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Höhenmesser Die Erfindung betrifft Höhenmesser, die nach dem Prinzip
des Aneroidbarometers arbeiten und bei denen die Zeiger gegenüber der fest angeordneten
Skala verstellbar sind, um sie z. B. auf Ortshöhe einstellen zu können. Um dies
zu erreichen, kann man die Verbindung zwischen Aneroiddose und Zeiger zwecks Verstellung
der letzteren unterbrechen. Eine solche Unterbrechung ist aber nicht wünschenswert,
weil hierdurch die Genauigkeit des Gerätes beeinträchtigt wird. Es ist auch nicht
günstig, wie dies bereits vorgeschlagen wurde, mit Hilfe von Federn auf die Antriebsvorrichtung
zu drücken, denn hierbei können Verbiegungen eintreten, die ebenfalls die Empfindlichkeit
des Instrumentes beeinflussen.
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Die Einstellvorrichtung nach der Erfindung hat den Vorteil, daß eine
Aufhebung der Verbindung zwischen Aneroiddose und Zeiger während des Einstellvorganges
nicht eintritt, und bei der trotzdem, ohne schädliche Einwirkung auf die Aneroiddose,
eine Verstellung der Zeiger von außen her in weitestem Umfange vorgenommen werden
kann. Zu diesem Zwecke ist gemäß der Erfindung in den Zeigerantrieb ein Schneckengetriebe
eingeschaltet, dessen Schnecke auf der Meßwerkswelle senkrecht zur Wellenachse gelagert
und in dem Lager von Hand von außen her frei drehbar ist und dessen Schneckenrad
fest auf der Zeigerwelle sitzt. Mit der Verstellung des Schneckengetriebes wird
eine Feststellvorrichtung für die Meßwerkswelle wirksam.
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Die Verstellung eines Zeigers gegenüber seiner Skala durch ein in
den Zeigerantrieb eingeschaltetes, von Hand von außen verstellbares Getriebe ist
bei Meßinstrumenten grundsätzlich bekannt.
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Auf der Zeichnung zeigt: Abb. i einen Höhenmesser mit der Einrichtung
nach der Erfindung in einem lotrechten Seitenschnitt; Abb. a, 3 und .4 sind Schnitte
nach den Linien a-2 bzw. 3-3 und 4-4 der Abb. i ; Abb. 5 ist eine Vorderendansicht
der Vorrichtung nach Abb. i; Abb. 6 ist eine Einzelansicht in größerem Maßstab,
teilweise im Schnitt, und Abb. 7 zeigt schaubildlich in größerem Maßstabe den Hauptteil
der Einstellvorrichtung. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist mit io das
Gehäuse eines Höhenmessers bezeichnet, das mit einem verschlossenen Ende i i versehen
ist. An letzterem ist beispielsweise durch Schrauben 1z ein Rahmen befestigt, der
gewisse Teile des Instrumentes
tr;igt. Er besteht aus einer Scheibe
13 und einer Platte 14, die durch Stangen 15 und 16 in einem bestimmten Abstand
voneinander gehalten «-erden. Das vordere Ende des Gebäusef, ist durch eine durchsichtige
Scheibe 17 e@ schlossen. Das Gehäuse io ist nicht dicht verschlossen, sondern in
beliebiger geeignetei \@'eise mit der Außenluft verbunden.
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Das Instrument hat einen druckempfindlichen Teil, der sich bei durch
Höhenänderungen verursachten Druckänderungen ausdehnen oder zusammenziehen kann.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht er aus einer luftleeren Kapsel
18. Ihre untere Seite ist an einer Gewindestange i9 befestigt, die selbst z. B.
durch Muttern 21 an einer Querstam#e 20 befestigt ist, die in beliebiger eise, z.
B. durch Schrauben 22, mit der W '7
unteren Seite der Stangen 15 verbunden
ist. Zum Übertragen der durch Druckänderungen bewirkten Bewegungen der Wände der
Kapsel 18 auf den Zeiger dient ein Lenker 23, der mit dem einen Ende an einer Stange
2.I befestigt ist. Diese ist an einem Halter 25 befestigt, der mit der oberen beweglichen
Wand der Kapsel 18 starr verbunden ist. Das andere Ende des Lenkers 23 ist an einer
Stange 26 angelenkt, die an einer zvlindrischen Scheibe 27 starr befestigt ist,
die auf einer Welle 28 (Abb.6) festsitzt. Diese ist in einem an der Stange 16 befestigten
Arm 29 und in einer Platte 3o drehbar gelagert, die einen Teil des Rahmens bildet
und an der Platte 14 im Abstand befestigt ist.
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Die Drehung der Welle 28 wird auf eine Muffe 31 übertragen, die den
Hauptteil der Welle 28 umgibt und auf dieser drehbar gelagert ist. Zu diesem Zweck
ist am Ring 27 ,in E-färmiger Halter 32 (siehe Abb. i und 7) befestigt, in dem eine
Schneckenwelle 33 drehbar gelagert ist, deren Schnecke mit einem Schneckenrad 34
kä raunt, das an der Muffe 31 starr befestigt ist oder mit ihr aus einem Stück besteht.
Am entgegengesetzten Ende der Mutze 31 ist ein Zahnsektor 35 befestigt, der über
ein doppeltes Zahnrädergetriebe einen mit hoher Geschwindigkeit laufenden Zeiger
36 und einen mit geringerer Geschwindigkeit laufenden Zeiger 37 bewegt. Die Zeiger
spielen über Skalen 38 und 40 mit Teilungen 39 und 4.1.
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Der Halter 32, die Schnecke 33 und das Schneckenrad 34 bilden für
gewöhnlich eine starre Verbindung zwischen der Welle 28 und der Muffe 31. Infolgedessen
«-erden die Bewegungen der Aneroidkapsel, die durch das oben beschriebene Gestänge
in eine Drehung der Welle 28 und der Muffe 31 verwandelt werden, auf die Zeiger
entsprechend den durch Höhenänderungen verursachten Druckänderungen übertragen.
Uin zu verhindern, daß Schwingungen, Beschleunigung usw. das Gleichgewicht der Vorrichtung
stören oder das Arbeiten der Kapsel 18 beeinträchtigen, ist -eine Schraubenfeder
42 vorgesehen, die mit einem Ende an einem an der Stange 16 (siehe °,hb. 1 und 2)
befestigten Arm 43 und mit
"dem anderen Ende an der Schiene 26 neben der Gelenkverbindung
für den Lenker 23 befestigt ist. 44 ist eine Rückholfeder für den Zeiger 36 und
37.
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Höhenmesser der beschriebenen Art haben im allgemeinen eine Vorrichtung,
durch die der Bedienende die Zeiger zunächst so einstellen kann, daß sie eine gewünschte
Ablesung, beispielsweise die Ablesung Null, ergeben, wenn das Instrument auf eine
vorher ausgewählte Meereshöhe gebracht wird, wenn z. B. das Flugzeug, auf dem das
Instrument angeordnet ist, diese vorher ausgewählte Meereshöhe erreicht. Es ist
ferner wünschenswert, daß die Kupplung zwischen den Zeigern und der Aneroidkapsel
während der Einstellung des Instrumentes für die vorher ausgewählte Meereshöhe nicht
unterbrochen wird, damit das Instrument sofort nach Beendigung dieser Einstellung
wieder anzeigen kann. Zu diesem Zweck ist an der Schnecke 33 (siehe Abb. i und 7)
ein Schneckenrad 45 befestigt, (las mit einer Schnecke 46 kämmt, die im
Halter
32 drehbar gelagert ist. Am vorderen Ende der Schnecke 46 ist eine biegsame Welle
47 befestigt, die beispielsweise aus einem starken Klaviersaitendraht bestehen kann.
Das entgegengesetzte Ende der biegsamen Welle 47 ist an einem Zahnrad 48 befestigt,
mit dem das Zahnrad 49 in Eingriff kommen kann, das
mit einem Nabenteil 5o
versehen und auf einer Welle 51 verschiebbar und mit ihr drehbar gelagert ist. Das
vordere Ende der Welle 51 ist in einer Platte 52, die einen Teil des In-
strumentenrahmens
bildet, und das hintere
Ende in dem Arm 43 (Abb. 2) drehbar gelagert. Die
in genanntem Arm vorgesehene Öffnung ist weit genug, um eine Verschiebung
der
Welle 51 zu ermöglichen. Das Zahnrad 49 wird
für gewöhnlich durch
eine Schraubenfeder 53 außer Eingriff mit dem Zahnrad 48 gehalten, und diese Feder
wirkt auch durch Vermittlung
des Zahnrades 49 und der Nabe 5o in der
Weise,
daß sie eine Reibungsscheibe 54, die mit einem auf der Welle S 1 verschiebbar
ge-
lagerten Nabenteil 55 versehen ist, außer Rei-
bungseingriff mit
einem Sektorarm 56 hält, der an der Welle 28 (siehe Abb. 1 und 6) befestigt ist.
Eine Schraubenfeder 57 kann zwischen der Scheibe 54 und der Platte 55 angeordnet
sein, um mit der Feder 53 zusammen das Zahn-
rad 49 und die Reibungsscheibe
54 in ihrer
Ausgangsstellung zu halten. Die Platte 52 trägt eine kleine
Stange 58, die durch eine in der Scheibe 54 vorgesehene Öffnung lose hindurch-
geführt
ist und dazu dient, ein Drehen der Scheibe mit der Welle oder Stange 51 zu verhindern.
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Wenn die Zeiger auf eine vorher ausgewählte Meereshöhe eingestellt
werden sollen, so be-
wegt der Bedienende die Stange 51 nach links, indem
er den Knopf 5ia entgegen der Spannung der Federn 53, 57 verschiebt, worauf die
Scheibe 54 mit dem Sektorarm 56 in Eingriff kommt und hierdurch eineDrehung der
Welle 28 und der damit verbundenen Teile durch Reibung verhindert. Gleichzeitig
wird das Zahnrad 49 mit dem Zahnrad 48 in Eingriff gebracht, und wenn der Knopf
5,a jetzt gedreht wird, übertragen die Zahnräder 49 und 48 die Drehung auf die biegsame
Welle 47, die Schnecke 46, das Schneckenrad 45, die Schnecke 33 und das Schneckenrad
34, um die Muffe 31 und den Zahnsektor 35 in Drehung au versetzen, so daß die Zeiger
nach Wunsch eingestellt werden können.
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Die Bremse, welche durch die Scheibe 54 und den Sektor 56 gebildet
wird, der etwas biegsam sein kann, dient dazu, eine Bewegung der Welle 28 zu verhindern.
Dadurch werden ein Teil der zur Vergrößerung der Bewegung dienenden Vorrichtung
und die Kapsel 18 außer Tätigkeit gesetzt, ohne daß die Verbindung zwischen den
Zeigern und der Kapsel unterbrochen wird. Sobald der Knopf 51a los-
gelassen
wird, kehren das Zahnrad 49 und die Reibungsscheibe 54 von selbst in die normale
Lage zurück, so daß die Kapsel sofort wieder wirksam wird, um die Zeiger zu drehen.
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Zum Anzeigen der eingestellten Höhe dient ein Zähler 59, der auf der
Platte 5!2 sitzt und so angeordnet ist, daß die Zahlen durch eine 'im Gehäuse
vorgesehene Öffnung 6o (siehe ;:'ebb. 5) sichtbar sind. Die Zahlenrollen wer-7
den gleichzeitig mit der Einstellung der Zeiger 36, 37 durch den Knopf 5ia, das
Zahnrad 49, das Zahnrad 48, ein Zahnrad 61 (siehe Abb. 2), das auf der Welle 62
sitzt, ein auf genannter Welle sitzendes Kegelrad 63 und ein damit zusammenwirkendes
Kegelrad 64 gedreht, welches auf der Antriebswelle für die Zifferblätter des Zählers
sitzt.