DE6485C - Maschine zum Schaben von Hüten - Google Patents

Maschine zum Schaben von Hüten

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DE6485C
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DE
Germany
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knife
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DENDAT6485D
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English (en)
Original Assignee
R. EICKEMEYER in Yonkers (U. S. A.)
Publication of DE6485C publication Critical patent/DE6485C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/08Hat-finishing, e.g. polishing, ironing, smoothing, brushing, impregnating, stiffening, decorating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

1879.
Klasse 41.
RUDOLF EICKEMEYER in YORKERS (V. S. A.). Maschine zum Schaben von Hüten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Januar 1879 ab.
Der Hauptzweck meiner Erfindung ist, die Operation des Schabens von ganz oder theilweise aus Haaren bestehenden Filzhüten auf mechanischem Wege auszuführen. Die zur Fabrikation von Hüten benutzten Haare sind zum Theil lang und grob, und während des Filzens arbeiten sich diese nach aufsen und stehen über beide Flächen des Hutkörpers vor. Die an der inneren Fläche des Hutkörpers liegenden Haare können bleiben; wenn aber die vorstehenden Enden dieser Haare nicht entfernt werden, so kann man der äufseren Fläche des Hutkörpers nicht die gewünschte Feinheit geben. Bisher wurden diese Haarenden von Hand mit einem Messer weniger abgeschnitten, als abgeschabt.
Wenn man die groben Haare an der Fläche des Filzes durchschnitte, so würden die Stoppeln verhindern, dafs der Oberfläche des Hutes die gewünschte Feinheit beigebracht werden könnte.
Bei meiner Maschine wende ich ein schnell hin- und hergehendes Messer an, dessen Schneide in die Haare eingreift und dieselben von dem Hutkörper ablöst. Da jedoch dieses Messer auch dazu benutzt werden kann, die Haare des Hutkörpers abzuschneiden, ersetzt dasselbe gleichzeitig den bisher für flachen Filz zur Verwendung gelangten wohlbekannten Scheerapparat..
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine vordere Ansicht der neuen Schabemaschine ;
Fig. 2 eine obere Ansicht, theilweise im Schnitt, nach der Linie X'X, Fig. 1;
Fig. 3 ein Verticalschnitt nach der Linie y-y, Fig. i, in gröfserem Mafsstabe;
Fig. 4 eine obere Ansicht der Schiebvorrich-" tung mit Gewicht und Hebeln. Dieselbe ist an der Vorderplatte des Rahmens angebrächt und theilweise im Durchschnitt gezeichnet.
Fig. 5 zeigt einen Theil der Kurbelaxe, das Verbindungsgelenk und den Messerrahmen; die beiden letzteren im Durchschnitt.
Fig. 6 ist ein vergröfserter Durchschnitt des Messerrahmens der Unterlage und der Schiebrollen mit dem Hutkörper in der Arbeitslage.
Fig. 7 ist eine obere Ansicht des in Fig. 6 gezeigten Messerrahmens.
Das Gestell der Maschine besteht aus durchbrochenen Gufsplatten. Die Vorderplatte A ist von solcher Form, dafs sich die verschiedenen Theile der Maschine bequem an derselben anbringen lassen und die Seitenplatten A' sind durch ein breites, in der Mitte liegendes Querstück A* verbunden.
Die Unterlage B für den Hutkörper ist an der Aufsenseite der Vorderplatte fest und mit einer Leiste α versehen, welche durch Schrauben an dem Rahmen befestigt ist. ' Eines der Schraubenlöcher ist länglich, so dafs die Unterlage etwas verschoben und in eine geneigte Lage gebracht werden kann. Die Unterlage besteht aus einer dünnen steifen Platte, deren Kanten in eine abgerundete Spitze zusammenlaufen, so dafs, wenn dieselbe in das Innere eines Hutkörpers eingeführt wird, dieser in der vollen Länge und Breite der Unterlage flach aufliegt.
Um die Unterlage so herzustellen, dafs sie nachgiebt, überzieht man dieselbe am besten mit einem elastischen Material; glatter Filz eignet sich zu diesem Zweck sehr gut. Die Filzbekleidung veranlafst hinreichende Reibung, um eine Verschiebung des Hutkörpers zu verhüten. Damit der Hutkörper selbsttätig auf der Unterlage gedreht werde, ist eine Schiebvorrichtung angebracht.
Diese Vorrichtung besteht aus einer konischen Rolle C, die an der hinteren Kante der Unterlage und unter derselben liegt, und aus einem gegen die Unterlage drückenden Schiebrad, welches den zwischen dasselbe und die Unterlage eingeführten Hutkörper bewegt.
Die konische Rolle C ruht in Lagern an der Vorderplatte und ist so geneigt, dafs ihre obere Fläche mit der Oberfläche der Unterlage parallel läuft. Sie wird mit Hülfe einer Riemscheibe und eines von der Hauptaxe D aus getriebenen, an der hinteren Seite des Rahmens liegenden Riemens bewegt.
Die Druckrolle C2 hat eine ebene Fläche und ist am besten mit einem elastischen Stoff überkleidet. Sie sitzt auf einer schiefen Axe fest, so dafs ihre ebene Fläche mit der der unteren Seite der konischen Rolle C parallel ist. Die schiefe Axe der Druckrolle C2 ist in Armen b gelagert, deren hintere Enden auf einer schiefen viereckigen Axe c ruhen. Letztere
ist in Trägern gelagert, die sich von der hinteren Seite der Vorderplatte A nach hinten zu erstrecken (s. Fig. 4). Die Arme b können der Länge nach auf der viereckigen Axe c verstellt werden, so dafs die Druckrolle irgend einem Theil der konischen Welle gegenüberliegt und auf irgend einen Theil des Hutkörpers einwirken kann. Die viereckige Axe c ist mit einem nach hinten sich erstreckenden Hebel cl versehen, welcher eine Anzahl Löcher hat, zur Aufnahme des Hakens für ein Gewicht c2, welches dazu dient, die Pressung der Druckrolle C-auf den zwischen ihr und der konischen Rolle liegenden Hutkörper zu reguliren. Hieraus erhellt, dafs, wenn ein Hutkörper über die Unterlage und die konische Rolle gezogen wird (s. Fig. 2 in punktirten Linien), die Druckrolle, welche aufserhalb des Hutkörpers liegt, diesen letzteren gegen die konische Rolle andrückt, und wenn sodann die Hauptwelle in Bewegung gesetzt wird, wird der Hutkörper in flach gedrücktem Zustand gedreht und setzt nach und nach seine ganze äufsere Fläche der Wirkung von Schabern aus, welche über der Unterlage liegen. Um die Druckrollen bequem controliren und den Hutkörper ohne Schwierigkeit auf die Unterlage bringen zu können, habe ich einen Fufstritt E angebracht, mit Hülfe dessen die Rolle C2 von der konischen Rolle entfernt werden kann. Der Fufstritt sitzt auf einem nahe an der unteren Kante der Stirnplatte angebrachten Arm und sein Hebel ist durch eine Stange d, einen Stift und Gelenk d' mit dem belasteten Hebel c* der vierkantigen Axe c verbunden. Das Gelenk d ist an seinem oberen Ende geschlitzt, Fig. 3, so dafs der Fufstritt etwas Spielraum hat, ehe der belastete Hebel gehoben wird. Durch das Niederdrücken des Fufstritts wird die Druckrolle aufser Wirkung gesetzt und um dieselbe in dieser Stellung zu erhalten, dient ein Stellhebel JS1, welcher so auf den Fufstritt wirkt, dafs dieser in seiner niedergedrückten Stellung gehalten wird, bis der Arbeiter einen Hutkörper auf der Unterlage zurechtgelegt hat.
Das hin- und hergehende Messer und die zu seiner Bewegung nöthigen Theile sind folgendermafsen constrüirt und angeordnet. In den Zeichnungen sind zwei Messergestelle gezeigt, welche in ihrer Construction etwas von einander abweichen. Die Messergestelle G haben die Form eines Winkelhebels, dessen langer Arm das Messer trägt und mit einer geraden, seitwärts zu einer schiefen Kante abgeschrägten Fläche versehen ist, welche dazu dient, das Messer in dem für die Operation günstigen Winkel von etwa 20 bis 30 ° zu halten. Das Messer ist an seinem Gestell mittelst einer der Länge nach laufenden Klemmleiste e befestigt. Die Klemmleiste hat zwei Arme, von welchen jeder mit zwei Löchern versehen ist. Emes dieser Löcher an jedem Arm liegt in der Mitte zur Aufnahme einer Schraube mit Flügelmutter e', während das - andere nahe am Ende des Armes gelegene Loch mit einem Schraubengewinde versehen ist, zur Aufnahme einer .. Stellschraube e3, welche auf die Fläche des Messergestelles drückt. Mittelst dieser Stellschrauben kann die Klemmleiste so eingestellt werden, dafs ihre untere Fläche flach auf die Oberfläche des Messers zu liegen kommt, wenn die Mutterschrauben fest angezogen sind (siehe Fig. 6). Wenn das Messer theilweise festgeklemmt ist, so wird dasselbe durch zwei Stellschrauben e 2 eingestellt, welche auf den Rücken des Messers wirken und die Schneide desselben in die gewünschte Lage bringen.
In Fig. 6 und 7 ist das Messergestell C mit einer Schutzplatte / versehen. Diese Schutzplatte liegt vor und parallel mit dem Arm, an dem das Messer befestigt ist, und ihre Oberfläche ist gegen die Schneide des Messers zu abgeschrägt, so dafs ein enger Raum bleibt, durch welchen die Schneide des Messers, wie ein Hobel, etwas vorsteht. Die Schutzplatte / hat den Zweck, erstens zu verhindern, dafs das Messer in irgend einer Weise in den Hutkörper einschneidet und zweitens den Hutkörper während der Bewegung des Messers und seines Gestelles platt anzudrücken. Während der Rückwärtsbewegung des Messers hebt die scharfe Kante der Schutzplatte mehr oder weniger Haare auf und biegt dieselben rückwärts, so dafs das Messer dieselben während seiner Vorwärtsbewegung bequem fassen kann.
Das in Fig. 1 und 2 gezeigte Messergestell hat keine Schutzplatte, es ist nur eine Querschiene g angebracht, welche dazu dient, den Hutkörper flach niederzudrücken, die aber das Einschneiden des Messers in den Hutkörper nicht so sicher verhütet wie die Schutzplatte. Die Querschiene dreht sich an einem Ende um einen in der Unterlage festen Zapfen, so dafs dieselbe aus dem Wege gebracht werden kann, wenn ein Hutkörper eingeführt wird.
Das freie Ende der Querschiene erstreckt sich über einen Theil des Messergestelles, so dafs durch das Heben des letzteren die Querschiene mit dem Hutkörper wegbewegt wird.
Die Querschiene kann mit Erfolg auch dann benutzt werden, wenn eine Schutzplatte angebracht ist. Die Schutzplatte f ist jedoch selbst zum Glatthalten des Hutkörpers vorzuziehen, weil sie sich mit dem Messergestell hin- und herbewegt.
Das Messergestell hat eine Nabe und Stellschraube und sitzt drehbar auf einer verticalen Axe H, welche in Lagern an der Vorderplatte A liegt und deren Fufs auf einer Platte h ruht, welche durch Mutterschrauben an dem Gestell befestigt ist, so dafs jene Axe und der Messerrahmen in der gewünschten Höhe in Beziehung auf die Unterlage eingestellt werden kann. Um das Gewicht des Messers und des langen Armes des Messergestelles auszubalanciren, ist der" kurze Arm dieses Rahmens aus massivem Metalle und so schwer gemacht, dafs sein Gewichtsmoment dem des -auf der entgegenge-·
setzten Seite der Axe liegenden Theiles gleich ist. Ein übermäfsiges Schwanken der Maschine verursacht eine unregelmäfsige Wirkung des Messers auf den Filz.
Um das Messergestell zu heben, wenn ein Hutkörper eingeführt werden soll, ist die Axe H mit dem Fufstritt E in Verbindung. Der Hebel dieses Fufstrittes ist durch die Stange d mit dem Ende eines horizontalen Hebels /z1- verbunden, der seinen Drehpunkt an dem entgegengesetzten Ende hat und die Axe H umfafst. Der Hebel hl hat seinen Drehpunkt auf einem Zapfen k2 in einem Träger an der Vorderplatte und hebt die Axe durch einen Ring k3, welcher mittelst einer Stellschraube an der Axe befestigt ist.
Das Messergestell erhält eine schnell hin- und hergehende Bewegung durch eine verticale Kurbelaxe /, welche durch einen Riemen von der Hauptaxe aus getrieben wird und durch ein Gelenkstück K mit dem Messergestell verbunden ist.
Die Kurbelaxe ist mit einem Schwungrad i und einem Gegengewicht versehen, um das Moment der Kurbel auszubalanciren. Der Kurbelzapfen ist, wie in Fig. 5 dargestellt, mit einer in der Mitte gelegenen Kugel k versehen. Das Gelenk besteht aus zwei Stangen /, welche die beiden Lagerhälften verbinden. Diese Lager umfassen die Kugel des Kurbelzapfens und machen es dem äufseren Ende des Gelenkes möglich, sich mit dem Messergestell zu heben und zu senken, indem dasselbe mit dem Messerrahmen durch ein Kugelgelenk m verbunden ist. Die Gelenkstangen sind mit Schraubengewinde und Muttern versehen, um das Auslaufen der Lager von Zeit zu Zeit auszugleichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Maschine zum Schaben von Hüten, wie gezeichnet und beschrieben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT6485D Maschine zum Schaben von Hüten Active DE6485C (de)

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DE6485C true DE6485C (de)

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ID=284626

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DENDAT6485D Active DE6485C (de) Maschine zum Schaben von Hüten

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DE (1) DE6485C (de)

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