DE64652C - Vorrichtung zum Abreiben und Abwischen von Darmsaiten - Google Patents

Vorrichtung zum Abreiben und Abwischen von Darmsaiten

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DE64652C
DE64652C DENDAT64652D DE64652DA DE64652C DE 64652 C DE64652 C DE 64652C DE NDAT64652 D DENDAT64652 D DE NDAT64652D DE 64652D A DE64652D A DE 64652DA DE 64652 C DE64652 C DE 64652C
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R. otto in Scheibenberg i. S
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/10Strings

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Diese Erfindung .betrifft eine Vorrichtung, mittelst welcher die an beiden Enden befestigten Saiten abgerieben werden, so zwar, dafs die Saiten selbst während des Abreibprocesses gedreht und die Schleifvorrichtung auch allmälig mechanisch enger gestellt wird. Das Endergebnifs dieser Behandlung ist die Herstellung gleichmäfsig starker Saiten.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι .eine Seitenansicht der ganzen Maschine, t
Fig. 2 ein Grundrifs derselben,
Fig. 3 eine Stirnansicht,
Fig. 4 eine Darstellung des Schaltwerks für die Saitendrehung in vergröfserter Darstellung,
Fig. 5 ein Schnitt nach Linie P-P, Fig. 4, nebst Anstofsvorrichtung,
Fig. 6 die Abreib- und Abwischvorrichtung,
Fig. 7 ein Schnitt nach Linie R-R, Fig. 6, durch die Vorrichtung,
Fig. 8 ein Schnitt nach Linie S-S durch dieselbe,
Fig. 9 eine Ansicht der geöffneten Abreibvorrichtung,
Fig. 10 eine Seitenansicht der fahrbaren Abreibvorrichtung.
Die Vorrichtung besteht aus einer der Saitenlänge -entsprechend langen Wange A, an deren einem Ende der Antrieb mit dem einen Saitenhalter B sich befindet, während am anderen Ende der verschiebbar, aber in bestimmter Stellung festzuhaltende Saitenhalter D angeordnet ist.
Zwischen Antriebsachse α und dem Saitenhalter ρ befindet sich die Abreibvorrichtung und die Vorrichtung zum Verdrehen der Saiten.
Die Vorrichtung zum Verdrehen der Saiten besteht in dem Spindelträger E, dessen einzelne Saitenspindeln b mit den Trieben c versehen sind, welche von einem Rad d aus angetrieben , und zwar schaltweise gedreht werden. Die Schaltung der Spindelräder c geschieht mittelst Schaltrades F und der Doppelklinke ff, welche bei jeder Endstellung der Abreibvorrichtung durch die Anstofsstange g, die mit den stellbaren Knaggen h h und Hebelmitnehmerstifte i besetzt ist, Fig. 4 und 5, bewegt wird. Bei jeder Bewegung der Abreibvorrichtung, d. h. bei jedem Hin- oder Hergang desselben findet demnach eine geringe Verdrehung jeder einzelnen Saite statt.
Damit nun die Saiten während des Drehvorganges von der Abreibvorrichtung nicht festgehalten werden, mufs jedesmal vor Beginn der Saitendrehung, ein Freilegen der Saiten in der Abreibvorrichtung stattfinden.
Die Ab reib- und Abwischvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Wagen, welcher auf der Wange A hin- und hergeschoben wird; letzteres geschieht mittelst endloser Schnur k und des Antriebhebels Z. Die wirkenden Theile der Vorrichtung sind die Walzenpaare G G1 und die Platten Hund H1, von denen erstere nach oben hin aufklappbar ist, Fig. 6, und die je nach ihrem Bezug entweder zum Abreiben oder Abwischen gestaltet sind. Zwischen die Walzen G G* und die Platten HH1 kommen die eingespannten Saiten zu liegen, um durch die mit irgend einem Schleifmittel bedeckten oder mit Wischmasse versehenen Platten HH1 bearbeitet werden zu können, und werden dabei von den an ein-
ander geprefsten Walzen der Walzenpaare festgehalten, damit sich nicht, wie beim Abreiben von Hand, die schon angeriebene Fläche an den Saiten wiederholt an das Abreibtuch anlegt. _
Die unteren Walzen ,G1 und G1 sind mit ihrem Zapfen in einem ■ Rahmen J gelagert, welch letzterer in senkrechter Richtung beweglich ist. Ebenso wie der Walzenrahmen ist auch der Plattenhalter K senkrecht beweglich.
Die Bewegung von Walzen G1G1 und Platten H1 wird in folgender Weise hervorgebracht:
Der Wagen der Vorrichtung trägt an der Schiene A den Arm mit der Rolle L, welche gegen die Keilflächen m an der Wange A stöfst,- sobald der Wagen nahe am Ende seiner Bewegung angekommen ist. . Die Rolle bezw. die Rollenträgerschiene M verschiebt sich und hierdurch findet auch eine Verschiebung des Rahmens J bezw. des Halters K, der von den Winkelhebeln η getragen wird, statt, so dafs durch Schwingung der letzteren ein Abwärtsgang des Rahmens J bedingt wird, der sich nach Lüften der Platten auch den Walzen G1 G1 dadurch mittheilt, dafs die Plattenhalterfinger ο auf die Walzenträger / drücken und die Saiten zwischen den Walzen und den Platten (siehe Fig. 9) freigelassen werden. Sobald nun der Wagen in seine Endstellung gelangt, liegen die Saiten bereits frei, und es kann die oben bereits beschriebene Verdrehung sämmtlicher Saiten stattfinden. Durch die Federn ρ und p1 wird, nachdem bei Rückgang des Wagens die Keilfläche m nicht mehr wirkt, der Rahmen J und die Walzen G1 G1 wieder nach oben gedrückt, um die eben gedrehten Saiten in ihrer gedrehten Lage festzuhalten.
Um ferner eine allmälige Engerstellung der Schleifplatten mechanisch herbeizuführen, ist folgende Einrichtung getroffen. Der Plattenhalter K mit Schiene M läfst sich aufser durch Wirkung der Rolle L und Fläche m noch mittelst der Stellschraube q hoch oder tief einstellen.
Die Schraube q selbst ist mit einem Schaltrad r besetzt, welches periodisch um ein Geringes verdreht wird. Die hierbei in Wirkung tretende Einrichtung ist folgende:
Am Schaltrad r des Saitenspindeltriebwerks befindet sich ein Stift s. Dieser Stift wirkt bei einer Umdrehung von F auf den Hebel t, auf dessen Achse sich ein Anstofshebel t1 befindet.
Wird letzterer gehoben (s. punktirte Stellung), so kommt er in Bereich des Klinkhebels u am Wagen (s. Fig. 1, 9 und 10), stöfst gegen ersteren und bedingt hierdurch eine Verdrehung der Rahmenstellschraube q, wodurch die Rahmenwinkelhebel η bewegt werden, und zwar um ein Geringes nach oben ausschwingen, so dafs die Platten einander näher1 gebracht werden.
Die Wirkungsweise der ganzen Vorrichtung gestaltet sich demnach wie folgt:
Je nach Länge der Saiten wird der Saitenhalter D eingestellt, die Saiten werden an ihren Enden befestigt, der Abreibewagen, Anstofsknaggen h, die Fläche m entsprechend eingestellt, die Schleifplatten mit geeignetem Schleifmittel versehen, und durch Bewegung der endlosen Schnur k und mittelst Umlegehebels / wird der Wagen auf der Wange A verschoben, wobei die Saitenspindeln durch Schaltwerk Fff verdreht werden, nachdem durch Flächen m m, Rolle L der Walzen- und Plattenrahmen J gelüftet wurde. Nach einer gewissen Zahl von Hin- und Hergängen des Wagens werden die Platten durch Schaltwerk r u und Stellschraube q um ein Geringes näher zusammengestellt. Durch diesen Gesammtvorgang wird es möglich, gleichmäfsig bearbeitete Saiten auf mechanischem Wege mittelst Maschine herzustellen.
Der Betrieb der Maschine kann von Hand oder mittelst Elementarkraft erfolgen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:,
    Vorrichtung zum Abreiben und Abwischen von gleichmäfsig dick und quintenrein herzustellenden Darmsaiten, dadurch gekennzeichnet, dafs die Saiten zwischen mit schaltweise drehbaren Spindeln besetzten Saitenhaltern befestigt werden, zwischen welchen Saitenhaltern, auf einer Wange beweglich, der aus Walzenpaaren G G J und Platten H H1 bestehende Abreibewagen angeordnet ist, wobei durch Bewegung des Abreibewagens mittelst Schaltwerkes F die Saiten verdreht und vor jeder dieser Verdrehung die Walzen G G\ die durch ihren Druck auf die Saiten das Verdrehen der einzelnen Saiten während des Abreibeprocesses verhindern und Platten HH1 gelüftet werden, aufserdem aber auch durch ein Schaltwerk r die mechanische Näherstellung der Schleifplatten HH1 mittelst Rahmens J bewirkt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT64652D Vorrichtung zum Abreiben und Abwischen von Darmsaiten Active DE64652C (de)

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