DE650638C - Doppelschwingsieb mit durch AEnderung der Mittellage der Sieblenker verstellbarem Wurfwinkel - Google Patents
Doppelschwingsieb mit durch AEnderung der Mittellage der Sieblenker verstellbarem WurfwinkelInfo
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Description
- Doppelschwingsieb mit durch Änderung der Mittellage der Sieblenker verstellbarem Wurfwinkel Die Erfindung bezieht sich auf ein Doppelschwingsieb mit federnden, zwischen den Siebkästen eingeschalteten Pufferbatterien.
- Bisher hat man an Doppelschwingsieben die Pufferbatterien, welche den Schwingungsvorgang insofern unterstützen, als sie die lebendige Energie der schwingenden Siebmasse abwechselnd aufspeichern und mit geringen Dämpfungsverlusten wieder abgeben, ortsfest gelagert. Dadurch war es nicht möglich, zwecks Erzielung einer guten Siebwirkung den Wurfwinkel des Siebes, der durch die Richtung der ortsfesten Pufferbatterie bestimmt ist, den Eigenarten des Siebgutes anzupassen.
- Die Erfindung beschäftigt sich mit der Aufgabe, bei Doppelschwingsieben, d. h. solchen, bei denen zwei Siebflächen zum Ausgleich der Massenwirkung gegenläufig mit ihrem Antrieb verbunden sind, den Wurfwinkel der Siebe zu verstellen, ohne daß der Abstand der Siebe voneinander geändert wird. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Pufferbatterien zwecks Anpassung ihrer Stellung an die Stellung der den Wurfwinkel bestifnmenden, in ihrer Länge verstellbaren Lenker um ihren am Maschinengestell liegenden Drehpunkt verschwenkbar und die Pufferkörper in Längsrichtung verschiebbar sind.
- Hierbei ist es in baulich sehr einfacher ,Weise möglich, den Wurfwinkel zu verstellen, ohne daß der senkrechte Abstand der Siebflächen geändert wird. Hierdurch vermeidet man Änderungen, die sonst an den ortsfesten Siebaufgaben und Siebausträgen erforderlich sind.
- Die Verstellung der Lenkerneigung bei Doppelschwingsieben zwecks Änderung des Wurfwinkels ist an sich bekannt. Es handelt sich jedoch hierbei um eins der üblichen Doppelkurbelsiebe, die -also ohne federnde Pufferbatterien arbeiten. Ferner ist es bei einem einfachen Sieb bekannt, die Neigung der Lenker zu verstellen, wobei diese Lenker als Winkelhebel ausgebildet und durch eine Feder miteinander verbunden sind. Diese Federn haben den Zweck, das Sieb. bei bestimmter Neigung der Lenker in der Ruhelage zu halten. Sie wirken also nicht als elastisches Mittel, um ein Schwingen des Siebes etwa in der Resonanz zu ermöglichen. Dadurch, daß die Federn zwischen den bogenförmig gestalteten Enden der Winkelhebel eingespannt sind, ergibt sich auch ein sehr schlechtes Angreifen der Federkraft.
- In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die der Verschwenkung dienenden Lager der Pufferbatterien im Maschinengestell allseitig elastisch ausgebildet. Die allseitig elastische Lagerung von Einzelsieben ist bekannt, jedoch handelt es sich hierbei stets um Lager, welche am Siebrahmen unmittelbar angreifen, während im vorliegenden Fall die Erfindung die allseitige elastische Lagerung der Pufferbatterien betrifft.
Abb.2 den entsprechenden Grundriß, Abb. 3 eine Pufferbatterie in vergrößerter Darstellung, Abb. 4 einen Schnitt nach der Linie a-a in Abb. 3, Abb. 5 einen solchen nach der Linie b-b in Abb. 3. . Die gegenläufig schwingenden Siebkästen i und 2 werden durch zweiarmige Lenker 3 getragen, die in dem festen Siebgestell 5 drehbar gelagert sind. Hierbei sind die Lenker in ihrer Länge verstellbar, d. h. sie werden in Klemmlagern an den schwingenden Siebkästen und am ortsfesten Siebgesell eingespannt. Um die Neigung der Lenker bei gleichem Abstand der Siebkästen verändern zu können, werden zweckmäßig solche Klemmlager für die Lenker vorgesehen, die drehbar und feststellbar mit den Siebkästen bzw. dem festen Siebgestell verbunden sind. . Beim Verstellen der Siebkästen werden dann -' zunächst die Klemmlager gelöst, alsdann wird die Verstellung vorgenommen, und darauf werden die Klemmlager wieder angezogen. Die Drehbarkeit der Lager wird also lediglich zur Verstellung benutzt. Die-Schwingungsfreiheit wird den Siebkästen durch die Elastizität der Lenker gegeben. Diese können z. B. aus elastischem Holz oder Stahlstäben bestehen.Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsl-- spiel der Erfindung dargestellt, und 'z@t`; zeigen Abb. i den Aufriß eines Doppelschwing=' siebes, - An den Siebkästen -i und?, sind die Haltestücke 6 angeschraubt (vgl. auch Abb. 5). Auf beiden Seiten der Haltestücke 6 greifen Gummipuffer 17 an, die sich auf Teller 28 abstützen.- Diese Teller sind wiederum gehalten durch Schraubenspindeln 18, die in den Querstegen io geführt sind. Die Querstege werden durch die Längsrahmen 9 zusammengehalten, die mit den übrigen Teilen die Pufferbatterie bilden. Der Pufferrahmen ist durch den Drehzapfen 8 an dem festen Siebgestell gehalten. Weiterhin ist der Drehpunkt des Pufferrahmens als elastisches Lager ausgebildet, welches gemäß Abb. 4 aus 'dem. Innenring i i, dem Außenring 12 mit den Schraubenösen 13 und dem zwischen i i und i2 unter Vorspannung eingepreßten Gummiring 14 besteht.
- Zwecks Befestigung des Pufferrahmens wird der Innenring i i mit seinen geriffelten Stirnseiten mit Hilfe der Ankerbolzen 15 und der zwischen den beiden Wangen 5 des Maschinengestells angeordneten Abstandrohre 16 mit den Wangen 5 fest verschraubt. Der Außenring z2 des Lagers wird mittels seiner Schraubenösen 13 mit den Längsbalken 9 des Pufferrahmens fest verbunden. Zwischen den Pufferrahmen und das feststehende Maschinengestell :ist also der nach allen Seiten nachgiebige ,gummiring 14 geschaltet. Der mittlere Abstand x der Spannstücke kann durch Verdrehen der Schraubenspindel, wie das die Abb. 3 zeigt, verändert werden.
- I Will man den Wurfwinkel bei gleichbleibendem senkrechtem Abstand der Siebkästen verändern, so verdreht man zunächst die Lenker .beispielsweise in eine mehr geneigte Lage, wobei die an den Siebkästen befindlichen Klemmlager der Lenker gelöst und wieder angezogen werden müssen, weil sich hierbei der mittlere Abstand z der Klemmlager 30 vergrößert. Da bei solchen Sieben stets die Bedingung eingehalten werden muß, daß die Mittellinie der Pufferbatterien senkrecht zu den Lenkern steht, so müssen die Pufferbatterien in eine steilere Lage gebracht werden, wobei sich dann der mittlere Abstand x der Haltestücke verkleinert. Zu diesem Zweck löst man nicht nur das Drehlager i i bis 14 des Pufferrahmens und zieht es in der neuen Stellung wieder fest an, man muß vielmehr auch die Schraubenspindeln 18 so weit verdrehen, bis der neue kürzere Abstand-x der Haltestücke erreicht ist.
- Der Antrieb, des Schwingsiebes erfolgt durch den Motor i9, der mittels der elastischen Kupplung 2o mit der Antriebswelle 21 gekuppelt ist. Auf die Antriebswelle 2i ist ein Exzenter aufgekeilt, welches über eine Schubstange 22 den dreiarmigen Schwinghebel23 in Schwingung versetzt. Letzterer ist in dem Drehpunkt 24 im Maschinengestell 5 gelagert und leitet die schwingende Bewegung über die Kopplungsteile 25 auf die Spannrahmen 26 und von dort auf die Siebkästen i und 2. Die Kopplungsteile 25 :sind in den Spannrahmen 26 einstellbar verlagert.
- Die Drehpunkte ¢ der Lenker sowie 8 der Pufferrahmen und 24 des Schwinghebels 23 werden zweckmäßig in einer Ebene des feststehenden Maschinengestells angeordnet.
- Die vorn Antrieb eingeleitete Schwingbewegung wird durch die Schwinghebel 23 so auf die Siebkästen i und 2 übertragen, daß diese mit einer Phasenverschiebung von i8o°, also gegenläufig zueinander schwingen. Dabei werden die Massenkräfte durch die Pufferlager 6 auf die Schwingpuffer 17 übertragen. Letztere speichern die lebendige Energie des schwingenden Siebkastens, während sie zusammengedrückt werden, auf und geben diese Energie bei Schwingungsumkehr wieder an den Siebkasten ab. Durch die Verlagerung der Schwingpuffer für die gegenläufig schwingenden Siebkästen in einem gemeinsamen Pufferrahmen ist ein guter Masseriäusgleich erreicht.
- Mit Hilfe der elastischen Verlagerung der Pufferrahmen im feststehenden Siebgestell werden etwa von der Siebgutbewegung erzeugte Massenkräfte, die trotz der Gegenläufigkeit frei werden sollten, abgedämpft bzw. ausgeglichen. Die elastische Lagerung kann außerdem sehr einfach und nach allen Seiten völlig gleichmäßig wirkend ausgebildet werden, weil sie nur an einem Punkt, und zwar an dem Drehpunkt der Pufferbatterie, angebracht zu werden braucht.
- Durch Hintereinanderschaltung von mehreren Pufferrahmen kann die Siebmaschine für größte Längen ausgeführt werden. Die Einrichtung ist natürlich auch für Förderrinnen brauchbar.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Doppelschwingsieb mit durch Änderung der Mittellage der Sieblenker verstellbarem Wurfwinkel, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Pufferbatterien diese zwecks Anpassung ihrer Stellung an die Stellung der den Wurfwinkel bestimmenden, in ihrer Länge verstellbaren Lenker um ihren am Maschinengestell liegenden Drehpunkt verschwenkbar und die Pufferkörper in Längsrichtung verschiebbar sind.
- 2. Doppelschwingsieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die der Verschwenkung dienenden Lager der Pufferbatterien am Maschinengestell allseitig elastisch ausgebildet sind.
- 3. Doppelschwingsieb nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Lagerung mittels eines zwischen einem Innenring (i i) und einem Außenring (12) unter Vorspannung eingepreßten Gummiringes (i4) erfolgt. q..
- Doppelschwingsieb nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenring (ii) mit seinen geriffelten Stirnseiten an den beiden Wangen (5) anliegt und zwischen dem Ankerbolzen (15) und dem Abstandrohr (16) eingespannt ist, während der Außenring (i2) am Längsbalken (9) des Pufferrahmens befestigt ist.
- 5. Doppelschwingsieb nach den Ansprüchen i bis ,4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pufferkörper (17) im Pufferrahmen von Spannspindeln (i8) gehalten werden, die in Längsrichtung des Rahmens verstellbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC50845D DE650638C (de) | 1935-08-24 | 1935-08-24 | Doppelschwingsieb mit durch AEnderung der Mittellage der Sieblenker verstellbarem Wurfwinkel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC50845D DE650638C (de) | 1935-08-24 | 1935-08-24 | Doppelschwingsieb mit durch AEnderung der Mittellage der Sieblenker verstellbarem Wurfwinkel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE650638C true DE650638C (de) | 1937-09-27 |
Family
ID=7027260
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC50845D Expired DE650638C (de) | 1935-08-24 | 1935-08-24 | Doppelschwingsieb mit durch AEnderung der Mittellage der Sieblenker verstellbarem Wurfwinkel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE650638C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE837630C (de) * | 1949-01-04 | 1952-04-28 | Siegfried Kiesskalt Dr Ing | Zwillingsexzenterantrieb |
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| US2826305A (en) * | 1951-06-08 | 1958-03-11 | Fur Unternehmungen Der Eisen U | Oscillating device and rubber buffer therefor |
| DE971090C (de) * | 1949-06-17 | 1958-12-04 | Ludwig Binder & Co Stahlbau Un | Schwingfoerder- oder -siebeinrichtung mit zwei gegensinnig in Richtung der Verbindungslinie ihrer Schwerpunkte schwingenden Massen |
| US2893559A (en) * | 1956-07-10 | 1959-07-07 | Schuchtermann & Kremer Baum Ag | Shaking screen, particularly resonance screen |
| DE1203581B (de) * | 1963-01-25 | 1965-10-21 | Theodor Joest | Schwingsieb |
-
1935
- 1935-08-24 DE DEC50845D patent/DE650638C/de not_active Expired
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