DE645010C - Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen

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DE645010C
DE645010C DEI53476D DEI0053476D DE645010C DE 645010 C DE645010 C DE 645010C DE I53476 D DEI53476 D DE I53476D DE I0053476 D DEI0053476 D DE I0053476D DE 645010 C DE645010 C DE 645010C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
production
dyes
vat
yellow
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Expired
Application number
DEI53476D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Neresheimer
Dr Wilhelm Ruppel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI53476D priority Critical patent/DE645010C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE645010C publication Critical patent/DE645010C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen Es wurde gefunden, daß man wertvolle neue Küpenfarbs.toffe erhält, wenn man aus -Verbindungen des allgemeinen Aufbaus worin A@undiA' gleich- oder verschiedenartige Reste von Anthrachinonen bedeuten, bei denen jeweils die beiden gezeichneten Bindungen von benachbarten Stellungen ausgehen, und X und Y Sauerstoff, Schwefel oder eine NH-Gruppe bedeuten können, jedoch mindestens eines von beiden eine NH-Gruppe sein muß, Halogenwasserstoff abspaltet. Man kann auch von Verbindungen ausgehen, die unter den Umsetzungsbedingungen in die erwähnten Verbindungen übergehen.
  • Die genannten Ausgangsstoffe kann man zum Teil nach dem Verfahren des Patents 643-083 herstellen. Die Abspaltung des Halogenwasserstoffs kann man beispielsweise mittels konzentrierter oder mäßig verdünnter Säuren oder durch einfaches Erhitzen, gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, bewirken. Dabei ist es mitunter von Vorteil, ein säurebindendes Mittel zuzusetzen. Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Küpenfarbstoffe erhält man im allgemeinen in sehr guter Ausbeute. Sie besitzen gute Echtheitseigenschaften.
  • Beispiel i Eine Mischung aus io Teilen der.aus i Mol Pz-Dichlor-i, z-pyrazinoanthrachinon und i Mol i, z-Diaminoanthrachinon nach Beispiel 6 des Patents 643 093 erhältlichen Verbindung und 15 Teilen Nitrobenzol kocht man so lange, bis kein Chlorwasserstoff mehr entweicht. Nach dem Abkühlen saugt man die entstandene Verbindung ab, wäscht sie mit Nitrobenzol aus, entfernt anhaftendes Nitrobenzol mittels Wasserdampf und trocknet. Die so erhaltene olivgrüne Verbindung kann man in der Weise rr-inigen, daß man sie in ioo Teilen 96prozentiger Schwefelsäure löst und diese Lösung mit io Teilen Braunstein so lange auf etwa goo erhitzt, bis der Farbstoff beim Verdünnen mit Wasser in reingelben Flocken ausfällt. Man gießt dann die Lösung auf Eis, entfernt den überschüssigen Braunstein durch Aufkochen unter Zusatz von Natriumbisulfit, saugt ab, wäscht und trocknet. Der so erhaltene Farbstoff liefert mit alkalischer Hydrosulfitlösung eine rotbraune Küpe, aus der Baumwolle in lebhaften, gelben Tönen gefärbt wird.
    Derselbe Farbstoff entsteht, wenn man den
    Ausgangsstoff mit der zehnfachen Menge
    96prozentiger Schwefelsäure kurze Zeit auf..,
    130' erhitzt und dann weiter auf die o@
    angegebene Weise verfährt.
    Beispiel :2
    Man trägt io Teile der Verbindung aus
    i Mol Pz-Dichlor-1, 2-pyrazinoanthrachinon
    und i Mol i, 2-Dianiino-3-bromanthrachinon
    (erhalten nach Bei spiel i o des Patents 643 083)
    bei 16o° in ioo Teile 96prozentiger Schwefel-
    säure ein. Nach vollständiger Lösung erhitzt
    man das Gemisch noch kurze Zeit auf igo bis
    igj°, kühlt es dann auf etwa 8o° ab und trägt
    bei dieser Temperatur io Teile Braunstein
    ein. Nach kurzem Erwärmen auf etwa ioo°
    gießt man die Lösung in Wasser. Der aus-
    geschiedene gelbe Farbstoff ist dem in Bei-
    spiel i beschriebenen sehr ähnlich.
    @7erwendet man als Ausgangsstoff die aus
    Pz-Dichlor-i, 2-pyrazinoanthrachinon mit an-
    deren Halogenabkömmlingen des i, 2-Di-
    atninoatithracliinons, z. B. mit i, 2-Diamino-
    . chloratithrachinon oder mit 2, 3-Diamino-
    anthrachinon herstellbaren Verbindungen, so
    erhält man ähnliche Farbstoffe.
    Beispiel 3
    io Teile der Verbindung aus 3-Chlor-Pz-
    diclilor-1, 2-pyrazinoanthrachinonund i, 2-Di-
    atnino-3-bromanthrachinon (erhältlich nach
    Beispiel 12 des Patents 643 083) trägt man
    bei 16o° in ioo Teile 96prozentige Schwefel-
    säure ein, erhitzt die Lösung noch kurze Zeit
    auf 200° und arbeitet auf die in Beispie12
    angegebene Weise auf. Der so erhaltene
    Farbstoff löst sich in Schwefelsäure mit
    brauner Farbe und färbt Baumwolle aus rot-
    brauner Küpe in kräftig gelben Tönen.
    Geht man von den aus 3-Chlor-Pz-dichlor-
    r. 2-pyrazinoanthrachinon und i, 2-Diamino-
    anthrachinon oder 1, 2-Diamino-4-chlor-
    antlirachinoti erhältlichen Verbindungen oder
    der aus 4-Chlor-Pz-dichlor-i, 2-pyrazino-
    anthrachinon mit i,2-Diaminoanthrachinon
    nach Beispiel 14 des Patents 643 083 herstell-
    baren Verbindung aus, so erhält man eben-
    falls gelbe Küpenfarbstoffe mit ähnlichen
    Eigenschaften.
    Beispiel4
    Eine Aufschlämmung von 6,6 Teilen Pz-Di-
    chlor-i, 2-pyrazinoanthrachinon in i5o Tei-
    len Nitrobenzol versetzt man bei 4o° mit
    5,1 Teilen i-Mercapto-2-aminoanthrachinon
    und erhitzt die Mischung mehrere Stunden
    laßg auf 5o bis 6o°. Hierbei scheidet sich
    '@tiiier Entwicklung von Chlorwasserstoff eine
    .? ztbraune Verbindung ab, die man in der
    Eichen Weise abtrennt. Sie löst sich in
    `lnzentrierter Schwefelsäure mit karminroter
    .iarbe. '
    io Teile der so erhaltenen Verbindung trägt
    man bei 2oo° in ioo Teile Schwefelsäure
    monohydrat ein. Diese Lösung erhitzt man
    noch kurze Zeit auf 2zo bis 23o°, wobei ihre
    Farbe von Blaustichigrot nach Olivbraun um-
    schlägt. Die Aufarbeitung und Reinigung
    führt man auf die in Beispiel e angegebene
    Weise durch. Der entstandene gelbe Farb-
    stoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure
    mit brauner Farbe und färbt Baumwolle aus
    rotbrauner Küpe in klaren gelben Tönen.
    Verwendet man als Ausgangsstoff die Ver-
    bindung aus Dichlorpyrazinoanthrachinon mit
    1-Amino-2-mercaptoanthrachinon, so erhält
    man ebenfalls einen gelben Küpenfarbstoff. ,
    Beispiel s
    io Teile der rotbraunen Verbindung aus
    i Mol Pz-Dichlor-i, 2-pyrazinoanthrachinon
    und i Mol i-Amino-2-methoxyanthrachinon
    (erhältlich nach Beispiel 13 des Patents
    643 083) trägt man bei 2oo° in iöo Teile
    Schwefelsäuremonohydrat ein, erhitzt die
    Lösuni kurze Zeit auf 25o° und arbeitet auf
    die in Beispiel e beschriebene Weise auf.
    Man erhält so einen grünstichiggelben Farb-
    stoff, der ähnliche Eigenschaften wie die in
    den anderen Beispielen beschriebenen Farb-
    stoffe besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Küpen- farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man 'aus Verbindungen des allgemeinen Aufbaus
    worin A und A' gleich- oder verschiedenartige Reste von Anthrachinonen bedeuten, bei denen jeweils die beiden gezeichneten Bin- , dungen von benachbarten Stellungen aus- gehen, und X und Y Sauerstoff, Schwefel oder eine NH-Gruppe bedeuten können, jedoch mindestens eines von beiden eine NH-Gruppe sein muB, Halogenwasserstoff abspaltet.
DEI53476D 1935-10-25 1935-10-25 Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen Expired DE645010C (de)

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