angeordnet ist. Stellt man solche einfachen Übungstastenbretter auf einen Wohnungstisch, dann ist die Tastatur (Arbeitslage) viel zu hoch, während auf einem Schreibmaschinentisch die Tastatur etwas zu tief liegt. Im übrigen steht dem Schüler für ein Übungstastenbrett ein Schreibmaschinentisch meistens nicht zur Verfügung. Der erstrebte Erfolg der Anerziehung der richtigen Handgelenkshaltung ist somit auch zum Teil davon abhängig, daß durch eine besondere Ausbildung des Tastenbrettes die Möglichkeit.: der richtigen Höheneinstellung des mit eine die gewünschte Handgelenkshaltung hierbei-:' führenden Stange ausgerüsteten Übungsgerätes gegeben ist. Zu diesem Zwecke ist erfindungsgemäß die rückwärtige Auflagefläche der stufenförmigen Platte an dieser so hoch angeordnet, daß bei der Befestigung des Übungsbrettes an einem Wohnungstisch, beispielsweise mittels Schraubennvinge, die Höhenlage des Übungsbrettes der Höhenlage der Tastatureiner auf einem Schreibmaschinentisch aufgestellten Schreibmaschine entspricht.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfin.dungsgegenstandbeispielsweiseerläutert. Es zeigen: Abb. i die Vorderansicht eines Tastenbrettes, Abb. 2 den Grundriß des Tastenbrettes mit angebrachter Stange zur Bestimmung der Handgelenkshaltung, Abb. 3 den Querschnitt nach der Linie A,A der Abb. 2, Abb. q. eine Befestigungsschelle zum Anbringen der die Handgelenkshaltung bestimmenden Stange an einer Schreibmaschine, Abb. 5 eine Draufsicht dazu und Abb.6 die Im Beispiel gemäß Abb. i bis 3 der Zeichnung ist die Anwendung der den Gegenstand der Erfindung bildenden Stange zur Bestimmung der Handgelenkshaltung zunächst bei einem Übungstastenbrett dargestellt. Das Tastenbrett r hat, wie an sich bekannt, eine pultförrnige Gestalt und ist mehrfach abgestuft. Auf den einzelnen Stufen 2 sind, wie üblich, Tasten 3 sowie die Zwischenraumtaste q. angebracht. Die Tasten 3 und q. sind auf dem Brett i feststehend und plastisch genau in der Form und Größe hergestellt und angeordnet wie die entsprechenden Tasten auf der Schreibmaschine. Darüber hinaus können auf dem Brett i noch Bohrungen 5 vorgesehen sein, in welche man Zusatztasten einstecken kann, um auf dem Tastenbrett jedes beliebige Schreibmaschinensystem hinsichtlich seiner Tastenanzahl und seiner Tastenanordnung nachbildep zu können.
  • Dieses an sich bekannte Übungstastenbrett bietet nur dann eine gute Vorstufe für das spätere Maschinenschreiben, wenn es z. B. an einem gebräuchlichen Tisch in der gleichen Höhenlage angebracht werden kann, welche die Schreibmaschine auf einem Schreibmaschinentisch -einnimmt. Um dies zu erreichen, wird das Tastenbrett zweckmäßig mit einer Schraubenzwinge versehen, mit welcher man das Brett an eine Tischkante i o festschrauben kann. Die Auflagefläche i i des Tastenbrettes ist so angeordnet, daß bei an der Tischkante angeschraubtem Tastenbrett @diä; Tastatur 3 und q. in der richtigen Schreib-;Sehinenhöhe liegt. Im gezeichneten Beispiel ist an der Rückseite des Tastenbrettes i 'eiri die Schraubenzwinge aufnehmendes Lag@eraug4 21 vorgesehen. Eine Rippe 19 dient dabei zur Versteifung. Statt seiner Schraubenzwinge können auch andere Hilfsmittel zur Befestigung an einer Tischkante dienen. Das Übungstastenbrett ist aus beliebigem geeignetem Material gefertigt. Er besteht z. B. aus Preßstoffen, aus Leichtmetall, Spritzguß, Holz oder aus ;gestanztem Blech.
  • Das Tastenbrett soll den übenden Schüler an eine richtige Haltung des Handgelenkes gewöhnen. Zu diesem Zwecke ist es mit einer die Handgelenkshaltung bestimmenden Stange 12 ausgerüstet. Letztere ist z.'B. aus einem Drahtbügel ;gefertigt, und die waagerecht abgebogenen Schenkel 13 werden neinfach in kleine Augenlager i q. eingesteckt, welche zu beiden Seiten am Rand 15 des Tastenbrettes angeordnet sind. Die Stange 12 läuft also in der bestimmten Höhenlage vor dem Tastenbrett parallel zu den Tastenreihen. Die Stange 12 ist vorzugsweise aus einem Stück Draht gebogen; sie kann aber auch aus mehreren Teilen zusammengesteckt oder aneinandergelenkt sein. Der Draht ist so dünn oder der -waagerechte Schenkel der die Gelenkhaltung bestimmenden Stange ist, wie aus Abb. 6 zu ersehen, nach obenhin derart zugeschärft, daß die Stange 12 nicht falscherwv@eise als Handgelenkstütze benutzt werden kann.
  • Auch bei den ersten übungen auf der Schreibmaschine (Taktschreiben) ist diese mechanische Kontrolle der Gelenkhaltung so wichtig, daß die Erfindung eine Ansteckmöglichkeit der Stange zur Bestimmung der Handg.elenkshaltung an beliebige Schreibmaschinen vorsieht. Die Ansteckvorrichtung besteht, wie die Abb. q. bis 6 zeigen, zweckmäßig aus einem hakenförmigen Bügel 16, der runter Einschaltung einer Filzlage 17 von unten her auf den Rahmen 16 der Schreibmaschine geschoben wird. Anschließend wird von oben her auf den Klemmbügel 16 das kleine Augenlager 2o geschraubt, in welches man die die Gelenkhaltung bestimmende Stange bei Bedarf leicht einstecken känn.

Claims (1)

  1. - PATENTANSPRÜCIHr: i. Lehrgerät für den Schreibmaschinenunterricht, gekennzeichnet durch eine eine hohe Haltung des Handgelenks erzwingende, vor den Tastenreihen einer Schreibmaschine oder ,eines Tastenbrettes anbringbare, geradlinig durchlaufende, oben kantige oder schmale Stange (i2). z. Übungstastenbrett, dessen Tastatur starr auf einer stufenförmigen Platte angeordnet ist, mit einer die Handg eleffkshaltung bestimmenden Stange nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtige Auflagefläche (i i) der stufen-' förmigen Platte (i) an dieser so hoch angeordnet ist, daß bei der Befestigung des Übungsbrettes an einem Wohnungstisch (i o), beispielsweise mittels Schraubenzwinge (21), die Höhenlage des übungsbrettes (i) der Höhenlage der Tastatur ;einer auf einem Schreibmaschinentisch °aufgestellten Schreibmaschine entspricht.
DER94739D 1935-11-20 1935-11-20 Lehrgeraet fuer den Schreibmaschinenunterricht Expired DE650779C (de)

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