DE64832C - Verfahren zur Darstellung von Chinin und Homologen desselben aus Cuprein - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Chinin und Homologen desselben aus CupreinInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D453/00—Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids
- C07D453/02—Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids containing not further condensed quinuclidine ring systems
- C07D453/04—Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids containing not further condensed quinuclidine ring systems having a quinolyl-4, a substituted quinolyl-4 or a alkylenedioxy-quinolyl-4 radical linked through only one carbon atom, attached in position 2, e.g. quinine
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei seinen Studien über das Cuprein und das Homochinin hat Hesse versucht, das
Chinin auf synthetischem Wege durch Methyliren des Cupreins darzustellen, jedoch hat
keiner seiner Versuche zum Ziel geführt.
Unter gewissen Bedingungen gelingt es indessen durch Einwirkenlassen eines Methylhaloides
auf das Natriumderivat des Cuprei'ns, Chinin mit allen charakteristischen, wohlbekannten
Eigenschaften in ausreichender Menge zu gewinnen.
Bei den Versuchen wurde nach dem von Hesse angegebenen Verfahren (Ann. Bd. 230,
S. 6g) gearbeitet, für dessen Ausführung aber Hesse die Mengenverhältnisse der anzuwendenden
Rohstoffe nicht angedeutet hat.
Man erhitzt die Natriumverbindung des Cupre'inmethyljodids mit Methyljodid in einem
verschlossenen Rohr bei ioo° in alkoholischer Flüssigkeit. Nach beendeter Reaction giefst
man die Masse in Wasser und erhält, wie Hesse angegeben, ein braunes Harz; aufserdem
hat sich aber noch Chininjodmethylat gebildet, welches die Eigenschaft besitzt, aus
seiner alkoholischen Lösung nicht durch Wasser gefällt zu werden, und sich folglich in der
Flüssigkeit befindet.
Es ist daher nicht auffallend, dafs Hesse die Bildung von Chinin nicht festgestellt hat,
wenn er dasselbe in dem braunen Harz, welches durch Veränderung des Cupre'ins in alkalischer
Flüssigkeit entstanden ist, gesucht hat, anstatt es aus der wässerigen Lösung auszuziehen,
worin es sich befand.
Ersetzt man das Methylhaloid durch ein anderes Alkylhaloid, so erhält man eine Reihe
neuer Körper, welche als Homologe des Chinins betrachtet werden können.
Beispiel 1. Man erhitzt in einem Autoclaven eine Lösung von 3,10 kg Cuprein und
0,25 kg Natrium in 30 kg Methylalkohol unter Hinzufügung von 1 kg Methylbromid ι ο Stunden
hindurch auf 120 bis 1300. Nach der angegebenen Zeit destillirt man den Alkohol
ab und verdampft den Rückstand zur Trockne. Man nimmt hierauf mit verdünnter Natronlauge
auf, welche nur das noch nicht veränderte Cuprein löst.
Aus dem trockenen Rückstand zieht man das Chinin mittelst Aether aus; das Sulfat des
erhaltenen Chinins gleicht in jeder Hinsicht dem gewöhnlichen Chininsulfat.
In diesem Beispiel kann man das Methylbromid ersetzen durch 0,55 kg Methylchlorid,
1,50 kg Methyljodid, 0,80 kg Methylnitrat oder 1,20 kg Methylsulfat.
Beispiel 2. Man verfährt genau, wie im Beispiel 1. angegeben, ersetzt aber das 1 kg
Methylbromid durch 1,15 kg Aethylbromid
oder eine äquivalente Menge eines anderen Aethers und löst in Aethylalkohol; man erhält
auf diese Weise den Aethyläther des Cupre'ins bezw. Aethylcupre'in (Chinäthylin).
Derselbe wird aus seiner sauren Lösung durch verdünnte Natronlauge in Form blauer,
amorpher, in Wasser und in Aether leicht löslicher Flocken gefällt. Schmelzpunkt i6o°.
Das basische Sulfat ^C19 A21 N2O- O C2 H5).2
S O4 H2 + H2 O ist in kochendem Wasser
sehr löslich, in Wasser von + ι 50 in 397Theilen;
es scheidet sich bei Abkühlung der concentrirten Lösungen in Gestalt einer _ gallertartigen
Masse, aus verdünnten Lösungen in Gestalt kleiner weifser Nadeln ab.
Das in der Wärme und in der Kälte leicht lösliche neutrale Sulfat krystallisirt beim Verdampfen
der Lösungen in Prismen. Schmelzpunkt 163 °.
Beispiel 3. Der Propyläther des Cupre'ins,
welcher bei der Einwirkung der Aether des Propylalkohols auf Cuprein unter den bereits
angegebenen Bedingungen entsteht, wird durch Verdampfen seiner ätherischen Lösung in Gestalt
eines harten mikrokrystallinischen Harzes gewonnen. Schmelzpunkt 1640.
Die chemische Formel des Propylcupre'ins ΊΟ -"21
O- O C3H1;
(Chinopropylin) ist C
diejenige des basischen Sulfats
diejenige des basischen Sulfats
(C19 H21 N2O-O C3 HJ2 S Oi H2 + ι V2 H O.
Das letztere verliert sein Wasser bei ioo°.
Alle diese Aether des Cupre'ins haben die charakteristische Eigenschaft, in verdünnter
schwefelsaurer Lösung eine prächtige blaue Fluorescenz zu zeigen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von' Chinin und Homologen desselben, nämlich von Methylcupre'in (gewöhnliches Chinin) C„o H2i N2 O2, Aethyl- (Chinäthylin) C21 H26 N2 O2 und Propylcupre'in (Chinopropylin) C22 H28 N2 O2 durch Einwirkenlassen der Alkylhaloide, Alkylsulfate oder Alkylnitrate auf das Natriumderivat des Cupre'ins in alkoholischer Lösung bei ioo° C. oder einer ioo° C. überschreitenden Temperatur.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64832C true DE64832C (de) |
Family
ID=338676
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64832D Expired - Lifetime DE64832C (de) | Verfahren zur Darstellung von Chinin und Homologen desselben aus Cuprein |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64832C (de) |
-
0
- DE DENDAT64832D patent/DE64832C/de not_active Expired - Lifetime
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