DE650123C - Schuhoberteil aus Gewebe mit einem Besatz aus aufgepressten Kautschukplatten, Verfahren zur Herstellung desselben und Presswerkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Schuhoberteil aus Gewebe mit einem Besatz aus aufgepressten Kautschukplatten, Verfahren zur Herstellung desselben und Presswerkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE650123C
DE650123C DEU13492D DEU0013492D DE650123C DE 650123 C DE650123 C DE 650123C DE U13492 D DEU13492 D DE U13492D DE U0013492 D DEU0013492 D DE U0013492D DE 650123 C DE650123 C DE 650123C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B1/00Footwear characterised by the material
    • A43B1/10Footwear characterised by the material made of rubber

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Schuhoberteil aus Gewebe mit einem Besatz aus aufgepreßten Kautschukplatten, Verfahren zur Herstellung desselben und Preßwerkzeug zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf Gewebe mit einem Besatz aus aufgepreßten Kautschukplatten, z. B. Schuhoberteile von Leinwandschuhen u. dgl., und ein Verfahren zur Herstellung dieser Erzeugnisse.
  • Gemäß den bekannten Verfahren werden die Kautschukplatten mit Hilfe von Werkzeugen aufgepreßt, die zusammen mit dem entsprechend abgestützten Gewebe eine geschlossene Form bilden, deren Kautschukinhalt infolge der Elastizität des Gewebes, die durch Verwendung elastischer Auflagen für das Gewebe noch erhöht werden kann, zum Teil zwischen die Maschen des Gewebes gezwängt wird. Das Preßwerkzeug kann dabei eine vorher entsprechend zugeschnittene Kautschukplatte enthalten oder durch Rufquetschen von Platten mit Kautschuk gefüllt sein. Es ist ferner auch bekannt, das Zuschneiden der Kautschukplatten und das Einpressen in das Gewebe in einem einzigen Arbeitsgang durchzuführen, indem die Randleiste des Preßwerkzeuges zu einer stumpfen Schneide ausgebildet ist, die den Abfall vom aufgepreßten Feld abtrennt. Beim Schuhoberteil gemäß des Erfindung weisen die Kautschukplatten eine dünne Randleiste auf, die in das Gewebe in dem Maße eingepreßt sind, daß die Stoffkonstruktion der Unter-Lage durch den Kautschukbelag hindurch erkenntlich ist. Diese dünne Leiste wird beim Einpressen in *das Gewebe in so geringem Maße deformiert, daß zerrissene Kanten praktisch nicht entstehen. Ihr Hauptvorteil besteht darin, daß die Haftfestigkeit der Platten insbesondere in den Randzonen bedeutend erhöht wird, indem die Voraussetzungen für ein kräftiges Aufpressen der Platten geschaffen Nverden, unabhängig davon, ob das Gewebe elastisch oder unelastisch ist. Die Randleiste kann gegebenenfalls .mit dünnen, in das Gewebe vollständig oder nahezu vollständig eingepreßten dünnen Kautschukplatten,, z. B. Kautschukplatten, die den Besatz wenig beanspruchter Teile des Gewebes bilden, verschweißt sein. Diese dünnen Kautschukplatten können nach Belieben sich auf sämtliche mit Kautschuk zu bekleidende Flächen des Oberteiles, also auch auf den Kappen- und den Ristteil erstrecken, wobei die mit Randleisten versehenen Kautschukplatten, je nach der Art der Erzeugung, entweder einen Belag der mit ihnen verschweißten Kautschukplatten bilden oder diesen unterlegt sind.
  • Gewebe mit einem eine dünne Randleiste aufweisenden Besatz aus Kautschukplatten werden im Sinne der Erfindung in solcher Weise hergestellt, daß die Randleiste beim Aufpressen der Kautschukplatten ausgebildet wird. Zu diesem Zwecke wird das Aufpressen zugeschnittener Kautschukplatten auf das: Gewebe unter solchen Arbeitsbedingungäi durchgeführt, daß ein Überfließen des Materials über den Rand der Platte stattfindet und das überfließende Material durch ebene Preßflächen flachgedrückt wird. Gegebenenfalls kann das beim Aufpressen überfließende Material mit dünnen Kautschukplatten verschweißt werden, die zweckmäßig im gleichen Arbeitsgange in die Gewebegrundlage vollständig oder nahezu vollständig eingepreßt werden. Im letzteren Falle wird eine ebene Preßplatte benutzt, die die Randleiste und die dünnen Kautschukplatten flachdrückt und mit Vertiefungen zur Aufnahme der aufzupressenden Kautschukplatten versehen ist.
  • Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung verwiesen. Fig. i derselben zeigt einen Schuhoberteil in Draufsicht mit dem Belag aus Kautschukplatten vor dem Aufpreisen, Fig. 2 den Schuhoberteil nach dem Aufpreisen der Kautschukplatten, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. a und Fig. q. einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. z mit dem zum Rufpressen benutzten Werkzeug schematischer Darstellung.
  • Zwecks Herstellung ödes Schuhoberteils wird auf die Gewebegrundlage i eine Kautschukplatte 2, die die Gestalt eines Hufeisens aufweist, und auf diese eine als Kappenverstärkung dienende entsprechend zugeschnittene Kautschukplatte 3 sowie eine den Ristteil verstärkende Kautschukplatte d. aufgelegt. Die Platten 3 und q. sind dicker als die Platte 2. Zusammengenommen haben die Platten 2 und 3 bzw. 2 und q. ungefähr die gleiche Dicke wie die Kautschukplatten der bekannten Schuhoberteile. Unter Verwendung einer Preßplatte 5, die zumindest um die Breite -der beim Aufpreisen herzustellenden Randleiste über den Umriß des Kautschukplattenbelages vorragt und Vertiefungen 6 und 7 aufweist, die die Auflagen 3 und q. beim Niedergehen des Preßstempels aufnehmen, werden nun .die Kautschukplatten auf das durch einebenes Widerlager 8 unterstützte Gewebe aufgepreßt. Dabei werden solche Arbeitsbedingungen eingehalten, daß das Kautschukmaterial über den Rand der Gummiplatten fließt. Das überfließende Material wird durch die ebenen Preßflächen, die die Vertiefungen 6 und 7 einschließen, flachgedrückt und in die Gewebegrundlage vollständig oder nahezu vollständig eingepreßt. In dieser Weise entstehen am Rande der Kautschukplatten 3 und q. Leisten 9, die im Gewebe überaus fest verankert sind, über das Gewebe aber nur sehr wenig vorragen, so daß auf das Ablösen des Besatzes hinwirkende Kräfte keinen Halt finden. Gleichzeitig mit den Kautschukplatten 3 und q. wird auch der dazwischen diesen liegende Teil der dünnen Platte 2 durch ebene Preßflächen in das Gewebe vollständig eingepreßt und an der Stoßstelle der dünnen und dicken Platten gleichzeitig mit der flachgedrückten Randleiste verschweißt. Das fertiggestellte Erzeugnis zeigt weder Grate noch zerrissene Ränder und sieht dadurch gefälliger aus als die nach bekannten Verfahren hergestellten Schuhoberteile.
  • Um das Überfließen des Materials über den Rand der Platten beim Aufpressen zu bewirken, müssen die Vertiefungen in der Preßplatte einen Fassungsraum haben, der etwas kleiner ist als der Rauminhalt der Platten. Nebst dem kann man auch durch Regelung der Dauer und Stärke des Preßdruckes sowie der Preßtemperatur die Menge ,des überfließenden Materials beeinflussen.
  • Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel bilden die Kautschukplatten 3 und .4 einen Belag der dünnen Platte 2 und sind ebenso breit wie diese. Es ist indessen auch möglich, die Platten 3 und 4. schmaler zu machen als die Grundplatte 2. In diesem Falle werden auch die Randleisten zu den beiden Seiten der Platte 3 mit der Grundplatte verschweißt. Die Kautschukplatten 3 und q. können aus mehreren Schichten zusammengesetzt sein und gegebenenfalls auch eine Unterlage der dünnen Kautschukplatte bilden, falls der Aufbau des Besatzes nicht, wie oben beschrieben, am Gewebe, sondern auf der Preßformfläche geschieht, d. i. zuerst die hufeisenförmige dünne Platte 2, sodann ,die Kautschukplatte 3 und q. auf die Pneßformfläche aufgelegt und hierauf mit dem Gewebe überdeckt und auf denselben gepreßt werden.
  • Durch das Verfahren gemäß der Erfindung ist die Möglichkeit gegeben, unter Verwendung von Kautschukplatten Schuhoberteile mit einem Belag auszustatten, dessen Dicke den teanspruchungen angepaßt ist. Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel köiZ-nen z. B. -die Teile zwischen Kappe und Rist und hinter dem Rist, die keine nennenswerten Beanspruchungen erfahren, mit einem sehr dünnen Belag versehen werden, der gerade ausreicht, das Gewebe an diesen Stellen wasserdicht zu machen. In dieser Weise wird unter Verarbeitung von Platten der Materialverbrauch erheblich herabgesetzt. Bisher wurmen bei unmittelbarer Verarbeitung von Kautschukplatten auch die weniger beanspruchten Stellen des Gewebes in gleicher oder nahezu gleicher Stärke belegt wie die Kappe und der Ristteil q..

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schuhoberteil aus Gewebe mit einem Besatz aus aufgepreßten Kautschukplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (3, 4.) des Besatzes eine dünne Randleiste (9) aufweisen,, die in die Gewebegrundlage (i) in dem Maße eingepreßt ist, daß die Stoffkonstruktion der Unterlage durch den Kautschulcbelag hindurch erkenntlich ist.
  2. 2. Schuhoberteil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Randleiste (9) mit dünnen, in das Gewebe (i) vollständig oder nahezu vollständig eingepreßten Kautschukplatten (2), z. B. Kautschukplatten, die den Besatz wenig beanspruchter Teile des Gewebes bilden, verschweißt ist.
  3. 3. Schuhoberteil nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Randleiste aufweisenden Kautschukplatten (3, q.), die gegebenenfalls aus mehreren Schichten bestehen können, einen Belag der mit ihr verschweißten dünnen Kautschukplatten (2) bilden. q.. Schuhoberteil nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Randleiste aufweisenden. Kautschukplatten (3,4) den mit ihnen verschweißten dünnen Kautschukplatten (2) unterlegt sind. 5. Verfahren zur Herstellung von Geweben mit einem Besatz aus aufgepreßten Kautschuplatten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Randleisten (9) beim Aufpressen der Kautschukplatten (3, q.) ausgebildet werden, indem das Aufpressen zugeschnittener Platten unter solchen Arbeitsbedingungen durchgeführt wird, daß ein Überfließen des Materials über den Rand der Platten stattfindet und das überfließende Material durch ebene Preßflächen flachgedrückt wird. 6. Verfahren nach Anspruch 5 zur Herstellung von Geweben gemäß den Ansprüchen 2 bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das beim Aufpressen überfließende Material mit dünnen Kautschukplatten (2) verschweißt wird, die zweckmäßig im gleichen Arbeitsgange in die Gewebegrundlage (i) vollständig oder nahezu vollständig eingepreßt werden. 7. Preßwerkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine ebene Preßplatte (5), die die Randleiste und die dünnen Kautschukplatten flachdrückt und mit Vertiefungen (6) zur Aufnahme der der aufzupressenden Kautschukplatten versehen ist.
DEU13492D 1936-07-23 1936-07-31 Schuhoberteil aus Gewebe mit einem Besatz aus aufgepressten Kautschukplatten, Verfahren zur Herstellung desselben und Presswerkzeug zur Durchfuehrung des Verfahrens Expired DE650123C (de)

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