DE644968C - Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer GesellschaftsleitungenInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
- H04Q5/00—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
- H04Q5/02—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems
- H04Q5/14—Signalling by pulses
- H04Q5/16—Signalling by pulses by predetermined number of pulses
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen,
bei welchen den Teilnehmerstellen Nummernstromstoßempfänger zugeordnet sind und bei
denen die Belegung und Auslösung selbsttätig beim Aus- und Einhängen erfolgt.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, auf den einzelnen Teilnehmerstellen Schaltwerke
anzuordnen, die sowohl zur Wahl als auch zur Steuerung der während des Verbindungsaufbaues erforderlichen Schaltvorgänge dienen
und durch unmittelbare Beeinflussung der Teilnehmerstellen untereinander ohne Mitwirkung einer gemeinsamen Einrichtung
mittels selbsttätig über die Sprechleitung gesandter Stromstöße, vorzugsweise Wechselstromstöße, eingestellt werden.
Dadurch, daß die von den Stromstößen beeinflußten Schaltwerke gleichzeitig zur Auswahl
der gewünschten Teilnehmerstelle und nach Art von Steuerschaltern zur Steuerung der Phasen des Verbindungsaufbaues dienen,
werden besondere Schalteinrichtungen für diesen Zweck vermieden, was besonders von
Wichtigkeit ist, wenn die Steuerung des Verbindungsaufbaus nicht von einer gemeinsamen
Stelle, sondern von den Sprechstellen selbst aus erfolgt. Bei dem im folgenden beschriebenen
Ausführungsbeispiel macht z. B.
jedes Schaltwerk unter dem Einfluß des Belegungsstromstoßes einen Schritt und kennzeichnet
damit die Leitung als besetzt. Beim Abheben des Hörers an der angerufenen Station macht dort das Schaltwerk einen
Schritt, so daß verhindert wird, daß der Wecker der angerufenen Stelle nach dem Wiederauflegen des Hörers an dieser Sprechstelle
bei Gesprächsbeendigung abermals betätigt wird.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Abbildungen an zwei Ausführungsbeispielen
erläutert.
Es werden zunächst die Schaltvorgänge für eine nach der Abb. 1 geschaltete Teilnehmerstelle
beschrieben.
Als Stromquelle dient eine 4-Volt-Batterie, aus welcher auch der zur Wahl erforderliche
Wechselstrom mittels eines Relaisunterbrechers I, II entnommen wird. Der Wähler Sp
dient zur Auswahl des Weckerstromkreises auf der gewünschten Teilnehmerstelle. Außerdem
hat der Wähler Sp noch Steuerschalteraufgaben zu erfüllen. An die Teilnehmerstellen
können über einen Klappenschrank Nebenstellen angeschlossen werden. Nach der erfolgten Verbindungsherstellung mit einer
Nebenstelle wird die Aufrechterhaltung der Verbindung unmittelbar vom Hakenumschalter
der Nebenstelle abhängig gemacht. Während einer Belegung der Gesellschaftsleitung
ist auf allen Teilnehmerstellen ein Schauzeichen SZ eingeschaltet. Auf der Neben-
*) J'on dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Theodor Korthäuer in Bcrlin-Siemensstadi und Robert Helmert in Berlin-Licht erf cld e.
stelle ist das Schauzeichen SZN angeordnet, das so lange eingeschaltet'ist, bis die an die
Gesellschaftsleitung unmittelbar angeschlos-, sene Teilnehmerstelle eingehängt hat. ■ ;.j
Die Schaltvorgänge vollziehen sich irrva^ttfr
zelnen folgendermaßen: >'>'■»;
Belegung. Beim Aushängen des Hörers"
wird zur Belegung sämtlicher Teilnehmerstellen ein Wechselstromstoß über die Gesellschaftsleitung
gesandt. Bei der Betätigung des Hakenumschalters HU kommt ein Stromkreis über die Wicklungen 1/2 und 3/4 des
Relais A zustande:
+ , A 1/2, HU, UeT, A 3/4, —.
Das Relais A spricht an und schließt, falls
die Gesellschaftsleitung frei ist, d. h. der Wähler Sp in der gezeichneten Ruhelage
(Stellung 3) sich befindet, folgenden Strom-
so kreis: t, , „
—' ^ 2Z1' w*<
va> fl3. Spt, + ·
Das Relais 5" spricht an und schaltet die
Relais U und E ein:
+ ,J4, £3/4, L74l3,—-
Über die Kontakte e3, S3 und et wird die
sekundäre Wicklung 1/3 des Transformators Tr an die Gesellschaftsleitung gelegt.
Durch die Kontakte ^5 und M4 wird der aus
den Relais I und II bestehende Relaisunterbrecher eingeschaltet, der in bekannter Weise
durch gegenseitige Unterbrechung der beiden Relais arbeitet. Durch den Kontakt H2 wird
die primäre Wicklung des Transformators Tr periodisch an die Gleichstromquelle gelegt,
so daß an der Sekundärseite eine Wechselspannung entsteht. Falls an der betreffenden
Teilnehmerstelle eine Wechselstromquelle, z. B. ein Wechselstromlichtnetz, vorhanden
sein sollte, kann auch dieser der für die Stromstöße erforderliche Wechselstrom entnommen
werden. Der auf die beschriebene Weise entsandte Wechselstromstoß dient zur Belegung und wird auf folgende Weise beendigt.
In der anrufenden Teilnehmerstelle spricht ebenso wie in allen übrigen das unmittelbar
an der Leitung liegende Wechselstromrelais W an und schließt folgenden Stromkreis:
Das Relais V und der Drehmagnet des mit indirektem Antrieb ausgerüsteten Wählers
ziehen an. V3 trennt den Stromkreis für 5"
auf. S fällt verzögert ab und unterbricht den Belegungsstromstoß durch den Kontakt js.
Sämtliche Wechselstromrelais W fallen ab und öffnen den Stromkreis für die Drehmagnete
D Sp. Die Wähler sämtlicher Teilnehmerstellen machen infolgedessen einen
Schritt, so daß sie nun auf Stellung 4 stehen.
Bereits beim Ansprechen von V ist der nun
in der Stellung 4 des Wählers zustande korn- / ,mende Stromkreis
+·, V 1/2, 6~4/3, I/2/1, V2, e.2, £1/2, DSp, —- 6S
i^prbereitet worden. In diesem Stromkreis
1 halten sich V >und E, während U und DSp
infolge des hohen Widerstandes von V 1/2 nur Fehlstrom erhalten. In der Stellung 4
des Wählers wird außerdem das Schauzeichen SZ eingeschaltet:
—, SZ, SbI5, Spit +.
Es sei bemerkt, daß während des BeIegungsstromstoßes
das Relais A unabhängig von der Stellung des Hakenumschalters HU
so lange gehalten bleibt, bis der Belegungsstromstoß beendet ist. Der Haltestromkreis
für A ist in diesem Falle folgender: to
—, A ZlAr, et, Sp2, +·.
Erst nach der Beendigung des Belegungsstromstoßes verläßt, wie oben beschrieben,
der Wähler Sp die Ruhestellung 3, so daß erst *5
dann der Haltestromkreis für A 3/4 aufgetrennt wird. Sollte inzwischen die Teilnehmerstelle
eingehängt haben, so würde das Relais A nun abfallen und dadurch der weiter
unten beschriebene Auslösestromstoß eingeleitet werden. Es ist also bei der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung unmöglich, durch nur kurzzeitige Betätigung des Hakenumschalters die Belegung der Leitung zu bewirken,
ohne daß nicht zwangsläufig der Auslösestromstoß gegeben würde.
Wahl. Beim Aufziehen der Nummernscheibe wird durch den Kontakt K das Re- ■
lais U eingeschaltet:
—, U 3/4, E 3/4. K, e, +.
Über die Kontakte e5 und M4 wird in der
oben beschriebenen Weise der Relaisunter-'brecher I, II eingeschaltet. Beim Ablauf der
Nummernscheibe werden durch den Num- ι·5
mernscheibenkontakt J die Wählstromstöße auf die Gesellschaftsleitung übertragen. Auf
allen Teilnehmerstellen werden die Relais W absatzweise eingeschaltet, so daß die Wähler
in folgendem Stromkreis fortgeschaltet no werden:
+ , W2, Sp1, U 2/1, vt, et, DSp, —.
Das Relais U spricht auf den angerufenen Teilnehmerstellen in diesem Stromkreis beim
ejsten Stromstoß an und hält sich während der folgenden Stromstöße in folgendem Weg:
+ , W2, Sp1, uit [/2/1, V2, e2, DSp, —.
Das Relais V wird bei jedem Stromstoß iao
durch den Kontakt w2 kurzgeschlossen, hält
sich jedoch infolge seiner Verzögerung. In
der anrufenden Teilnehmerstelle ist, wie beschrieben, das Relais E erregt, so daß für sie
der für die angerufenen Teilnehmerstellen beschriebene Stromkreis für D Sp nicht zustände
kommt. In diesem Stromkreis liegt nämlich bei der anrufenden Teilnehmerstelle die Wicklung 1/2 des Relais E, so daß eine
Fortschaltung des Wählers infolge des hohen Widerstandes dieser Relaiswicklung nicht erfolgen
kann. Nach Beendigung der ersten Stromstoßreihe fällt U ab.
Bei der zweiten Stromstoßreihe können nur diejenigen Wähler weitergeschaltet werden,
deren Schaltarme Sp1 auf dem mit dem Wicklungsende 2 des Relais U verbundenen
Kontakt 9 (in Abb. 1) stehen. Bei den übrigen Teilnehmerstellen liegt im Stromkreis des
Drehmagneten die hochohmige Wicklung 3/4 des Relais S:
+ , w,, Sp1, S 4/3, U 2ji, v,, e,, DSp. —.
U und DSp können in diesem Stromkreis
beim Wiederansprechen des Relais W während der zweiten Impulsreihe ihre Anker
nicht anziehen.
Ruf. Nach der zweiten Stromstoßreihe
steht beim gewünschten Teilnehmer die Bürste Sp2 auf dem mit dem Wecker Wk verbundenen
Kontaktstift. Der Wecker wird nach dem Abfallen des Relais U eingeschaltet:
1, a2, u5, I3, DSp, —.
Gespräch. Beim Abnehmen des Hörers seitens des gerufenen Teilnehmers spricht
das Relais A auf der betreffenden Teilnehmerstelle an. Es werden dort D Sp und E eingeschaltet:
+, Sp2, Es/6, a2, u5, I3, DSp, —.
Durch den Kontakt d, der durch den Anker des Wählers betätigt wird, wird das Relais
I eingeschaltet:
+ , S2, d, I 3/4. H2, Tr 5/6, -*-.
Das Relais I öffnet den Kurzschluß über die Wicklung 5/6 des Relais I, so daß sich
dieses hält, während der Wählermagnet infolge des hohen Widerstandes der Wicklung
5/6 des Relais I abfällt. Der Wähler macht einen Schritt, und das Relais E hält sich beim
angerufenen Teilnehmer über seine Wicklung 1/2. Im Gesprächszustand sind also die
Relais A, V und E erregt. Über e5, M, Ue
wird das Mikrophon gespeist. Das Telephon T ist über HU1 Kondensator 0,5, M2, e3
an die α-Leitung und über e4 an die fr-Leitung
angeschaltet.
Auslösung. Die Auslösung kann sowohl
vom anrufenden als auch vom angerufenen Teilnehmer aus eingeleitet werden. Hängt
einer von beiden Teilnehmern seinen Hörer ein,- so fällt das Relais A auf der betreffenden
Teilnehmerstelle ab und schaltet durch a4 das
Relais 6* ein:
+ , e-a, ß4, V3, W3, S 1/2, —.
Wie bei der Belegung wird ein Wechselstromstoß über die o-fr-Leitung gesandt, so
daß sämtliche Relais W ansprechen. Durch den Kontakt w2 werden die Wicklungen 1 /2
der Relais V kurzgeschlossen. Die Relais V fallen ab. Infolgedessen werden auch die
Stromkreise für die Relais S unterbrochen. Ist auf der Teilnehmerstelle, von der die
Auslösung ausgeht, das verzögerte Relais 5 abgefallen, so wird der Auslösestromstoß am
Kontakt s3 unterbrochen. Durch den Kontakt S4 wird der Stromkreis für E und U geöffnet,
so daß auch diese Relais abfallen. Der Auslösestromkreis für die Wähler ist folgender:
+, Sp2, V2 bzw. v5, U5, I3, DSp, —.
Die Stromstöße zur Fortschaltung des Wählermagneten werden durch Wechselwirkung
des Kontaktes d und des Relais I erzeugt. Der letzte Schritt des Wählers von
Stellung 2 nach Stellung 3 kann erst erfolgen, nachdem die Relais W und A abgefallen
sind, da solange U über
+, W2, Sp1, U 6/5 4/3, —
gehalten wird. Erst nach dem Abfallen des Relais U wird der Drehmagnet nochmals
über den Kontakt U5 eingeschaltet, so daß der Wähler in die Ruhestellung 3 übergeht. Die
Wähler laufen also auf sämtlichen Teilnehmerstellen zur gleichen Zeit in die Ruhestellung
ein. Hat ein Teilnehmer während der Auslösebewegung des Wählers seinen Hörer noch nicht eingehängt, so wird auf der
betreffenden Teilnehmerstelle der Wecker in folgendem Stromkreis eingeschaltet:
+ , Sp2, Wk, C2, H5, I3, DSp —.
Der Teilnehmer wird dadurch vom Einhängen des anderen Teilnehmers benachrichtigt,
so daß er durch Einhängen seines Hörers die Sperrung gegen einen neuen Anruf aufheben
kann.
Es sei noch bemerkt, daß ein Teilnehmer während der Belegung der Gesellschaftsleitung
das bestehende Gespräch nicht mithören kann, da, nachdem der Wähler die Ruhe-Stellung
verlassen hat, die Relais S und E nicht ansprechen können. In dringenden
Fällen ist es aber möglich, durch Drücken einer im allgemeinen plombierten Aufschaltetaste
AT das Relais E zu erregen, um sich dadurch auf die bestehende Verbindung aufschalten
zu können.
Rundspruch. Durch Wahl einer bestimmten Ziffer, z. B. der Null, kann sich ein
Teilnehmer zugleich mit sämtlichen übrigen Teilnehmern verbinden. Der Wähler stellt
ίο sich in diesem Falle auf den 14. Kontakt ein,
so daß auf sämtlichen Teilnehmerstellen der Wecker eingeschaltet ist.
Verbindung mit Nebenstellen über
ig einen Klappen schrank
Wie bereits oben erwähnt, kann der Teilnehmerstelle ein Klappenschrank, an welchen
mehrere Nebenstellen angeschlossen sind, zugeordnet werden. Die Verbindung mit den
Nebenstellen erfolgt durch Schnurpaare. Die der Teilnehmerstelle zugeordnete Klinke ist
mit TKl, die der Nebenstelle zugeordnete Klinke mit NKl bezeichnet. Während des
Gesprächszustandes besteht für das Schauzeichen der Nebenstelle SZX folgender Stromkreis:
+ , A 1/2, TKl, XKl, SZX, Hi'X,
F,J,'NKl,TKiet,Ail4,—.
Nach der Herstellung der Verbindung kann die an die Gesellschaftsleitung angeschlossene
Teilnehmerstelle den Hörer einhängen. Das Relais A bleibt in dem beschriebenen Stromkreis
so lange gehalten, bis die Nebenstelle einhängt, worauf die Verbindung in der für
die Teilnehmerstelle beschriebenen Weise ausgelöst wird.
Verbindung mit Nebenstellen
mittels Wählerbetriebs
In der Abb. 2 ist ein Übertragerrelaissatz dargestellt, welcher die Anschaltung von an
eine selbsttätige Vermittlungsstelle angeschlossenen Teilnehmerstellen an die Gesellschaftsleitung
ermöglicht. Die Leitungen O1 und O1 führen zum Vorwähler, die Leitungen
a.2, b2 zum Leitungswähler der selbsttätig betriebenen
Vermittlungsstelle.
a. Ankommende Verbindung
Beim Eintreffen des Belegungsstromstoßes über die Gesellschaftsleitung spricht das Relais
W an und schaltet durch den Kontakt W2
das Relais V und den Drehmagneten DSp ein. Das Relais V spricht an und bindet sich
nach dem Abfallen des Relais W im Stromkreis
Erde, z\, V 3/4, Wi, Batterie, Erde.
Der Magnet DSp hatte während des Belegungsstromstoßes angesprochen und fällt
nun ab, wobei der mit indirektem Antrieb versehene Wähler um einen Schritt fortgeschaltet
wird, so daß er sich in Stellung 1 befindet. Das Relais LJ wird erregt:
Erde, Vx, Sp%, U 3/4, Batterie, Erde.
In der Stellung 1 wird ein Stromkreis für den Hitzdrahtkontakt HK geschlossen·:
Erde, Sp1, HK, c„, ss, Wi, Batterie, Erde. ?Q
Sollte der Wähler etwa 20 Sekunden in dieser Stellung stehenbleiben, so spricht der
Hitzdrahtkontakt an und schaltet die Wicklung 1/2 des Relais S ein, wodurch der Auslösestromstoß
gegeben wird. Die Auslösung erfolgt also selbsttätig, wenn innerhalb einer
gewissen Zeit nach der Belegung die Wahl nicht erfolgt.
Beim gewöhnlichen Betrieb wird durch die Nummernstromstöße das Relais W betätigt
und der Wähler durch den Kontakt wt fortgeschaltet
:
Erde, W1, U 1/2, C1, O1, M1, V2, Sp2, DSp,
Batterie, Erde.
Das Relais U hält sich infolge seiner Verzögerung während der Stromstoßreihe. Es
sei nun angenommen, daß die Rufnummer für die Selbstanschlußvermittlungsstelle 65
sei, so daß der Wähler durch die erste Stromstoßreihe auf den 7. Kontaktstift eingestellt
wurde. Ein Stromkreis für das Relais U bleibt über den 7. Kontakt der Bahn Spt nach
der ersten Stromstoßreihe erhalten. Bei der zweiten Stromstoßreihe wird der Wähler um
fünf Schritte weitergeschaltet, so daß er die Stellung 12 erreicht. Im Stromkreis
Erde, V1, Spa, M2, A 1/2, Batterie, Erde
spricht, nachdem das Relais U nach beendeter ioo
Stromstoßreihe abgefallen ist, das Relais A an. Durch den Kontakt at wird ein Gleichstromkreis
für die Selbstanschlußvermitt- , lungsstelle geschlossen, so daß sich der Vorwähler
in bekannter Weise einstellt. Die folgenden Stromstoßreihen werden mittels des
Kontaktes zvt auf die Wähler der Selbstanschlußvermittlungsstelle
übertragen. Falls die erste Stromstoßreihe nicht aus sechs und die zweite Stromstoßreihe nicht aus fünf
Stromstößen gebildet wird, erfolgt keine weitere Einstellung des Wählers Sp, da in diesem
Falle das Relais U nach der ersten oder aber nach der zweiten Stromstoßreihe abfällt, so
daß der Fortschaltestromkreis für den Dreh* magneten DSp am Kontakt M1 unterbrochen ist.
Beim Eintreffen des langen Auslösestromstoßes fällt das Relais V infolge des langen
Kurzschlusses durch den Kontakt W1 ab und unterbricht am Kontakt V1 den Haltestrom- iao
kreis für das Relais A. Der Kontakt O2 öffnet
die op/vLeitung, so daß sich die Verbindung
über die Selbstanschlußvermittlungsstelle in
bekannter Weise auslöst. Der Rücklauf des Wählers Sp erfolgt über den Kontakt va.
b. Abgehende Verbindung
Durch die Wahl einer bestimmten Ziffer kann seitens eines an die Selbstanschlußvermittlungsstelle
angeschlossenen Teilnehniers die Einstellung des Leitungswählers auf die Bezirksleitung stattfinden. Im Prüfstromkreis
(Ader c«) des Leitungswählers wird die Wicklung 3/4 des Relais S erregt. Über die
Sprechadern a.,, b2 wird das Relais / eingeschaltet.
Die Kontakte S1 und s2 legen die
Wechselstromquelle an die Leitung, wodurch der Anrufstromstoß gegeben wird. Dabei
spricht das Relais W an und schaltet, wie für die ankommende Verbindung bereits beschrie-
ao ben, das Relais V ein. Am Kontakt V5 wird
der Kurzschluß über C 1/2 aufgehoben, so daß das Relais C anspricht, mittels des Kontaktes
c2 das Relais S abschaltet und den Haltestromkreis für C über die Wicklung
C 3/4 bildet. Das Relais S fällt ab und beendet den Belegungsstromstoß. Der Wähler
Sp geht, wie oben beschrieben, in die Stellung i.
Bei der Betätigung der Nummernscheibe auf der Nebenstelle arbeitet das Relais / in
bekannter Weise und schaltet im Stromkreis
Erde, C3, J1, vt, S 1/2, Batterie, Erde
das Relais S bei jedem Abfall ein, so daß die Stromstöße auf die Gesellschaftsleitung weitergegeben
werden. Beim Einhängen des Teilnehmers fällt das Relais / in bekannter Weise endgültig ab, so daß die Relais S und
W eingeschaltet werden. Infolge des dauernden Kurzschlusses des Relais V durch den
Kontakt W1 fällt dieses ab und trennt am Kontakt V3 die c-Ader auf, so daß die Auslösung
des Leitungswählers erfolgen kann. Der Wähler Sp wird über den Kontakt V2 bis
in die Ruhestellung fortgeschaltet. Während dieser Zeit hält sich das Relais ,S1 über
Erde, Sp1, ^4, vi; S 1/2, Batterie, Erde.
Der Auslösestromstoß wird erst beendet, wenn der Wähler Sp seine Ruhestellung erreicht
hat.
Claims (20)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen, bei welchen den Teilnehmerstellen Nummernstromstoßempfänger zugeordnet sind und bei denen die Belegung und Auslösung selbsttätig beim Aus- und Einhängen erfolgt, gekennzeichnet durch auf den einzelnen Teilnehmerstellen angeordnete Schaltwerke, die sowohl zur Wahl als auch zur Steuerung der während des Verbindungsaufbaues erforderlichen Schaltvorgänge iz. B. Belegung, Auslösung) dienen und durch unmittelbare Beeinflussung der Teilnehmerstellen untereinander ohne Mitwirkung einer gemeinsamen Einrichtung mittels selbsttätig über die Sprechleitung gesandter Stromstöße, vorzugsweise Wechselstromstöße, eingestellt werden.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselstrom mittels eines Polwechslers aus der Mikrophonbatterie entnommen wird.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Polwechsler nur während der Dauer einer Stromstoßreihe eingeschaltet ist.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Pohvechsler nur während der Betätigungsdauer der Nummernscheibe eingeschaltet ist.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß infolge des von der anrufenden Stelle abgegebenen Belegungsstromstoßes die übri- 9» gen Teilnehmerstellen gegen die Aussendung von Nummernstromstößen gesperrt sind.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das den Belegungsstromstoß einleitende Teilnehmerrelais (A) sich unabhängig vom Hakenumschalter bis zur Beendigung des Belegungsvorganges bindet.
- 7. Schaltungsanordnung nach An-Spruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Teilnehmerrelais (A) den Auslösestromstoß einleitet.
- 8. Schaltungsanordnung nach xAnspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Teilnehmerrelais (A) über die Hakenumschalter der angeschlossenen Nebenstellen erregt gehalten wird.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Haltestromkreis für das Teilnehmerrelais (A) ein auf der Nebenstelle angeordnetes Schauzeichen liegt.
- 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ι is das Schauzeichen vom Hakenumschalter der an die Gesellschaftsleitung unmittelbar angeschlossenen Teilnehmerstelle gesteuert wird.
- 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Teilnehmerstelle die Wähler nurdurch solche Nummernstromstoßreihen weitergeschaltet werden, die zum Anruf der betreffenden Teilnehmerstelle dienen können.
- 12. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι r, dadurch gekennzeichnet, dal.i die Auslösung durch einen von den Einstellstromstößen verschiedenen Stromstoß bewirkt wird.ίο
- 13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Wähler der Teilnehmerstellen während der Auslösebewegung durch der Teilnehmerstelle zugeordnete Schaltmittel'5 fortgeschaltet werden.
- 14. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösestromstoß sowohl vom anrufenden als auch vom angerufenen Teilnehmer ausgehen kann.
- 15. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an einer beliebigen Stelle auf der Gesellschaftsleitung Einrichtungen angeordnet sind, die den Auslösestromstoß selbsttätig geben, wenn innerhalb einer gewissen Zeit nach erfolgter Belegung keine Xummernstromstöße ausgesandt werden.
- 16. Schaltungsanordnung nach An-' spruch 15, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Hitzdrahtkontaktes.
- 17. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgter Auslösung auf einer Teilnehmerstelle dann ein Signal erscheint, S3 wenn der Hörer nicht eingehängt wurde.
- 18. Schaltungsanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Anrufwecker eingeschaltet wird.
- 19. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß , selbsttätige Vermittlungsstellen, deren Teilnehmer sowohl untereinander als auch mit der Gesellschaftsleitung Verbindungen erhalten können, über Relaisübertrager an die Gesellschaftsleitung angeschlossen sind.
- 20. Schaltungsanordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Relaisübertrager aufgenommenen ersten Stromstoßreihen zur Einstellung eines ihm zugeordneten Wählers (Sp in Abb. 2) dienen und die nachfolgenden Stromstoßreihen nur dann zur selbsttätigen Vermittlungsstelle weiter- SS geleitet werden, wenn die ersten Stromstoßreihen der Rufnummer der Selbstanschlußvermittlungsstelle entsprechen, während die von der Selbstanschlußvermittlungsstelle ausgehenden Stromstoßreihen unverändert auf die Gesellschaftsleitung weitergegeben werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE644968T | 1930-08-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE644968C true DE644968C (de) | 1937-05-19 |
Family
ID=6580639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930644968D Expired DE644968C (de) | 1930-08-13 | 1930-08-13 | Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE644968C (de) |
-
1930
- 1930-08-13 DE DE1930644968D patent/DE644968C/de not_active Expired
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