DE650381C - Verfahren zum Herstellen von Ammonsulfatsalpeter - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Ammonsulfatsalpeter

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DE650381C
DE650381C DEG77041D DEG0077041D DE650381C DE 650381 C DE650381 C DE 650381C DE G77041 D DEG77041 D DE G77041D DE G0077041 D DEG0077041 D DE G0077041D DE 650381 C DE650381 C DE 650381C
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Germany
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ammonium sulphate
ammonia
saturator
acid
nitrate
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Expired
Application number
DEG77041D
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English (en)
Inventor
Hans Schmalfeldt
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Gewerkschaft Victor
Original Assignee
Gewerkschaft Victor
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C1/00Ammonium nitrate fertilisers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Ammonsulfatsalpeter Die bisher bekannten Verfahren. zur Herstellung von Ammonsulfatsalpeter gehen meistens von den beiden fertig vorliegenden Komponenten aus, wobei entweder Ammonsulfat mit Ammonnitrat bei Anwesenheit geringer Wassermengen gemischt oder Ammonsulfat in hochkonzentrierte Ammonnitratschmelze hineingebracht oder schließlich eine Lösung beider Salze eingedampft wird. Diese Verfahren sind umständlich und teuer.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zur direkten Herstellung von neutralem, gut kristallisiertem Ammonsulfatsalpeter durch Einleiten von gasförmigem Ammoniak in ein Gemisch von Schwefelsäure und Salpetersäure. Die infolge der leichteren Zersetzbarkeit der Salpetersäure bei erhöhter Temperatur auftretenden Schwierigkeiten werden hierbei dadurch vermieden, daß der Neutralisationsvorgang von der Verdampfung völlig getrennt wird. Die Verdampfung des Wassers erfolgt hierbei durch die bei der Neutralisation entstandene Wärme ohne äußere Wärmezufuhr, wobei aber die Verdampfung in einem vom Sättiger getrennten Teil der Vorrichtung erst dann erfolgt, wenn die Lauge bereits neutral oder schwach alkalisch ist. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß gasförmiges Ammoniak im Gegenstrom durch eine hohe Säule eines Salpetersäure-Schwefelsäure-Gemisches geleitet wird, -worauf die entstandene Salzlauge selbsttätig im Kreislauf zum Verdampfer und von da wieder zum Sättiger gelangt.
  • Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Mischdüngern aus Ammonnitrat und Ammonsulfat beschrieben worden, bei welchem ein Gemisch aus Schwefelsäure und Salpetersäure mit einer Mischung- aus etwa 7511, Luft und 25111, Ammoniak in einer Kammer versprüht wird. Das Gasphasenverfahren bedarf eines Ammoniaküberschusses von etwa io°/o, .der wiedergewonnen werden muß, während das Verfahren gemäß der Erfindung keinen überschuß benötigt. Da bei dieser Arbeitsweise die einzelnen versprühten Säuretropfen von außen neutralisiert werden und die zunächst entstehende äußere Salzhaut das Eindringen des Ammoniaks in,den Kern erschwert, ist trotz der erheblichen Ammoniaküberschüsse dennoch die Bildung eines durch und durch neutralen Produktes bei diesem Verfahren nicht mit oder gleichen Sicherheit gewährleistet wie bei dem Verfahren gemäß der Erfindung.
  • Bei der Herstellung eines Einzelsalzes, nämlich des Ammonsulfates, ist bereits. eine ArbeitswCKse beschrieben, bei welcher Ammoniak in Schwefelsäure geleitet ist; wobei die Mutterlauge einen Kreislauf durchmacht und sowohl der Kristallisationsraum wie auch der Ort der Verwertung der Reaktionswärme von dem Reaktionsraum getrennt worden ist.
  • Abgesehen davon, daß es sich beim vorlie= ,enden Verfahren um die Herstellung von Ammonsulfatsalpeter handelt, wird bei dem bekannten Verfahren das Ammoniak in ein kleines Reaktionsgefäß mit engem Querschnitt eingeleitet, während bei dem vorliegenden Verfahren das Ammoniak in eine hohe Flüssigkeitssäule aus einem Säuregemisch eingeführt wird.
  • Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß an sich das Kristallisieren von Salzen aller Art aus kreisender Lösung lange bekannt ist.
  • Nachstehend wird die Arbeitsweise noch an Hand der Zeichnung näher erläutert.
  • Die Mischsäure, welche Schwefelsäure und Salpetersäure in passendem Verhältnis enthält, bzw. die beiden einzelnen Säuren werden bei p in die Sättigungskolonne a eingeführt, bei b wird Ammoniakgas eingeleitet, das in Perlen durch die Flüssigkeit nach oben steigt und dabei die entweder als solche eingeführte oder erst in der Sättigungskolonne gebildete Mischsäureneutralisiert. ZurIrnbetriebsetzung wird der Apparat etwa bis p mit einer gesättigten neutralen Ammonnitrat-Ammonsulfat-Lösung und darüber mit der Mischsäure gefüllt; sodann wird bei b Ammoniak eingeleitet. Allmählich wird- sich die Mischsäure, von unten angefangen, neutralisieren. Hat der Sättiger seine normale Füllung erreicht und ist ein großer Teil der Säure schon neutral geworden, zumal im unteren Teil, wo die Neutralisation am ersten vor sich geht, so wird damit angefangen, die neutralisierte Lauge zwecks Einengung Zu diesem Zweck wird sie an :der tiefsten Stelle bei d abgezogen und durch die Rohrleitung e in den Verdampferkessel f gebracht. Die Bewegung der Lauge wird zunächst künstlich eingeleitet, etwa durch Einblasen geringer Luftmengen in die Leitung e. Die weitere Umwälzung der Lauge erfolgt selbsttätig. Hierzu ist ein verhältnismäßig hoher Flüssigkeitsstand im Sättiger notwendig.
  • .Die Verdampfung (des Wassers aus der durch .die Neutralisationswärme erhitzten- Lauge erfolgt in dem Verdampfer f, aus welchem der Dampf durch edie Leitung L abgeführt und die -abgekühlte Lauge durch das Rohr g in den Sätti.ger zurückgeführt wird. Der Sättiger a ist oben geschlossen und bei k mit dem Brüdenabzugsrohr l verbunden. Ein Rohr na führt zur Brüdenkondensationsvorrichtung. Durch .die Verbindung der Rohre k und an ist es möglich, in der Apparatur ein beliebiges Vakuum und dadurch eine gewünschte Reaktionstemperatur einzustellen.
  • Das Salz bildet sich zum Teil im Sättiger selbst, zum Teil im Verdampfer f, von wo es durch das Rohr g zusammen mit -der eingedickten Lauge in den Sättiger zurückgebracht wird. Das gesamte Salz sammelt sich im unteren Apparatteil an und wird durch eines der bekannten Mittel, in der Figur durch einen Salzabscheider c, abgezogen. Da dasjenige Salz, das im Säureteil der Sättigerfüllung erzeugt wird, auch durch .die neutrale bzw. schwach basische Zone hindurchfallen muß, so gelingt es, das gesamte Salz praktisch frei von Säure zu gewinnen. Voraussetzung ist auch hierfür eine Ausbildung des Sättigers mit hoher Flüssigkeitssäule, so daß sich die einzelnen Schichten im Apparat ausbilden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Ammonsulfatsalpeter aus gasförmigem Ammoniak und einem Gemisch von Salpeter- und Schwefelsäure unter Ausnutzung der entstandenen Reaktionswärme zur völligen Verdampfung des Wassers, dadurch gekennzeichnet, daß das Ammoniak im Gegenstrom durch eine hohe Säule des Säuregemisches geleitet wird, worauf die entstandene neutrale oder schwach alkalische Salzlauge selbsttätig in einem Kreislauf zum Verdampfer und von da wieder zum Sättiger gelangt.
DEG77041D 1929-07-23 1929-07-23 Verfahren zum Herstellen von Ammonsulfatsalpeter Expired DE650381C (de)

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