DE645392C - Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen von punktfoermigen Verzierungen an Hohlglasgefaessen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen von punktfoermigen Verzierungen an HohlglasgefaessenInfo
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- DE645392C DE645392C DEP73027D DEP0073027D DE645392C DE 645392 C DE645392 C DE 645392C DE P73027 D DEP73027 D DE P73027D DE P0073027 D DEP0073027 D DE P0073027D DE 645392 C DE645392 C DE 645392C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B3/00—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
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- B44—DECORATIVE ARTS
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- B44B2700/00—Machines, apparatus, tools or accessories for artistic work
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Description
Punktförmige Verzierungen an Glasbechern u.dgl. werden meist durch Überziehen der
zu verzierenden Stellen mit einer Fettschicht, Entfernen dieser Schicht an den gewünschten
Stellen sowie nachfolgendes Ätzen der letzteren erhalten. Diese Arbeit ist nicht nur
zeitraubend und daher kostspielig, sondern auch sehr unerwünscht wegen des damit verbundenen
Handhabens mit Flußsäure. Dazu kommt noch, daß von kleinen punktf örmigen Stellen die Fettschicht schwer vollkommen zu
beseitigen ist,, was sich, dann in einer sehr ungleichmäßigen Punktbildung äußert. Man
hat auch schon vorgeschlagen, an Hohlglasgefäßen punktförmige Verzierungen mittels
einer Diamantnadelspitze anzubringen, die von Hand geführt und durch Scheibenkurbelvvirkung
zum Anschlagen an die Glasoberfläche gebracht wurde. Hierbei war aber
ao ebenfalls eine genügende Gleichmäßigkeit der
punktförmigen Verzierungen nicht zu erreichen,· außerdem stellten sich hierbei unvermeidbar
feine, oft nicht sofort erkennbare Risse ein, die erst später bei der Lagerung der Hohlglasgefäße Veranlassung zu Sprüngen
und damit zu Bruch gaben.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, praktisch ganz gleichgroße und auch gleichtiefe
Verzierurigspunkte an Hohlglasgefäßen auf rein mechanischem Wege anzubringen und
dadurch dem Hohlglasgefäß nicht nur ein besonders gefälliges Aussehen zu geben, sondern gleichzeitig auch den Herstellungsvorgang
wesentlich zu vereinfachen und zu verbilligen. Gemäß der Erfindung wird das Hohlglasgefäß in schrittweise Umdrehung versetzt
und während jedes Stillstandes mittels eines an das Glasgefäß herangeführten, in
schnelle Umdrehung versetzten und in seinem Vorschubmaß einstellbaren Hartmetallfräsers
auf stets gleiche Tiefe angefräst. Die zur Durchführung dieses Verfahrens dienende
Vorrichtung besteht zweckmäßig aus einem mittels eines starren Fühlers an das Hohlglasgefäß
ansetzbaren Halter, an dem der Hartmetallfräser gelagert und außerdem ein federbeeinflußter Einstellstift angebracht ist,
der den Fräser in seine Arbeitsstellung gegenüber dem Hohlglasgefäß bringt, während das
Abheben des Fräsers von letzterem mittels eines Seilzuges erfolgt, der in Übereinstimmung
mit der Schaltung des Hohlglasgefäßes betätigt wird.
Das bei stillstehendem Hohlglasgefäß vorsichgehende Anfräsen mittels des in schnelle
Umdrehung versetzten und in seinem Vorschubmaß genau begrenzten Hartmetallfräsers
vollzieht sich, wie festgestellt wurde, nicht nur äußerst schnell, gleichmäßig und ohne
Glasbruch, sondern auch ohne irgendwelche
*> Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Adolf Fehse in Berlin und Artur Ewald in Hohen Neuendorf b. Berlin.
Zuhilfenahme von auf das Glasgefäß geleitetem, die Bedienung der Vorrichtung er
schwerendem Wasser.
Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung gemaß der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
Das zu bearbeitende Hohlglasgefäß, im vorliegenden Fall ein Trinkbecher i, ist
zwischen einem Kopf 2 und einem Gegen halter 3 mittig eingespannt. Der Kopf 2 enthält
eine nachgiebig federnde Einlage, wie eine Kautschukplatte o. dgl. (nicht gezeigt),
um ein sicheres gleichmäßiges Aufliegen des Hohlglasgefäßes zu erhalten. Um ρ unktförmige
Verzierungen auf dem Hohlglasgefäß I herzustellen, erhält der Kopf 2 eine schrittweise Drehung, und zwar zweckmäßig
mittels eines Maltheserrades 4, das durch eine Antriebsscheibe 5 in schrittweise Umso
drehung versetzt wird. Die Antriebsscheibe 5 besitzt zu diesem Zwecke einen Zapfen 6,
der bei jeder Umdrehung in einen Schlitz des Maltheserrades eindringt und dieses um
einen Teilbetrag schaltet. Die Antriebsscheibe 5 ist ferner an einem Teil ihres Umfanges
mit einem Daumen 7 versehen. Die Vorrichtung zur Anbringung der Verzierungen besitzt eine Konsole 8, die an einer Unterlage
9 befestigt ist. Die Unterlage 9 kann eine Säule oder auch eine Hülse sein, die ihrerseits
etwa auf einer Säule verschiebbar aufsitzt. Die Konsole 8 trägt an ihrem ausladenden
freien Ende einen Zapfen 10, an welchem ein Halter 11 mit seinem Querarm 12
angelenkt ist. Zwischen dem freien Ende
13 des Querarmes 12 und einem Fußschenke]
14 der Konsole 8 ist eine Feder 15 eingesetzt.
An dem Halter 11 ist ein Fühler 16 befestigt,
der an seinem unteren freien Ende einen kurzen Finger 17 besitzt, an dessen Ende
zweckmäßig ein Laufrädchen derart angebracht ist, daß es bei der Drehung des Hohlglasgefäßes
an dessen Außenfläche abrollt. Am Halter 11 ist ferner das Fräswerkzeug 18
mittels eines Hängearmes 19 schwingbar angelenkt. Schließlich ist noch am Halter 11
eine Hülse 20 befestigt, in welcher ein mit einem Kopf 22' versehener Einstellstift 22 und
eine am Stiftkopf 22' anliegende Feder 23 eingelagert sind. Die Regelung der Federspannung
erfolgt mittels einer Stellschraube 21. Das Fräswerkzeug 18 besteht im vorliegenden
Fall aus einem nicht gezeigten kleinen Preßluftmotor von etwa 10000 bis 20000 Umdrehungen
je Minute, an welchem die Frässpindel 24 befestigt ist, die einen Hartmetallfräser
25 hält. An dem Hängearm 19 des Fräswerk zeuges 18 greift ein Seilzug 26 an, der zu
einem zweiarmigen Hebel 27 führt, dessen freies Ende an dem Daumen 7 der Antriebsscheibe
5 anliegt. Die Umhüllung 28 des Seilzuges ist zwischen einem Endlappen 29 des Trägers 11 und dem Maschinengestell 30 eingesetzt.
Soll eine auf einem Kreisumfang des Werk- *5
Stückes ι liegende punktförmige Verzierung angebracht werden, so wird die Konsole 8 in
ihrer Höhenlage zunächst gesichert und dann der Fräser durch Ansetzen des Fühlers an
das Hohlglasgefäß eingestellt. Durch die mit- 7<»
tels der Stellschraube 21 gespannte Feder 23 wird das Fräswerkzeug 18 gegen das Hohlglasgefäß
ι gedrückt, wobei der Hartmetallfräser 25 an letzterem eine punktförmige Ausfräsung
erzeugt. Vor der nächsten Schaltung des Malteserrades und mithin des Kopfes 2 sowie des Hohlglasgefäßes 1 gelangt der Daumen
7 der Antriebsscheibe 5 auf den Hebel 27 zur Einwirkung, wodurch unter Zusammendrücken
der* Feder 23 des Einstellstiftes 22 der Seilzug 26 angezogen und das Fräswerkzeug
vom Hohlglasgefäß abgehoben wird. Nach erfolgter Schaltung des Malteserrades 4
gelangt das freie Ende des zweiarmigen Hebels 27 wieder auf den Umfangsteil geringeren
Durchmessers der Antriebsscheibe 5, so daß der Hebel 27 dem unter der Wirkung der
Feder 23 stehenden Fräswerkzeug nachgeben kann, wodurch letzteres wieder an das Hohlglasgefäß
angestellt wird und mit «einem 9» Hartmetallfräser die folgende punktförmige
Ausfräsung auf ersterem herstellt. Sind etwa schlangenförmige Verzierungen auf dem Hohlglasgefäß
herzustellen, wie in der Zeichnung ebenfalls angedeutet, dann muß während der W
schrittweisen Drehung des letzteren dieses entweder in seiner Höhenrichtung verstellt werden,
oder es kann auch umgekehrt das Fräswerkzeug angehoben bzw. gesenkt werden. Selbstverständlich können, wie die Zeichnung leo
zeigt, an ein und demselben Hohlglasgefäß mehrere gleiche oder verschiedenartige Verzierungen
angebracht werden, und zwar sowohl nacheinander mittels eines Fräswerkzeuges oder auch gleichzeitig mittels mehrerer Fräswerkzeuge,
die dann natürlich versetzt zueinander an mehreren Umfangsstellen des Hohlglasgefäßes
angestellt werden müssen. Dieses Anheben oder Senken des Fräswerkzeuges kann gleichfalls von der Schaltung des Mal- no
teserrades 4 abgeleitet werden.
Das fingerartige Fühlerende 17 wird möglichst
dicht neben der Fräserspitze angeordnet und bei Hohlglasgefäßen der dargestellten
Art zweckmäßig in einer durch die Fräserachse gelegten und senkrecht zur Hohlglasefäßachse
stehenden Ebene.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Anbringen von ρ unktförmigen Verzierungen an. Hohlglasgefäßen,dadurch ,gekennzeichnet, daß das Hohlglasgefäß in schrittweise Umdrehung versetzt und während jedes Stillstandes mittels eines an das Hohlglasgefäß herangeführten, in schnelle Umdrehung versetzten und in seinem Vorschubmaß einstellbaren Hartmetallfräsers auf stets gleiche Tiefe ausgefräst wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hartmetallfräser während des punktförmigen Ausfräsens des Hohlglasgefäßes senkrecht zur Achse des letzteren gehalten wird.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen mittels eines starren Fühlers (16) an das Hohlglasgefäß ansetzbaren Halter (11), an dem der Hartmetallfräser (18) beweglich gelagert und außerdem ein federbeeinflußter Einstellstift (22) angebracht ist, der den Fräser in seine Arbeitsstellung gegenüber dem Hohlglasgefäß bringt bzw. in dieser hält, während das Abheben des Fräsers vom Hohlglasgefäß durch einen in Übereinstimmung mit der Schaltung des Hohlglasgefäßes betätigten Seilzug (26, 28) entgegen der Federwirkimg des Einstellstiftes (22) erfolgt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, -dadurch gekennzeichnet, daß das fingerartige Fühler en de f 17) dicht neben der Fräserspitze gelagert ist, und zwar in einer durch die Fräserachse gelegten und senkrecht zur Hohlglasgefäßachse stehenden Ebene.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, gekennzeichnet durch ein die schrittweise Drehung des Hohlglasgefäßes (1) bewirkendes Malteserrad (4), dessen mit einem Daumen (7) ausgebildete Antriebsscheibe 4« (5) auf einen Verstellhebel (27) des Seilzuges (26, 28) vor jeder Schaltung einwirkt und letzteren mit dem Hartmetallfräser zurückzieht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP73027D DE645392C (de) | 1936-04-09 | 1936-04-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen von punktfoermigen Verzierungen an Hohlglasgefaessen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP73027D DE645392C (de) | 1936-04-09 | 1936-04-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen von punktfoermigen Verzierungen an Hohlglasgefaessen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE645392C true DE645392C (de) | 1937-05-26 |
Family
ID=7392218
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP73027D Expired DE645392C (de) | 1936-04-09 | 1936-04-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen von punktfoermigen Verzierungen an Hohlglasgefaessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE645392C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3914059A1 (de) * | 1989-04-28 | 1990-10-31 | Wissner Rolf | Vorrichtung zur festlegung der eingriffstiefe eines gravierstichels in ein zu gravierendes werkstueck |
-
1936
- 1936-04-09 DE DEP73027D patent/DE645392C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3914059A1 (de) * | 1989-04-28 | 1990-10-31 | Wissner Rolf | Vorrichtung zur festlegung der eingriffstiefe eines gravierstichels in ein zu gravierendes werkstueck |
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