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Zweilagiges Garantie-Etikett mit Aufhängefaden Gegenstand der Erfindung
ist ein sog. Garantie-Etikett, d. h. ein Etikett, welches durch die Art seiner Verbindung
mit der Ware erkennen läßt, wenn es nachträglich, z. B. in betrügerischer Absicht,
abgenommen und an einer Ware anderer Herkunft wieder angebracht worden ist. Solche
Etikette werden für diesen Zweck mittels eines Fadens an der Ware aufgehängt, wobei
der Faden bzw. seine beiden Stränge in solcher Weise an dem Etikett festgemacht
sind, daß sie von demselben nicht mehr entfernt werden können bzw. daß dies zu erkennen
ist.
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Die bisher gebräuchlichen Etikette erfüllen ihren Zweck nicht in befriedigender
Weise. So gibt es Etikette, die dem Verbraucher mit eingeklebtem Faden fertig geliefert
werden. Sie erfüllen aber ihren Zweck insofern nicht, als sie ohne weiteres wieder
abgenommen und anderweitig verwendet werden können, so daß sie in Wirklichkeit keine
Garantie-Etikette sind. Bei anderen Etiketten wird die Garantie dadurch zu geben
versucht, daß die Fäden vom Verbraucher selbst nach dem Anbringen des Etiketts an
der Ware in das offen gelieferte Etikett eingeklebt werden. Die Fäden laufen aber
gestreckt durch die Klebestelle hindurch, wodurch das Ausziehen derselben und ein
Mißbrauch mit dem Etikett noch immer möglich ist.
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Das nämliche ist bei solchen Etiketten der Fall, bei denen eine Querwulst
der einen Lage, über welche der. Faden wegläuft, in eine Rinne der anderen Lage
eingedrückt wird, aber z. B. mit Hilfe eines Brieföffners leicht aus ihrer Rinne
herausgedrückt werden kann, so daß sich der Faden ausziehen läßt.
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Diesen bekannten Etiketten gegenüber zeichnet sich der Gegenstand
vorliegender Erfindung vor allem dadurch vorteilhaft aus, daß er eine unbedingte
Garantie gegen mißbräuchliche Abnahme bietet. Es wird dies dadurch erreicht, daß
die beiden Stränge des Fadens bei dem Garantie-Etikett vorliegender Erfindung, welches
in bekannter Weise zweilagig ist, ganz oder teilweise um eine außen nicht auftragende
Ausbildung der einen Lage herumgeführt sind und-mit den Enden aus dem Etikett herausragen.
Diese Auftragungen verhindern das Ausziehen der Fadenstränge mit aller Sicherheit
und gestatten das Ausziehen auch nicht, wenn die beiden Lagen des Etiketts nachträglich.
wieder etwas getrennt werden. -Zweckmäßigerweise besteht die Ausbildung, um welche
die Fadenstränge herumgelegt werden, aus einseitig freiliegenden, entweder aufgeklebten
oder ausgestanzten Zungen. Um ein Abgleiten der um sie geschlungenen Fadenstränge
zu verhindern, können die Zungen im mittleren Teil mit einer Einschnürung versehen
sein.
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Anstatt aus einer Zunge kann die das Ausziehen der Fadenstränge verhindernde
Ausbildung auch aus einem Querschlitz bestehen, 3urch den die Fadenstränge hindurchgezogen
werden, nachdem sie über die Unterkante der betreffenden Lage geschlungen sind.
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Endlich können die Fäden unter ausgestanzten Zungen hindurchgeführt sein. Sie werden
dann beim Aufeinanderkleben beider Lagen in die Au.sstanzung eingedrückt und dadurch
wieder am Ausziehen verhindert.
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Das Etikett vorliegender Erfindung ist auf der Zeichnung in beispielsweisen
Ausführungsformen näher erläutert.
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Abb. i bis 4 zeigen eine derselben.
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Abb. i und 2 stellen das Etikett offen und fertig geschlosssen dar.
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Abb,. 3 und 4 sind Querschnitt und senkrechter Längsschnitt des Etiketts.
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Abb, 5 und 6 sind Ansichten einer weiteren 'Ausführungsform, wieder
bei offenem und fertig geschlossenem Etikett.
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Abb, 7 und 8 betreffen eine dritte Ausführung, bei welcher die Zunge
als Stück für sich eingeklebt ist.
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Abb.. 7 zeigt das Etikett offen und Abb.8 im Querschnitt.
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Abb,. 9 und @i o sowie i i erläutern zwei weitere Ausführungsformen;
bei denen die Fadenstränge durch die Zunge abgewinkelt werden.
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Abb. 9 ist eine Ansicht des offenen Etiketts mit zwei Zungen und Alb.
zö ein senkrechter Schnitt hierzu. Abb. i i ist die Ax1sicht eines Etiketts mit
nur einer Zunge, fertig geschlossen.
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Das Etikett besteht in der bekannter Weise aus den beiden Lagen
a und b, welche nach einer Linie c aufeinandergefaltet und dann miteinander
verklebt werden. Zum Anhängen des Etiketts ä, b an die Ware d dient ein Faden e,
welcher so an der Ware d angebracht wird; daß er-nach dem Schließen des Etiketts
a, b von ihr nicht mehr abgenommen werden kann. So kann der Faden e z. B.
durch ein Knopfloch f hindurchgezogen sein (Abb. i, 2 und 4).
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Gemäß vorliegender Erfindung werden nun die Fadenstränge e so an einem
besonderen Teil des Etiketts a, b geführt, d. h. um eine außen nicht auftragende
Ausbildung, daß sie aus der gestreckten Lage abgewinkelt sind. Bei den Ausführungsformen
der Abb. i bis 8 sind die Fadenstränge e um diesen Teil vollständig herumgeschlungen,
während sie bei den Ausführungsformen der Abb. 9 bis i i nur auf der einen Seite
des Teiles liegen, durch diesen aber abgehoben werden.
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Bei den in en Abb. i bis ¢ und 7 und 8 dargestellten Ausführungen
ist als Sicherungsteil eine Zunge g verwendet, welche bei der Ausführung der Abb.
i bis 4 aus der einen Lage a des Etiketts ausgestanzt und bei der Ausführung der
Abb. 7 und 8 in einem gesonderten Stück darauf befestigt ist: Die Zunge g kann entweder
nur als kleines Zungenstück ausgebildet sein oder aber mit einem-Fuß, .der annähernd
so groß ist wie das ganze Etikett: Die Art und Ausbildung des Teils g ist ganz beliebig.
So kann an Stelle einer Zunge aus Papier auch ein Teil aus 'Blech, Draht usw. verwendet
werden.
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- - In allen Fällen liegt das eine Ende der . Zunge g frei, so daß
die Fadenstränge e um dieselbe herumgeschlungen werden können. Um ein Abgleiten
zu verhüten, ist die Zunge g mit einer Einschnürun.g h versehen. Wenn die beiden
Lagen a und b des Etiketts aufeinandergeklebt sind, ist daher ein Ausziehen der
Fadenstränge e zwischen den beiden Lagen a und b ausgeschlossen und damit ein unbefugtes
Wiederabnehmen von der Ware d ebenfalls: Die Abb. 5 und 6 zeigen eine Ausführung,
bei welcher die Zunge g durch einen Schlitz i. ersetzt ist. Die Fadenstränge e laufen
dann über die Unterkante des Etiketts und sind dann durch den Schlitz i hindurchgezogen.
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Anstatt nur eines Schlitzes i könnten auch mehrere übereinander angeordnet
sein, und die Fadenstränge könnten, ohne um die Unterkante gezogen zu werden, durch
die Schlitze i wechselseitig von oben nach unten durchgezogen sowie auf diese Weise
aus der gestreckten Lage verlegt werden.
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Anstatt die Fäden, wie abgebildet, um die Unterkante des. Etiketts
zu führen, könnte für die Bewegungsumkehr auch eine Zunge g der ersteren Ausführung
verwendet sein.
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In den Abb. 9 bis i i sodann verlaufen die Fadenstränge e auf nur
einer Seite der aus der einen Lage ausgestanzten Zungen g und werden beim Aufeinanderkleben
der beiden Lagen a und b in den beim Ausstanzen der Zungen g entstandenen
Durchbruch"h eingedrückt sowie hierdurch abgewinkelt, so daß ein Ausziehen wiederum
nicht möglich ist. Ih Abb.9 und io ist eine Ausführung mit zwei übereinanderliegenden
Zungen g dargestellt, während bei der Ausführung der Abb. i i nur eine, einzige
Zunge g verwendet ist.
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Die Zahl der Zungen g ist im übrigen wie auch ihre Form bzw. die Form
und Ausbildung des Festhaltemittels nebensächlich, wie auch noch sonstige Ausführungsformen
in den Bereich des Erfindungsgegenstandes fallen.