DE644940C - Verfahren zur Herstellung von Kreuzbodensaecken - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KreuzbodensaeckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kreuzbodensäcken, bei dem
der zur Bildung des Sackes dienende Schlauch an den beiden Ecken nach innen eingeschlagen
wird und danach an den Seiten gebildete Einschläge über den an den Ecken gebildeten
Einschlägen zusammengefaltet und miteinander vereinigt werden. Bei bekannten Verfahren
dieser Art werden die an den Seiten gebildeten Einschläge sofort über die an den
Ecken gebildeten Einschläge zusammengefaltet. Die Erfindung besteht darin, daß diese
an den Ecken gebildeten Einschläge zunächst mit einem Teil ihrer Fläche nach außen zur
Dreiecksform umgeschlagen werden und daß danach erst die seitlichen Einschläge über
den nach außen umgeschlagenen Teilen der an den Ecken gebildeten Einschläge zusammengefaltet
und miteinander vereinigt werden.
Dadurch- wird der Vorteil erreicht, daß an den Ecken des Sackes dreieckige Ansätze gebildet
werden, die erhöhte Nachgiebigkeit und Festigkeit besitzen. Außerdem wird das Papier besser ausgenutzt, da das Fassungsvermögen
eines nach dem neuen Verfahren hergestellten Sackes infolge der dreieckigen
Endansätze größer ist als dasjenige eines Sackes, der aus einem Papierschnitt gleicher
Größe nach dem bekannten Verfahren hergestellt ist.
Es empfiehlt sich, die Eckeinschläge von der inneren Kante aus mit V-förmigen Einschnitten
zu versehen. Vermöge dieser Einschnitte kann der Kreuzboden leichter gefaltet werden, da die Stelle, um die der Eckeinschlag
nach außen umgefaltet wird, leichter zugänglich wird. Außerdem wird durch die V-förmigen Einschnitte ein freier Raum
gebildet, vermöge dessen die Seitenteile leichter übereinandergelegt und auf den nach
außen umgeschlagenen Teil der Ecken gelegt werden können. Auch wird eine unnötige
Verdickung des Stoffes vermieden.
Säcke mit mehrlagigen Kreuzböden sind in der Weise hergestellt, daß die Schnitte gestaffelte
Bodenränder erhielten, und zwar wurden die versetzt zueinander liegenden Teile der Bodenränder durch Schnitte verbunden,
welche parallel zu den Längskanten verliefen.
Durch diese Einschnitte sollten die Eckeinschläge von den seitlichen Einschlägen getrennt
werden, und diese seitlichen Einschläge sollten unabhängig voneinander nach innen
umgelegt werden. Der Erfindung gemäß werden die gegeneinander versetzten Teile
der Bodenränder durch schräge Schnitte miteinander verbunden, und die Papierbogen
werden bei der Herstellung des Sackes derart zusammengelegt, daß die Längsfalze des
Sackes diese Einschnitte schneiden, also zwischen den Endpunkten der schrägen Schnitte
oder durch diese selbst hindurchgehen. Dadurch entstehen an den linden der den Sack
bildenden Falten die V-förmigen Einschnitte
welche das l'mlegen der Eckeinschläge erleichtern.
In den Zeichnungen ist
Fig. ι eine schematische Darstellung des ίο Zerschneidens mehrerer unabhängiger Papierbahnen zu Papierbogen, aus denen ein Schlauch hergestellt wird. Die Schnitte sind derart ausgeführt, daß, abgesehen von den Randteilen, die vorstehenden Teile an beiden ■5 linden des aus einer Bahn geschnittenen Bogens gleich sind. Die Papierbahnen sind übereinanderliegend gezeichnet, um Platz zu sparen.
Fig. ι eine schematische Darstellung des ίο Zerschneidens mehrerer unabhängiger Papierbahnen zu Papierbogen, aus denen ein Schlauch hergestellt wird. Die Schnitte sind derart ausgeführt, daß, abgesehen von den Randteilen, die vorstehenden Teile an beiden ■5 linden des aus einer Bahn geschnittenen Bogens gleich sind. Die Papierbahnen sind übereinanderliegend gezeichnet, um Platz zu sparen.
Fig. 2 zeigt die nach Fig. ι von einer Bahn
a° abgeschnittenen Bogen, die seitlich gegeneinander
versetzt übereinandergelegt sind und zur Herstellung eines vierlagigen Schlauches
dienen. Die Länge der .Bogen entspricht der Länge des Sackes.
Fig. 3 zeigt das eine Ende eines Schlauches mit mehreren ineinandersteckenden Papierlagen,
der aus dem Bogen nach Fig. 2 hergestellt ist, an dem aber die Herstellung des Kreuzbodens noch nicht begonnen hat.
Fig. 4 ist ein Querschnitt durch den Bodenteil des Sackes zur Darstellung der vorstehenden
Ränder oder Flügel der Schlauchenden auf jeder Seite des Schlauches, welche die
überlappenden Kanten bilden. Fig. 5 ist eine Ansicht des Endes des mehrlagigen
Schlauches von Fig. 4. in dem der erste Teil der Herstellung des Kreuzbodens
dargestellt ist. nämlich die Ausbildung der Flügel an den Enden des Sackes und der seitliehen
Einschläge.
Fig. 6 ist eine ähnliche Darstellung in größerem Maßstabe, in der die Einschläge an
den Enden teilweise nach außen übereinandergeklappt sind.
Fig. 7 ist eine ähnliche Ansicht zur Darstellung einer späteren Stufe des Umlegens
der Einschläge und der seitlichen Flügel, und /war ist ein Seitenflügel bereits nach innen
umgelegt, während der andere Flügel gerade umgelegt und auf den erstgenannten bereits
umgelegten Flügel gefalzt wird.
Fig. 8 ist ein Grundriß einer Ecke des Modenverschlusses des Sackes, nachdem die
einander überlappenden Kanten übereinandertrelegt
und miteinander verklebt sind und damit die Herstellung des Kreuzbodens beendigt
ist.
Fig. 9 ist eine Ansicht einer Ecke eines Sackes, deren Boden flach auf die Längsmittellinie
gelegt ist, die in Fig. 8 in gebrochenen Linien gezeigt ist.
Fig. 10 ist eine raumbildliche Darstellung einer Ecke eines Sackes, aus der die zusätzliche
dreieckige Ecke zu ersehen ist, um die der Fassungsraum des Sackes erhöht wird.
Fig. 11 zeigt eine Ecke eines Sackschlauches ähnlich demjenigen von Fig. 3, die
zwecks Herstellung einer Ventilöffnung eingeschnitten ist.
Fig. 12 zeigt eine Weiterentwicklung des Sackes nach Fig. 11, in der die durch den
Schlitz gebildete seitliche Endzunge nach innen umgelegt ist und die an den Seiten des
Schlauches befindlichen Flügel übereinandergefaltet werden können.
Fig. 13 zeigt den nächsten Schnitt der Herstellung der Ventilöffnung, durch den ein
zusätzliches Stück Papier über den seitlichen Einschlag gelegt ist, um den V-förmigen Einschnitt,
der in Fig. 12 ersichtlich ist, abzudecken.
Fig. 14 zeigt den fertigen Ventilverschluß. Fig. 15 ist eine der Fig. 5 ähnliche Darstellung
der Erfindung an einem Sack mit seitlich eingeschlagenen Falten.
Fig. 16 ist eine raumbildliche Darstellung eines fertigen Sackes mit seitlich eingeschlagenen
Falten und Kreuzboden nach der Erfindung. Die Figur zeigt die zusätzliche dreieckige
vorstehende Tasche.
Fig. 17 bis 21 sind Teildarstellungen einer
Ausführungsform der Erfindung, bei der die Papierlagen an der Verschlußstelle ineinandergreifend
miteinander verklebt sind, und zwar zeigt
Fig. 17 eine Reihe von übereinanderliegenden Bogen, welche an den Enden der Längsfalze
mit Einschnitten versehen sind,
Fig. 18 die Bogen nach Fig. 17, die zu
einem Schlauch zusammengelegt sind, sowie die Abschnitte an den Enden, die auch durch
Abschneiden der Ecken des Schlauches unter einem Winkel von 45° erzeugt werden können,
Fig. 19 den ersten Schritt zur Herstellung des Kreuzbodens, bei dem die Flügel an den i»5
Seitenteilen -des Sackes sowie die seitlichen Einschläge gebildet sind,
Fig. 20 den folgenden Schritt bei der Herstellung des Kreuzbodens, der darin besteht,
daß die Endeinschläge übereinandergefaltet »*o
und gleichzeitig die Seitenflügel umgelegt werden, und
Fig. 21 einen Grundriß des fertigen Kreuzbodens mit ineinandergreifenden Papierlagen.
Die Herstellung eines Papiersackes, der aus ineinanderliegenden Schläuchen besteht,
estaltet sich in der Weise, daß aus mehreren Papierbahnen der entsprechenden Breite
Bogen ausgeschnitten werden, welche zu den neinanderliegenden Schläuchen vereinigt »*>
werden. Diese Papierbahnen sind in Fig. 1 mit den Ziffern 1 bis 5 bezeichnet. Je nach
der gewünschten Zahl von Papierlagen im Schlauch werden mehrere solcher Papierbahnen
verarbeitet. Diese Papierbahnen werden durch zwei parallele, in einem gewissen Abstand voneinander liegende Einschnitte
und schräge Schnitte unterteilt. Hierbei entsteht der in Fig. ι schraffiert angedeutete Abfall.
Die Weite dieser abfallenden Stücke entspricht der Größe des überlappten Randes.,
ίο der für den Klebstoff erforderlich ist. Demgemäß können die Längsfalze I-I des Schlauches
am oberen und unteren Ende der Bogen und in den aufeinanderfolgenden Bahnen an derselben Stelle gegenüber den schrägen
Schnitten liegen.
Wenn ein einlagiger Sackschlauch hergestellt werden soll, so werden die Bogen den
Bahnen 2 oder 3 entnommen. Für die Herstellung eines zweilagigen Sackes werden die
Bogen der Bahnen 2 und 3 verwendet, während für die Herstellung eines dreilagigen
Sackes die Bogen der Bahnen 2 und 3 und einer der Bahnen 1 oder 4 verwendet werden.
Die Herstellung eines viertägigen Sackes erfordert die Verwendung der Bahnen 1 bis 4,
und die Herstellung eines fünflagigen Sackes benötigt sämtliche in der Figur dargestellten
Bahnen.
Bei der Herstellung eines mehrlagigen Kreuzbodensackes mit offener Blume werden
eingeschnittene und vorspringende Schnitte gemacht, welche in einem Abstand gleich der
doppelten Länge des Sackes liegen, und die so gewonnenen Bogen werden dann in der
Mitte zwischen den Schnitten durch gerade Schnitte unterteilt. Diese durch gerade
Schnitte gebildeten Linien bilden dann die Öffnung oder Blume des Sackes, während die
eingeschnittenen Enden zur Bildung des Kreuzbodens dienen. Wenn die Papierbahn in dieser Weise fortlaufend unterteilt wird,
so wechseln die die Einschnitte bildenden Schnitte in dem Abstand der Sacklängen mit
den geraden Schnitten ab.
Sollen Kreuzboden an beiden Enden der Sackschläuche gebildet . werden, beispielsweise
für die Herstellung von Ventilsäcken, so werden die einspringenden und vorspringenden
Schnitte in einem Abstand der Sacklänge so ausgeführt, daß die so gebildeten Schlauchenden einander entsprechen.
Zur Erläuterung der Erfindung wird im nachstehenden lediglich die Herstellung eines
von vier Papierlagen gebildeten Sackes beschrieben.
Die Papierbogen 1, 2, 3 und 4 werden von den Bahnen 1, 2, 3 und 4 mit ihren Einschnitten
und Vorsprüngen geschnitten. Sie werden dann in der in Fig. 2 ersichtlichen Weise zusammengelegt, und zwar liegt der
Bogen i, welcher die Innenlage des fertigen Schlauches bilden soll, oben. Die Bogen werden
mit ihren seitlichen Kanten derart zueinander angeordnet, daß, wenn die beiden Hälften
der Bogen nach den punktiert gezeichneten Falzlinien I-I zusammengefaltet werden,
die Randteile sich decken und überlappen, so daß zur Herstellung des Schlauches nur
noch der Klebstoff auf die Ränder gebracht und diese zusammengepreßt zu werden brauchen. Der so gebildete Schlauch ist in
Fig. 3 dargestellt, in der die Längsnähte schraffiert dargestellt sind. Die schrägen
Linien schneiden einander nun in den Punkten 6 auf den Falzlinien an beiden Enden des
Schlauches, so daß nachher der Kreuzboden auf beiden Seiten in der gleichen Weise gebildet
wird und beim Zusammenfalten besonders dicke Stellen vermieden werden.
Durch die zurückspringenden Schnitte werden die Ränder a, b, c und d auf der Oberseite
des Schlauches (Fig. 2 bis 4") und die Ränder a, b', c und d' auf der Unterseite gebildet,
und zwar sind die letzteren aus der in Fig. 4 ersichtlichen Weise nach innen gerichtet.
Die Ränder o, b, c und d werden nachher
mit den Rändern «', b', c' und d' verklebt.
Der in Fig. 3 dargestellte Schlauch wird nun in die in Fig. 5 dargestellte Form übergeführt,
indem die bisher obenliegende Seite an ihrem Ende auf die Fläche 4 zurückgefaltet
wird. Dadurch wird ein Flügel 7 gebildet, der auf den Bauch des Sackes liegt, während
der entsprechende Teil der untenliegenden Seite des Schlauches als Flügel 8 in seiner
Lage, also in der Ebene des Bauches, bleibt. Hierbei heben sich zunächst die Eckteile 6
des Schlauches ab, so daß sie Einschläge 9 und 10 bilden, welche sich schließlich flach
auf den Sack legen. Nun kann Klebstoff auf die Ränder a, b', c', d' gebracht werden, mittels
dessen diese später mit den entsprechenden Rändern des Flügels 7 verklebt werden.
Indessen kann der Klebstoff auch später aufgebracht werden.
Der nächste Vorgang besteht darin, daß die von Einschnitten der Einschläge gebildeten
Punkte 6 angehoben und die dreieckigen Teile 6" der Einschläge 9 und 10, die in Fig. 5
schraffiert gezeichnet sind, nach außen umge- nc bogen werden, derart, daß die Punkte 6 sich
auf die Ecken 6& an den Seitenkanten des
Schlauches legen. Dieser Vorgang ist in einzelnen Stufen in Fig. 6 und 7 dargestellt. Dadurch,
daß die Einschläge in dieser Weise nach außen gefaltet werden, werden die seitlichen
Flügel 7 und S nach innen umgelegt, bis schließlich die Ränder a, b, c und d flach
auf dem Schlauch liegen, wie in Fig. 7 dargestellt ist. Sollte der Klebstoff nicht schon
vorher aufgebracht sein, so geschieht das jetzt. Die Flügel d', c', b' und α werden über
die vorher gefalteten Ränder a, b, c und d gelegt,
so daß durch den Klebstoff der Flügelteil d' sich auf den Flügelteil d, der Flügelteil
c' auf den Flügelteil c, der Flügelteil b' auf den Flügelteil b und der Rand α auf den
Randfl legt. Dadurch ist der Kreuzbodenverschluß hergestellt, und die ineinanderliegenden
Schläuche sind in ineinanderliegende unabhängige Säcke umgewandelt. ίο In dem fertigen Verschluß nach Fig. 8, in
dem der Kreuzboden flach auf der Fbene des Schlauches Hegt, ist lediglich der äußere
Flügel d' zu sehen, und der Punkt 6 liegt in der Seitenkante des Schlauches, während der
>5 dreieckige Teil 6° sich auf einen ähnlichen dreieckigen Teil legt. Die von dem äußeren
Flügel d' gebildete Naht verläuft im wesentlichen über die ganze Breite des Sackes.
Das Wesen dieses zusätzlichen dreieckigen, taschenförmigen Teiles 6" mit seinem Endpunkt
6 ergibt sich aus der schaubildlichen Darstellung nach Fig. io. Fig. g läßt erkennen,
daß, wenn der Boden um die Mittellinie IT-IT von Fig. 8 flach umgelegt wird, die
Ecke rechteckig ist und daß die dreieckige Tasche das Fassungsvermögen des Sackes
um eine Kleinigkeit vergrößert.
Sackschläuche können an beiden Enden durch den beschriebenen Kreuzboden verschlossen
werden. Hierbei werden drei Ecken in der beschriebenen Weise ausgeführt, während
an der vierten Ecke ein Füllventil angebracht wird. Auch können zwei Ecken an einem Ende des Sackes in der beschriebenen
Weise verschlossen werden, während die anderen Ecken derart verschlossen werden, daß
sie einander gegenüberliegende Ventile bilden. Im nachstehenden soll lediglich die Herstellung
eines einzelnen Ventils an einer Ecke beschrieben werden. Dies ist in Fig. 11 bis
14 dargestellt.
In Fig. 11 ist eine Ecke des in Fig. 3 dargestellten
Schlauches abgebildet, an der das Ventil oder die öffnung hergestellt werden
soll. Der Schlauch wird in der Längsrichtung nach der Linien eingeschnitten, damit die
seitlichen Flügel dem Endeinschlag eine größere Überdeckung geben, wenn dieser nach
innen umgelegt wird, um das Ventil herzustellen. Der eingeschnittene Schlauch wird
nun am Rande' derart gefaltet, daß die seitlichen Flügel 7a und 8" entstehen, und der
Schlauch wird am Ende zu einem Einschlag o,a
nach innen umgelegt, wie in Fig. 12 dargestellt ist. Nun werden die Ränder des Flügels
8" mit Gummi versehen, und ein rechteckiges Stück, zweckmäßig ein U-förmiges
Stück 12, wird über den V-förmigen Ausschnitt des Einschlages gelegt, der den Punkt 6
bildet, derart, daß dieser Ausschnitt von beiden Seiten überdeckt wird. Xun werden die
Seitenflügel 7" und 8a nach innen urn die gebrochenen
Linien III-III umgefalzt, so daß sich der Flügel 8a auf den Flügel 7° legt und
die entsprechenden Ränder in der beschriebe- *5
nen Weise übereinanderliegen. Die Falten überdecken nun die Seiten des Einschlags g"
und gleichen dadurch die Schwächung der Ecke durch den Schlitz 11 aus. Diese Art der
Herstellung des Ventils durch Falten entspricht der bekannten Herstellung eines Ventils
in Kreuzboden.
Das fertige Ventil ist in Fig. 14 dargestellt.
Es kann über die Kanten der verklebten Flügel 7° und 8" ein großes U-förmiges Stück
gelegt werden, wie in punktierten Lfnien dargestellt ist. Dadurch wird eine Beschädigung
der Papierlagen durch das Füllrohr vermieden, oder es wird verhindert, daß Zement oder
eine andere Füllung des Sackes zwischen die *» Papierlagen gelangt.
Wie bereits erwähnt ist, kann an der gegenüberliegenden Ecke des Sackes ein ähnliches
Ventil angebracht werden, vermöge dessen die Luft während des Füllens des Sackes ent- *5
weichen kann. In diesem Falle kann eine zusätzliche Zunge oder ein Schlauch in dem
Ventil angebracht werden, damit der Zement oder eine andere Füllung nicht aus dem Fällrohr
durch den Sack hindurch durch das zweite Ventil geblasen wird.
Fig. 15 und 16 zeigen die Anwendung der
Erfindung in einem Sack mit seitlichen Ein···
schlagen. Die Herstellung des Kreuzbodens ist ähnlich wie in den beschriebenen Beispielen.
Die Vorderseite des Schlauches wird mit ihrem oberen Teil zurückgeschlagen, so
daß die Flügel yb und 8b entstehen. Hierbei
werden auch die Einschläge io° an den Enden ausgebildet. Dieser Einschlag wird nun von
dem Punkte 6C aus nach außen umgefaltet^ so
daß dreieckige Teile gebildet werden, welche über die Falten 4" des Einschlages herausragen
(Fig. 16). Die Ränder der Flügel 7* und 8* werden in der beschriebenen Weise »05
miteinander verklebt. Der fertige Verschluß und die eingeschlagene Ecke sowie die dreieckige
Tasche 6d sind aus Fig. 16 zu ersehen.
Um ein Ventil in einen solchen Sack auszubilden, wird der Schlauch in derselben "o
Weise eingeschnitten, wie unter Hinweis auf Fig. 11 beschrieben ist. Das weitere Herstellungsverfahren
richtet sich nach den dort gemachten Angaben.
Fig. 17 bis 21 zeigen einen Sack, bei dem "5
die Papierlagen des Kreuzbodens ineinandergeschachtelt sind. Hier fallen also die vorstehenden
Lappen der Flügel, vermöge deren die entsprechenden Lagen zu nebeneinanderliegenden
Nähten verklebt werden, fort. Die im Bogen erhalten rechteckige Einschnitte 14, '
deren Schachtel 6e in den Längsfalzlinien des
Schlauches liegen, wie in Fig. 17 angedeutet ist. Werden die Bogen aus durchgehenden
Bahnen geschnitten, so werden kleine Quadrate ausgeschnitten, wenn der Bogen durch
Querschnitte unterteilt wird. Die zurechtgeschnittenen Bogen werden derart zusammengelegt,
daß die Ausschnitte 14 und die Längsfalzlinien einander überlappen, während die
Ränder der Bogen gegeneinander versetzt sind. Die Seitenteile des Bogens werden nun
zu einem Schlauch zusammengefaltet, so daß der in Fig. iS dargestellte Schlauch gebildet
wird.
Man kann auch den Schlauch zuerst kleben und danach die Ecken 14 unter 45° abschneiden.
Anschließend wird die Vorderseite des Schlauches an ihrem oberen Rande umgeschlagen,
so daß die Seitenflügel 7C und 8e
entstehen. Hierbei werden' auch die Einschläge ι o6 an den Enden gebildet. Die eingeschnittenen
Teile 14 werden an ihren Punkten 6e nach außen umgefalzt, so daß j eder
Einschlag zusammengefaltet wird und eine dreieckige Tasche 6f bildet, die sich mit der
Ecke des Sackbodens deckt. Hierbei werden die Seitenflügel, die vorher an ihren Kanten
mit Klebstoff versehen sind, aufeinandergelegt. Beispielsweise wird zunächst die innere
Lage einer Seite des Schlauches mit ihrem Rande niedergeklappt und darüber der Rand der entsprechenden äußeren Lage gelegt,
und anschließend werden die Ränder der übrigen Lage in gleicher Weise gefaltet und
miteinander verklebt. Schließlich greifen die sämtlichen Lagen an ihrem Rande ineinander,
und es entsteht so ein Kreuzboden, in dem die dreieckigen Teile 6f die Ecke überdecken
CFig. 21). An dem Sack kann eine Ventilöffnung in der beschriebenen Weise angebracht
werden, nachdem zunächst eine Ecke in der Längsrichtung eingeschnitten ist.
Beim Füllen eines mit einem einzigen Ventil versehenen luftdichten Sackes mit Zement
o. dgl. wird gelegentlich der Zement infolge der eingeschlossenen Luft zurückgeßlasen.
LTm das zu verhindern, kann der flachliegende
Sack in bekannter Weise mit einer Reihe von feinen Löchern durchbohrt werden, welche
den Austritt der Luft gestatten.
Die Erfindung eignet sich insbesondere für die Herstellung mehrlagiger Säcke. Man
kann nach dem neuen Verfahren aber auch einlagig-e Säcke herstellen, beispielsweise undurchlässige
Säcke zum Verpacken von Invertzucker, Pech oder anderem halbflüssigem Stoff. Solche Säcke können einlagig aus kräftigem
feuchtigkeitssicherem Papier hergestellt werden. In diesem Falle wird die dreieckige
Tasche, ,die beispielsweise in Fig. 10 dargestellt ist, umgelegt und mittels Klebstoffes am
Sackboden oder an den Seitenwänden festgeklebt. Dadurch entsteht in beiden Fällen
ein rechteckiger Boden, in dem der Eckverschluß dadurch verstärkt ist, daß die dreieckige
Tasche über ihn gefaltet und verklebt ist.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Kreuzbodensäcken, bei dem der zur BiI-dung
des Sackes dienende Schlauch an« den Ecken nach innen eingeschlagen wird und danach an den Seiten gebildete Einschläge
über den an den Ecken gebildeten Einschlägen zusammengefaltet und miteinander
vereinigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einschlagen der Ecken (9, 10') Teile (6a) der letzteren
nach außen zur Dreieckform umgeschlagen werden und die an den Seiten gebildeten
Einschläge (γ, 8) über den nach außen umgeschlagenen Teilen (6a) miteinander
vereinigt werden.
2. Verfahren zur Herstellung von Kreuzbodensäcken nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an den Enden der den Schlauch bildenden Falten bei der Bildung
des Kreuzbodens V-förmige Einschnitte (14) angebracht werden, um das Falten
zu erleichtern.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2 zur Herstellung mehrlagiger Kreuzbodensäcke,
bei dem von Papierbahnen der Länge des Sackes entsprechende Stücke abgeschnitten und an den Enden mit Einschnitten
und gestaffelten Kanten versehen und danach, übereinandergelegt und zu
einem Sack zusammengefaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß in den von den Bahnen abgeschnittenen Stücken Ci, 2, lo°
3, 4) zwischen den Schnittkanten, nach denen die Ausschnitte und die vorstehenden
Teile geschnitten sind, schräge Einschnitte derart gemacht werden, daß bei der Herstellung der Sackform die Linien
(I-I), nach denen der Sack längs gefaltet wird, die schrägen Einschnitte in oder
zwischen deren Endpunkten schneiden, so daß an den Enden der den Sack bildenden
Falten V-förmige Einschnitte entstehen,%und daß anschließend die Enden
des Schlauches unter Benutzung der das Falten erleichternden V-förmigen Einschnitte
zusammengefaltet werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB644940X | 1934-09-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE644940C true DE644940C (de) | 1937-05-19 |
Family
ID=10489741
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP71736D Expired DE644940C (de) | 1934-09-11 | 1935-09-01 | Verfahren zur Herstellung von Kreuzbodensaecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE644940C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE864045C (de) * | 1949-06-05 | 1953-01-22 | Paper Sacks Ltd | Verfahren zum Herstellen von mehrlagigen Kreuzboden-Ventilbeuteln |
| DE924849C (de) * | 1944-12-09 | 1955-03-07 | St Regis Paper Co | Mehrwandiger Sack aus Papier od. dgl. |
| DE959429C (de) * | 1953-12-29 | 1957-03-07 | Natronzellstoff Und Papierfabr | Verfahren und Maschine zum Herstellen von Kreuzbodensaecken mit Ecklappen |
| US4626031A (en) * | 1982-08-04 | 1986-12-02 | Gepipari Technologiai Intezet | Apparatus for loosening and/or breaking coal deposits, rocks, granular or lumpy material, or scrap |
-
1935
- 1935-09-01 DE DEP71736D patent/DE644940C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE924849C (de) * | 1944-12-09 | 1955-03-07 | St Regis Paper Co | Mehrwandiger Sack aus Papier od. dgl. |
| DE864045C (de) * | 1949-06-05 | 1953-01-22 | Paper Sacks Ltd | Verfahren zum Herstellen von mehrlagigen Kreuzboden-Ventilbeuteln |
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| US4626031A (en) * | 1982-08-04 | 1986-12-02 | Gepipari Technologiai Intezet | Apparatus for loosening and/or breaking coal deposits, rocks, granular or lumpy material, or scrap |
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