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Selbsttätige Schleudergußvorrichtung, insbesondere für zahntechnische
Zwecke Es ist .eine selbsttätige Schleudergußvorrichtung bekannt, bei welcher als
Beschleunigungsgetriebe - eine steile feststehende Schraubenspindel verwendet wird,
auf welcher eine die Gußform tragende Gewindemuffe drehbar und verschiebbar aufgesetzt
ist, welche bei kleinen Formen von Hand oder bei größeren maschinell betrieben wird.
Diese Spindel besitzt Schraubengänge mit gleichmäßigen Steigungen, durch welche
die die Gußform tragende Gewindemuffe stoßartig in Umdrehung versetzt wird, wodurch
Fehlgüsse entstehen. Außerdem ist der Antrieb von Hand aus den gleichen Gründen
ungeeignet, weil die Drehung der Gewinde muffe eine entsprechende Drehungszahl -
besitzen" muß, da sonst ebenso wie mit Maschinenantrieb Fehlgüsse entstehen.
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Diese Nachteile werden durch die selbsttätige Schleudergußvorrichtung,
insbesondere für zahntechnische Zwecke, nach der Erfindung dadurch behoben, daß
die Muffe im Kugellager auf eigner durch cinstellbaxe Spannfedern axial verschiebbaren
Gleitbuchsie gelagert und mittels Führungsstiftes drehbar in der Schraubennut der
Spindel geführt ist. Die Schraubennut der Spindel zum Anlaufen, Schleudern und Auslaufen
der Gußvorriichtung beginnt mit niederer Steigung und läuft über eine höhere Steigung
in eine Ringnut aus. Nach dem Spannen der Federn wird die mit dem Spannarm versehene
Hülse, welche auf die Muffe mit dem Schleuderarm einwirkt, ausgelöst, wodurch die
Muffe unter gleichmäßigem Druck rotierend auf der Gewindespindel nach oben läuft
und dabei durch die hervorgebrachte Zentrifugalkraft den Gußtiegel waagerecht schleudert.
Durch die besondere Schraubennut laufen die Schleuderarme mit den Gießtiegeln langsam
an und erhalten erst nach einigen Umläufen eins rasche Umdrehung, wodurch ein Schlagen
vermieden und dadurch Fehlgüsse ausgeschlossen werden. Am Ende der Schraubennut
läuft die Muffe mit den Schleuderarmen in die Ringnut aus, wodurch ein stoßfreies
Auslaufen :erreicht wird.
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Durch diese Vorrichtung wird ein sicherer Guß. erreicht, was mit den
bekannten Vorrichtungen nicht erreichbar ist. Die GießvorrIchtung kann nicht nur
für zahntechnische Zwecke, sondern auch mit den; gleichen Vorteilen für andere Zwecke,
wie z. B. für die Bijouteriebranche usw., Verwendung finden.
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Auf der Zeichnung ist eine SchleudergußvorrIchtung nach der Erfindung
in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine
Vorderansicht mit gespannten Federn vor dem Schleudern, Abb.2 eine Seitenansicht
hiervon, Abb.3 eine Vorderansicht während des Schleuderns und Abb. q. einen waagerechten
Schnitt nach Linie A-B der Abb. i.
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Die senkrechte Achse a ist unten mit den Füßen b und oben mit den
Gewindegängen c versehen. Am oberen Ende der Achse a sind
zwei waagerechte
Arme d durch Schraube e in. der Höhe eiaisteUbar angebracht. Unterhalb der Gewindegänge
ist auf der Achse a eine Hülse/ lose verschiebbar aufgesetzt. Die.-` Hülse/ ist
mit zwei waagerechten Armeng, versehen, welche mit den festen oberen Armend durch
Zugfedernh verbunden sind. Über der Hülse f ist auf der Achse a eine Muffel
aufgesetzt, mit der die beiden Schleuderarme k verbunden sind. Die Muffe i steht
durch Führungsstift l mit den Gewindegängen c in Verbindung, so da.ß beim Hochziehen
die Muffe i mit den Armen k eine ro@tierende Bewegung erhält. 'In die Enden, der
Schleuderarme k sind die Gießtiegel m lose eingehängt. Zwischen der Muffe! und der
Hülse/ ist ein Kugellager n eingesetzt, um die Reibung ad das Geringsitmaß
herabzusetzen. Die ersten Gewindegänge o besitzen eine kleine Steigung, während
die folgenden Ge. windegänge eine große Steigung aufweisen. Unterhalb der Hülse/
mit den Armeng ist auf der Achse a eine in der Höhe einstellbare Scheibe p o. dgl.
vorgesehen. In der Scheibe p -ist eine in der Länge verstellbare Stange q drehbar
;gelagert. Die Stange q besitzt im Fußteil ebenfalls eine Führung. Das obere Ende
r der Stange q ist hakenförmig ausgebildet und legt sich über den
Ringansatz der Hülse f. - Durch Drehen des unteren winkelförn-iig abgebogenen Endes
t der Stange q wird der Haken r nach außen gedreht, wodurch die unter Einfluß der
Zugfedern h stehende Hülse i freigegeben wird. Über den Gewindegängen c der Achse
a. ist eine Ausnehmung :u vorgesehen, über welche die Muffe! mit dem innen vorstehenden
Führungsstift L geschoben wird. Die Ausnehmung u bildet einen Leerlauf zum Auslaufen
der Schleuderarme h.
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Soll nun mit der Schleudervorrichtung gegossen werden, so werden zunächst
die Zugfedern. lt durch Niederziehen der Arme g mit der Hülse f gespannt und in
der gespannten Stellung durch den Haken r der Stange q gehalten. Nachdem die Behälter
m mit den Gießtiegeln gerichtet und in die Schleuderarme k eingehängt sind, wird
der Teil t der Stange q mit dgm Fuß gedreht, wodurch der Haken r ausgedreht wird
und die Arme g der Zugfedern h freigegeben werden. Hierdurch übt die Hülse/ unter
Zwischenschaltung des .Kugellagers a einen starken Druck auf die @1Vluffei aus und
zieht diese rotierend nach -eben, wodurch sich die Behälter m bis in die waagerechte
Lage ausschwingen und in diesem Zustand unter Einwirkung der Schleuderkraft das
flüssige Metall in die Form geschleudert wird. Mit der Gießvorrichtung kann auch
nur in einem Behälter m gegossen werden. In diesem Falle dient der andere Behälter
m als Gegengewicht. Über der Ausnehmung u ist auf der Achse a ein in der Höhe einstellbarer
Anschlag v vorgesehen. An Stelle der spiralförmigen Zugfedern h könnten auch über
Rollen geführte Gewichte vorgesehen sein;ebenso könnten auch andere Druckmittel,
wie Druckluft, Kohlensäure usw., angewendet werden, um die Muffe i auf der Gewindespindel
in die Höhe zu drücken. Die Schleudergußvorrichtung kann auch so ausgebildet sein,
daß die Spindel a an .einem Tisch durch Schraubzwinge o. dgl. abnehmbar befestigt
werden kann. Die Gewindespindel könnte anstatt senkrecht auch waagerecht angeordnet
sein.